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Donnerstag, 28. Mai 2015

[Filmkritik] Herr Lehmann

Hallo meine Filmfreunde,

ich habe mich nach dem Buch nun auch an den Film zu Herr Lehmann gewagt. Wieder muss ich sagen, dass das Thema eigentlich gar nicht mein Ding ist. Ich mag die Darstellung von Alkohol zum Beispiel gar nicht, und auch so kann ich mit den Charakteren nicht viel anfangen.

Zur Handlung: Herr Lehmann arbeitet in einer Kneipe, was wir schon in der ersten Szene erfahren. Er führt ein low-maintainance Leben in Westberlin und wird bald 30 werden. Seine Eltern wollen ihn bald besuchen kommen und erwarten, dass er Geschäftsführer eines Restaurants ist. Sein bester Freund hat gerade eine eigene Ausstellung zugesagt bekommen und benimmt sich mit jedem Tag seltsamer. Außerdem geht ihm die neue Köchin nicht aus dem Kopf. So viel Aufregung bricht auf einmal über sein ruhiges Leben herein.

Die Handlung des Films ist 1:1 an das Buch angelegt und nur wenige Szenen sind leicht verändert. Wenige Sachen wurden auch weggelassen. Da im Buch nicht viel passiert, lässt sich alles gut in einen Film packen. Was teilweise fehlt, sind die Gedanken von Herrn Lehmann zu den Geschehnissen, allerdings sind die wichtigen Sachen alle eingebaut und man versteht eigentlich sehr gut, worum es geht.

Besetzt ist der Film gut. Ich mag Christian Ulmen als Herr Lehmann, auch wenn er etwas hilfloser und jünger aussieht, als ich mir Herrn Lehmann vorgestellt habe. Insgesamt ist es aber eine tolle Besetzung und er spielt die verschiedenen Emotionen sehr gut. Katrin (Katja Danowski) fand ich leider nicht so gut besetzt. Im Buch hat sie etwas mehr auf den Hüften, aber im Film ist sie schlank gebaut und wird dennoch als dick bezeichnet. Sowas kann ich absolut nicht leiden.

Die anderen Charaktere waren ok, manchmal ein bisschen düsterer als ich es vom Buch her erwartet hätte. Aber insgesamt wird eine interessante Szene in Berlin eingefangen. Auch die Orte, die im Film gezeigt werden, sind teilweise sehr düster und zweilichtig. Aber es passt dadurch alles zusammen.

Die Musik im Film ist sehr gut, erinnert sehr an O.C. California und passt daher für mich gar nicht zum Thema des Films. :D Ich weiß auch nicht, was da passiert ist, aber so richtig überzeugen konnte mich dieser Teil nicht. 

Insgesamt war der Film für eine deutsche Produktion überraschend gut, in manchen Teilen aber typisch deutsch. So muss Katrin beispielsweise unbedingt nackt Rührei machen. ^^ Ich weiß nicht, warum sowas sein muss, aber ok. Alles passt aber gut zusammen, abgesehen von der Musik in bestimmten Momenten, aber es ist ein interessanter Film. Das Thema hat mich an sich so nicht interessiert und ich werd ihn sicher nie wieder anschauen, aber es ist definitiv keine verschwendete Zeit gewesen. :)

Bei dem Film fällt es mir schwer zu sagen, ob er besser oder schlechter als das Buch ist. Beides hat seine Stärken und überraschte mich durch seine Qualität.

Bis bald,
Eure Kitty Retro
Überrascht war ich auch, dass Christoph Waltz in dem Film mitspielt. :) Hab ich gar nicht gewusst.

Kommentare:

  1. Den Film habe ich inzwischen ein zweites Mal gesehen und muss sagen, dass er für mich jetzt der Gewinner wäre. Erklären kann ich es nicht, beim ersten Schauen war mir die Stimmung des Films unklar, die Witze zündeten nicht. Vielleicht sieht sich der Film in Gesellschaft einfach besser, jedenfalls hat es beim zweiten Mal geklappt und er hat mir sehr gut gefallen. Was die Qualität angeht, kann ich dir nur zustimmen. Nur an die Musik kann ich mich nicht mehr erinnern.

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    1. Na mal schauen, ob ich ihn auch noch ein zweites Mal gucke und vielleicht ein ähnliches Erlebnis hab. :)

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