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Donnerstag, 21. Juni 2012

Harry-Potter-Woche: Schauplätze im Überblick


Hallo ihr Lieben,

heute gibt es einen gemischten Eintrag von mir und der lieben Blue Diamond. Wir wollen euch verschiedene Schauplätze nennen und kurz darauf eingehen, ob die Umsetzung im Film ansprechend ist oder nicht. Da dies ein langer Post wird, sagen wir gar nicht mehr dazu. Los geht's!

Ligusterweg

Im Ligusterweg wächst Harry auf. Das Haus im Ligusterweg wird von seiner Tante und seinem Onkel mitsamt Cousin bewohnt. Harry hat keine schönen Erinnerungen an diesen Ort, aber solange er ihn zuhause nennt, ist er sicher. Im Film wird dieser Ort sehr gut umgesetzt. Die Treppe mit dem Schrank, indem Harry aufwächst, bis er erfährt, dass er ein Zauberer ist, ist wie in meinen Vorstellungen. Alle Veränderungen und merkwürdigen Dinge, die diesem Haus wiederfahren, sind toll gemacht und man kann kaum Abweichungen zum Buch finden. Einzig die Dementorenszene, die sich eigentlich in der Nähe des Ligusterwegs abspielt, hat sich im Film ein wenig verirrt.

Die Winkelgasse

Das erste, was Harry und auch wie von der Zaubererwelt sehen, ist die Winkelgasse. Dort kann man als Zauberer alles kaufen, was man braucht: Federkiele und Tinte, Umhänge, Zauberstäbe, Besen. Natürlich bekommt man hier auch sein Zauberergeld in der Gringotts-Bank. Die Winkelgasse ist der Wahnsinn, im Buch und im Film. Rowling selbst hat gesagt, dass sie sich wünschte, es wäre die echte Winkelgasse gewesen, als sie im Set dazu stand, und sie wollte jeden Laden leerkaufen. Ein Teil dieses Teils der Zaubererwelt ist die Nokturngasse, in der schwarzmagische Dinge gekauft werden können (und fleischfressender Schneckentöter). Harry gerät mehrfach in die Nokturngasse, aus Versehen oder weil er Malfoy verfolgt. Im Film ist die Nokturngasse ganz gut umgesetzt, aber an die Winkelgasse mit den vielen Läden kommt sie nicht heran.

King’s Cross und Gleis 9 ¾

Harry erhält von Hagrid einen Brief in jener Nacht, wo er erfährt, dass er ein Zauberer ist. In diesem Brief ist unter anderem die Fahrkarte für den Hogwartsexpress von Gleis 9 ¾ am Bahnhof King’s Cross. Diesen Bahnhof gibt es wohl wirklich in London, und zum Gedenken an die Welt von Harry gibt es da auch ein Gleis 9 ¾. Dort trifft Harry auch zum ersten Mal Ron, denn er hat keine Ahnung, wie er das Gleis finden kann. Der Schaffner konnte ihm auch nicht helfen. Im Film ist alles genau wie im Buch beschrieben. Auch der Zug ist wunderschön, eine rote Lok. Einzig stören mich die Abteile, die nicht einheitlich sind und in den Filmen ihre Größe zu ändern scheinen. Ansonsten toll umgesetzt.

