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Freitag, 20. Oktober 2017

Der Geist von Nebenan - #Scaralong

Hallo meine Gruselfreunde,

und wir kommen zum Abschluss meiner Gänsehaut-Woche. Heute soll es um ein Buch der Reihe gehen, was richtig meinen Geschmack trifft. Ich fürchte mich am meisten für Geistern, und wie der Titel schon verrät, geht es hier um untote Seelen. Ich weiß nicht warum, aber Geistergeschichten sind einfach mein Ding.

Die Fakten:
  • Autor: R. L. Stine
  • Übersetzung: Günter W. Kienitz
  • Titel: Der Geist von nebenan (Original: The Ghost Next Door)
  • Reihe: Gänsehaut 6
  • Erschienen: 1996
  • Verlag: Omnibus
  • Seiten: 123
  • Preis: 4,99 Euro
  • Klappentext: "Langweilig und öde werden diese Sommerferien, denkt sich Hannah, denn all ihre Freundinnen sind ins Ferienlager gefahren. Doch dann zieht nebenan ein Junge ein und es kommt zu unheimlichen Ereignissen. Hat ihr neuer Nachbar vielleicht irgendetwas damit zu tun?"

Zur Handlung: Mit langweiligen Sommerferien beginnt doch jede gute Gruselgeschichte. Eines Tages trifft Hannah auf Danny, der sich als neuer Nachbar entpuppt. Es ist jedoch seltsam, dass sich Hannah nicht daran erinnern kann, dass nebenan jemand eingezogen ist. Auch Dannys Freunde aus der Schule sind Hannah völlig unbekannt. Hannah hat eine Idee: sie will beweisen, dass Danny in Wahrheit ein Geist ist.

Ich habe durchaus das Gefühl, dass die Bücher sich weiterentwickeln. Daher wollte ich sie auch unbedingt mal in der richtigen Reihenfolge lesen. Hannah kommt hier nun nicht rüber wie ein typisches Mädchen. Sie ist abenteuerlustig und liebt Sport. Außerdem ist sie ziemlich sauer, dass keine ihrer Freundinnen ihr aus dem Ferienlager schreibt. Sie muss sich nun selbst ein Abenteuer suchen, um die Sommertage zu überstehen.

Danny ist eigentlich ein netter Junge, aber irgendwas ist seltsam an ihm. Er hat zwei Freunde, die ihn immer wieder in sehr große Schwierigkeiten bringen. Außerdem verhält sich seine Mutter äußerst seltsam. Ich mag ihn als Charakter, er bleibt ein bisschen ungewiss, aber gleichzeitig merkt man, dass er eigentlich zu clever ist, um sich in solchen Unsinn hineinziehen zu lassen. Dennoch will er gern gut dastehen vor seinen Freunden.

Das Setting des Buches fand ich gut. Wir befinden uns in einer verschlafenen Kleinstadt in den USA. Wir treffen einige der Stadtbewohner, vor allem den fiesen Postbeamten Chesney. Weil er Kinder hasst, haben die drei Jungs es besonders auf ihn abgesehen. Hier fand ich dann manche Szenen auch wirklich schwer zu lesen. Irgendwie tat mir Chesney dann auch leid. Aber das Buch zeigt schon, dass das Verhalten der Jungen nicht richtig ist und sie werden schließlich vom Universum dafür bestraft.

Das Ende hat dann den bekannten Twist in sich. Allerdings haben wir hier mal ein komplett abgeschlossenes Ende ohne offene Wendungen. Auch wird es in diesem Band wieder übernatürlich, es geht wirklich um Geister. Ich muss sagen, auf der letzten Seite hatte ich richtig Gänsehaut und Schauer auf dem Rücken. Und dafür sind diese Bücher ja gemacht. Ihr seht also, dieser Band gehört zu einem meiner Lieblingsbücher aus der Reihe.

Habt ihr schon mal gedacht, ihr hättet einen Geist getroffen? Und findet ihr Geister auch so gruselig wie ich?

Ich hoffe, diese kleine Themenwoche hat euch zugesagt!

