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Sonntag, 26. September 2021

All the Tides of Fate


Hallo meine Fantasyfreunde,

während wir auf die Ergebnisse der Bundestagswahl warten, möchte ich euch noch vom Finale dieser Dilogie voller Inselmagie, Piraten und Meerjungfrauen erzählen. Den ersten Teil hatte ich euch Freitag bereits beschrieben, und hier möchte ich nun wie immer spoilerfrei berichten, wie ich das Ende fand.

Die Fakten:

  • Autor: Adalyn Grace
  • Sprecher: Natalie Naudus
  • Titel: All the Tides of Fate
  • Reihe: All the Stars and Teeth 2
  • Erschienen: 2021
  • Verlag: Macmillan Audio
  • Dauer: 10 Std 33min
  • Preis: 9,95 Euro im Abo
  • Klappentext:

    "Through blood and sacrifice, Amora Montara has conquered a rebellion and taken her rightful place as queen of Visidia. Now, with the islands in turmoil and the people questioning her authority, Amora cannot allow anyone to see her weaknesses. No one can know about the curse in her bloodline. No one can know that she’s lost her magic. No one can know the truth about the boy who holds the missing half of her soul. To save herself and Visidia, Amora embarks on a desperate quest for a mythical artifact that could fix everything - but it comes at a terrible cost. As she tries to balance her loyalty to her people, her crew, and the desires of her heart, Amora will soon discover that the power to rule might destroy her."

Zur Handlung: Amora Montara ist die Thronfolgerin ihres Königreichs Visidia und hat im ersten Band dieser Reihe bewiesen, dass sie für ihr Volk alles tun musste. Nun jedoch ist das Reich in Aufruhr und ihre Berater haben eine Idee, wie Amora für Ruhe und Frieden sorgen kann, während sie ihre umfassenden politischen Reformen vornimmt: sie soll sich auf die Suche nach einem Ehemann und König machen.

Amora ist von dieser Idee zunächst abgestreckt, denn gerade erst hat sie ihre Verlobung gelöst, weil sie iihren Verlobten zwar als sehr guten Freund und Berater, aber eben nicht als Ehemann sehen konnte. Nun soll sie also dieses politische Spiel um ihr Herz von Neuem beginnen. Allerdings erkennt sie, dass dieses kleine Theater der einfachste Weg für sie ist, ihre wahres Ziel zu erreichen und einen jahrhundertealten Fluch zu lösen, der auf ihrer Familie liegt.

Für Amora haben sich am Ende von Band 1 einige dramatische Veränderungen ergeben, die ich hier nicht spoilern will. Es ist aber sicher, dass sie nicht dieselbe ist, die ihre Zeremonie ruiniert hat und dann mit einem Piraten in See gestochen ist. Sie hat nun deutlich mehr Verantwortung, aber auch Schmerz erlebt. Sie will nach wie vor das Beste für ihr Volk tun, doch es ist deutlich schwieriger geworden zu erkennen, was dieses Beste eigentlich ist. Dennoch fand ich es wieder spannend, ihr als Hauptfigur zu folgen. Ich fand sie generell schon erwachsener und verantwortungsbewusster, aber auch in manchen Momenten etwas anstrengend.

Der Ton dieses Bandes ist nun weniger blutig-abenteuerlastig und stärker politisch. Dennoch gibt es Seereisen, Abenteuer und wir lernen noch mehr der Inseln können. Die Konflikte haben sich aber stärker in politische Maneuver und ideologische Fragen verschoben, und Amora kann nicht mehr alles mit ihrer recht blutigen Magie besiegen. Damit hat das Buch einen anderen Ton als Band 1, was ja auch erfrischend ist.

Mit ihr auf dem Weg sind nach wie vor der Pirat Bastian, der ehemalige Verlobte und nun Berater, eine Meerjungfrau - und neuerdings auch eine kriminelle Freundin von Bastian, die ihr Aussehen verändern kann und gute Verbindungen in alle Arten der Unterwelt hat. Sie mochte ich besonders gern - schon in Band 1 hat sie einen kurzen Auftritt und ich hatte mich direkt verliebt. Darum war ich sehr froh, sie nun hier noch prominenter in Band 2 zu sehen. Dennoch hab ich mir da ein bisschen mehr gewünscht.

Zwischenmenschlich bleibt Band 2 hier aber leider ein bisschen auf dem Level von Band 1 stehen. Die Beziehung von Amora und Bastian ist weiterhin angespannt, wenn auch jetzt aus ganz anderen Gründen. Auch das Thema, das Amora nie Freunde hatte, bis sie ihr erstes Abenteuer bestritten hat und ihre Crew fand, bleibt weiter bestehen. Hier ergeben sich jetzt zwar größere Konflikte, aber so begeistern wie Band 1 konnte es mich nicht. Am Ende gibt es dann noch eine sehr traurige Szene, die mich auch wirklich zu Tränen gerührt hat. Allerdings muss man auch hier sagen, dass die Autorin es am Ende zu sehr ausbuchstabiert und es damit fast schon wieder kaputt macht.

So bleibt auch die Kritik zum Schreibstil bestehen, der sehr jung bleibt. Vieles wird zu offensichtlich nochmal erläutert, obwohl die meisten Leser es vermutlich schon lange verstanden haben. Die Handlung ist zwar schon weniger blutig, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass das Buch ein klassisches Jugendbuch ist - eher für ältere Jugendliche geeignet. Daher passen Handlung, Beweggründe der Charaktere und Schreibstil weiterhin irgendwie nicht so richtig zusammen.

