Diesen Blog durchsuchen

Freitag, 26. April 2013

[Filmkritik] Es



Hallo liebe Freitagsfreunde,

letzte Woche habe ich euch das Buch Es von Stephen King vorgestellt. Natürlich konnte ich es nicht lassen und habe auch den Film von 1990 angeschaut. (Damit ist der Film sogar älter als ich. ;)) Deswegen möchte ich heute über meine Meinung zum Film und einen kleinen Vergleich schreiben.

Der Film beschäftigt sich thematisch – wie auch das Buch – mit einer Gruppe Kinder, die gegen ein gefährliches Monster ankämpft. Bill, der Anführer dieser Gruppe, hat seinen kleinen Bruder an dieses Monster verloren. Dafür wollen sich die sieben nun rächen. Nach 30 Jahren (im Buch sind es 27) werden 6 dieser nun erwachsenen Kinder von Mike Hanlon, dem 7., angerufen und zurück nach Derry gebeten. Sie hatten geschworen, zurückzukehren, wenn sie Es nicht besiegt haben.

Mike ist sich völlig sicher, dass dies der Fall ist, als er neben der Leiche eines kleinen Mädchens ein Bild von Bills Bruder Georgie findet. Während die anderen zurückkehren nach Derry, beginnen sie, sich an die Ereignisse ihrer Kindheit zu erinnern. Und ihnen wird klar, dass sie am Ende wieder in die Kanalisation hinabsteigen und Es bekämpfen müssen.

Der Film selbst ist, wie gesagt, schon ein bisschen älter. Deswegen sind die Spezialeffekte jetzt auch nicht so der Kracher. Der Clown Pennywise ist jedoch unglaublich toll dargestellt. Vielleicht deswegen kommt er im Film auch wesentlich häufiger vor als im Buch. Allgemein sind die Monster, als die Pennywise im Buch auftritt, im Film wesentlich weniger und auch an anderen Stellen. So trifft Stan nicht auf tote Jungen sondern auf Eddies Aussätzigen. Richie trifft den Werwolf nicht in der Neiboltstreet, sondern im Keller der Schule.

Auch viele andere Szenen sind stark abgeändert, gekürzt oder verschoben. Dies geschah natürlich zum einen, um 1200 Seiten Buch in 3 Stunden Film zu quetschen. Andererseits waren sicherlich auch die Darstellungsmöglichkeiten noch arg begrenzt. Einige Änderungen fand ich jedoch nicht so leicht verständlich, sie schienen eher willkürlich getroffen (Eddie, der noch nie mit einer Frau geschlafen hat, obwohl er im Buch sowohl mit Beverly als auch mit seiner Ehefrau wahrscheinlich Sex hatte…).

Desweiteren sind die beiden Handlungsstränge (Kinder und Erwachsene) im Film wesentlich stärker getrennt als im Buch, was es vielleicht schwierig macht, im Film zu erkennen, wer wer ist. Dagegen ist es einfacher, der allgemeinen Handlung zu folgen. Wahrscheinlich ließ sich dieses Problem nicht anders beheben.


Alles in allem kommt der Film bei Weitem nicht an das Buch heran. Wünschenswert wäre eine Verfilmung á la Herr der Ringe, mehrere Teile, tolle Spezialeffekte, etc. Dann würde es ein richtiger Blockbuster werden, da bin ich sicher.

Ich hoffe, ihr nehmt euch die Zeit, das Buch zu lesen. Vor allem das Ende ist es wirklich wert, da dieses mit den technischen Möglichkeiten von 1990 nicht umzusetzen war.

Bis bald,

Eure Kitty Retro


Kommentare:

  1. Ich habe ES heimlich als Kind geschaut, als meine Eltern außer Haus waren. Es was grauenvoll, seitdem hasse ich Clowns und mache einen großen Bogen um den Film ^^
    Dennoch sehr faszinierend :-P

    LG
    Anja

    AntwortenLöschen
  2. Mir ging es so ähnlich. :D Leider ist bei unseren ganzen Stadtfesten, etc., immer eine Geisterbahn, die genau Pennywise als Bild hat. Wenn ich dann abends nach Hause laufe und da vorbei muss, wird mir auch ein bisschen anders. ;)

    AntwortenLöschen