Hogwarts
Die Schule für Hexerei und Zauberei ist Dreh- und Angelpunkt in allen Bänden und damit auch Filmen. Hier verbringen Harry, Ron und Hermine ihren Alltag und durchleben mit Freunden und Lehrern viele kleine und große Abenteuer.
Das Schloss selbst wird über alle Filme hinweg von allen Seiten gezeigt, sowohl in verschiedenen Nahaufnahmen, als auch von sehr viel weiter weg.
  • Die vier Häuser
Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin sind die vier Häuser, in die der „sprechende Hut“ die Schüler vor dem ersten Schuljahr je nach Charakter und Begabung aufteilt. Slytherin befindet sich in den Kerkern unterhalb des Sees, die Harry und Ron kurz besuchen, sonst wird dieser Teil jedoch nicht weiter beleuchtet. Hufflepuff befindet sich in den Kellerräumen nahe der großen Schulküche, wird aber nie im Film gezeigt. Rawenclaw und Gryffindor befinden sich in zwei Türmen. Ersteres wird im Buch zwar besucht, jedoch nicht im Film. Gryffindor hingegen ist, da die drei Freunde zu diesem Haus gehören, ein oft dargestellter Ort. Jedes Haus hat einen besonderen Eingang, der von Gryffindor ist das Bild der fetten Dame, welches vor allem im dritten Teil in Szene gesetzt wird. Die fette Dame und ihre Eigenheiten sind dabei wirklich überzeugend umgesetzt.
  • Gemeinschaftsraum von Gryffindor
Hier verbringen die Schüler von Gryffindor ihre Freizeit. Es wird wie ein großes gemütliches Wohnzimmer mit Kamin, super großen Sesseln und warmen Licht präsentiert. Auch die Wege zu den Schlafräumen, in denen die Schüler meist zu viert in Himmelbetten schlafen, sind schön dargestellt.
  • Die Große Halle
Hier hat jedes Haus seinen eigenen großen Tisch, die in Reihe stehen. An der Front befindet sich der Lehrertisch mit einem Rednerpult davor. Die Tischen und Bänke sind aus massiven Holz und passen zum mittelalterlichen Flair des Schlosses. Die Decke ist ein besonderes Highlight, nicht nur wegen der verwinkelten Architektur, denn sie ist verwunschen und passt sich dem Wetter, der Jahreszeit und manchmal auch der allgemein Stimmung an. Meist befindet der Zuschauer sich zu Beginn des Schuljahres und zu einigen Mahlzeiten, die mit Magie durch die Tische „gereicht“ oben ankommen. Zum Weihnachtsball im vierten Band verwandelt sie sich in eine wunderschöne winterlich angehauchte Szenarie mit kleinen Tischen, Tanzfläche und Bühne, grandios umgesetzt.
Zum Ende dient sie kaum mehr dem Gemeinschaftlichen, viel mehr einem Lazarett und Kampfschauplatz, dabei verliert sie leider jeglichen Charme und Faszination, ist wohl etwas schief gegangen.
  • Die Unterrichtsräume
Hierzu zählen unter anderem der Astronomieturm, die Gewächshäuser, die Kerker (Zaubertrankunterricht) und einige normale Zimmer. Jeder Raum zum jeweiligen Unterricht kommt mindestens einmal vor und wird auch passend umgesetzt. Schade ist jedoch, dass das extra für Firenze hergerichtete Zimmer nicht gezeigt wird, auf der anderen Seite wird so keine Erwartung der Leser enttäuscht.
Das Zimmer des Schuldirektors ist sehr detailreich umgesetzt und auch das des Lehrers für Verteidigung gegen die Dunklen Künste wandelt sich mit dem jeweiligen Lehrer mit wie beschrieben, wurde also hervorragend umgesetzt.
Weitere Zimmer, Gänge und die sich bewegenden Treppen werden ausreichend dargestellt.
  • Die Kammer des Schreckens
Wird wie im Buch beschrieben umgesetzt, allerdings durch Effekte aufgebauscht, was für die Dramatik gut ist, allerdings geht durch die Action das „Schrecken“ –der Basilisk- etwas verloren.

Besonders schade ist, dass die Küche nie gezeigt wird.
Das Außengelände wird ausreichend dargestellt, auch ein paar Geheimgänge gezeigt und die Wege wie man auf „legalem Weg“ an die Schule kommt, sind gut umgesetzt, werden jedoch meist von weiter weg gezeigt, um die überragende Größe des Schlosses hervorzuheben.
Das Quidditchfeld ist ein besonderer Hingucker und sicher so, wie viele es sich vorgestellt haben.
Der verbotene Wald

Leider ist der Wald oft einfach nur dunkel, ohne das die tierische Vielfalt gezeigt wird. 