Im Hörbuch hat es für mich aber gut funktioniert, weil es nie schlimm war, wenn man mal nicht ganz genau aufpasst. Dieses Hörbuch wird auch von einer anderen Person gesprochen, was die erste Stunde oder so verwirrend ist (die Meerjungfrau verliert beispielsweise ihren Akzent), aber man kommt rein. So richtig eine Glanzleistung fand ich es aber auch hier nicht - vor allem wieder bei den männlichen Stimmen.

Auch was die Handlung und das Ende betrifft, war für mich Band 2 nicht ganz so gut wie Band 1. Ich hatte das Gefühl, die Reise war irgendwie zielloser und von mehr Side-Quests unterbrochen, das Böse war irgendwie weniger greifbar und am Ende war Vieles einfach sehr praktisch und wenig glaubhaft. 

Alles in allem hatte ich aber trotzdem auch mit Band 2 viel Spaß, gute Unterhaltung und Szenen, die ich sehr mochte. Es ist ein zufriedenstellendes Ende, wenn auch irgendwie traurig. Ich mochte Amoras Entwicklung durch die ganze Reihe hindurch, und ich bin ihr gern auf ihren Reisen gefolgt. Persönlich liebe ich Geschichten auf dem Meer mit Seemonstern, Piraten und Meerjungfrauen einfach, und damit war diese Reihe für mich ein voller Erfolg, wenn ich auch den ersten Teil etwas lieber mochte als den zweiten. Für alle, die sich dafür interessieren, ist es dennoch eine volle Empfehlung.

Bis bald,

Eure Kitty Retro




Meine Bewertung:



Freitag, 24. September 2021

All the Stars and Teeth

 


Hallo meine Fantasyfreunde,

heute möchte ich euch vom ersten Buch einer Dilogie berichten, die ich neulich als Hörbuch gehört habe. Diese hat sehr gut in den Sommer gepasst, denn es geht um Inseln, Magie, Meerjungfrauen und Piraten. Am Sonntag erzähle ich euch dann vom zweiten Buch.

Die Fakten:

  • Autor: Adalyn Grace
  • Titel: All the Stars and Teeth
  • Reihe: All the Stars and Teeth 1
  • Sprecher: Shayna Small
  • Erschienen: 2020
  • Verlag: Macmillan Audio
  • Dauer: 12 Std 24min
  • Preis: 9,95 Euro im Abo
  • Klappentext: "As princess of the island kingdom Visidia, Amora Montara has spent her entire life training to be High Animancer - the master of souls. The rest of the realm can choose their magic, but for Amora, it’s never been a choice. To secure her place as heir to the throne, she must prove her mastery of the monarchy’s dangerous soul magic. When her demonstration goes awry, Amora is forced to flee. She strikes a deal with Bastian, a mysterious pirate: he’ll help her prove she’s fit to rule, if she’ll help him reclaim his stolen magic. But sailing the kingdom holds more wonder - and more peril - than Amora anticipated. A destructive new magic is on the rise, and if Amora is to conquer it, she’ll need to face legendary monsters, cross paths with vengeful mermaids, and deal with a stow-away she never expected...or risk the fate of Visidia and lose the crown forever."

Zur Handlung: Amora Montara ist seit ihrer Geburt dazu trainiert worden, den Thron ihres Vaters eines Tages zu besteigen. Nur eine Hürde steht noch vor ihr, bis sie zur offiziellen Thronfolgerin wird: sie muss ihre besondere Magie vor Zuschauer aus dem ganzen Inselkönigreich zur Schau stellen. Ihre Magie ist der Grund, warum die Montara-Familie herrscht - sie schützt die Inseln vor einem schrecklichen Monster.

Doch der Preis ist hoch, denn Amoras Magie fordert menschliche Opfer. Sie kann mithilfe von Blut, Knochen und Feuer ein Leben beenden. Amora liebt dieses Opfern nicht, aber sie liebt ihr Königreich, sie liebt ihr Volk und sie liebt ihren Vater. Als sie jedoch bei der Zeremonie sieht, wie ihr Volk vor ihren Fähigkeiten zurückschreckt, verliert sie die Kontrolle und alles, worauf sie hingearbeitet hat, steht plötzlich auf dem Spiel.

Ich hatte nicht so richtig feste Erwartungen an diese Reihe, hatte aber Gutes gehört und einfach Lust auf diese Inselmagie. Und dieses Buch konnte mich dann tatsächlich auch überraschen, denn es hat mir richtig gut gefallen. Es gab auch zwei Dinge, die ich nicht ganz so gut fand, aber fangen wir mit dem Positiven an.

Zunächst die Welt, denn die fand ich wirklich faszinierend, wenn auch anfangs etwas verwirrend. Das Königreich Visidia besteht aus verschiedenen Inseln und jede Insel hat ihre eigene Magie. Es gibt zum Beispiel eine Insel mit Menschen, die elementare Fähigkeiten haben, also die Elemente beherrschen. Andere auf einer anderen Insel können verschiedene Glamour erzeugen, ihr eigenes Aussehen oder das von Häusern oder Gegenständen verändern. Wir folgen Amora auf der Reise durch ihr Königreich, das sie zum ersten Mal sieht, denn bisher meinte ihr Vater, reisen sei für sie zu gefährlich. Dadurch lernen wir die Welt mit ihr kennen und durch ihre Augen lieben. Aber da sie mit einem Piraten unterwegs ist, sieht sie auch einige Ecken, die sie als Prinzessin nicht gesehen hätte... Mir hat die Welt total gut gefallen, sie war sehr kreativ und gut beleuchtet, ohne dass man zu viel Info oder Beschreibungen bekommt. Am Anfang waren die Inseln im Hörbuch noch schwer auseinanderzuhalten, aber immer wenn es wichtig war, wurde das nochmal erklärt. Ich glaube im physischen Buch ist vorn eine Übersicht, die das Lesen erleichtert.

