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Sonntag, 10. Dezember 2017

Tatzen im Schnee

Hallo meine Weihnachtsmietzen,

ich hatte letzte Woche viel zu tun und habe meinen Stubentiger viel zu wenig gesehen. Um dem Mietzweh ein bisschen entgegen zu wirken, habe ich mir dieses Buch aus der Bibo geschnappt. Weihnachtliche Geschichten über Katzen klingt doch genau nach dem, was ich gerade brauche. :)

Die Fakten:
  • Herausgeber: Gesine Dammel
  • Titel: Tatzen im Schnee - Die schönsten Katzengeschichten zum Weihnachtsfest
  • Erschienen: 2014
  • Verlag: Insel Verlag Berlin
  • Seiten: 167
  • Preis: 8,00 Euro
  • Klappentext: "Von einem Kater, der den Neuschnee erkundet, vom aufregenden Weihnachtsfest des Katers Murr, von einer Frau, die ihr Leben den Katzen widmet, und wie die Katzen den Weihnachtsmann retteten... davon und von vielem anderen mehr erzählen die hier versammelten um zum Großteil erstmals veröffentlichten Geschichten von Ingrid Bachér, Eva Berberich, Detlfe Bluhm, Bernd Cailloux, Andrea Schach, Tom Schulz, Hans-Ulrich Treichel, Franziska Wolffheim u.a."

Zunächst möchte ich zu jeder Geschichte etwas sagen und dann das Buch gesamt bewerten.

Neuschnee - Franziska Wolffheim
Nun ja, beim Einstieg in dieses Buch hatte ich durchaus den Gedanken: hoffentlich ist das nicht alles so. Der Beitrag ist gespielt geistreich und will uns iiiirgendwas sagen. Ich würde dem Versuch 3 Sterne geben.

Auswändig - Ursula Naumann
Mit dieser Geschichte konnte ich schon deutlich mehr anfangen, denn es geht um die Ängste, die man um freigängerische Stubentiger hat. Diese Geschichte ist lebensnah und gemütlich, daher 4 Sterne von mir.

Die Dunkle Glocke - Sarah Mondegrin
Diese Geschichte ist für mich schwer zu bewerten, da ich glücklicherweise so eine Situation nicht kenne. Dennoch mochte ich die Rolle, die der "Hund" darin spielte. Es ist definitiv eine traurigere Geschichte, aber für manche vielleicht Realität. Von mir gibt es starke 3,5 Sterne.

Schmidt und der Karpfen - Nadja Mayer
Die Geschichte war irgendwie niedlich, aber ich habe sie nicht richtig verstanden. Was ist denn nun mit der Katze passiert? Warum kommt sie am Ende wieder? Raff ich nicht. Immerhin wird es humorvoller. Daher nur 3 Sterne.

Die Ballerina - Patricia Paweletz
Diese Geschichte fand ich sehr niedlich. Sie hatte alle Facetten, die ich mir erhofft hatte. Nach dem Lesen hat man ein schönes Gefühl und fühlt sich in weihnachtliche Stimmung versetzt. Von mir gibt es 4 Sterne.

Liebe auf leisen Pfoten - Iris Hammers
Noch so eine Geschichte, bei der es einem warm ums Herz wird. Im Mittelpunkt stehen auch hier Ältere, und die Katze kommt unverhofft aber vielleicht gar nicht so ungelegen. Ich gebe nochmal 4 Sterne.

Immer Ärger mit Herbert - Ilke S. Prick
Ich denke, dies ist meine Lieblingsgeschichte aus dem vorliegenden Band. Sie ist niedlich, herzerwärmend und doch auch lustig und das Ende fand ich super. Liest sich fast schon ein bisschen wie ein Loriot, wie der Hund mit dem Baum... naja, müsst ihr vielleicht selber lesen. Ich gebe 5 Sterne. So will ich mir Katzen vorstellen.

Die Krippe - Franziska Wolffheim
Na die Dame und ich werden eher keine Freunde. Auch diesmal war es etwas unklar, was ich mir aus der Geschichte nehmen soll. Ich habe auch nicht alles verstanden. 3 Sterne.

