Diesen Blog durchsuchen

Montag, 3. Dezember 2012

[Ankündigung] Die Tolkien-Woche

Hallo ihr lieben Leser,

heute möchte ich euch kurz darauf einstimmen, dass im weiteren Verlauf dieser Woche hier eine Tolkien-Woche stattfinden wird. Da ja in gar nicht allzu langer Zeit ein weiterer Film zu einem Werk von J.R.R. Tolkien in die Kinos kommt, ist das der perfekte Moment. Ich kann euch schon so viel sagen, ich habe die wichtigsten 5 Bücher gelesen, eventuelle Verfilmungen geschaut und euch so einen Überblick zusammen gestellt.

Wenn ihr jetzt noch immer nicht wisst, wovon ich rede: Tolkien hat unter anderen die Herr der Ringe-Saga und den Kleinen Hobbit geschrieben. Für mich ist er einer der interessantesten Schriftsteller der Welt, und ich hoffe wirklich, dass ich euch das diese Woche näher bringen kann. Und ich kann ebenfalls verkünden, dass wir ein paar Kleinigkeiten verlosen werden.

Ich hoffe, ihr freut euch auf die kommende Woche!

Eure Kitty Retro

Sonntag, 2. Dezember 2012

Keine Zeit



Hallo ihr Bücherwürmer,

wir versprochen möchte ich heute näher von dem Buch „Keine Zeit – Wenn die Firma zum Zuhause wird und zu Hause nur noch Arbeit wartet“ erzählen. Bevor ich jedoch losblubbere, hier erst einmal die Daten zum Buch:


  • Autorin: Arlie Russell Hochschild
  • Übersetzung: Mechthild Oechsle
  • Erscheinungsjahr: 2006 (2. Auflage)
  • Seiten: 305
  • VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • Preis: 24,95 Euro


Das Buch beschäftigt sich mit den Beschäftigten eines Betriebes in Amerika, der Amerco genannt wird. Dieser Betrieb gilt als familienfreundliches Unternehmen. Im Zuge eines Vortrages erhält Hochschild das Angebot, dieses Unternehmen zu beforschen. Für sie ist es eine Art Aufbaustudie auf vorherige Erkenntnisse, die sie bereits gewonnen hatte. Sie beschäftigte sich vorher eher mit dem Problem der Partnerschaftzufriedenheit, wenn beide Partner Vollzeit arbeiten.

Sie untersuchte das Unternehmen über drei Jahre, und nach anfänglicher Hoffnung, ein Unternehmen vorzufinden, das als Paradebeispiel für Familienfreundlichkeit gelten kann, stellt sie fest, dass die Maßnahmen, die angeboten werden, nur sehr beschränkt genutzt werden.

So nutzen viele zwar die Angebote, ihr Kind in einen extra für die Firma gebauten Kindergarten zu schicken, aber kaum ein Beschäftigter ging in Teilzeit, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Auch kam es oft dazu, dass Teilzeitkräfte am Ende dennoch 40 Stunden die Woche arbeiteten. Hochschild beschließt also, diesem menschlichen Rätsel auf die Schliche zu kommen.

Tatsächlich stellt sie am Ende fest, dass es zu einem Wertewandel kommt, der sich auch darin ausdrückt, dass das Zuhause zunehmen als taylorisierte Arbeit wahrgenommen wird, bei dem man sich keine Pause erlaubt und alle Aktivitäten streng durchorganisiert, und die Arbeit wiederum viele Freizeitaktivitäten in sich aufnimmt, beispielsweise Gespräche mit Freunden, einfaches Bummeln und Trödeln, oder auch Sportaktivitäten und Essen. Durch diese Umkehrung ist es den Beschäftigten erlaubt, ihre Arbeit zunehmend als Zufluchtsort zu sehen, der sie vor dem Stress und der unangenehmen Arbeit zuhause beschützt.

Nichts desto trotz leiden darunter vor allem die Kinder, die jede Woche etwa 50 bis 60 Stunden im Kindergarten, bei Großeltern oder Babysitter sind. Anstatt mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen, bürden sich die Eltern eine sogenannte „dritte Schicht“ auf, in der sie, nach Arbeit und Hausarbeit, dann auch noch ihre Kinder irgendwie besänftigen müssen, die mit den verschiedensten Methoden um mehr Zeit mit ihren Eltern kämpfen.

Geschrieben ist das Buch sehr einfach, weshalb wirklich jeder Mensch es lesen kann. Da es sich um eine qualitative Studie handelt, trifft man nicht auf Abbildungen, die man erst interpretieren muss, und einen Wust aus Zahlen, die keinen Sinn ergeben. Stattdessen werden Fallbeispiele genau erläutert und in die Theorie von Hochschild eingebunden. Das Buch lässt sich also ähnlich wie eine Erzählung lesen, auch wenn es auf tatsächlichen Erfahrungen beruht.

Spannend ist das Buch für alle Leute, die sich schon einmal gefragt haben, warum wir eigentlich alle arbeiten wie die Bekloppten. Ich persönlich stehe mit der kapitalistischen Erwerbsarbeit eh auf Kriegsfuß, was aber nicht heißen soll, dass ich deswegen ein Sozialist bin. ^^ Dennoch hat das Buch viele meiner Ansichten bestätigt, auch wenn es am Ende leider keine handliche Lösung des Problems gibt. Ihre Ideen des Auswanders und die einer Zeitbewegung helfen einem dann doch nicht, langfristig die Probleme zu lösen, die wir uns selbst machen, indem wir denken, es sei gut, mehr zu produzieren als die Welt überhaupt brauchen kann. :)

Für diese Lösungsansätze gibt es also definitiv Punktabzug. Ansonsten aber ein interessantes Buch, und ihr solltet nicht davor scheuen, es euch einmal anzusehen.

