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Freitag, 27. Oktober 2017

Zeit der Krähen

Hallo meine Königsmörder,

heute widmen wir uns dem nächsten Band von Game of Thrones, den ich endlich mal gelesen habe. Band 6 endete ja mit einem fiesen Cliffhanger und ich kann euch schon verraten, dass Band 7 uns da einfach hängen lässt. Nun ja, allgemein hatte ich mich schon darauf eingestellt, dass dieser Band wieder schwächer wird, dennoch hat er mich irgendwie noch enttäuscht.

Die Fakten:
  • Autor: George R. R. Martin
  • Titel: Zeit der Krähen (Original: A Feast of Crows 1)
  • Reihe: Das Lied von Eis und Feuer 7
  • Übersetzung: Andreas Helweg
  • Erschienen: 2006
  • Verlag: blanvalet
  • Seiten: 506 + Anhang
  • Preis: 16,00 Euro
  • Klappentext: "Der Krieg der fünf Könige ist vorbei. Dieser Krieg hat nicht nur den Starks, den Baratheons, den Lennisters und den Graufreuds, sondern auch anderen großen und kleinen Häusern einen entsetzlichen Blutzoll abverlangt. Weite Teile von Westeros sind verwüstet, die Ernten vernichtet. Und der Winter naht umbarmherzig. Der Kindkönig Tommen Baratheon auf dem Eisernen Thron ist viel zu jung, um wirklich zu regieren und seine Mutter, die Regentin Cersei Lennister, ist nach dem Tod ihres Vaters Lord Tywin vor allem damit beschäftigt, ihre Macht zu erhalten und sich gegen zahlreiche Rivalen zu verteidigen. In Dorne verlangen die Sandschlangen, die Töchter von Prinz Oberyn Martell, lautstark Rache für den Tod ihres erschlagenen Prinzen. Die Prinzessin Arianne, Fürst Dorans Tochter, verfolgt eigene gefährliche Pläne. Auf den Eiseninseln brechen nach dem Tod von König Balon Graufreud Nachfolgestreitigkeiten aus, während Brienne, die Jungfrau von Tarth, eine Mission verfolgt, die von Beginn an zum Scheitern verurteilt zu sein scheint. Die Zeit der Krähen bricht an - und ohne eine starke Hand droht dem Reich der Untergang..."
Zur Handlung: Der Tod geht weiter um in Westeros. Die Könige fallen einer nach dem anderen und die verschiedensten Akteure streiten sich um die Nachfolgschaft. Aber es gibt auch einige, den von den Toten auferstehen, die nur tot geglaubt waren und zurückkehren. Nichts ist mehr gewiss in dieser Welt. Wir folgen Brienne auf der Suche nach Sansa, denn sie hat es Lady Catelyn versprochen, die letzte Tochter zu schützen. Sansa selbst hat auf ihre Art Schutz gefunden.

Auf den Eisernen Inseln streiten die Graufreuds um die Thronfolge, während keiner mit Sicherheit weiß, dass Theon tot ist. Lord Tywins Tod erschüttert die Machtverhältnisse in Königsmund. Jaime und Cersei verlieren immer mehr das Vertrauen zueinander und das hat nicht zuletzt mit Tyrion zu tun, der verschwunden ist. Und in Dorne gehen allgemein die seltsamsten Dinge zu.

Ich war bereits darauf eingestellt, dass der sechste Band der bisher beste der Reihe ist, und es danach wieder etwas bergab geht. Auch sind die ungeraden deutschen Bände immer enttäuschend, da sie ja nur die erste Hälfte der wirklichen Bücher darstellen und damit immer nur die Spannung für die geraden Bände aufbauen. Dennoch war dieses Buch irgendwie noch enttäuschender, als ich erwartet hatte.

Das hat vor allem damit zu tun, dass wir nur einen sehr limitierten Cast bekommen. Ich liebe Brienne, keine Frage, und auch Sansa liegt mir am Herzen. Aber wenn wir ehrlich sind, so interessieren wir uns doch alle am meisten für die Drachen und die Mauer. Ich meine, die Reihe heißt Eis und Feuer, dann will ich davon auch etwas bekommen. Auch der große Cliffhanger von 6. Band bleibt völlig unbedacht in diesem Teil.

Nun ist es bei mir auch schon wieder eine Weile hergewesen, dass ich den Vorgänger gelesen habe, und wie immer entfallen mir dann gewisse Details. Von manchen Charakteren habe ich so lange nichts gehört, vielleicht leben die gar nicht mehr? Davon abgesehen, dass ich manchmal also genauso ahnungslos war wie die Charaktere selbst, so hat das doch auch ein bisschen den Reiz ausgemacht. So war mir während Briennes Suche nicht mehr bewusst, wo Sansa eigentlich abgeblieben ist, und ich konnte besser mitfiebern, bis dann irgendwann ein Kapitel aus Sansas Sicht kam und ich mich an alles erinnert habe.

Dennoch wurde ich das Gefühl nicht los, dass in diesem Teil eigentlich nichts passiert. Es gibt absolut keine Konsequenzen. Brienne irrt herum, Sansa steckt in einer seltsamen Sicherheit fest, Jaime weiß nicht so richtig, was er tun soll. Cersei ist Cersei. In Dorne gibt es einen Komplott, der aber wieder gestoppt wird und nichts passiert. Auf den Eiseninseln gibt es den Wettstreit um den Thron, aber keiner kriegt ihn bis zum Ende des Buches. Was hab ich also da eigentlich die ganze Zeit gelesen?

Es handelt sich also leider um ein Zwischenbuch, dass in einigen Bereichen einfach so dahinplätschert. Einige Teile ziehen sich unangenehm, die Charaktere entwickeln sich kaum weiter und bei manchen weiß ich gar nicht wirklich, was sie jetzt eigentlich vorhaben (Arya?). Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen und Band 8 kann eigentlich nur wieder besser werden, denn dann bekommen wir endlich Jon Snow und Daenerys zu Gesicht und erfahren hoffentlich, wie es Tyrion geht. 

Habt ihr es schon bis Band 7 geschafft? Hattet ihr ähnliche Probleme damit?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:


Kommentare:

  1. Hallo ihr Beiden,

    vielen Dank für euren Besuch auf meinem Blog!
    Ich habe gerade mal etwas hier gestöbert und bleibe gern als Leserin hier. :)

    Es ist zwar schon etwas her, das ich die Game of Thrones-Bücher gelesen habe, aber ich habe direkt alle zehn Bände hintereinander gelesen. :)
    Im Gesamten betrachtet hat mir die Reihe sehr gefallen, doch in der Mitte tauchen kleinere Schwächen auf, da stimme ich dir zu.
    Ich wünsche dir noch viel Spaß mit den restlichen Bänden! :)

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Alle hintereinander? Wow, wie lange warst du da beschäftigt? Ich brauche definitiv immer Pausen zwischen den einzelnen Büchern. :D

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