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Mittwoch, 9. August 2017

Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder

Hallo meine Lesezauberer,

die liebe Sabrina von Look at my Books hat mich überzeugt, diese Reihe zu lesen. Sie kennt sie schon seit vielen Jahren, für mich war es eine völlig neue Entdeckung. Die Reihe erinnert vielleicht ein bisschen an Harry Potter, vor allem dieser "Er war ein ganz normaler Junge bis etwas Magisches passiert"-Trope hat mich angesprochen. Aber kommt das Buch wirklich an diesen Kindheitsklassiker heran?
 
Die Fakten:
  • Autor: Jenny Nimmo
  • Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann
  • Titel: Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder
  • Reihe: Charlie Bone 1
  • Erschienen: 2003
  • Verlag: Ravensburger Taschenbuch
  • Seiten: 351
  • Preis: 7,99 Euro
  • Klappentext: "Charlie Bone ist ein ganz normaler Junge. Zumindest glaubt er das, bis plötzlich eines Tages ein Foto zu ihm spricht. Und das ist erst der Anfang eines haarsträubenden Abenteuers, in dem drei düstere Tanten, ein geheimnisvoller Kasten und ein fliegendes Mädchen eine wichtige Rolle spielen."
Zur Handlung: Charlie Bone lebt mit seiner seltsamen Familie in einem Haus, geht auf eine ganz normale Schule und hat einen besten Freund, mit dem er viel Zeit verbringt. Seine Familie teilt sich in seine Mutter und deren Mutter, die ihn sehr lieb haben und immer sein Bestes im Sinn haben. Auf der anderen Seite gibt es seine andere Großmutter und seinen Onkel, die beide ein wenig seltsam sind. Und dann sind da noch seine gruseligen Großtanten.

Und gerade diese beschließen nun, dass er auf eine neue Schule muss. Charlie fällt es schwer, auf ein Internat zu wechseln, wo er nur noch am Wochenende nach Hause darf. In seiner Familie sind sich aber fast alle einig, dass es das beste ist, auf die Großtanten zu hören. Und schließlich war Charlies verstorbener Vater auch auf dem Internat...

Beim Lesen dieses Buches ist mir vor allem Charlies Familie positiv aufgefallen. Die Charaktere sind alle etwas verrückt. Ich hatte oft das Gefühl, dass ich etwas zu sehr gelenkt werde, wen ich gut finde und wen nicht, aber vielleicht ist das auch mit Kinderbüchern etwas ausgeprägter. Vor allem Charlies Onkel lernt man im Verlaufe der Geschichte etwas besser kennen und ich bin gespannt, in welche Richtung sich das alles weiterentwickelt.

Wir werden in diesem Band nicht nur mit Charlies Fähigkeit, sondern auch einem Mysterium vertraut gemacht. So sprechen plötzlich Bilder mit Charlie, bzw hört er das, was bei der Aufnahme des Fotos in etwa gesprochen wurde. Daher erfährt er von einem kleinen Mädchen, das als Baby weggeben wurde und nun von seiner Tante gesucht wird. Allerdings will jemand auf keinen Fall, dass sie gefunden wird. Charlie hat aber die besten Chancen von allen, Licht in das Dunkel zu bringen.

Ich fand diesen Aspekt der Handlung sehr interessant und die Auflösung auch nicht vorhersehbar. Natürlich wird es nie zu spannend oder gruselig, aber ich denke, Kinder sollten sich da gut unterhalten fühlen. Ich bin nicht sicher, inwieweit das alles noch Auswirkungen auf die späteren Bücher hat, denn mir ist noch nicht völlig klar, warum das Mädchen nicht gefunden werden sollte. Aber vielleicht habe ich da auch nur was nicht mitbekommen.

Interessant finde ich auch, dass an Charlies Internat nicht nur sonderbegabte Kinder sind, die also magische Fähigkeiten haben, sondern auch Schüler, die einfach wahnsinnig künstlerisch begabt sind. Die Zusammensetzung führt dazu, dass die Sonderbegabten nicht so abheben, obwohl der Sohn des Schulleiters schon ein bisschen einen Höhenflug hat. Außerdem hat jeder Schüler nur seine individuelle Gabe und das unterscheidet das Konzept schon stark von Harry Potter.

Was für mich schon vergleichbar war, ist das Abtauchen in eine andere Welt und die Möglichkeit, viele spannende Abenteuer dort zu erleben. Ich würde nicht sagen, dass die Bücher vergleichbar sind, aber sie haben mir ein ähnliches Gefühl gegeben, einfach weil ich auch wenig Kinderbücher lese. Ich fand es auf jeden Fall sehr gut und habe mir dann gleich den zweiten Band besorgt.

Alles in allem handelt es sich um einen interessanten Start. Wir lernen viele Charaktere kennen und wollen natürlich noch viel mehr von ihnen erfahren in den Folgebänden. Obwohl das Rätsel um das fliegende Mädchen gelöst wurde, ist noch Vieles ungewiss und bisher nur angedeutet worden, sodass die Spannung weiterbesteht. Charlie ist für mich erstmal als Hauptfigur in Ordnung, sticht aber nicht besonders positiv heraus. Seine verrückte Familie interessiert mich da schon viel mehr.

Kennt ihr die Reihe? Habt ihr sie eventuell als Kind schon gelesen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro






Meine Bewertung: 

Kommentare:

  1. Hey ihr Beiden,

    ich bin durch Facebook auf euch gestossen, da ich eure Rezi zum Buch gesehen habe.:-)

    Ich kannte das Buch nicht, aber es klingt verdammt interessant, auch wenn es ein Kinderbuch ist und ich das Alter des Kindes bereits weit überschritten habe. Ich überlege ernsthaft das Buch einmal zu lesen.

    Eine echt tolle Rezi, die Lust auf mehr macht. Ich bin gleich mal Leserin geworden, weil es mir hier gefällt.

    Noch einen schönen Donnerstag

    Anja :-)

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    1. Danke für dein Interesse, freut uns wirklich sehr. :) Ich habe das Buch auch nicht als Kind gelesen, habe aber doch Dinge darin gefunden, die mir gut gefallen haben. Ich freu mich ehrlich auf den zweiten Band. :)

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