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Donnerstag, 21. Mai 2015

Steppenwolf

Hallo ihr Lieben,

heute geht es um ein Reread. Zu meiner Abizeit habe ich das ersten den Steppenwolf gelesen und sehr gemocht. Allerdings ist es doch ein spezielles Buch und ich wollte gern sehen, wie ich es um die 6 Jahre später finde. Daher nun dieser Post.

Die Fakten:
  • Autor: Hermann Hesse
  • Titel: Steppenwolf
  • Erschienen: 2007 (Erstausgabe: 1927)
  • Verlag: suhrkamp taschenbuch
  • Seiten: 230
  • Preis: 7,99 Euro

Zur Handlung: Harry Haller ist ein Steppenwolf. Er fühlt sich der bürgerlichen Welt nicht zugehörig, obwohl er doch mitten in ihr lebt. Der Steppenwolf in ihm hält ihn davon ab, glücklich und zufrieden zu sein. Eines Abends erfährt er von einem magischen Theater, Eintritt nur für Verrückte. Er macht sich auf den Weg, dieses Theater zu finden.

Ein paar Tage später lernt er Hermine kennen, eine ganz besondere Frau, die sich zunächst als Prostituierte vorstellt. Sie erinnert ihn an seinen Jugendfreund Hermann, und sie beschließt ihn zum Gehorsam zu zwingen. Er gehorcht ihr mit Freude, bis sie eines Tages zu einem merkwürdigen Maskenball kommen.

Die Handlung des Steppenwolfs lässt sich nur mit viel Mühe und recht furchtbar zusammenfassen. Ich denke, das könnt ihr oben auch lesen. Denn wie viele wichtige literarischen Werke, so ist auch hier das, was eigentlich passiert, nicht das, worum es geht. Es geht vor allem um einen Mann, der das Leben viel zu ernst nimmt.

Harry Haller ist am Beginn des Buches leicht selbstmordgefährdet. Er hat sich gesagt, um den Schmerz des Lebens zu ertragen, dass er sich ab einem bestimmten Zeitpunkt umbringen kann. Er denkt dadurch dem Leben zu entkommen und in die Ewigkeit einzugehen. Er fühlt sich zu Höherem berufen, aber in der bürgerlichen Welt ist für einen Geist wie seinen kein Platz.

Er liebt vor allem Mozart, dessen Musik für ihn diese angestrebte Ewigkeit widerspiegelt. Alles in allem ist er vermutlich selbstverliebt, aber nebenbei hasst er sich auch dafür, speziell den Steppenwolf in ihm, der immer alles kaputt macht. 

Hermine dagegen lehrt ihm die einfachen Freuden des Lebens, tanzen und feiern. Auch zeigt sie ihm eine völlig neue Art der Liebe, die er vorher nicht kannte. Sie stellt einen Kontrast zu seinem Leben dar, aber auch eine Ergänzung zu seiner Persönlichkeit.

Das Ende wird dann doch sehr schräg und so richtig verstanden habe ich es bis heute nicht. Mich begeistert vor allem der Anfang des Buches durch schöne Zitate und Ausdrücke. Obwohl dieses Buch vor allem eine Kritik an der Moderne ist, so zeigt sich doch deutlich, dass ebensolche Persönlichkeitsprobleme auch in der Postmoderne noch eine wichtige Rolle spielen. Mit vielen Gefühlen Hallers kann ich völlig mitgehen.

Das Buch ist daher vor allem für die Leute interessant, die sich in der falschen Zeit geboren fühlen, die sich an die Welt, in der wir leben, nicht anpassen können. Das Setting der 20er Jahre ist dabei leider eher nebensächlich, obwohl ich gern von dieser Zeit lese. Habt ihr das Buch gelesen? Habt ihr eine Meinung darüber? Mir fällt es mehr als schwer, mir eine zu bilden.

Morgen stelle ich euch die Verfilmung aus den 70er Jahren vor.

Bis dahin,

Eure Kitty Retro


Meine Bewertung:


- Dieses Buch ist Teil meiner SUB-Abbau-Challenge und meiner Buchverfilmungschallenge. -

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