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Mittwoch, 26. August 2015

Unwholly

Hallo meine Dystopiefreunde,

es geht direkt weiter mit Band 2 der Unwind-Bücher. Das erste hat mir ja richtig gut gefallen und mich auch sehr schockiert, was ja irgendwie der ganze Sinn dieser Reihe ist. Ich möchte euch nun meine Gedanken zu der Fortsetzung nicht vorenthalten.

Die Fakten
  • Autor: Neal Shusterman
  • Titel: Unwholly
  • Reihe: Unwind - Band 2
  • Erschienen: 2012
  • Verlag: Simon & Schuster
  • Seiten: 402
  • Preis: 18,45 Euro (gebunden)
Zur Handlung: Das Happy Jack Harvest Camp wurde durch die Explosion zerstört, Risa und Connor konnten gerettet werden und Lev hat sich der Polizei ergeben. Connor muss damit leben, dass ihm Unwind-Teile eingesetzt wurden, um sein Leben zu retten. Risa dagegen sitzt im Rollstuhl, da sie keine neue Wirbelsäule möchte. Lev wurde von ihnen getrennt und lebt nun bei seinem Bruder.

Das Alter für Unwinding wurde auf 17 herabgesetzt, sodass weniger Kinder getötet werden sollen. Doch dies führt zu unbeabsichtigten Nebeneffekten. Es entsteht ein großer Schwarzmarkt. Und auch die anderen Organisationen erfreuen sich einer Preissteigerung, die sie mit einem Mangel an Teilen begründen können. Und dann taucht auch noch Camus Comprix auf, eine völlig neue Art der Menschheit.

Das erste Buch hat definitiv ein Ende gehabt und im Anfang des zweiten Buches wird das sehr deutlich. Unwholly schafft es nicht, die Charaktere wieder in die Welt einzuordnen und dennoch das Spannungslevel beizubehalten, das wir aus dem ersten Band kennen. Stattdessen passiert 200 Seiten lang einfach gar nichts. Das finde ich dann doch etwas übertrieben. Es sind dabei definitiv neue Ideen da, aber sie sind schlecht integriert.

Auch die Charaktere haben eine sehr große Entwicklung durchgemacht. Aus dem troublemaker Connor ist zunächst eine Legende und nun ein Anführer geworden. Die toughe Risa muss sich nun immer wieder ihrer Hilflosigkeit stellen und erlebt dabei auch noch, wie sich Connor aufgrund seiner neuen Aufgaben immer weiter von ihr entfernt. Lev dagegen war so verzweifelt, dass er sich selbst in die Luft jagen wollte, und findet nun mithilfe zweier alter Bekannter wieder ins Leben zurück. 

Doch die Entwicklungen, die dieses Buch nun bietet, sind sehr begrenzt. Eigentlich sind alle Charaktere nun ganz anders als vorher aber sie entwickeln sich nicht mehr wirklich. Stattdessen bleiben sie vor allem in der ersten Hälfte des Buches sich selbst fremd. Das ist das, was mich an diesem Buch vor allem traurig gemacht hat, denn ich fand es schön, die Charaktere mögen und verstehen zu können. Und vor allem Lev spielt in diesem Teil gar keine Rolle...

Es gibt natürlich auch neue Charaktere. Einige davon ändern sich sehr, zum Beispiel Miracolina, und das fand ich wirklich schön und sehr interessant zu lesen. Ich hoffe, mit ihr war es kein Abschied für immer. Auch Cam ist neu, aber mit ihm habe ich noch meine Probleme. Die Idee dahinter ist wirklich interessant und auch gruslig, aber irgendwie stört mich die Ausführung. Ich hoffe, dass er im 3. Buch mehr Farbe bekommt.  (Bitte kein Love-Triangle!)

Am schlimmsten ist natürlich Starkey. Er bekommt das Eröffnungskapitel und erscheint zunächst nur wie eine böse Variante von Connor. Aber oh, wie ich ihn am Ende gehasst habe. Mit Roland fand ich es im ersten Buch so spannend und schön, dass das Kapitel am Ende gezeigt hat, dass man selbst so einem A-Loch das Unwinding nicht wünscht, aber mit Starkey habe ich leider ganz andere Gefühle...

Ich habe wirklich Hoffnung, dass das 3. Buch wieder deutlich besser wird. Alle weichen sind nun gestellt. Das Ende macht klar, jetzt geht es richtig los. Das kann ich nur hoffen, denn ansonsten wäre Unwind besser ein Einzelband geblieben. Was habt ihr für Gefühle zu Unwholly? Ich würde gern davon lesen. :)

Bis bald,
Eure Kitty Retro



Meine Bewertung:

- Dieses Buch ist Teil meiner SUB-Abbau-Challenge. -

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