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Freitag, 23. November 2012

[Filmkritik] Cloud Atlas


Hallo ihr Filmverrückten,

heute schon wieder ein Film der gerade in den Kinos läuft und jetzt schon bei einigen als Film des Jahres 2012 gehandelt wird.
Um Regie und Drehbuch kümmerten sich Tom Tykwer und Lana und Andrew Wachowski. Die Geschichte von Cloud Atlas ist nicht ganz neu, sondern lehnt an dem Roman "Der Wolkenatlas" an, den ich mir dann wohl auch mal zu Gemüte führen möchte.
Der Originaltitel ist auch bei uns beibehalten worden. Mit etwas mehr als drei Stunden gehört er zu den längeren Filmen und lässt sich nur unzufriedenstellend in ein Genre pressen, was ich damit auch nicht tun möchte.

Doch um was geht es denn nun wirklich? Meine ersten Gedanken nach dem Trailer, waren eher fantastischer Art, ich dachte an eine Welt über den Wolken oder auf die von oben herab eine Handlung stattfindet und eben all solche eher fantastischen Dinge. Tatsächlich sind Teile des Films sehr real und auch sonst ist der Film sehr bodenständig gehalten, was ich sehr gut finde. Klar gibt es auch verrückte Fahrzeuge oder Straßen, die ihr in den Trailern bereits sehen könnt, aber dennoch sind diese durchaus vorstellbar und wer weiß, wie unsere Zukunft mal aussehen wird.









Die Handlung reicht über sechs verschiedene Zeitalter und damit irgendwie auch sechs verschiedenen Geschichten, die jedoch stark miteinander verknüpft sind.
Einen Rahmen gibt es ebenfalls, denn Zachary beginnt mit der Erzählung über sein Leben und die Welt, das All und alles, was er seinen Enkeln sont noch nahebringen will.
Da die Sprünge zwischen den einzelnen Zeiträumen wirklich sehr schnell sind und auch für mich keine erkennbare Reihenfolge hatten, möchte ich euch nur kurz die einzelnen Zeitalter kurz beschreiben.








Der früheste Zeitpunkt ist 1849 und findet hauptsächlich auf einem Schiff im Pazifik statt. Hier wird gezeigt, wie früh bzw. das die Menschen schon immer gierig und ausnutzend handeln, es dennoch immer wieder über den Tellerhand hinaus sehende Menschen gibt, wie der Sklave Autua und der Anwalt Adam Ewing.
"Weiter" geht es 1936 mit viel Musik, Leidenschaft und der Kunst des Komponierens. Verbohrtheit und Engstirnigkeit stehen dem entgegen und lassen somit diese Zeit zu einer sehr bewegenden und emotionalen werden. Robert Frobisher ist ein junger Komponist und Freund von Rufus Sixsmith, da Homosexualität in diesem Zeitalter jedoch auf große Verachtung traf, sucht er seine Liebe in dem Komponieren. Bei Vyvyan Ayrs darf er seine Kenntnisse erweitern und mit ihm Komponieren. Seine eigene Schöpfung das "Wolkenatlas-Sextett" erfährt jedoch erst viel später, die Würdigung die es verdient hat. Dies ist nur eine Verbindung in eine andere Zeit, die anderen findet ihr selbst heraus ;)
1973 gelangt der Film in eine Zeit mit der man vielleicht schon gut eine eigene Verbindung herstellen kann. Alles dreht sich um Intrigen, Macht und Geld, ohne Rücksicht auf Verluste. Luisa Rey ist Journalistin in San Francisco trifft auf Rufus Sixsmith der als Atomphysiker kurz davor ist ihr eine unglaubliche Geschichte zu enthüllen.
2012 ist auch dabei. Hier trifft man auf den etwas verschobenen Verleger Timothy Cavendish, der nicht nur gewaltigt einen an der Waffel hat, sondern auch nur mit ebenso verrückten Menschen konfrontiert wird. In diesem Abschnitt wird die Schnelllebigkeit hervorgehoben und der Egoismus der Menschheit.
Jetzt gelangt man in die Zukunft und zwar nach New-Seoul 2144 in eine asiatisch geprägte Welt mit Klonen, die zum Vergnügen der übrigen Menschen geschaffen wurden. Sommi-451 ist ein solcher Klon, wird aber von dem Rebellen Hae-Joo geholt. Er zeigt ihr die tatsächliche Welt und welche Rolle die Klone darin spielen. Diese Zeit ist vor allem politisch stark geprägt, Kontrolle ist das A und O und Strafe folgt bei Verstößen auf den Fuß.
Die letzte Zeit ist 2346 würde man erst gar nicht als so zukünftig erkennen. Es geht zurück zum Ursprung der Menschheit in die Wälder und Holzhütten. Leben als Hirten, Sammler und Räuber. In dieser Welt lebt Zachary. Auf seine Insel kommt Meronym zu Besuch, die zu einem technikversierten Volk gehört, den Prescients, an denen man dann auch das Zeitalter erkennt. Diese Zeit ist von Verzweiflung und der Angst um die Welt geprägt, deren Untergang unausweichlich scheint.









