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Sonntag, 19. Juli 2015

Mord in Monticello

Hallo meine Krimimimis,

heute möchte ich mit euch über den dritten Band der Mrs-Murphy-Bücher reden. Ich mochte ja die ersten beiden Bände total gern, und das nicht nur, weil eine Katze darin eine entscheidende Rolle spielt. Ich fand es auch toll, wie das Leben in einer amerikanischen Kleinstadt dargestellt und beschrieben wird.

Die Fakten:
  • Autor: Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown
  • Titel: Mord in Monticello (Original: Murder at Monticello or Old Sins)
  • Reihe: Ein Fall für Mrs. Murphy - Band 3
  • Übersetzung: Margarete Längsfeld
  • Erschienen: 1996
  • Verlag: Weltbild Verlagsgruppe
  • Seiten: 340
  • Preis: ab 0,01 Euro gebraucht

Zur Handlung: Mrs Murphy ist die intelligente und liebenswerte Katze von Harry Harristeen, die gemeinsam mit der Hündin Tee Tucker gern Mordfälle löst. Zwei Mal konnte sie ihr Frauchen schon vor Schlimmeren bewahren und den wahren Mörder identifizieren. Doch diesmal ist alles ein wenig anders.

In Monticello, dem ehemaligen Heim von Thomas Jefferson, werden neue Ausgrabungen im Wohnquartier der Sklaven begonnen. Alle sind mächtig stolz auf die Forschungen, bis eine Leiche ans Licht kommt. Und es scheint, als hätte dieser Fund noch immer Auswirkungen auf Crozet, denn kurze Zeit später sterben Menschen.

Ich fand ja die ersten beiden Bände richtig klasse und hatte nun große Lust, weiterzulesen. Leider hat der dritte Band mich ein wenig enttäuscht. Und das auf verschiedenen Ebenen, die ich euch gern näherbringen möchte. Zunächst aber das Gute: Harry und ihre Haustiere haben nach wie vor den gleichen Charme. Ich habe nicht das Gefühl, dass auf der Ebene etwas verloren gegangen ist, habe aber ein paar Bedenken bezüglich der folgenden Bücher. Harry ist nach wie vor sehr eigenständig und stark, was sie als Charakter so liebenswert macht. Sie ist eine naturliebende Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Daher mag ich sie sehr. Auch ihre Haustiere sind sehr lustig und dennoch sehr schlau. Harry könnte sicherlich nicht ohne die beiden.

Auch andere Charaktere tauchen wieder auf. Wir treffen Mrs Hoggendobber, die inzwischen regelmäßig mit Harry zusammen in der Post arbeitet und Mordfälle löst. Obwohl sie sehr stark gläubig ist, hat sie einen tollen Charakter und verurteilt Menschen nicht aufgrund des Glaubens. So stell ich mir wahre Christen vor. :) Außerdem ist da Market mit seiner dicken Katze Pewter, die gelegentlich für Lacher sorgen. Mim und Little Marilyn haben sich stark verändert durch die Erlebnisse des letzten Bandes, aber sie sind immer noch amüsant. 

Doch manche Figuren haben sich auch geändert, beziehungsweise sind sie ganz verschwunden: allen voran Blair. Ich habe ihn im zweiten Band so lieb gewonnen und habe mich so darauf gefreut, ihn wiederzusehen. Ich mochte seine naive Art und die Chemie, die er mit Harry hatte. Leider ist er in diesem Buch verreist. Ich hoffe wirklich, er kommt wieder. Andererseits ist da Fair, Harrys Exmann, der sich von Boom Boom getrennt hat. Ihn mochte ich ehrlich noch nie und jetzt will er Harry vielleicht zurückerobern. Zumindest nimmt er nun im dritten Band eine größere Rolle ein, aber ich bin kein Freund davon, Männer zurückzunehmen, die einen betrogen haben. :/

Vom Personal her hat sich also einiges verändert, einige Charaktere habe ich sehr vermisst. Allerdings steht natürlich der Fall im Vordergrund. Hier geht es diesmal um einen historischen Mord, zu Zeiten von Thomas Jefferson und Sklaverei. Ich habe davon als Nicht-Amerikaner zugegebenermaßen nicht so viel Ahnung, wie ich es müsste. Und das hat mir das Lesen dieses Buches sehr erschwert. Vor allem im mittleren Teil habe ich nicht alles verstanden, weil mir die geschichtlichen Details fehlen.

Weiterhin geht es dann im die (erfundenen) Nachfahren von Thomas Jefferson, welche nicht nur die Hobbyermittler Harry und Mry Hoggendobber verwirren, sondern auch alle Leser. So heißt jede Frau entweder Martha oder Maria, jeder Mann irgendwas mit W wie Warren oder Wesley, zumindest gefühlt, und mein Gehirn hat da sehr schnell abgeschalten. Daher war auch die Auflösung am Ende mal kein AHA-Erlebnis, sondern ich musste erstmal blättern und nachschlagen, wer denn nun wieder wer war. Das fand ich sehr schade.

Alles in allem war für mich dieses Fall etwas schwierig zu verstehen, die Charaktere waren ein wenig konfus, die Verstrickungen etwas zu unübersichtlich und das historische Hintergrundwissen hat etwas gefehlt. Daher konnte ich diesmal auch leider nicht mitraten. Und ich hoffe wirklich, dass Harry Fair nicht wieder zurücknimmt... Habt ihr eine Meinung zu diesem dritten Buch? Davon würde ich wirklich gern hören.

Bis bald,
Eure Kitty Retro


Meine Bewertung:

- Dieses Buch ist Teil meiner SUB-Abbau-Challenge. -

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