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Mittwoch, 9. November 2016

A Monster Calls

Hallo meine Heulsusen,

eigentlich wollte ich heute ein anderes Buch vorstellen, aber da ich gerade A Monster Calls beendet habe, muss ich euch davon berichten. Auf meiner Wunschliste war es schon so lange, und da der Film ja (schon rausgekommen ist?), musste ich nun endlich ran. Außerdem habe ich das Buch auf Englisch! in meiner Bibo gefunden - das war ein Zeichen.

Die Fakten:
  • Autor: Patrick Ness
  • Idee: Siobhan Dowd
  • Illustrationen: Jim Kay
  • Titel: A Monster Calls
  • Erschienen: 2011
  • Verlag: Walker Books
  • Preis: 9,99 Euro
  • Seiten: 215
  • Klappentext: "The monster showed up after midnight. But it isn't the monster Conor is expecting. He's been expecting the one from his nightmare, the one he's had nearly every night since his mother started her treatments, the one with the darkness and the wind and the screaming... This monster is something different, though. Something ancient, something wild. And it wants the most dangerous thing of all from Conor. It wants the truth."

Zur Handlung: Conor ist 13 Jahre alt und eigentlich ein ganz normaler Teenager. Allerdings hat seine Mutter Krebs und kämpft nun schon lange ums Überleben. Außerdem hat Conor Alpträume, eigentlich einen Alptraum immer wieder. Eines Nachts wacht er auf und vor seinem Fenster steht ein Monster, eine riesige Eibe. Doch Conor hat vor diesem Monster keine Angst, weil er schon viel Schlimmeres gesehen hat.

Das Monster erklärt Conor schließlich, dass es ihm drei Geschichten erzählen wird, und danach muss Conor ihm seine wahre Geschichte erzählen. Wenn Conor das nicht tut, wird das Monster ihn bestrafen. Doch der Weg ist lang und so beginnt das Monster die erste Geschichte über eine böse Hexe und einen guten Prinzen.

Als ich angefangen habe zu lesen, wusste ich nicht, dass es sich um ein Krebs-Buch handelt. Von denen halte ich mich für gewöhnlich immer fern, da ich das Gefühl habe, dass sie eine hochdramatische Sache noch dramatisieren, damit sich Teenager die Augen ausweinen können. Kann aber auch nur ein Vorurteil sein. Dieses Buch war jedoch anders.

Meine Mutter hatte Krebs, als ich etwa 7 Jahre alt war. Damals haben sich meine Eltern gerade scheiden lassen. Wie ihr euch vorstellen könnt, ging es in meinem Leben damals drunter und drüber. Allerdings kann ich mich an nichts davon mehr erinnern - was vielleicht manchmal auch besser so ist. Dieses Buch jedoch hat sich für mich einfach ehrlich und echt angefühlt und schon nach wenigen Seiten musste ich weinen.

Das Besondere ist, dass es eben keine Liebesgeschichte von kranken Teenagern oder ähnliches ist, sondern die Geschichte eines Jungen, der mit der Krankheit seiner Mutter kämpft. Und dabei geht es viel Unmoralischer zu, als mancher sich das vielleicht vorstellen kann. Gerade deswegen ist das Buch so unglaublich ehrlich und die Message hat mir gut gefallen. Ich kann mich zwar nicht erinnern, ob ich je so empfunden habe, aber es ist durchaus realistisch.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Leider war das Buch aus der Bibo ein bisschen lediert, sodass eine Seite fehlte. Abgesehen davon ist es aber ein wunderschönes Buch. Die Illustrationen sind wirklich toll, wenn auch sehr düster. Manchmal ist es etwas schwer, Genaueres darauf zu erkennen, aber dafür hat man seine Phantasie. 

Spannend finde ich auch, dass die Idee für das Buch von einer Frau stammt, die selbst in eher jungen Jahren an Krebs verstorben ist. Das macht die Geschichte letztlich noch tragischer. Dennoch sollte man nicht denken, dass das Buch nur grundlos auf die Tränendrüse drückt. Das habe ich so nämlich gar nicht empfunden. Wie gesagt, für mich wirkt alles sehr organisch und realitätsnah.

Ich finde wirklich nichts Negatives an dem Buch. Vielleicht ist es aber auch so, dass ich mich in die Situation von Conor im Besonderen hineinversetzen konnte. Er war zumindest ein glaubwürdiger Charakter. Auch die Darstellung der Mutter hat mir gut gefallen, denn am Ende haben sie und Conor sicher sehr ähnlich empfunden. Wie gesagt, die Message wird mir definitiv im Kopf bleiben. Ich bin einfach froh, dass ich es gelesen habe.

Vielleicht kann ich euch demnächst vom Film berichten. Den deutschen Titel verstehe ich ja inzwischen auch, und es ist einfach ein schönes Detail. Wer also denkt, dass er für dieses Buch bereit ist, sollte es sich sofort besorgen.

Bis bald,
Eure Kitty Retro



Meine Bewertung:

Kommentare:

  1. Hallöchen =)

    Ich kann mich erinnern, dass ich das Buch mal auf Deutsch gelesen habe und dass ich es ebenfalls richtig gut fand. Ich bin mir gerade nicht mehr sicher, ob mir die Tragik zur besagten Krankheit wirklich bewusst war. Ich glaube mir hat da ein bisschen der Bezug gefehlt. Ich fand das Buch trotzdem großartig.

    Von dem Film hab ich ja mal wieder gar nichts mitbekommen. wann, wo, wie?

    LG
    Anja

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    1. Vielleicht ist der auch erst nächstes Jahr in den Kinos. Müsste man nochmal recherchieren. :D Aber Trailer gibt es schon. :D

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  2. So wunderschön und traurig zugleich...

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