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Freitag, 21. Juni 2013

[Filmkritik] The Great Gatsby


Hallo ihr lieben Filmfreunde,

heute soll es um The Great Gatsby, den Film, gehen. Ich hatte euch das Buch ja bereits am Mittwoch vorgestellt und werde deswegen jetzt nicht weiter auf die Handlung eingehen. Im Großen und Ganzen ist der Film sehr nah an den Geschehnissen des Buches, außer das Ende, welches dann eher verkürzt wurde.

Ich bin aufgrund der Trailer und des Buches mit sehr hohen Erwartungen in den Film gegangen. Der Film ist an vielen Stellen wesentlich überspitzter und eindeutiger als das Buch, sodass man am Ende nicht ganz so sehr das Gefühl hat, doch gar nichts über Gatsby erfahren zu haben. Die Erzählung ist außerdem eingebettet in einen Rahmen, der zeigt, wie es Carraway nach den Geschehnissen geht. Ich fand das ganz ok, so richtig sicher bin ich mir darüber nicht.

Die Besetzung finde ich sehr gut gelungen. Sowohl Toby Maguire als Carraway, als auch Leonardo DiCaprio als Mr Gatsby sind grandios. Und dabei mag ich Ersteren übrigens gar nicht. Auch die anderen Rollen finde ich ausnahmslos gut besetzt. Auch die Bühnenbilder fand ich sehr gut. Im Trailer wirken sie fast etwas zu pompös, aber im Film dann hat alles Sinn gemacht und zum Buch gepasst.

Weiterhin fand ich es sehr angenehm, dass viele Stellen aus dem Buch zitiert wurden. Zum Beispiel sind der Anfang und das Ende quasi vorgelesen. Dies ist ählich wie in Romeo + Julia. An anderen Stellen jedoch wurden die Sätze ein wenig abgeändert, sodass sie für mich noch ein bisschen besser passten. So beispielsweise in der Szene, in der Gatsby und Daisy das erste Mal aufeinander treffen. Allgemein fand ich es sprachlich sehr gut umgesetzt und es waren viele tolle Sätze dabei.

Was man vielleicht noch erwähnen kann, ist die Musik. Dies ist für Baz Luhrmann vermutlich typisch, es ist sehr moderne Musik, die irgendwie mit dem Stil des Films bricht und dennoch gut dazu passt. Das ist sogar meinem Freund aufgefallen, der eigentlich kein Fan des Genres ist. Was mich allerdings dann sehr gestört hat: Für den Film wurde das Lied Over the Love geschrieben. Dies kommt im Film auch vor. In Anlehnung an das Buch singt die Dame von ihrem gelben Kleid, hat im Film dann aber ein rotes an. Ja, das störte mich. :D

Alles in allem fand ich den Film wirklich gut. Ich muss sagen, dass die Thematik und die Hauptaussage mich sehr ansprechen. Ich bin auch weinend aus dem Kino raus. Mich haben zwar alle komisch angesehen, aber ich denke, jeder, der einmal eine ähnliche Entscheidung wie Daisy zu treffen hatte, wird mich verstehen. Ich würde mir den Film auf jeden Fall auch wieder ansehen. Schauspielerisch ist nichts auszusetzen.

Ich empfehle den Film allen, die Moulin Rouge schon mochten. Diese Thematik ist vielleicht noch ein wenig tiefer, denn es geht um Moral und um Hoffnung. Aber es ist auch einfach schön, den Film anzusehen, da er sehr bunt und aufregend ist. Er hält sich nicht zu streng an das Buch, man erkennt jedoch die Vorlage wieder. Ich empfinde das eigentlich als sehr ausgeglichen. Angeblich ist er es auch wert, in 3D gesehen zu werden, meinte ein Freund von mir. Dazu kann ich allerdings nichts sagen. Ich denke allerdings, dass der Film noch besser ist, wenn man das Buch gelesen hat.

Ich hoffe, ihr schaut euch das Mal an.

Bis bald,

Kitty Retro


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