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Freitag, 18. August 2017

[Die Ventura-Saga] Band 1 - Wir zwei in fremden Galaxien

Hallo zusammen,

diese Geschichte habe ich durch Zufall entdeckt und wusste da noch gar nicht, wie neu sie ist. Hier war jedoch klar, dass es sich um einen ersten Band handelt - ein Glück.

Fakten:
  • Autorin: Kate Ling
  • Übersetzerin: Anja Hackländer
  • Roman
  • 2017 erschienen
  • 336 Seiten
  • Bastei Lübbe (one by Lübbe) Verlag
  • Preis: 17,00€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"Wir sind eine der interstellaren Generationen. Wir haben die Erde nie gesehen; wir werden unser Ziel nie zu sehen bekommen. Dieses Raumschiff, auf seiner siebenhundertjährigen Reise, ist das Einzige, was wir jemals sehen werden. Was unsere Kinder je sehen werden. Was unsere Eltern je gesehen haben."

Die 17-jährige Seren lebt seit ihrer Geburt auf der Ventura und steht kurz vor der Abschlussfeier ihres Schuljahrgangs. An diesem Tag wird nicht nur entschieden, in welchem Bereich des Raumschiffs sie in Zukunft arbeiten soll, vor allem wird bekanntgegeben, wer aus dem aktuellen Jahrgang zu ihrem Lebenspartner ausgewählt wurde. Doch Seren hat ein Problem, denn sie hat sich verliebt. Mit dem spanischstämmigen Domingo, kurz Dom, erlebt sie echte Gefühle, das Herzklopfen der ersten Liebe. Doch beide wissen, dass sie damit gegen alle Regeln verstoßen und nur heimlich zusammen sein können. Als sich für das junge Paar eine Möglichkeit ergibt, das Raumschiff zu verlassen, muss Seren sich entscheiden. Will sie die sicheren Räume der Ventura verlassen, ohne zu wissen, ob sie außerhalb überleben können? Aber was ist die Alternative?"

Irgendwie war mir schon bewusst, dass dieses Buch wohl im Weltraum spielen wird, aber als ich es dann noch einmal gelesen habe, war ich total hin und weg. Diese Welt, die die Autorin da geschaffen hat, ist großartig und beeindruckend. Vieles konnte ich mir nicht so richtig in der Umsetzung vorstellen, aber wenn das so geht, haben wir vielleicht doch noch eine Chance, wenn die Erde mal komplett am Ende ist.

Das System auf der Ventura ist ausgeklügelt bis ins kleinste Detail. Wie viele Menschen dürfen auf dem Raumschiff leben, wie viele Dinge werden benötigt, wie wird Nahrung hergestellt, wie werden Unterschiede und damit eventuelle Konflikte vermieden. So werden Paare einander versprochen bzw. zugeteilt und dann bekommen sie über künstliche Wege Kinder, aber auch die mehr oder weniger auf Zuteilung. Dies ist ein ziemlicher Einschnitt in das Leben eines jeden und es ist verständlich, dass wenn sich jemand gegen Liebe stellt, es zu Widerstand kommt.

So geht es nun Seren. Sie begreift mehr und mehr wie die Ventura eigentlich funktioniert und hat eine Meinung dazu. Sie will ihren zugeteilten Mann nicht, denn sie liebt einen anderen. Den anderen darf sie nicht haben und wenn sie es doch versuchen, müssen sie mit harten Strafen rechnen. Auf einem Raumschiff ist es außerdem unvermeidlich, dass irgendwann jeder alles weiß, weil man ja auch irgendwie jeden kennt, es sind ja nur 2.000 Personen insgesamt.

Es entwickelt sich also eine Liebesgeschichte, die einen großen Teil der Geschichte einnimmt und typisch Teenager-Drama ist. Dafür erntete die Autorin bereits viel Kritik, vor allem, weil es für ein bisschen Liebe kein Universum braucht. Diese Meinung teile ich nicht. Klar, ich mag einfach solche Geschichten, aber ich finde auch den Rahmen toll und das es andere Hindernisse gibt als gewöhnlich und so weiter. Sicherlich hätte die Autorin mehr auf diese dystopische Welt eingehen können und alles mehr beschreiben, aber hey - das war der erste Band und wer weiß, was noch alles folgt.

Sicherlich muss man Liebesgeschichten mögen, um dieses Buch zu mögen, und es reicht eben nicht Fan des Weltalls zu sein, aber das ist nicht schlimm. Es gibt ja genug andere Weltraumgeschichten ohne Liebe =D
Daher möchte ich das Buch definitiv weiterempfehlen. Sicherlich eher an die weiblichen Leserinnen unter euch, aber ich glaube auch Männer können ihre Freude daran haben. Schließlich gibt es einige Maschinen zu erforschen.

Weiß jemand wann der nächste Teil rauskommt?

Eure Blue Diamond.