Buzz oder Geschenke auf Capri - Hans-Ulrich Treichel
Hm, ich weiß auch nicht. Vielleicht können Männer eben doch nicht so schreiben, dass ich es gut finde. Die arme Katze. Komischer Typ... 3 Sterne.

Futter für den Weihnachtsmann - Andrea Schacht
Ach niedlich, vielleicht ein bisschen zu optimistisch. Ein bisschen sehr unrealistisch, aber wieder fürs gute Gefühl. Und so viele Mietzen in einer Geschichte, da gibt's 4 Sterne. Nur den "Weihnachtsmann" im Titel finde ich seltsam.

Kater Murr, am heiligen Abend 1819 - Detlef Bluhm
Ich weiß immer nicht, was ich von solchen historischen Geschichten halten soll. Keine Ahnung, ob die Charakterisierungen oder Figuren der Historie treu sind. Waren die so? Erzählt da einer nur eine Geschichte? Ich mein, er war ja auch nicht dabei. Ein bisschen verwirrend, aber vielleicht interessant. 3 Sterne. Für Frauen auch eine problematische Darstellung finde ich...

Raunächte - Eva Berberich
Ok, die Eva klaut sich Sherlock Holmes für eine Geschichte. Interessant. Direkt hatte ich wieder die TV-Charaktere vor meinem inneren Auge. Klappt auch ganz gut - sind die Figuren da gut getroffen? Naja, der Fall eher dürftig, auch wenn ich die Grundaussage mag. Aber dann ist das doch echt schräg. 3 Sterne.

Die heilige Jungfrau von San Juan und die Katzen - Tom Schulz
Hmmm, deutsche schreiben über ferne Länder. Andere Sitten. Seltsam. Viel Religion, komische Hauptfigur. Und was sollen die Katzen da überhaupt? Was will es mir sagen? 2 Sterne. 

Katzen und Kiffen - Bernd Cailloux
Ich steh nicht aufs Kiffen. Auf die Geschichte auch nicht. Wieder ein Grund, warum ich nicht während der 70er hätte leben wollen. 2 Sterne. Wo ist hier eigentlich Weihnachten?

Eitelkeit ist der Katze Tod - Martin Schult
Männerstammtisch. Inzwischen war ich kurz vorm Verzweifeln, mein Lesevergnügen ging steil bergab. Das Märchenhafte der Erzählung in der Erzählung ist ja süß. Aber Männerstammtisch geht echt gar nicht. Und dann auch noch die kranke Partnerin zuhause liegen lassen? Sorry, nein. Auch das Ende, meldet er sich eben krank. Hass ich. 2 Sterne.

Das Kind und die Katze - Ingrid Bachér
Ok, ich hoffe, kein Kind denkt so. Und was ist der armen Katze wirklich passiert? Was hab ich da gelesen? Warum? 1 Stern.

Nenn mich Poes - Pauline De Bok
Ein Glück, noch ein kurzer Aufschwung vorm Ende. Endlich wieder eine Katze, wie man sie sich vorstellt. Wie man sie in solche Geschichten finden will. Das Ende war auch sehr schön. 3 Sterne.

Alles in allem war dieses Buch also sehr durchwachsen. Die meisten Geschichten zielen auf älteres Publikum ab. Nur mit wenigen Geschichten konnte ich als Mitzwanzigerin etwas anfangen. Das ist etwas schade. Dennoch kommen bei einigen Geschichten weihnachtlich-warme Gefühle auf und die würde ich auch empfehlen. Ich würde aber für dieses Buch kein Geld ausgeben und die 2. Hälfte dann auch eher überspringen.

Kennt ihr das Buch oder habt ihr ähnliche Empfehlungen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro



Meine Bewertung:

Freitag, 8. Dezember 2017

[Filmkritik] A Christmas Prince

Hallo meine Weihnachtsengel,

draußen wird es inzwischen so früh schon dunkel und die Abende sind kalt und ungemütlich. Was gibt es da Schöneres als sich mit ein paar weihnachtlichen Komödien auf die Couch zu verziehen und einfach in eine andere Welt abzutauchen. Tja, so romantisch ist es bei mir nicht, ich habe den Film am 1. Advent im Zug geschaut, während ich zur Arbeit gependelt bin... auf dem Handy... whatever. :D

Zur Handlung: Amber ist Journalisten, aber mit der Karriere will es nicht klappen. Während sie immer wieder die Artikel der angesehenen Mitarbeiter retten muss, kommen ihre eignen Interessen nicht durch. Doch dann schickt ihre Chefin sie nach Aldovia, das quasi wie Großbritannien ist. Dort ist nämlich der König verstorben und sein Sohn soll nun den Thron besteigen.