Amora als Hauptcharakter mochte ich auch sehr. Sie ist sehr behütet aufgewachsen, hat aber als Thronfolgerin auch sehr viel gelernt, vor allem ihre Magie, aber auch politische und geschichtliche Fakten über ihre Welt. Daher ist sie zwar manchmal naiv, aber in vielen Moment sehr stark und durchsetzungsfähig. Sie ist auch mutig und aufgeschlossen, denn sie will ihre Welt kennenlernen und ihr Volk beschützen. Dadurch gerät sie mit dem besagten Piraten zwar immer mal aneinander, aber sie ist im Kern ein guter Mensch. Ihre Magie liebt sie, weil sie damit ihrem Volk helfen kann, auch wenn sie nach außen sehr hässlich ist.

Bastian, der Pirat, ist ihr Gegenstück. Von ihm wissen wir zunächst recht wenig, aber ich mochte ihn ziemlich schnell. Er ist sehr von sich überzeugt (oder tut zumindest so) und will auch seine Insel beschützen. Diese wurde vor Jahren aus dem Königreich verbannt, was wir im Laufe des Buches dann näher erklärt bekommen. Die beiden geben ein gutes Team ab, was sie sich zu Beginn nicht eingestehen wollen. An Board ist dann auch noch Amoras Verlobter, für den sie aber keine Gefühle hegt. Das ist wirklich ein toller Charakter, denn er ist eher der soft boy, aber eben ein Guter. Er hat die Fähigkeit sich und andere zu heilen. Zum Schluss wird das Team von einer Meerjungfrau komplettiert, aber hier will ich nicht spoilern; nur so viel: ich liebe sie.

Die Handlung der Geschichte braucht ein wenig, um in Gang zu kommen, aber das hat mich überhaupt nicht gestört, denn ich mochte es, die Welt und die Charaktere zuerst besser kennen zu lernen. Am Ende gibt es dann allerdings ein paar Twists, die ich auch nicht unbedingt habe kommen sehen. Ich mochte das Grundmotiv, das am Ende aufgedeckt wurde für alles, was so geschehen war, total gut und realistisch. Es hatte in dem Sinne auch einen femistischen Touch.

Was mich bei dem Buch immer ein wenig verunsichert hat, war der Schreibstil in Kombination mit dem Fakt, wie blutig das Buch ist. Geschrieben ist es eigentlich wie ein Jugendbuch - es wird viel erklärt, man muss wenig mitdenken. Auf der anderen Seite ist vor allem der erste Band schon sehr blutig - allein Amoras Magie ist wirklich nicht schön und ausführlich beschrieben. Daher finde ich es schon schwer, hier eine Alterskategorie anzugeben, die als Zielgruppe gedacht gewesen sein kann. Als Hörbuch hat es für mich als Erwachsene aber gut funktioniert, da ich mich beim Hören nicht zu krass konzentrieren musste. 

Damit kommen wir aber zu dem zweiten Aspekt, der mich ein bisschen gestört hat: die Sprecherin. Leider hat diese die männlichen Stimmen wirklich nicht gut hinbekommen. Ich glaube, ich hätte Bastian noch viel lieber gemocht, wenn die Sprecherstimme nicht so furchtbar gewesen wäre. Das zweite Buch spricht dann auch eine andere Person, aber grandios viel besser war das auch nicht. Also ein bisschen schwierig, denn der Schreibstil war fürs Hörbuch perfekt, aber gesprochen war es nicht gut.

Alles in allem haben für mich aber die positiven Aspekte überwogen. Es war eine spannende Abenteuergeschichte in einer einzigartigen Inselwelt mit guten Charakteren, denen man gern gefolgt ist. Für mich war auch klar, dass ich direkt das zweite Buch hören wollte, denn obwohl es schon ein Ende gibt, ist es doch nicht so befriedigend. Zum Glück sind aber ja bereits beide Bücher erschienen, sodass kein langes Warten nötig ist. Wenn euch das anspricht, was ich hier geschrieben habe, würde ich das Buch empfehlen. Denkt nur dran, dass es ein bisschen jung geschrieben, aber sehr blutig ist.

Habt ihr von dem Buch schon gehört, oder habt ihr andere Inselfantasies zu empfehlen?

Bis bald,

Eure Kitty Retro




Meine Bewertung:



Mittwoch, 22. September 2021

300 Fragen zur Katze

Hallo an alle Tierfreunde,

meine Leseflaute hatte auch etwas mit einem kleinen Wesen zu tun, welches uns zugelaufen ist.

Fakten:
  • Autor: Gerd Ludwig
  • Sachbuch
  • 2006 erschienen
  • 256 Seiten
  • Gräfe und Unzer Verlag GmbH
  • Preis: nur gebraucht erhältlich 3-4€
Klappentext:
"Kann man als berufstätiger Single eine Katze halten? Braucht eine alte Katze eine andere Ernährung als eine junge? Muss ich mit meiner Katze sofort zum Tierarzt, wenn sie hinkt? Warum soll man Katzen keine Milch geben? Diese und viele andere Fragen, die sich im täglichen Umgang mit der Katze stellen, beantwortet der große GU Kompass "300 Fragen zur Katze". Ob Pflegen, Ernähren, Erziehen oder Beschäftigen: Das kompakte Nachschlagewerk bietet eine Fülle praktischer Tipps, die helfen, die eigene Samtpfote zu verstehen und rundum gesund und fit zu halten. Sortiert nach Themenbereichen wie Ernährung oder Gesundheit werden die Fragen innerhalb der Bereiche alphabetisch nach Schlagworten geordnet. Ein Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe. Und als Extra: Pflegeplan für Kurzhaar-, Langhaar- und Halblanghaar-Katzen."

