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Montag, 5. März 2012

[Filmkritik] Extrem laut & unglaublich nah


Hallo ihr Lieben,

leider habt ihr nun lang nichts von uns gehört, aber das soll sich nun endlich wieder ändern. Ich werde euch in den nächsten Tagen ein paar wundervolle Filme vorstellen, die ich in der letzten Zeit sehen konnte.

Beginnen möchte ich mit einem derzeitigen Kinofilm "Extrem laut & unglaublich nah". Dieser beruht auf dem Buch von Jonathan Safran Foer, welches ich leider bisher noch nicht kannte und auch nicht gelesen habe. Möchte ich noch nachholen, da ich den Film wirklich bezaubernd fand, allerdings ist das ja oft der Fall, wenn man das Buch nicht kennt. Dies ist jetzt natürlich erst einmal ein Vorteil, da ich ganz unvoreingenommen an den Film rangehen konnte.

Sowohl Buch als auch Film handeln von den Folgen des 11. September 2001 für eine Familie. Ich habe einige Kritiken dazu gelesen, die meinten, es käme nicht heraus, was denn dieser Film nun mit diesem tragischen Ereignis zu tun habe. Nun ich bin der Meinung, dies soll keineswegs ein politischer Film sein, sondern der 11. September dient einfach nur der Tragik und Ursache des Weiteren, ähnlich wie bei "Remember me" (den ich euch gern auch noch einmal vorstelle). Daher finde ich solche Kritik unangebracht und irgendwie auch falsch.

Der Film erzählt die Geschichte des kleinen Oscar Schell (Thomas Horn), der mit der realen Welt anders zurecht kommt, als es vielleicht normal ist. Er sieht überall gewisse Muster, die er versucht zu erkunden und deren Sinn und Lösung zu erkennen. Laut seinem Denken muss einfach alles einen Sinn haben, wodurch er panische Ängste entwickelt. Diese Ängste versucht sein Vater (Tom Hanks) mit ihm zu überwinden und sie entwickeln ein Erkundungsspiel und begeben sich auf die Suche nach dem verschollenen Bezirk von New York. Sie tauchen in ihre eigene kleine Welt, man könnte fast meinen Oscar sei ein Authist, doch wirklich klar wird dies nicht.

Die wunderbare Welt von Oscar und seiner Familie wird am 11. September durchbrochen, denn sein Vater kommt in den Twin Towers ums Leben. Oscar hat für sich eine Theorie entwickelt, dass man noch 8 Minuten mit dem Menschen nach seinem Tode hat und er möchte diese 8 Minuten unendlich werden lassen. Er findet einen geheimnisvollen Schlüssel in den Sachen seines Vaters und denkt, dies sei das letzte hinterlassene Rätsel seines Vaters für Oscar. Er macht sich also auf den Weg, dieses Rätsel zu lösen und erlebt dabei viele kleine Abenteuer.

Der Zuschauer wird auf diese Reise auf eine schöne unaufdringliche Weise mitgenommen. Man erlebt Glück und Leid mit Oscar und kann einfach nicht so tun, als ginge einem diese Geschichte nicht nahe. Das "unglaublich nah" ist von daher zu 100% verständlich umgesetzt, auch wenn man vielleicht erst hinterher darüber nachdenkt, was einem denn nun am nächsten ging.

Das "Extrem laute" wird in den surrealen Momenten des kleinen Oscar klar, da für ihn die Welt manchmal, wenn er besonders traurig oder wütend ist, nur noch im Sekundentakt verläuft und somit für ihn einfach alles viel näher, lauter und stärker ist. Dies wird auch besonders in den Momenten mit seiner Mutter (Sandra Bullock) klar, zu der ein weniger gutes und schon gar nicht enges Verhältnis hat, als er es zu seinem Vater hatte. Er ist überzeugt davon, dass sie ihn nicht versteht und schlicht weg dumm ist, auch da er nicht versteht, wie sie mit dem Tod seines Vaters umgeht.

Oscar trifft auch einen Menschen, der ihm durch diese schwere Zeit eindeutig am besten helfen kann, doch das sollt ihr selbst sehen. =)

Ich möchte diesen Film allen ans Herz legen, die nicht immer Action brauchen und trotzdem Extreme aushalten können. Er ist meiner Meinung nach nichts für schwache Gemühter oder Menschen die ein Happy End brauchen.

Er ist freigegeben ab 12 Jahre und ich denke, dass kommt schon sehr gut hin, da ich mir sicher bin, das Kinder in diesem Alter sich viel besser in die Geschichte hineinversetzen können und es verstehen, als Erwachsene es vielleicht können.

Der kleine Thomas Horn ist eine herausragende Figur und besteht seine Rolle, ohne den großen Schauspielern um sich herum in irgendetwas nachzustehen.

Viel Spaß beim schauen,

eure blue Diamond


Alle Bilder findet ihr im Internet, sie sind für jeden frei zugänglich und wir erheben natürlich keinerlei Ansprüche oder Rechte an ihnen.

1 Kommentar:

  1. Danke für den Tipp, jetzt bin ich wirklich neugierig :)

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