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Sonntag, 8. April 2012

[Filmkritik] Avatar - Aufbruch nach Pandora


Hallo ihr Lieben,
die Auswertung unseres Gewinnspiels werdet ihr in den kommenden Tagen hier finden. Sehr schade ist, dass bisher nur sehr wenige mitgemacht haben, aber noch ist der Sonntag ja nicht vorbei ;)

Heute soll es um den Blockbuster "Avatar - Aufbruch nach Pandora" gehen.

Dieser Science-Fiction Film wurde 2009 kurz vor Weihnachten in den Kinos zum ersten Mal gezeigt. Mit ihm erlebte das 3D Kino ebenfalls einen Hipe. James Camerons Avatar ist ein wirklicher Fels in der Filmindustrie. Er stellt ein Zukunftsszenario dar, was anfangs sehr realistische Züge hat. Sobald die computeranimierten Szenen hinzu kommen, verliert der Film für die meisten jedoch völlig an Realität, allerdings gewinnt er dadurch umso mehr an Faszination.
Ausgesuchte Menschen werden mittels eines Programms in riesengroße blaue Avatare versetzt, nehmen sozusagen deren Seelen ein, die den Einwohnern von der Welt Pandora gleichen, den Navi. Sie sollen herausfinden, wie man mit ihnen in Einklang leben kann, zumindest wenn man an das Gute im Film denkt.

Der Film vermischt außerdem eine Liebesgeschichte, wie Hollywood sie schon viele hunderte Male gezeigt hat, mit actionreichen Momenten, die gerade durch den 3D Effekt viele Männerherzen höher schlagen lassen.

Ich selbst habe ihn zwei Mal im Kino gesehen. Nun fragt ihr euch vielleicht, warum gerade zwei Mal. Nun ja, ganz einfach, ich war nach dem ersten Mal überhaupt nicht begeistert. Ich fand die Geschichte träge und eindeutig nicht anders, als man es aus anderen spektakulär angekündigten Filmen kennt. Man erwartet einfach viel zu viel, wenn man durch die Medien darauf getrimmt wird, dass dieser Film das Highlight des Jahrhunderts sein soll.

Da ihr ja wisst, dass ich jedem Film eine Chance gebe, habe ich auch "Avatar - Aufbruch nach Pandora" eine zweite gegeben. Danach konnte ich mich mehr auf die Feinheiten konzentrieren und war einerseits nicht völlig mit den ganzen Effekten überfordert bzw. auf der anderen Seite von der Hauptgeschichte gelangweilt.

Erst einmal solltet ihr euch sicher sein, dass ihr noch einen Fantasiefilm sehen wollt. Es gibt ja schon sehr viele und dadurch ist vieles schon bekannt. Das Besondere bei diesem Film könnt ihr selbst herausfinden ;)

Egal ob ihr Frau oder Mann seid, für jeden ist etwas bei "Avatar - Aufbruch nach Pandora" dabei. Eine romantische Geschichte, mit Tränenmomenten und faszinierenden Effekten und natürlich auch viel Power und Action, großen Fahrzeugen, Waffen und Kampfszenen.
Ihr solltet außerdem bei diesem Film Mitdenken, wenn ihr nicht einen bloßen Actionfilm sehen wollt. Im Film steckt viel Tiefgang, den man allerdings aus den Augen verlieren kann, schon allein wegen der vielen Effekte.
Am besten ist es natürlich, wenn ihr euch fallen lassen könnt und euch auf die faszinierende Welt Pandoras einlassen könnt.

Der rote Faden in dem Film dreht sich um den Ex-Marine Jake Sally (Sam Worthington). Dessen Zwillingsbruder wurde im Gefecht getötet und da der Avatar die selbe DNA trägt wie sein Zwillingsbruder, kann Jake diesen ersetzen. Jake sitzt auch aufgrund einer Kriegsverletzung im Rollstuhl und bekommt von Col. Miles Quaritch (Stephen Lang) das Angebot, die Wirbelsäule-OP würde ihm geschenkt werden, wenn er im Sinne der Kampflustigen handelt, und die Navi auskundschaftet, damit sie angegriffen und bezwungen werden können.
Anfangs geht Jake darauf ein, doch mit der Zeit verliebt er sich in die Navi Neytiri (Zoë Saldaña), die ihm alles über die Navi lehrt und in ebenfalls lieb gewinnt. Doch dann fällt alles auf und der Kampf um Recht und Unrecht beginnt.

Wie dieser Kampf endet, könnt ihr selbst herausfinden.
Zur Machart des Films möchte ich nun noch kurz ein paar Worte verlieren. Die Effekte und vor allem die Welt Pandora ist wirklich eine herausragende Arbeit der Computerspezialisten. Besonders schön finde ich das Leuchten der Pflanzen und des Bodens, wenn man sie im Dunkeln berührt. Die Farbe blau selbst spricht mich auch sehr an, da sie für mich eine gute Verbindung zu fernen Planeten/Welten herstellt.

Wenn ihr euch den Film anseht, werdet ihr zweifellos viele Verknüpfungen zu anderen herstellen können. So empfinden sicher viele das Volk und das Verhalten der Navi an das Indianervolk von Pocahontas, auch die Liebesgeschichte kommt dieser sehr nahe. Fremde Völker oder auch besonders vernetze Natur kennt man auch aus vielen Animationen, vor allem aus der Manga Richtung, denkt man zum Beispiel an Chihiros Reisen. Was wohl eher wenige kennen werden, ist die Geschichte von Dinotopia (eines meiner persönlichen Lieblingsbücher). Dort gibt es ebenfalls sogenannte Drachenreiter wie auch bei "Avatar - Aufbruch nach Pandora", die sich durch Mut einen Drachen/Gefährten aussuchen und diesen bändigen. Für jeden gibt es genau einen richtigen Partner, der ist er einmal gefunden, ein Lebenlang treu ist.

Da James Cameron wohl schon in den 90ern das Drehbuch zu Avatar schrieb, ist es kaum verwunderlich, dass es so viele Übereinstimmungen gibt. Wer sich was von wem abgeschaut hat, wird wohl nicht auffindbar sein.

Ich bin nach wie vor nicht über begeistert von dem Film, auch wenn auch mich die Emotionen gepackt haben. Immer wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, verlässt mich meine Begeisterung, ich denke, die Verknüpfungen zu mir bereits bekannten Filmen und Geschichten, haben mich zu sehr eingenommen, als das ich dem Film ganz ohne Vorurteile eine Chance geben könnte. Aber ich bin mir sicher, einige von euch, werden ihn lieben,

eure blue Diamond
Alle Bilder findet ihr im Internet, sie sind für jeden frei zugänglich und wir erheben natürlich keinerlei Ansprüche oder Rechte an ihnen.

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