Ihr habt es sicher erraten uns ist eine kleine Katze zugelaufen. Die Tierärztin schätzte sie auf 5-6 Wochen. Sie weinte 1,5 Tage auf unserem Hof und wir verbrachten gut 5 Stunden damit sie einzufangen. Wir sind eigentlich keine Katzenmenschen. Ich lebe seid meinem zweiten Lebensjahr mit Hunden zusammen und Katzen war immer so ein Thema bei meinen Freunden. 

Dieses kleine Wesen hat im Sturm unsere Herzen erobert und weil niemand im Dorf wusste wo sie hin gehört haben wir uns entschlossen zu testen ob unsere alten Hunde (13 und 11 Jahre alt) mit so einem Kitten zurecht kommen. Nun ist es mittlerweile 9 Wochen her und wir waren kurz vor der Verzweiflung aber die Geduld hat sich sehr gelohnt. 

Wenn man plötzlich eine Katze hat erfährt man schnell von anderen wer sich so auskennt und Katzen scheinen geheime Haustiere zu sein. Verrückt wer alles eine hat. Mein Arbeitskollege brachte mir dann mehrere Bücher mit, für all das wissen was uns so fehlte und diesen Kompass fand ich so so gut, dass ich ihn unbedingt teilen wollte.

In diesem Buch werden schlicht alle Fragen beantwortet die man so haben kann - naja zumindest die ich habe und hatte.
Alles wird knapp und informativ behandelt und auch super verständlich beschrieben. Jede also wirklich jede Fragen die wir in den Wochen hatten wurde mit Hilfe des Buches beantwortet.

Es kann natürlich sein das wir durch unser Unwissen einfach super affin für jedes Wissen sind, doch ich glaube in diesem Kompass wird wirklich viel Wissen geliefert. Egal ob es um Erziehung, Pflege, Medizinisches oder ganz Alltägliches geht, dieses Buch liefert die Antwort und noch mehr.

Ich möchte es daher allen Unwissenden empfehlen und glaube so ein Tierratgeber ist gar nicht schlecht, immer dann wenn man einfach völlig ahnungslos ist,

eure Blue Diamond.

Sonntag, 19. September 2021

[TV-Serie] Lost

Herje meine Lieben,

jetzt hat die Kitty ein technisches Problem und ihr müsst erst einmal mit mir Vorlieb nehmen.

Vor ein paar Wochen hatte ich eine echt schlimme Leseflaute und generell so ein kleines Tief. Da hab ich mir ein paar Serien geschnappt die früher mal total gehiped waren. Bei dieser bin ich hängen geblieben und habe sie heute beendet. Die liebe Kitty hatte gehört man solle die letzte Staffel nicht schauen. Also ich sag mal so, sie ist genauso verrückt wie die davor.

Die Serie Lost besteht aus 6 Staffeln. Eine hat um die 15 Folgen die je knapp 45 Minuten lang sind. Man hat also ganz schön was vor sich. Es handelt sich um eine US-amerikanische Mysterieserie. Ich dachte ja das ist eine Abenteuerserie, naja ist es auch irgendwie, aber es hat halt auch echt verrückte Elemente oder eben mystische. Die Staffeln erschienen von 2004 bis 2010. 

Bei dieser Serie wird eine fortlaufende Geschichte verschiedener Menschen erzählt. Dabei werden immer wieder Rückblicke eingebaut oder auch so eine Art Ausblicke. Es gibt außerdem viele Charaktere. Hier werden die unterschiedlichsten Menschen zusammengebracht. Die meisten entwickeln sich massiv, manche zum Guten andere machen ein ständiges Auf und Ab durch. Es werden natürlich auch die unterschiedlichsten Klischees eingebaut. Asiaten die unter sich bleiben wollen, Gangster die unnahbar sind, Menschen die immer helfen und vor allem jedem, solche die an das Gute oder eben Schlechte glauben und vieles vieles mehr. 
Klar ist von Anfang an dass alle leicht gestört sind und wirklich niemand aus einem normalen langweiligen Leben kommt. Doch was passiert denn nun so richtig?

Ein Flugzeug stürzt ab und einige überleben auf einer vermeintlich verlassenen Insel. Es beginnt ein Überlebenskampf wo sich jeder selbst der nächste ist, doch es wird auch klar, dass man im Team besser zurecht kommt. In einer späteren Staffel wird klar wie viele wirklich überlebt haben und eine der tollsten Zusammenführungen zweier Menschen passiert die mich einfach gerührt hat. 

Schon in der ersten Staffel wird klar irgendwas ist komisch. Ich dachte zunächst an eine Art Forschungsinsel - ist es nicht so richtig. Wir lernen zwar später die Dharma-Initiative kennen, doch deren Ziel kannten sie irgendwie selbst nicht so wirklich. Das sind auf jeden Fall super crazy Leute die irgendwie gut mit sich selbst und ihrer Gemeinschaft zurecht kommt weil es total klare Regeln gibt. 

Gegen Ende dachte ich so - ok jetzt wird es kurios. Monster, so eine Art Gott und Teufel, Unsterbliche und Zeitreisen, alles findet statt und auch wieder nicht. Das Ende der Serie ist wieder so nichtssagend.

Es wird aber definitiv nie langweilig. Immer wieder werden neue Stränge eingebaut, mal sehr dramatisch mal eher informativ und so weiter. Das ist einfach so eine Serie die sollte man nicht schauen weil es sinnlos ist, aber man schafft es nicht wegzugehen. Schlimm oder?

Habt ihr Lost gesehen? Habt ihr vielleicht eine Lieblingsfigur? Meine ist definitiv Sun,

eure Blue Diamond.

Mittwoch, 15. September 2021

Die Saga vom Eisvolk

Hallo zusammen,

die heutige Reihe ist schon etwas älter und ich bin auch noch nicht durch und werde es auch nie sein, finde sie aber super toll.