Mittwoch, 16. August 2017

Hinter den Spiegeln

Hallo meine Buchprinzessinnen,

heute wird es adelig auf dem Blog, denn wir wenden uns diesen Jugendbuch zu, dass sich mit Wien und den Grafen und Prinzessinnen aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg beschäftigt. Ich habe das Buch gelesen, weil Sabrina von Look at my Books meinte, dass es absolut toll ist. Der Klappentext hat mich dann sehr interessiert und hier sind wir nun...

Die Fakten:
  • Autor: Ulrike Schweikert
  • Titel: Hinter den Spiegeln
  • Reihe: Das Wiener Vermächtnis 1
  • Erschienen: 2014
  • Verlag: Mira Taschenbücher
  • Seiten: 455 + Glossar
  • Preis: 9,99 Euro
  • Klappentext: "Wien 1892. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen? Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empöhrung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie anhängen..."
Zur Handlung: Als Luise aufwacht, kann sie sich an nichts erinnern. Sie liegt in einem Bett in einem Zimmer, das sie nicht wiedererkennt. Die Menschen, die sie besorgt anschauen, sagen ihr nichts. Sie weiß nicht, wie sie dahin gekommen ist, aber ihr Instinkt sagt ihr, dass dies ihre Familie ist, ihr Zuhause. Mit etwas Mühe findet sie sich in der Welt einer jungen Komtess in Wien wieder zurecht.

Doch sie muss feststellen, dass ihr Leben scheinbar keineswegs so einfach ist, wie es von außen aussieht. Vor ihrem Unfall, an den sie sich nicht erinnert, war sie schon fast verlobt. Doch diese Beziehung steht nun auf der Kippe und Luise weiß nicht, ob sie das schlecht findet. Ihr Cousin Max scheint ihr zunächst vertrauenswürdig, doch auch er scheint irgendwelche Probleme zu haben. Schließlich fühlt sich Luise eigentlich nur an einem einzigen Ort wohl, in der Zuckerbäckerei bei Stephan - doch diese Beziehung darf nun auf keinen Fall sein.

Leider war dieses Buch eher ein Flop für mich. Aber beginnen wir ganz von vorn. Luise kann sich an nichts wirklich erinnern, aber das scheint ihr seltsamerweise auch nicht wirklich etwas auszumachen. Sie stiftet einige Bedienstete an, es zu verbergen und ihr zu helfen, und gut war es. Das war für mich nicht realistisch. Desweiteren wird schnell deutlich, dass die eigentliche Luise ein kleines eifersüchtiges Monster war. Wie kann denn ein einzelner Sturz daran alles ändern? Wie wird sie dadurch ein neuer Mensch?

Luise als Charakter selbst hat mich nicht vom Hocker gerissen. Sie ist zwar jetzt total nett, aber für mich bleibt sie die ganze Zeit farblos. Gelegentlich setzt sie sich über das hinweg, was andere ihr sagen, aber generell habe ich an ihr nichts gefunden, was irgendwie besonders oder bemerkenswert wäre. Um sie herum haben wir dann die drei Jungs, die sie jeder auf seine Art irgendwie gut finden. Max wirkt am Anfang ganz cool, wird aber schnell gruslig. Von dem Quasi-Verlobten sehen wir viel zu wenig, um irgendwas zu wissen. Und Stephan hat mich total irritiert, da er quasi ein Stalker ist.

Luises Familie ist dazu auch total seltsam. Die Mutter leidet unter sowas wie Depressionen, wird dafür aber von ihrer gesamten Familie nur verachtet, was natürlich wahnsinnig hilft. Der Vater interessiert sich eigentlich nur für seinen Ruf, hat aber nebenher auch eine Affäre mit irgendeiner Schauspielerin oder so. Die Familie der Mutter will einfach nur so viel abfassen wie irgendwie geht und bei ihnen geht es immer nur ums Geld. Ausnahme ist da die Cousine, die zwar kein Geld will aber dafür alles andere, was Luise hat.

Die Handlung hat mich leider nicht gefesselt. Klar will man schon irgendwie wissen, was nun mit Luise passiert war. Andererseits wird davon so oft abgeschwiffen und es geht so langsam voran, dass man es dann eigentlich auch gar nicht mehr wissen muss. Das Ende wirkt dann auch irgendwie sehr überstürzt und die Rolle, die Rudolph darin spielt, war für mich absolut nicht nachvollziehbar. Hier hätte man vorher erstmal etwas aufbauen sollen. Und die vielen Prinzessinnenprobleme zwischendurch haben mich auch nicht wirklich tangiert.

Am schlimmsten fand ich aber ehrlich die Dialoge. Sie fühlten sich so unecht und gestelzt an. Oft war das einfach nur Info-Dumping, vor allem wenn der Vater sich mit einem Kumpel in einem Club unterhält und diese Dinge zueinander sagen, die erwachsene Männer so nie sagen würden, nur damit wir alle Infos haben, die aus der Szene rausspringen mussten. So konnte ich auch keinen der Charaktere ernst nehmen.