Bis bald,
Eure Kitty Retro






Meine Bewertung:

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Der Fluch des Mumiengrabs - #Scaralong

Hallo meine Mumienfreunde,

wer hat als Kind nicht davon geträumt, in Ägypten in einer alten Pyramide nach Mumien zu suchen? Dieser Traum wird hier zumindest literarisch war, denn es geht tatsächlich hinein in eine Pyramide. Ich selbst war noch nie in Ägypten, aber irgendwann möchte ich diese Baudenkmale auch mal noch sehen. :)

Die Fakten:
  • Autor: R. L. Stine 
  • Übersetzung: Günter W. Kienitz
  • Titel: Der Fluch des Mumiengrabes (Original: The Curse of the Mummy's Tomb)
  • Reihe: Gänsehaut #5
  • Erschienen:1996
  • Verlag: Minibus
  • Seiten: 125
  • Preis: gebraucht für wenige ct
  • Klappentext: "Bei Ausgrabungen in Ägypten stoßen Robert und Sari azf eine Grabkammer voller Mumien. Erfüllt sich der Fluch der Hohepriesterin?"

Zur Handlung: Urlaub in Ägypten, das klingt für Robert sehr aufregend. Seine Eltern müssen jedoch arbeiten und Robert soll die Zeit nun mit seinem Onkel Ben und seiner Cousine Sari verbringen. Beide stehen total auf Scherze, und Robert ist nicht selten Mittelpunkt davon. Doch als seltsame Dinge in der Pyramide geschehen, hört der Spaß auf. 

Dieses Buch bewegt sich ausnahmsweise mal aus den gewohnten US-Gefilden heraus. Man merkt aber gleich, dass dieses Buch schon älter ist und von Diversity damals noch nicht viel gesprochen wurde. So ordern die bei Kinder in einem schicken agyptischen Hotel Burger und Sandwiches, Conflakes und Pancakes, und ich frage mich: Was ist mit denen falsch? Man muss schon auch mal die andere Kultur kennen lernen.

Auch findet sich hier der typische Trope des "bösen Südländers", wobei ich nicht zu viel spoilern will. Das ist aber schon etwas, was einem heute vielleicht sauer aufstößt, obwohl man das als Kind gar nicht gemerkt hat. Aber genau so funktionieren Stigmata und Diskriminierung eben: man merkt es gar nicht. 

Die Kinder finde ich beide gut charakterisiert. Hier wird auf jeden Fall nicht mit zu vielen Klischees gespielt. Robert ist offensichtlich weit weg von seiner Heimat, und obwohl Mumien ihn sehr interessieren, bekommt er es doch auch ab und an mit der Angst zu tun. Auch will er nicht gegen die Dinge verstoßen, die Erwachsene ihm sagen, was ich gut fand. Sari dagegen hat -mädchenuntypisch- nur Flausen im Kopf. Sie kennt sich bestens in der Welt der Pyramide aus (vielleicht nicht sehr realistisch...) und zieht Robert in jedes Abenteuer mit hinein.

Die Erwachsenen in diesem Buch sind wieder sehr typisch für die Reihe. Die Eltern verlassen ihren einzigen Sohn in einem fremden Land, sehr unrealistisch. Der Onkel steht total auf Scherze und Unfug. Gut, das kann schon sein, aber so richtig glaubhaft ist er nicht. Was mich aber total angenervt hat, zwei Mal kommt eine Szene vor, in der Robert seinen Schuh binden muss, den anderen zuruft, sie sollen warten, und dann ist er allein. Das erste Mal konnte ich damit leben und es machte Sinn. Das zweite Mal war einfach nur dämlich.

Das Ende habe ich dann recht schnell durchschaut, aber es weist auch einige Wendungen auf und ist durchaus spannend umgesetzt. Ich denke, wer sich für Abenteuer in Pyramiden interessiert, wird diese Geschichte lieben. Mir hat sie besser gefallen als Das Unheimliche Labor und Es wächst und wächst und wächst. Dennoch ist es nicht in den Reihen meiner Lieblingsbücher von Gänsehaut.