Fakten:

  • Autorin: Margit Sandemo
  • Übersetzerin: Dagmar Mißfeldt
  • Sprecher: Demet Fey
  • Roman
  • 1982 erstmals erschienen, 2020 auf Bookbeat
  • 47 Bände
  • ca. 250 Seiten je Band
  • ca. 8h

Klappentext:

"Silje ist erst siebzehn Jahre alt, als ihre gesamte Familie der Pest zum Opfer fällt. Ausgehungert, halb erfroren und mit zwei Waisenkindern auf dem Arm, sucht sie Hilfe nahe der Stadt Trondheim. Doch nur einer nimmt sich ihrer an, ein geheimnisvoller Mann aus der Sippe des Eisvolkes, der von einem mystischen Geheimnis umgeben ist – und auf Silje beängstigend, aber zugleich seltsam anziehend wirkt…"

Ich habe hier symbolisch Klappentext und Cover des Hörbuch vom ersten Band eingestellt und ja das ist ein Klappentext wie ich ihn mir vorstelle, denn er macht Lust auf mehr und verrät trotzdem so ziemlich nichts. 

Bei einer Reihe mit so vielen Bänden erscheint es ja nur logisch, das diese aufeinander aufbauen und vielleicht manchmal eher füllend oder erklärend und langweilig, aber das sind die die ich gelesen habe überhaupt nicht. Alle haben ihren eigenen Fokus und sind keineswegs langweilig. Jeder Band baut auf dem anderen auf, es gibt aber wenig Cliffhanger. Es handelt sich eher um eine fantastische, historische, norwegische Familiensaga. 

Ich vermute mal das Eisvolk ist in Norwegen ähnlich unseren Nibelungen. Sie erscheinen uralt und traditionell, aber auch mystisch und gleichzeitig ohne Probleme ins reale Geschehen einzubetten. Der fantastische Teil der Reihe ist an teuflisches Handeln und das von Hexen und Hexern angelehnt. Das Böse soll im Eisvolk durch Tengel verkörpert sein. Wer diese Gabe erbt, gehört oft gleichsam zu den besten Heilern. Auf diese sind alle Gruppen angewiesen und wollen sich das oft einfach nicht eingestehen.

Die Szenerie wird so lala beschrieben, mich hat es nicht gestört da für mich die Figuren im Mittelpunkt standen, es wäre aber auch sicher spannend. Doch viel wichtiger sind die Charaktere. 

Hachja ich habe überlegt alle aufzulisten und zu beschreiben, allerdings sind es so viele dass wir da niemals fertig werden und ihr sollt ja auch selbst entdecken. Nur so viel; wir erleben die unterschiedlichsten Figuren, von bitter böse bis liebreizend nett ist alles dabei. Natürlich gibt es neben klassischen Familiendramen auch echte, unheimliche Zusammenhänge oder Ereignisse. Ich hab tatsächlich keine Lieblingsfigur, aber viele musste ich erst kennen lernen um sie zu mögen.

Die Reihe hat außerdem eine ganz tolle Mischung aus Abenteuer, Spannung, Liebesgeschichten und Faszination. Empfehlen möchte ich die Reihe daher unbedingt auch wenn man sie nur auf norwegisch vollständig erleben kann,

eure Blue Diamond.



Sonntag, 12. September 2021

A Farewell to Arms


Hallo meine Historienleser,

ich hatte in einem Second-Hand-Buchladen diese tolle 70er-Jahre-Ausgabe von A Farewell to Arms gefunden. Mein Partner mag Hemingway so gar nicht, aber von einer amerikanischen Youtuberin habe ich nur Gutes gehört, also wollte ich selbst mal sehen, wie es mir so gefällt. Also hab ich das Buch damals eingepackt und im letzten Monat auch endlich gelesen.

Die Fakten:

  • Autor: Ernest Hemingway
  • Titel: A Farewell to Arms
  • Erschienen: 1977 (erstmals 1929)
  • Verlag: Grafton Books
  • Seiten: 236
  • Preis: gebraucht ab wenige Cent
  • Klappentext: "A young American volunteers for the Italian ambulance service in the First World War. Up near the front, he meets and falls in love with Catherine Barkley, a British nurse. The events of the war lead to disillusionment: he is wounded in the knee by a shell, and later, just by taking part in a general retreat, he comes near to being shot by the Italian "battle police". So he decides to desert - and take Catherine with him to Switzerland..."

Zur Handlung: Unser Erzähler ist ein Amerikaner, der unbedingt am Ersten Weltkrieg teilnehmen möchte. Daher meldet er sich als Freiwilliger in Italien, wo er fortan die Krankenwagen fährt. Er scheint dabei den einfachen italienischen Fahrern übergestellt zu sein, denn sie behandeln ihn mit Respekt, aber auch etwas Misstrauen, als ihren Vorgesetzten.

Der Krieg wechselt zwischen der Langeweile des Wartens und der extremen Anspannung in Einsätzen. Während des Wartens trifft der Erzähler auf eine britische Krankenschwester, in die er sich so etwas ähnliches wie verliebt - es wirkt eher, als wolle er sie flachlegen. Dann wird er in einen Einsatz geschickt und von einer Bombe mit seinem Team getroffen, sodass es verletzt von der Front weggebracht werden muss...

Zunächst einmal muss man festhalten, dass dieses Buch in den 20er Jahren entstanden ist. Dies hat Vor- und Nachteile. Nachteilig sind natürlich viele soziale Aspekte, beispielsweise wie schlecht Catherine als weiblicher Charakter dargestellt wird (und auch alle anderen Frauen in der Geschichte). Sie haben keinerlei Persönlichkeit, sind nur hochdramatische Wesen, mit denen man Sex haben kann. Damit ist der Liebesgeschichte aus heutiger Sicht absolut nichts abzugewinnen, denn wenn der einzige Charakterzug der Frau ist, dass sie eine perfekte Ehefrau sein will, und ihr Wortschatz nur aus splendid und darling besteht, kann man hier kein Gefühl ernst nehmen. 

