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Mittwoch, 8. Oktober 2014

[Filmkritik] Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

Hallo liebe Filmfreunde,

heute möchte ich euch nun endlich verraten, wie ich den Film zu Hectors Reise fand. Ich habe das Buch ja bereits vor Wochen vorgestellt und habe es dann einfach nicht geschafft, den Film anzuschauen. Dann kam auch noch der Urlaub, aber nun endlich ist es soweit. :)

Zur Handlung: Hector ist ein Psychiater in London. Er hat eine hübsche Freundin, die gern dafür sorgt, dass in seinem Leben alles geregelt ist. Außerdem hat er eine Vielzahl an fragwürdigen Patienten, die trotz keiner großen Katastrophen einfach nicht glücklich sind. Und eines Tages beginnt Hector sich zu fragen, ob er eigentlich glücklich ist. Eine seiner Patientinnen, eine Wahrsagerin, die ihr drittes Auge verloren hat, erzählt ihm dann von einer Reise, auf die er gehen wird, und so beginnt sein Abenteuer.

Hector macht sich zunächst auf nach China, um herauszufinden, was Menschen glücklich macht. Danach besucht er Afrika und zum Schluss wendet er sich an einen sehr berühmten Professor für Glücksforschung. Doch kann Hector am Ende nun glücklich sein?

Die Geschichte im Film folgt grob dem Buch, allerdings muss ich gleich am Anfang sagen, dass der Film nur ein trauriger Abklatsch ist. Ich konnte ihn leider nicht ohne den Vergleich zum Buch sehen, da Hectors Reise für mich wahrscheinlich das beste Buch war, was ich dieses Jahr gelesen habe. Viele Figuren sind im Film so weit überspitzt, dass sie ihre charismatische Art verlieren. Allen voran ist da natürlich Hectors Freundin, die ich ja nicht hätte haben wollen. Aber auch viele andere Charaktere sind sehr stark geändert. 

Die Schauplätze in diesem Film sind natürlich wunderbar. Vor allem Afrika hat mich sehr fasziniert und die Feier mit einer afrikanischen Familie war für mich so einfach von der Atmosphäre her der schönste Teil des Filmes. Wer also gern andere Welten auf der Leinwand sieht, der sollte dringend Hectors Reise anschauen. :D

Es sind auch ein paar witzige Momente dabei, allerdings musste ich eigentlich nicht ein Mal lachen im Film und ich weiß noch, dass ich mich beim Buch teilweise ganz schön zusammenreißen musste, weil manche Sachen so niedlich und lustig geschrieben waren. Mir war klar, dass sich die ausgezeichnete Erzählweise nicht in einen Film übertragen lässt, aber irgendwie war ich trotzdem nochmal enttäuscht. Auch Hector selbst war definitiv nicht das, was einem im Buch präsentiert wird, und damit steht und fällt natürlich bei so einer Geschichte alles.

Natürlich klingt das jetzt alles sehr negativ. Ich möchte auch sagen, dass der Film meinem Freund gut gefallen hat. Wer allerdings das Buch gelesen und lieben gelernt hat wie ich, der wird eher enttäuscht sein. Die Figuren sind überspitzt, die Erzählweise transportiert sich nicht, es wird wesentlich mehr auf Drama gesetzt und irgendwas fehlt mir einfach. Wer das Buch nicht kennt und sich an fremden Ländern erfreut, wird in Hectors Reise aber sicherlich einen sehenswerten Film finden. 

Ich hoffe, ihr versteht mich. Es ist natürlich nicht alles schlecht, ich war einfach noch ein bisschen enttäuscht. :)

Bis bald,

Eure Kitty Retro


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