Leider ist dieser Sohn - Richard - eher bekannt als Lebemann und scheint sich für den Thron nicht eben zu interessieren. Er erscheint zu wichtigen Presseterminen nicht und lässt alle im Dunkeln über seine Absichten. Als Amber nun ohne sinnvolle Story in Aldovia steht, beschließt sie, sich nicht unterkriegen zu lassen und schlüpft in die Rolle der neuen amerikanischen Tutoren der Prinzessin Emily, um näher an die aldovische Königsfamilie heranzukommen.

Ich denke, wir wissen nun alle, was uns in diesem Film erwartet. Es werden sämtliche RomCom-Klischees ausgepackt. Amber ist tollpatschig und zerbricht erstmal die teure Ming-Vase der Königin. Dennoch will sie eine große Journalistin werden und ihre Karriere ist ihr Ein und Alles. Außerdem ist sie Daddys Little Girl. Richard dagegen ist unglaublich gutaussehend (naja, wegen mir hätte er den Bart behalten können...) und total verkannt, denn er ist kein Playboy sondern total weichherzig und liebt es anderen zu helfen.

Emily ist ein interessanter Charakter. Sie hat eine Krankheit und sitzt dadurch die meiste Zeit im Rollstuhl. Ihr Mutter behütet sie zu sehr, sodass sie sich vorkommt, als habe sie gar kein richtiges Leben. Amber behandelt sie aber natürlich nicht wie eine Behindert und dadurch werden die beiden Freundinnen und schließlich auch Verbündete. Schließlich brauchen wir natürlich noch Antagonisten, Simon und Sophia, die klischeehafter nicht sein können. Sie haben es beide auf den Thron abgesehen und dafür ist ihnen jedes Mittel recht.

Obwohl der Film aus den Klischees zu keinem Zeitpunkt herauskommt, umgeht er doch einige anstrengende Tropes. So sieht Amber z.B. wie Sophie sich an Richard heranschmeißt, aber anstatt nun daraus ein Riesendrama mit hundert Missverständnissen zu machen, reden die beiden darüber wie die erwachsenen Menschen, die sie sind. Zumindest kurz. Daher war der Film unterhaltsam und man bekommt, was man erwartet, ohne dass man genervt wird mit unrealistisch dramatischen Szenen. Ok, unrealistisch bleibt es aber, das muss klar sein. :D

Man kann nun sicherlich auch rumkritteln, dass die Charaktere teilweise große Lücken aufweisen. So ist nicht immer ganz klar, wie die eine Handlung einer Person nun zur nächsten passen soll. Wen sowas aber nicht stört, der kann den Film durchaus genießen. Es kommen auf jeden Fall winterliche Gefühle auf und man hofft doch stark, dass am Ende alles gut ausgeht. Und diese guten Gefühle nimmt man dann auch mit aus dem Film. 

Auch das Ende ist gut gemacht. Es gibt natürlich einen kleinen Twist, wie das große Problem dann doch noch gelöst, die Katastrophe abgewendet werden kann. Der Teil hat mir gut gefallen, da hier auch ein bisschen über den Tellerrand hinausgedacht wurde und ich das zumindest so nicht kommen sah. Daher macht das Ende dann auch wirklich Sinn (vorher habe ich mich schon über diese Logiklücke aufgeregt...). 

Alles in allem bekommt man in diesem Film, was man erwarten würde. Obwohl Klischees hier nicht überwunden werden, ist es doch unterhaltsam und man hofft auf ein tolles Happy End. Man kann sich sicherlich über viele Dinge kritisch äußern, aber wer einfach eine weihnachtliche, romantische Komödie schauen möchte, der wird hier gut bedient. Für mich war der Film jedenfalls, was ich an diesem Abend brauchte.