Dagegen konnte mich das Buch aber als Antikriegswerk überzeugen. Ich weiß nicht sehr viel über den ersten Weltkrieg und auch nicht sehr viel über die Lage in Italien zu dieser Zeit, und das kann man in diesem Buch lernen. Vor allem aber zeigt das Buch, das Krieg absolut nicht glorreich und edel ist, sondern schmutzig, laut und häufig langweilig. Der Beginn ist dann auch erstmal sehr langsam, doch sobald es ins Gemützel geht, wird es schnell unglaublich traumatisierend. 

Besonders ist das Buch dadurch, dass Hemingway hier seine eigenen Erfahrungen im ersten Weltkrieg einfließen lässt. So war er selbst Krankenwagenfahrer in der italienischen Armee, nachdem er in Amerika ausgemustert wurde. Als Freiwilliger in diesem Krieg bekommt der Hauptcharakter irgendwann im Buch die Frage gestellt, warum er eigentlich hier ist, und seine Antwort ist, dass er dumm war. Man kann dem Hauptcharakter also Schritt für Schritt in die völlige Desillusionierung folgen. Und es wird klar, dass dies auch Hemingways Weg war, nachdem er ebenfalls am Knie verwundet wurde. 

Das Buch wechselt immer wieder ab zwischen den langweiligen Liebesszenen und den wirklich beeindruckenden schrecklichen Kriegsmomenten. Da ich das Buch nur für letzteres gelesen habe, war da natürlich auch viel Mist bei. Dennoch fand ich den Kriegsteil so interessant - zu lesen aus der Sicht von jemand, der wirklich dort war, dass es das für mich Wert war. Allerdings ist das Ende dann großer Mist und hat bei mir ein großes Augenrollen fabriziert. Der Autor wollte uns sicher ganz viel damit sagen, aber ich fand es einfach unnötig - es hat der Geschichte nichts gegeben. 

Alles in allem würde ich euch das Buch empfehlen, wenn ihr euch für Zeitzeugenberichte aus dem ersten Weltkrieg interessiert. Das Buch fällt besonders dadurch auf, dass es einen Teil von Europa zu dieser Zeit zeigt, der nicht sehr oft beleuchtet wird, und dass zu jedem Moment klar ist, dass Krieg hier kein bisschen verherrlicht wird. Das fand ich toll. Der ganze Romantikkram war schrecklich.

Habt ihr das Buch gelesen, oder vielleicht andere Hemingways?

Bis bald,

Eure Kitty Retro




Meine Bewertung:



Freitag, 10. September 2021

Morgen schreib ich dir ein Happy End

Hallo an alle, die schonmal online andere Menschen kennen gelernt haben,

diese Geschichte ist vielleicht etwas für euch.

Fakten:
  • Autorinnen: Tash Skilton
  • Übersetzerin: Alexandra Kranefeld
  • Roman
  • 2021 erschienen
  • 384 Seiten
  • Knaur Taschenbuchverlag
  • Preis: 14,99€ (Broschiert)
Klappentext:
"Miles ist nicht nur im Herzen, sondern auch im wahren Leben gebürtiger New Yorker und ein waschechter Romantiker. Zoey hingegen liebt den entspannten Westcoast-Lifestyle ihrer alten Heimat, ist komplett gegen ihren Willen in New York gelandet und glaubt nicht an die Liebe. Als sich Miles und Zoey das erste Mal in einem kleinen New Yorker Café begegnen, können sie sich daher auf den Tod nicht ausstehen. Eines haben sie allerdings gemeinsam: Sie sind beide Dating-Experten für hoffnungsvolle Singles und wurden bei ihrem nächsten Auftrag auf dasselbe Pärchen angesetzt. Ohne zu wissen, wer der andere ist, treffen sich Miles und Zoey online. Und plötzlich lernen sie äußerst attraktive Seiten aneinander kennen ... Aber ob diese auch im echten Leben Bestand haben?"

Naja dieser Klappentext ist ja so ziemlich selbsterklärend, aber vielleicht seid ihr ja wie ich und lest sowas einfach nicht. 

Wenn ihr den Klappentext nicht lest - im Grunde haben wir zwei Figuren - Miles und Zoey. Die beiden schreiben für Dating-Apps quasi zum Schein für echte Matches, damit diese auch klappen und im Reellen dann geguckt werden kann, ob das wirklich passt, unterstützen die beiden.

Irgendwie ist das was völlig Abwegiges. Ich bin solo und wenn ich so eine Dating-App nutze rechne ich ja damit, dass da auch die Person schreibt die ich eventuell kennen lernen möchte. Das Prinzip hier geht davon aus, dass es im realen Leben einfacher für ein Pärchen ist und sie sich den ganzen Stress vorher nicht antun müssen. Die beiden arbeiten für konkurrierende Apps und geraten online plötzlich aneinander. Allerdings treffen sie auch real aufeinander ohne von dem online-Zufall zu wissen und kommen da so gar nicht auf einen grünen Zweig. Wie das weitergeht könnt ihr euch sicher denken.

Die Charaktere der Geschichte sind eigentlich ganz sympathisch und authentisch, mir hat ihre Aufarbeitung aber überhaupt nicht ausgereicht. Für mich hätte das Buch entweder wesentlich ausführlicher und detaillierter, über einen längeren Zeitraum oder viel viel kürzer sein können. Es kam zu keinem Spannungsbogen und der rote Faden wurde immer wieder durch völlig überflüssige Momente überschrieben. 