Alle Zeiträume sind durch viele kleine Details miteinander verbunden. Ich behaupte einfach mal, dass man beim ersten mal schauen unmöglich alle entdecken kann, also auch noch ein Film, den man öfter gucken kann. Mir hat ehrlich gesagt am meisten Spaß gemacht, zu gucken, welche Schauspieler vertreten sind, da ich vorher schon wusste, dass mehrere Rollen von einem Schauspieler gespielt werden. Daher möchte ich auch nur diesen Hinweis geben und keine Namen nennen, das hole ich eher in ein paar Woche nach, da sie natürlich zu jeder Kritik dazu gehören. Ich kann jedoch sagen, dass jede Leistung eines jeden einzelnen dieser Schauspieler sehr sehr sehr gut sind und auch diese Variabilität der Charaktäre wunderbar umgesetzt wurde. Eine wirklich große Leistung.

Aufgrund dieser Mehrfachbesetzung muss einfach auch die Maskenarbeit erwähnt werden Faszinierend, wie man Menschen verändern kann, klar war das schon in Avatar herausragend, aber, und das soll jetzt keineswegs abfällig klingen, da waren alle Avatare im Prinzip gleich geschminkt, hier müssen sechs Zeiträume mit mehreren Personen bedient werden, das ist einfach nochmal eine Stufe phänomenaler.

Ebenso toll wie die Herichtung der Menschen, so liebevoll ist auch die Auswahl der Orte. So viele Details die die Trennung der Zeiträume wirklich klar machen, haben ich lange nicht mehr gesehen. Besonders gut finde ich, dass auch im Zukunftsgeschehen nicht zu viel mit Schnickschnack gearbeitet wurde, sondern auch das Umfeld auf eine gewisse Art vorstellbar dargestellt wird.

Ebenfalls erstaunlich ist, dass der Film einfach alle großen Genres fasst, die es gibt. Es gibt kleine Liebesgeschichten, es gibt Schmerz wie in einem Drama, es gibt Humor, gute Witze, die Sprache die 2346 gesprochen wird, ist einfach nur total genial, es gibt jede Menge Action, Aufregung und Spannung, ein paar besondere Effekte sind auch dabei, es gibt Brutalität, Kampf und Blut. Ich konnte keine Minute die Augen von diesem Film lassen und das bei über drei Stunden und ich bin mir sicher, so wird es vielen gehen.
Ich möchte allerdings auch ein wenig Kritik üben, mal wieder ist mir die Altersbeschränkung zu niedrig gesetzt. Meiner Meinung nach wäre 16 sehr viel besser gewählt, auch wenn die Brutalität nicht vorwiegend da ist, sondern nur in wenigen Momenten, so ist sie dann doch ziemlich heftig. Ich bin mir nicht sicher, ob ein junger Mensch das wirklich sehen sollte. Selbst mein Kinobegleiter war wegen der niedrigen Altresbegrenzung überrascht.

Dennoch lässt sich am Ende einfach nur sagen, es ist auch für mich der Film des Jahres. Lange gefiel mir ein Film nicht mehr so gut wie dieser. Er hat mich berührt und fasziniert. Für jeden ist eine persönliche Botschaft eingebaut, die er sich aus der Geschichte mitnehmen kann. Schaut ihn euch an, es lohnt sich,

eure Blue Diamond

Kommentare:

  1. Ich hab den Film auch gesehen und ich habe ihn geliebt! Ich kann total verstehen, warum er als der Film des Jahres gehandelt wird.
    Was war denn deine liebste Zeit und welche mochtest du am wenigsten?
    Liebe Grüße

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  2. meine liebste zeit war die letzte, also 2346 =) weil ich die mischung zwischen diesen in den wäldern lebenden volk und dem hochentwickeltem total spannend fand und diese mysteriöse gestalt mich fasziniert hat ^^ und am wenigsten konnt ich mit 2012 anfangen, weil ichs erst gegen ende wirklich verstanden hab^^ und wie war das bei dir? hast du eine lieblingsfigur? =)

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  3. Die letzte mochte ich am wenigsten! Die Sprache hat mich fertig gemacht! Das Wahr-Wahr und das Danach-nach... uaaaahhh

    2144 war meine liebste Zeit, danach kam direkt 1849. Meine liebsten Figuren waren Sonmi~451, Adam Ewing und Autua! Sonmi mochte ich am allerliebsten, weil sie so eine extreme Verwandlung durchgemacht hat!

    Wen mochtest du am liebsten?

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  4. ja sommi war wirklich sehr toll, da stimm ich dir voll zu. =) alle hatten ihren charme *g*

    ja gerade die sprache fand ich so toll *g* vor allem weil ich am anfang wirklich dachte, ich hab vielleicht nicht richtig hingehört.

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