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Freitag, 26. Juli 2013

[Filmkritik] The Purge

Hallo meine Freitagsfilmfreunde,

heute kommen wir zu einem Film, der nun schon eine ganze Weile in den Kinos läuft. Ich hab mich bisher nicht durchringen können, ihn anzuschauen. Die Rede ist von The Purge. In dieser Dystopie geht es darum, dass in Amerika jedes Jahr eine Nacht lang jedes Verbrechen erlaubt ist. Die Reichen schützen sich dagegen mit teuren Sicherheitssystemen. Kritiker sagen, diese Nacht diene nur der Ausrottung von Kranken und Armen.

Mitten in dieser Dystopie lebt James Sandin mit seiner Frau Mary und den Kindern Charlie und Zoey. James verkauft Sicherheitssysteme und er war der beste Verkäufer des letzten Jahres. Er lebt mit seiner Familie in einer Gated Community und alle bewundern sein hübsches Haus. Er ist Befürworter der Purge, seine Frau und Kinder jedoch sind sich da nicht so sicher.

Zoey ist die typische Teenagerin, deren Freund ihrem Vater zu alt ist, sodass dieser verbietet, dass sie ihn weiterhin trifft. Sie sehen sich aber heimlich, wenn James nicht zuhause ist. Charlie ist jünger als seine Schwester und beginnt erst zu begreifen, worum es in der Purge eigentlich geht. Er ist eher in sich gekehrt und liebt Technik. Allerdings versteht er nicht, warum es erlaubt sein sollte, andere Menschen zu töten.

Nachdem die Nacht ruhig beginnt, findet Zoey plötzlich ihren Freund Henry in ihrem Zimmer. Dieser will nun, da er nicht hinausgeworfen werden kann, mit ihrem Vater reden. Geichzeitig sieht Charlie, wie ein Mann auf der Straße um Hilfe ruft und entsperrt das Sicherheitssystem, um diesen Zuflucht zu gewähren. Daraufhin taucht eine Gruppe verkleideter College-Kids auf, die die Auslieferung ihres Flüchtlings fordern. Ansonsten wollen sie das Sicherheitssystem überwinden und alle im Haus töten.

The Purge fußt auf einer grandiosen Idee einer dystopischen Gesellschaft. Man hätte wirklich viel aus diesem Film machen können. Doch schon nachdem ich den Trailer gesehen hatte, war mir klar, dass ich nicht viel erwarten sollte. Deswegen habe ich auch lange Zeit nicht entschließen können, den Film zu schauen. Er ist nun, bei genauerer Betrachtung, mittelmäßig. Die ersten 40 Minuten vergehen wie im Flug, Langatmigkeit kann man ihm kaum vorwerfen.

Allerdings ist die Handlung an den meisten Stellen arg durchschaubar. Alle guten Umschwünge kündigen sich schon eine halbe Stunde vorher an, sodass man dann eigentlich nicht mehr überrascht ist. Desweiteren finde ich ihn auch an manchen Stellen ein wenig unlogisch. Mary quält den Eindringling mit einem Brieföffner, bis dieser sich fesseln lässt, ist dann aber plötzlich dagegen, ihn für die Sicherheit ihrer Familie auszuliefern, da sie dies moralisch nicht rechtfertigen kann. Was bitte ist das für eine Mutter?

Leider bleibt der Eindringling bis zum Ende hin völlig unbeleuchtet. Er taucht in den passenden Momenten auf, verschwindet dann aber wieder für Minuten komplett von der Leinwand. Da der Film nicht besonders lang ist, ist das doch länger als man denkt.

Ein Charakter, der mir sehr gut gefallen hat, ist der Anführer der Studenten, oder was immer sie darstellen. Er hat eine ausgezeichnete Art, diese Rolle zu spielen. Insgesamt hat er mich sehr an Funny Games erinnert, weshalb dieser Film doch einen ganz kleinen Zugewinn an Charme hatte. Dennoch wirkte die Rolle nur abgekupfert. Wer also quasi dasselbe nur mal in schön sehen will, sollte Funny Games nicht verpassen.

Zu The Purge bleibt mir nur zu sagen, dass ich nie im Leben Geld dafür ausgeben würde. Als Thriller, als Film, als "da läuft was nebenbei" ist er einfach nur mittelmäßig. Weder die Schauspieler, noch die Handlung machen ihn zu etwas Besonderem. Ich kann ihn ehrlich nicht empfehlen.

Und damit bis bald,

Eure Kitty Retro


Kommentare:

  1. Deine Meinung ähnelt sehr der Meinung meines Freundes (http://mrkinotrailer.blogspot.de/2013/07/filmkritik-purge.html)

    Gute Idee, aber die Umsetzung ist eher schwach.

    Er hat sich noch tagelang über diesen nervigen Sohn aufgeregt :D

    Gut, dass ich den Film nicht gesehen habe ;)

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  2. Ja, das stimmt. :D Der Sohn war komisch, aber auch die Mutter fand ich schräg, obwohl sie dann am Ende cool war... Aber die Charaktere waren auch so inkonsistent... Naja.

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