Zur Thematik selbst hätten die Autorinnen meiner Meinung nach ruhig mehr spekulieren oder auch recherchieren können. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das gar nicht so fiktiv ist. Hier wurde Potential verschenkt.

Empfehlen kann ich das Buch dennoch, weil man eben auf etwas sehr realistisches hingewiesen wird und es ist auch ein nettes und leichtes Buch für zwischendurch,

eure Blue Diamond.



Mittwoch, 8. September 2021

Miracle Creek


Hallo meine Lesefreunde,

ich hatte neulich einen ganz speziellen Fund in der Bibliothek gemacht. Das Buch hatte ich mal in einem Video gesehen und irgendwie als interessant abgespeichert, aber als ich dann die Beschreibung und die erste Seiten gelesen hatte, habe ich mich so auf dieses Buch gefreut, denn es klang wirklich speziell. Heute will ich euch davon berichten.

Die Fakten:

  • Autor: Angie Kim
  • Titel: Miracle Creek
  • Erschienen: 2019
  • Verlag: Picador
  • Seiten: 351
  • Preis: 8,39 Euro
  • Klappentext: "In a small town in Virginia, a group of strangers comes together at a special treatment center, where they enter the Miracle Submarine, an experimental chamber that may cure a range of conditions - from infertility to autism. Then the chamber explodes and two people die. Who is responsible? Was it the exhausted mother of a patient? The owners, hoping to cash in on a big insurance payment and send their daughter to college? Could it have been a protester, trying to prove that the treatment isn't safe? An ensuing murder trial uncovers unimaginable secrets and lies."

Zur Handlung: Es ist ein Tag, der alles verändert: der Tag, an dem die Miracle Submarine der Familie Yoo in Brand gerät. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich drei Kinder und drei Erwachsene in der Kammer, die an ein Uboot erinnert. Zwei Menschen sterben. Ein Jahr später steht Elizabeth Ward, die Mutter des verstorbenen Kindes, als Angeklagte vor Gericht. Sie war an diesem Tag nicht mit in der Kammer gewesen, weil es ihr angeblich nicht gut ging.

Wir beobachten als Leser die Gerichtsverhandlung und zunächst deutet alles darauf hin, dass Elizabeth die Täterin ist. Doch je länger sich die Verhandlung zieht, je mehr Charaktere wir treffen und ihre Geschichten hören, desto größer wird das Fragezeichen, denn es gibt nur Indizienbeweise für Elizabeth' Schuld und andere hatten ebenso gut das Motiv und die Chance, die Tat zu begehen.

Ich muss sagen, ich fand dieses Buch total großartig. Wenn man mit dem Lesen beginnt, fragt man sich erstmal, ob dieses Heil-Uboot tatsächlich existiert, oder ob es sich um eine Erfindung der Autorin handelt. Aber scheinbar gibt es diese Technik wirklich. In der Kammer wird der Druck erhöht, die Teilnehmenden bekommen besondere Helme und atmen über diese puren Sauerstoff. Dies soll Zellen bei der Regeneration helfen. Nun geht es im Buch um eine solche Kammer, die verunglückt. 

Wir bekommen unter dem Kapitel "The Incident" einen kurzen Bericht über das Unglück. Dabei zeigt sich schon, dass hier alles nicht so eindeutig sein wird, wie man vielleicht möchte. Wir sehen, was an diesem Tag bei den Yoos wirklich los war - und welche Lügen dann im Gericht erzählt werden. Aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt an Lügen und Geheimnissen, die sich noch auftun werden. Danach springt das Buch ein Jahr und wir verfolgen aus Sicht verschiedener Beteiligter die Gerichtsverhandlung.

Ich fand es total gut, dass am Beginn des Buches eine Charakterliste ist, denn zu Beginn war es etwas verwirrend, wer nun Eltern vom wem und Ehemann von wem etc waren. Aber man kann immer wieder zum Beginn blättern und weiß dann bescheid. Die Charaktere selber wirken immer sehr echt und grundsätzlich erstmal sympathisch, wenn wir in ihren Köpfen sind. Sie sind nicht immer nette Leute, aber man kann zumindest mit ihnen mitfühlen und versteht die Situationen, in denen sie sind oder waren. Das macht dieses Buch für mich so schlau, denn dadurch traut man eigentlich keinem den Mord zu - auch nicht unbedingt der Angeklagten.

Was ich an diesem Buch besonders krass fand - ähnlich wie schon in Know My Name - ist die Art und Weise, wie Gerichte in den USA funktionieren. Wir sehen sowohl den Staatsanwalt als auch die Verteidigerin permanent in Aktion, aber das immer von außen durch andere Charaktere. Dabei wird schnell deutlich, dass es hier nicht um Fakten oder Beweise geht, sondern um ein Bild, das von der Angeklagten gezeichnet wird. Die Verteidigerin versucht denn auch, andere Personen als ebenso verdächtig erscheinen zu lassen, damit die Schuld ihrer Mandantin am Ende nicht klar bewiesen sein kann.

Ich habe dabei meine Emotionen sehr genau beobachtet, und obwohl ich relativ früh sehr sicher war, dass Elizabeth nicht die Täterin ist, mochte ich die Verteidigerin überhaupt nicht. Die Art, wie Verteidiger die Aussagen von Zeugen auseinandernehmen müssen, ist einfach so absolut unsympathisch, das fand ich so spannend. Auf der anderen Seite sieht man aber auch beim Staatsanwalt, dass es ihm an diesem Punkt des Prozesses nicht mehr um die Wahrheit geht, sondern darum, den Fall zu gewinnen. Allgemein ist der ganze Prozess eine Theateraufführung, bei der die Juroren von der Schuld/Unschuld der Angeklagten überzeugt werden sollen. Die eigentlichen harten Fakten werden dabei schnell beiseite gewischt. Ich hoffe immer, dass ich mal nie in so eine Gerichtsverhandlung muss, aber ich bin immer wieder schockiert, wie diese in den USA funktionieren.