Ich hoffe, es hat euch ein bisschen gefallen,

Kitty Retro



Meine Bewertung:


- Dieses Buch ist Buchstabe K meiner ABC-Challenge-Teilnahme. -

Samstag, 1. Dezember 2012

[Filmkritik] Vanilla Sky



Hallo meine Freitagsfreunde,

ich habe die liebe Blue Diamond angefleht, dass ich euch diesen Film präsentieren darf, weil er wirklich zu meinen Lieblingen gehört. Es wird sicherlich ein bisschen schwer, darüber zu schreiben, weil er auch ein bisschen schwer zu verstehen ist. Ich hab ihn inzwischen aber schon mindestens fünf Mal gesehen, also will ich es gern versuchen.

Die drei Hauptpersonen im Film werden von Tom Cruise (David), Cameron Diaz (Julie) und Penelope Cruz (Sophia) gespielt. Das nur vorn weg. :D Viele haben ja etwas gegen Tom Cruise, aber ich seh ihn wirklich gern. Seine Religion ist mir dabei irgendwie egal. Weiter im Text…

David ist ein reicher Erbe, der 51% der Firma seines Vaters hinterlassen bekommen hat. Er lebt den Traum und finanziert nebenher seinen besten Freund, der an seinem ersten Buch schreibt. Zu Davids Geburtstag erscheint er mit Sophia als Begleitung, und sie und David sind sofort voneinander angezogen. In Davids Wohnung wartet allerdings auch Julie, seine Bumsfreundin, die ihn allerdings mehr liebt, als er weiß. Sie hat Sophia bereits bemerkt und bezeichnet sie als Motte. David schickt sie weg.

Zurück auf der Party hat er ein weiteres Gespräch mit Sophia. Er erzählt ihr davon, dass Julie ihn verfolgt und sie beschreibt Julie als das „traurigste Mädchen, das je einen Martini in der Hand gehalten hat“. David bringt Sophia schließlich nach Hause, nachdem ihn sein bester Freund volltrunken daran erinnert hat, dass das Süße ohne das Saure nur halb so süß ist.

Sophia und David verbringen die Nacht zusammen, allerdings nicht sexuell. Beispielsweise malen sie sich gegenseitig. Nachdem sie sich schließlich geküsst haben, will David in seine Firma fahren, denn Sophia inspiriert ihn, sein Leben ernster zu nehmen als bisher. Draußen an seinem Wagen trifft er „zufällig“ auf Julie, die dort auf ihn gewartet hat. Sie fragt, ob aus der Motte für ihn ein Schmetterling geworden ist und in seiner Verliebtheit antwortet er mit ja. Als Entschädigung dafür, dass sie nicht zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen war, lädt Julie ihn ein, mitzufahren. Natürlich kann er nicht nein sagen.

Im Auto fragt Julie ihn schließlich: „Was bedeutet Glück für dich, David?“ (Eine der zentralen Fragen im Film…) David kann nicht antworten, aber Julie gesteht ihm ihre Liebe und fordert nun seine „Versprechen“ ein, die ihre Körper sich beim Sex gegeben haben. Er ist natürlich total verwirrt, da er sie nur als Bumsfreundin gesehen hat – und dummerweise hatte sein bester Freund Julie das auf der Party erzählt. Sie rastet aus und rast von einer Brücke, es gibt einen Autounfall, der Davids Leben für immer verändert.

Das war in aller Kürze die Vorgeschichte. Man sieht daran doch deutlich, dass es sehr viel Handlung gibt, die ihr allerdings selbst entdecken müsst. Besonders ist an diesem Film, dass er sehr tiefgründig ist und einem viele Hinweise gibt, die man aber doch erst am Ende verstehen kann. Die Handlung ist sehr komplex und es lohnt sich wirklich, ihn mehrfach zu sehen. Begeistert haben mich auch die tollen Zitate, die ich schon ein bisschen einbauen konnte. Mein liebstes war jedoch noch nicht dabei: „Wir sehen uns in einem anderen Leben, wenn wir beide Katzen sind.“ Dies sind die Abschiedsworte von David an Sophia, bevor er von einem Hochhaus springt.

Allerdings braucht ihr nicht denken, dass euch durch diesen Spoiler nun der ganze Film verdorben ist. Im Gegenteil: Ihr werdet genauso verwirrt am Ende sein wie alle anderen auch. :D Wer also tiefgründige und traurige Filme über Liebe mag, die aber nicht kitschig oder klischeehaft sind, der sollte diesem Film mal eine Chance geben. Allerdings ist er auch ein bisschen psychotisch und nicht immer leicht zu verdauen. Keine leichte Kost also, aber ein tolles Gericht für einen einsamen Abend auf der Couch.

Dieser Film ist allerdings nicht gut für erste Dates oder andere soziale Sachen geeignet, denn wenn man sich dabei unterhalten will, verpasst man das Beste. :)

Ich hoffe, ihr schaut ihn euch mal an und lasst mich eure Meinung wissen,

Eure Kitty Retro