Insgesamt fand ich das Buch leider nur mäßig interessant. Die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren waren alle durchaus problematisch. Das Ende war überstürzt und dafür der Rest total unfokussiert. Einige Dinge hat man durchaus kommen sehen, anderes vielleicht nicht im Detail. Die Charaktere konnte ich nicht ernst nehmen, weil sie sich einfach nicht wie normale Menschen benommen haben. Und das Ende, quasi der Epilog, war ziemlich unmöglich. Es soll wohl weitere Bücher dazu geben, die ich aber sicher nicht lesen werden.

Kennt ihr die Reihe? Hat sie euch zugesagt?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung: 
 

Sonntag, 13. August 2017

Die Verratenen - Band 1

Hallo an alle Poznanski-Fans,

ich würde mich nicht direkt als einer bezeichnen, aber ich mag ihre Geschichten und hatte mal wieder Lust auf eine.

Fakten:
  • Autorin: Ursula Poznanski
  • Jugendbuch-Thriller
  • 2014 erschienen
  • 464 Seiten
  • Loewe Verlag
  • Preis: 9,95€ (Taschenbuch)
Klappentext:
"Vertraue niemandem. 
Denn jemand will deinen Tod. 
Es könnte jeder sein. 

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint. 
Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit. 
Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert."

Das ist doch mal ein Klappentext, der Spannung verspricht und nicht zu viel verrät. Ich habe schon wieder den Fehler gemacht und nicht richtig aufgepasst, dass es sich hier um eine Reihe handelt. Grundsätzlich sind Reihen ja toll, ich lese sie halt nur auch gern komplett... Naaaja.

Erst gestern habe ich mich mit der lieben Kitty darüber unterhalten, dass ich einige Geschichten mit so einer dystopischen Welt die durch eine Glaskuppel abgeschirmt ist, kenne. Auch hier haben wir so eine Kuppel die die Welt in Sphären einteilt. Es gibt ein innerhalb und außerhalb und verschiedene Bereiche. Die Sonne oder generell Wetter gibt es nicht innerhalb der Sphäre. Man erfährt leider auch nicht so viel über diese, dafür umso mehr über unsere handelnden Personen.

Das Leben in den Sphären fokusiert sich vor allem auf Lernen und Streben nach Wissen. Alle sind darauf getrimmt sich perfekt zu verhalten, zum Beispiel auch ihrem Körper gegenüber. Hier tragen sie eine kleine Maschine am Handgelenk, die sie ständig überwacht. Alle Körperfunktionen werden verarbeitet. So kann dieser Salvator zum Beispiel auch feststellen, wann man etwas essen sollte, oder auch wann es notwendig ist, sich medizinisch untersuchen zu lassen. Dank dieser Technik kann man auch gefunden werden und, wie unsere Protagonisten schmerzlich feststellen müssen, auch abgehört werden.

Die Hauptcharaktere sind Studenten, die wir alle kennen lernen. Jeder hat bestimmte Ausprägungen, die er besonders intensiv studiert hat. Es sind also keine Fähigkeiten, sondern wirklich Wissen, was hier glänzt. Alle sind in Listen aufgeführt und haben das Ziel so weit oben wie möglich zu stehen. Doch als es mal wieder zu so einem Tag kommt, wo die Besten gekührt werden, passiert eine Art Auswahl von 6 Personen - unseren Hauptcharakteren, die auf eine Reise geschickt werden. Das macht sie skeptisch, zu recht, denn diese Reise katapultiert sie aus ihrer gewohnten Umgebung. An dieser Stelle kann ich unmöglich weiter erzählen, ohne zu viel zu sagen.

Wahrscheinlich wird die Geschichte eher als Thriller eingeordnet, da die Welt, die beschrieben wird, außerordentlich realistisch ist. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und so weit weg von unserer jetzigen, ist sie gar nicht gewesen. Gerade diese Armbänder die jetzt schon so viele haben, warum sollten die nicht irgendwann auch all das können und vielleicht noch mehr.

Auch das Geschehen außerhalb der Sphären hat mir richtig gut gefallen. Es halt viele menschliche Aspekte abgebildet, die sehr schön konsequent und auf den Punkt waren. Zwischendurch schien mir die Handlung etwas durcheinander, aber das löste sich dann wieder und ergab so halbwegs Sinn. Es schoss mir dann auch immer mehr, dass das vielleicht doch kein alleinstehendes Buch ist.

Die Autorin hat einfach einen sehr fesselnden und ausdrucksstarken Schreibstil, der mir gut gefällt. Aber ich könnte auch nicht zu oft darin lesen, da es mir dann auch zu viel werden könnte. Manchmal gibt es in Büchern ja so abflachende Momente in denen man sich mehr oder weniger ausruht, die gibt es hier nicht und das ist schon etwas anstrengender ^^

Diese Reihe möchte ich auf jeden Fall weiterlesen und bin schon gespannt, was noch so kommen mag. Empfehlen kann ich es jedem, auch wenn Jugendbuch drauf steht,

eure Blue Diamond.