Habt ihr den Film schon geschaut? Habt ihr andere Empfehlungen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Erdbeeren im Schnee - Zuckergussgeschichten

Hallo zusammen,

erst einmal alles liebe zum Nikolaus euch! Wer hatte was im Schuh? Meine hat der Hund wieder rein geholt =D aber natürlich zu früh.

Dafür habe ich ein ganz süßes Weihnachtsgeschichtchen lesen können.

Fakten:
  • Autorin: Emma C. Moore
  • Roman (Reihe, aber es ist unerheblich welchen ihr zuerst lest)
  • 2015 erschienen
  • 230 Seiten
  • CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Preis: 6,95 € (Taschenbuch)
Klappentext:
"Die Bewohner von Crossville feiern Weihnachten
Gwen Tales ist verzweifelt. Ausgerechnet an Weihnachten muss sie ihren Eltern und ihren perfekten Schwestern beichten, dass ihre Verlobung geplatzt ist. Ihr ist schleierhaft, weshalb sie ständig an die falschen Männer gerät. Auf der Fahrt nach Crossville demoliert sie das Auto des attraktiven Arztes Ben Eden und bevor sie sie weiß, wie ihr geschieht, schlüpft er in die Rolle ihres Verlobten und erobert die Herzen ihrer Familie im Sturm. Auch Gwen kann sich seinem Charme kaum entziehen. Er könnte der Richtige sein – nur leider bestätigt sich aber auch bei ihm die Wahrheit: Männer sind nicht immer das, was sie vorgeben, und selten etwas Besseres. Oder liegt Gwen mit dieser Einschätzung diesmal falsch?"

Dieser Klappentext verrät mal wieder sehr viel, sodass ich kaum noch etwas ergänzen werde, inhaltlich. Zuerst widmen wir uns aber diesem wundervollen Cover. Für mich sind Erdbeeren bisher überhaupt nicht mit der Weihnachtszeit in Verbindung gekommen, aber sie passen eindeutig zumindest optisch wunderbar dazu. Wie kleine Weihnachtsmützen. Kennt ihr so einen Brauch, dass dem Weihnachtsmann Erdbeeren mit Marzipan in den Schnee gestellt werden, wenn Heiligabend ist? Mir war das total neu, aber es ist süß.

Es handelt sich bei der Reihe der Zuckergussgeschichten um einige tolle und relativ kurze Schnullis, eben so typische Frauenromane mit einem Schuss Witz. Das erinnert mich ein bisschen an Poppy Anderson und ihre Geschichten über Footballer.

Dies ist meine erste der Zuckergussgeschichten und wie der Klappentext vermuten lässt, ist es eine romantische und charmante Weihnachtsgeschichte. Das schöne an ihr ist auf jeden Fall diese Unbeschwertheit in Sachen Realität. Klar ist es eine echte Geschichte, doch ob es wirklich Menschen gibt, die zu völlig Fremden mitgehen und so tun als seien sie Verlobte oder ähnliches? Also ich glaube nicht so richtig. Was meint ihr?

Doch dieser schöne Schnulz ist es, was Weihnachten eben irgendwie unterstreicht und romantisch werden lässt.

Auch an Weihnachten muss ja irgendwas schief gehen, was meiner Meinung nach, hier echt lang dauert beziehungsweise sehr nah am Ende der Geschichte passiert. Dann passiert es auch noch richtig plump und ungeschickt. Dabei war der Rest des Buches so schön und stimmig, stach dieses Problem wirklich negativ heraus. Vielleicht war das ja auch Absicht der Autorin, man weiß es nicht.

Gwen mochte ich gern und auch ihre Familie. Für Ben ging mir allerdings alles etwas zu glatt oder zu gut. Ich bin mir nicht sicher, ob er das so verdient hat, aber es ist eben so. Grundsätzlich ja nicht schlecht.

Besonders hervorzuheben ist der subtile Humor zwischen den Zeilen. Die Familie Tales ist so schön trocken, dass es wohl egal ist, was sie sagen, es kann immer versehentlich witzig sein. Auch der Zusammenhalt in der Familie ist toll und repräsentiert ein Idealbild an Weihnachten, aber eben ein schönes Bild!

Mal sehen ob ich noch weitere dieser kleinen Geschichten lesen werde und was noch so bis Weihnachten kommen mag. Habt ihr Empfehlungen?

eure Blue Diamond