 Der See
Er verändert im Film leider oft die Größe und es ist daher schwierig sich immer sicher sein zu können, ob man sich wirklich gerade dort befindet. Die Unterwasserszenen für den vierten Band sind sehr gut gemacht. Die Seemenschen hatte ich mir zwar anders vorgestellt, aber das kleine Dorf, oder wie man das nennen mag, ist sehr gut gestaltet. Auch wie die Gefangenen da hängen ist wie im Buch beschrieben.


Hogsmeade

Hogsmeade ist das Dorf in der Nähe von Hogwarts. Hierhin dürfen die älteren Schüler (ab dem 3. Jahr), um während des Schuljahres Naschereien zu kaufen oder vom Postamt aus Briefe zu verschicken. Dies geschieht an verschiedenen festgesetzten Wochenenden. Besonders populär sind dabei die Drei Besen, der Honigtopf und die heulende Hütte, der nochmal ein kleiner Extraabschnitt gewidmet wird. Im Film kommen vor allem die Drei Besen und der Eberkopf vor. Andere Läden wie das Postamt oder Madame Puddifoots Café kommen nicht vor. Dabei sind die Orte, die existieren, gut umgesetzt. Auch der Bahnhof von Hogsmeade kommt im Film vor, denn da kommen die Schüler mit dem Hogwarts-Express an.


Der Fuchsbau

Im Leben von Harry spielt der Fuchsbau eine wichtige Rolle. Es ist nicht nur das Zuhause seines besten Freundes Ron, sondern er sieht dort zum ersten Mal, wie eine Magierfamilie lebt. Rons Mutter hat beispielsweise eine magische Uhr, die immer anzeigt, wo sich die Bewohner befinden. Neben „Auf Arbeit“ und „Zuhause“ kennt die Uhr auch „Todesgefahr“. Nachdem Voldemort zurückgekehrt ist, lässt Molly diese Uhr nicht mehr aus den Augen, was im Film nicht vorkommt. Ansonsten ist der Fuchsbau anfangs (im 2. Film) mit sehr viel Liebe dargestellt, und vieles ist wie im Buch beschrieben. Im 6. Film brennt der Fuchsbau jedoch ab, was nicht zum Buch passt, und deswegen gibt es da leider Punktabzug. Danach sieht der Fuchsbau im Film auch etwas anders aus.


 Der fahrende Ritter

Hier kommen viele Spezialeffekte zum Tragen, die die Eigenschaften des Busses gut umsetzen, die Innenausstattung wirkt jedoch nicht ganz so gut umgesetzt, mal abgesehen von dem tollen Kronleuchter. Die Schrumpfköpfe sind ein besonderes Highlight hierbei.




Die heulende Hütte

Im dritten Band, wenn Harry, Ron und Hermine zum ersten Mal nach Hogsmeade dürfen (zumindest theoretisch, da Mr Dursley nicht unterschreibt für Harry), besuchen sie die heulende Hütte, in der es angeblich seit Jahren spukt. Auch in diesem Band erfahren die drei die Geschichte der Hütte, die so gar nichts mit Spukgestalten zu tun hat. Durch einen geheimen Eingang am Fuße der peitschenden Weide kommen sie in die Höhle und treffen dort Sirius Black. Im letzten Band wartet Voldemort dort eigentlich auf Harry, doch im Film ist er da in einer Art Fischerhütte, die ich mir nicht erklären kann. Deswegen gibt es auch hier Punktabzug. Während die Hütte selbst toll gestaltet ist im dritten Teil ist sie plötzlich nicht Teil von Film 7.2.

 
Quidditchweltmeisterschaft

Die Quidditchweltmeisterschaft findet im 4. Band statt. Das Feld ist versteckt in einem Wald und dort befinden sich auch riesige Zeltplätze voller Magier. Mich hat es immer besonders begeistert, dass zum ersten Mal Magier verschiedener Nationen aufeinander treffen. Dies fand ich im Film nicht ganz so toll umgesetzt. Der Zeltplatz ist kaum das Zentrum der Aufmerksamkeit, auch das Spiel an sich ist sehr kurz gewesen. Aus dieser Szene hätte man mehr machen können. Das Stadion ist sehr gut umgesetzt. 