Steht ihr auch Mumien? Gruseln sie euch?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung: 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Es wächst und wächst und wächst... - #Scaralong

Hallo meine Gruselfreunde,

und weiter geht es schon mit dem nächsten Buch aus der Gänsehaut-Reihe. Diesmal geht es um einen seltsamen Schleim, der zunächst als harmloses Spielzeug erscheint. Ich meine, wer hatte denn als Kind nicht solchen Schleim? Die waren total hipp, als ich Kind war. Nach wenigen Tagen haben die meist widerlich gerochen und ich hab eine Menge Chemieexperimente unternommen, um das zu verhindern. Geklappt hat es nie, daher bin ich auch kein Chemiker geworden. :D

Die Fakten:
  • Autor: R. L. Stine
  • Übersetzung: Günter W. Kienitz
  • Titel: Es wächst und wächst und wächst... (Original: Monster Blood) 
  • Reihe: Gänsehaut #4
  • Verlag: Omnibus
  • Erschienen: 1996
  • Seiten: 123
  • Preis: 4,99 Euro
  • Klappentext: "Monsterblut steht auf der Dose, die Evan in einem alten Spielzeugladen kauft. Eine klebrige, glibberige Masse quillt bald aus ihr heraus, füllt nach kurzer Zeit eine Badewanne und verschlingt alles, was sich ihr in den Weg stellt!"

Zur Handlung: Evan hat es voll erwischt. Nicht nur dass seine Familie sich darauf vorbereitet, sehr weit wegzuziehen. Auch soll er die Ferien bei einer gruseligen Verwandten verbringen, die bereits seinen Vater aufgezogen hat. Die Frau ist taubstumm und verweigert nahezu jede Kommunikation. Wie soll Evan da so lange bleiben? Zum Glück findet er doch recht schnell eine Freundin, und mit ihr einen unheimlichen alten Spielzeugladen und Monsterblut.

Ich denke, viele Kinder und Teenager können sich mit Evan identifizieren, wenn es darum geht, seine Ferien bei ungeliebten Verwandten verbringen zu müssen. Weit entfernt von den eigenen Freunden und den Spielsachen und so weiter... was soll man da bitte machen? Doch Evan hat natürlich keine Wahl. Immerhin hat er auch noch seinen Hund als Begleitung.

In der Nachbarschaft trifft Evan dann auf ein Mädchen, mit dem er sich schnell anfreundet. Doch dort leben auch Zwillinge, die alles andere als freundlich sind und es scheinbar auf Evan abgesehen haben. Zu guter Letzt ist dann da noch die seltsame taubstumme Verwandte, die Evan gar nicht verstehen will, sich aber auch wenig darum kümmert, was er tut. Bei ihr lebt eine böse Katze. 

Ich als großer Katzenfan muss ja sagen, dass ich die Darstellun dieser Spezies hier sehr problematisch finde. ;) Man kann an dem Buch aber durchaus kritisieren, dass es etwas unreflektiert mit dem Thema Behinderung umgeht. Ich finde es gut, dass die Verwandte als generell sehr fähige Frau beschrieben wird, aber ihr wird doch auch unterstellt, dass sie sich ja gar keine Mühe gibt z.B. Zeichensprache zu lernen. Dass sonst auch niemand diese Sprache kann und damit wenig Mehrwert entsteht, wird dabei aber nicht bedacht.

Ansonsten fand ich die Atmosphäre in diesem Buch nicht ganz so schaurig. Natürlich, der wachsende Schleim ist schon ziemlich eklig, aber das Drumherum ist relativ normal. Die Verwandte ist abweisend, die Zwillinge sind fiese Schläger, aber so richtig gruselig ist das nicht. Der Spielzeugladen hat auf jeden Fall Atmosphäre, spielt aber nur am Rande eine Rolle. 

Das Finale hat mir dann gut gefallen. Hier wird es tatsächlich auch mal wieder übernatürlich. Die Auflösung hat für mich durchaus Sinn gemacht und man sieht, wie die einzelnen Teile sich zusammenfügen. Was allerdings mit dem Spielzeugladen passiert ist...? 

Insgesamt war das Buch unterhaltsam, zählt aber auch nicht zu meinen Lieblingen aus der Reihe. Ich mochte die Kinder in diesem Band, weil sie nicht so sehr klischeehaft waren wir in anderen Teilen. Dennoch gibt es einige problematische Inhalte, und die Atmosphäre könnte noch etwas schauriger sein. 

Kennt ihr diesen Band? Und habt ihr als Kind auch gern mit Monsterschleim gespielt?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung: