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Donnerstag, 9. Juni 2011

Drei Wünsche hast du frei

So meine lieben Schmöckerer,


nun ist es soweit. Erst einmal könnt ihr euch hier nochmal ansehen, worum es jetzt geht. „Drei Wünsche hast du frei“ hat mich gefesselt. Schon nach wenigen Zeilen hatte ich mich, wie man so schön sagt, fest gelesen.



Fakten

Roman
von Jackson Pearce aus dem Englischen von Christine Gaspard

gebundene Ausgabe aus dem PAN-Verlag

Deutsche Erstausgabe September 2010

Preis: 12.99€


Mit seinen 286 Seiten könnte man sagen, der Preis ist etwas zu hoch. Allerdings ist es sehr neu und qualitativ hochwertig. Es hat keinen typisch festen Umschlag, aber auch keinen zu lockeren wie bei einem Taschenbuch. So eine Art von Umschlag kannte ich vorher noch nicht. Er ist stabil genug, damit keine Knicke in die Seiten geraten können, aber auch flexibel genug, um es in die Tasche zu packen, ohne das es zum Ziegelstein mutiert.

Die Hülle des Buches ist außerdem mit kleinen Schnörkeln strukturiert. Doch das Besonderste an dem Buch ist wohl seine Aufteilung. Auf den ersten Blick sind es Kapitel, wie man sie kennt. Sie tragen abwechselnd die Namen der beiden Hauptfiguren, am Anfang noch sehr förmlich gehalten, zum Ende hin aber vertrauter. Diese Überschriften verdeutlichen die Figur, aus deren Sicht man das Geschehen gerade betrachtet. Dies lässt das Buch definitiv nicht langweilig werden.

Nach den ersten Wechseln hatte ich mich auch schon daran gewöhnt und las mit voller Begeisterung.

Hauptfigur Viola Cohen ist 16 Jahre alt, besucht die Schule und liebt es zu zeichnen, allerdings bewertet sie ihre eigene „Kunst“ selbst sehr schlecht. Hier wird auch ihr größtes Problem deutlich, ihr Selbstbewusstsein. Dieses hat mit dem Ende ihrer Beziehung mit dem „coolsten Typen der Schule“ stark gelitten, da sie sich von keinem mehr beachtet oder überhaupt gesehen fühlt. Lawrence, ihr Ex und nun bester Freund, ist der einzige, der Zeit mit ihr verbringt und immer wieder versucht sie dazu zu bekommen, unter Leute zu gehen. Doch egal, was er versucht, Viola fühlt sich unsichtbar und wünscht sich nichts mehr, als endlich das Gefühl zu haben, dazu zu gehören. Diese Unsicherheit wird durch viele Ereignisse immer wieder klar. Wenn man allerdings bedenkt, dass Viola „erst“ 16 Jahre alt ist, erscheint all die Problematik, ihre Gedankengänge dazu und die Geschehnisse etwas zu hoch gefasst. Meiner Meinung nach hätte sie gut 2 Jahre älter sein können.

Da Viola so niedergeschlagen ist, hat sie einen tiefen Herzenswunsch. Eben wegen diesem Herzenswunsch taucht nun ein Dschinn auf. Der Dschinn ist ein Zauberwesen, wie ihr es vielleicht aus dem Disney Klassiker Aladdin kennt, und kommt aus einem fremden Land. In diesem altert er nicht. Nur wenn er in der Welt der Menschen ist, beginnt sein Alterungsprozess, allerdings bemerkt er es dann besonders stark. Wegen diesem Aspekt ist es sehr schwierig zu sagen, wie alt der Dschinn ist, was auch das entstehende „zwischenmenschliche“ Verhältnis zwischen Viola und dem Dschinn kompliziert werden lässt. Doch die Anziehungskraft zwischen Viola und dem Dschinn wird schnell deutlich.

Auch die Tatsache, dass der Dschinn anfangs so schnell wie möglich zurück in seine Welt möchte und das erst kann, wenn er Viola 3 Wünsche erfüllt hat, und Viola sich ihre Wünsche wohl überlegen möchte, lässt die beiden auf manchmal ironische und auch sarkastische Weise aneinander geraten.

Egal, wie weit ich in der Geschichte vorangeschritten war, es wurde nie langweilig. Die Geschichte zieht sich nicht ins Unendliche, wie man es vielleicht bei anderen kennt.

Der Stil des Textes ist eher einfach gehalten, wodurch ich über die Zeilen mehr geflogen bin, als einen Satz mehrmals lesen zu müssen.

Dieses Buch ist sehr gut für Leseratten geeignet, die eine ausgeprägte Fantasie besitzen und sich gern verzaubern lassen. Wer eine kleine Pause von schwerer Lesekost benötigt, kann dieses Buch ideal als „Absacker“ benutzen. Man sollte allerdings ein klein wenig Ironie zum Lesen dieses Buches mitbringen. Für Menschen ohne auch nur einen Funken Humor ist es überhaupt nicht geeignet, da man dann wohl die ganze Geschichte falsch verstehen könnte.

„Drei Wünsche hast du frei“ hat mich noch lange, nachdem ich es fertig gelesen hatte, beschäftigt. Ich kann es euch sehr empfehlen. Vielleicht hat es einer von euch auch schon gelesen und möchte uns seine Meinung dazu mitteilen und freut euch schon einmal auf das nächste Buch, welches wir euch vorstellen. =)


Eure Blue Diamond


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