 
Das magische Zelt

Das magische Zelt von einem bekannten von Rons Vater tritt zum ersten Mal während der Quidditch-Weltmeisterschaft auf, seine wahre Rolle hat es dann aber im letzten Band, wenn Ron, Hermine und Harry damit durch Großbritannien streifen. Das Zelt sieht von außen –laut Buch- aus wie ein normales Zelt, von innen aber wie eine ganze Wohnung. Da es im Buch sogar zwei Zelte gibt, eines für die Jungen und eines für die Mädchen, gehe ich davon aus, dass die drei am Ende von dem Mädchenzelt begleitet werden. Dies macht insofern Sinn, weil die beiden Zelte im Film nicht gleich aussehen. Allerdings kann das auch an meinen Augen liegen, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist das Zelt okay umgesetzt, es sieht dennoch ein bisschen zu sehr nach Bierzelt aus. 

 Der Friedhof

Der Friedhof befindet sich in der Stadt, aus der Voldemorts Mutter kam. Dort liegt sein Muggelvater begraben. An diesem Ort wird Voldemort wiedergeboren. Besonderes Highlight ist hier der Sensenmann, der sich als Wächter an Riddles Grab aktiv beteiligt, die Animation kommt sehr echt rüber. Der Friedhof ist sehr gut getroffen und äußerst gruselig.


Raum der Wünsche

Dieser Raum sieht jedes Mal anders aus, wobei die Filmemacher Ideenreichtum bewiesen haben. Besonders zu Zeiten der DA sind die Spiegelwände wunderschön und geben dem Raum etwas Geheimnisvolles. Auch der Raum, in dem alles versteckt ist, ist toll umgesetzt. Er wirkt wirklich endlos. Das Dämonsfeuer ist spektakulär gemacht und das Ende des Raumes der Wünsche. Während der Zeit, wenn Snape Schulleiter war, lebten viele Schüler im Raum der Wünsche.



 Das Ministerium
Dies ist einer der Orte die Original nachgebaut worden sind, um das Gefühl für die Schauspieler genau herauszubringen. Die dunklen Fliesen mit prächtig wirkenden Ornamenten passen gut ins Bild und bringen sowohl das „Unterirdische“ rüber, als auch das „Mysteriöse“ dank der verschiedenen Abteilungen, von denen die wesentlichen überzeugend gezeigt werden, wie auch die Gerichtsräume. Am Ende des fünften Bandes findet im Ministerium die entscheidende Schlacht zwischen Voldemort und Dumbledore statt. Dabei werden leider viele Räume nicht gezeigt.
Die Umwandlung zu dem Ministerium, wie Thicknesse es leitet, sind sehr gut gemacht. Die neue Statue ist wie im Film gestaltet.


Die Höhle

Hier wurde eine „echte“ Höhle verwendet, was definitiv ein Pluspunkt ist, der See und die Inferi sind gut umgesetzt. Vielleicht hätte man sie gedrungener darstellen können, mit einer niedrigen Decke zum Beispiel.


Das Haus der Malfoys

Im letzten Teil von Harry Potter zieht Voldemort in das Haus der Malfoys ein. Diese haben ihr Ansehen verloren, als er Lucius nicht gelang, die Prophezeiung zu bekommen. Das Haus ist im Film ein riesiger Palast, allerdings hat es von außen nichts Magisches an sich. Im Buch dagegen leben in dem Garten schneeweiße Pfauen und als Greyback seine Gefangen dorthin bringt, verwandelt sich das Tor, sodass es sprechen und sie einlassen kann. Ansonsten ist das Haus sehr gut getroffen, vor allem von innen. Es sieht sehr prachtvoll aus.


Godric’s Hollow
Das Dorf entspricht den Beschreibungen im Buch und passt architektonisch zu den anderen Zaubererorten. Das Haus von Harrys Eltern ist sehr gut getroffen, aber die Tafel zum Gedenken daran fehlt. Das Haus von Professort Bagshot ist auch wahnsinnig gut getroffen. Allgemein wird die Stimmung sehr gut wiedergegeben, die diesen Ort umgibt.


Ich hoffe, das war hilfreich für euch. Wir wünschen euch einen tollen Abend.

Kitty Retro und Blue Diamond

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