Es gibt darüber hinaus noch zwei wichtige Themen in diesem Buch, die ich beide spannend fand. Aus der Sicht von Young und Mary geht es viel um die migrantische Erfahrung. Beide sind aus Südkorea in die USA eingewandert und leben da seit einigen Jahren. Allerdings wollten beide Frauen das nicht, aber Pak hatte das als Ehemann und Vater so entschieden. Die Art, wie diese Migrationserfahrung nun die Familie und die Beziehungen verändert und prägt, fand ich total gut dargestellt. Da die Autorin selbst solche Erfahrungen gemacht hat, weiß sie, wovon sie schreibt.

Das andere große Thema ist Elternschaft - und das vor allem von Special Needs Children. Im Buch treffen wir dabei auf drei Arten von Müttern von Kindern mit Autismus. Es gibt diejenige, die der Meinung ist, Autismus sei eine Krankheit, die man heilen kann, wenn man nur die richtige(n) Therapie(n) findet. Es gibt diejenige, die meint, das Kind ist so wie es ist und jede Therapie ist eine Verletzung des Kindes und gibt ihm nur das Gefühl nicht gut zu sein. Und dann die mittlere Variante, eine Mutter, die versteht, dass ihr autistisches Kind besondere Bedürfnisse hat, bei denen Therapien helfen können, aber die ihr Kind dennoch auch akzeptiert und nicht klassisch "heilen" will. Die ganze Diskussion, die dem Buch zugrunde liegt, fand ich total spannend. Jeder hat da natürlich seine eigene Meinung, aber das Buch hat doch gut vor Augen geführt, wozu solche Ansichten führen können, und wie es die Beziehung zum Kind beeinflusst. Kritisch kann man anmerken, dass wir nichts groß aus Sicht der Kinder hören, sofern also nicht wissen, wie es ihnen ergeht. 

Was mich an dem Buch als einziges gestört hat, ist, dass es auch sexuelle Nötigung gibt in einem Kapitel. Ich kann nicht mehr dazu sagen, weil ich nix spoilern will, aber ich fand die Art und Weise, wie damit (nicht) umgegangen wird im Buch ein bisschen schwach. Hier hätte ich mir für so ein schweres Thema dann auch mehr Auseinandersetzung gewünscht.

Alles in allem fand ich das Buch total stark. Man merkt, dass die Autorin selbst lange in Gerichten gearbeitet hat und die Atmosphäre gut einfangen kann. Die Themen von Schuld und Unschuld, Elternschaft und Migration haben mich sehr angesprochen und auch zum Denken angeregt. Und es war auch einfach spannend - ich wollte unbedingt wissen, wer es denn nun war. Also rundum ein gelungenes Buch, für das ich hoffentlich ein paar Leute begeistern kann.

Habt ihr von dem Buch schon gehört? Und wusstet ihr, dass es solche Miracle Submarines gibt?

Bis bald,

Eure Kitty Retro






Meine Bewertung:



Sonntag, 5. September 2021

Ghachar ghochar


  • Autor: Vivek Shanbhag
  • Übersetzer: Daniel Schreiber
  • Roman
  • 2018 erschienen
  • 152 Seiten
  • Aufbau Verlag
  • Preis: 16,99€ (gebundenes Buch)
Hallöchen zusammen,

vor kurzer Zeit habe ich mir 2 Überraschungsbuchpakete bestellt und dieses Büchlein war dabei.

Fakten:
Klappentext:
"Als der Onkel des jungen Erzählers in den Handel mit Gewürzen einsteigt, ändert er über Nacht das Schicksal der ganzen Familie. Der einst mittellose Clan zieht in ein großzügiges Haus in einer reichen Wohngegend, verschafft sich neue Möbel und einen neuen Bekanntenkreis. Doch mit dem plötzlichen Reichtum werden auch die Abhängigkeiten neu verteilt: An dem Erfolg des Onkels hängt nun das gesamte Wohl der Familie. Und dieses gilt es zu schützen, um jeden Preis. Notfalls auch vor den eigenen Familienmitgliedern. In einem feinen Wechselspiel von Auslassungen und Andeutungen erzählt Vivek Shanbhag vom moralischen Verfall einer indischen Familie. Ein großer Roman, der die Geschichte eines ganzen Landes in sich trägt."

Dies ist ein super dünnes Büchlein, welches eher unscheinbar wirkt. Wenn es nicht in dieser Überraschungsbox gewesen wäre, hätte ich es sicher nicht gelesen. Nun habe ich es der lieben Kitty mitgegeben und bin gespannt ob es was für sie ist.

Die Geschichte ist in der Ich Perspektive geschrieben und wir beginnen in einer Szene in der sich der oder die Erzählerin reflektiert. Erst später wird klar dass es sich um einen Erzähler handelt. Schon nachdem wenige Seiten vergangen sind, findet ein Zeitsprung in die Vergangenheit statt. 

Ab diesem Moment bekommen wir das Leben einer indischen Familie erzählt. Diese war sehr arm, bis sie im Gewürzhandel erfolgreich wurde. Dann gab es mehr oder weniger nur noch eine Person die das Geld für alle verdiente, den Onkel. Alle bedeutet in dem Fall drei Generationen mit teilweise 5 Familien. Diese leben auch alle unter einem Dach was natürlich zu zahlreichen Konflikten führt. Auch unser Erzähler fechtet solche Konflikte aus. 

Den Charakter von unserem Erzähler kann ich kaum beschreiben weil ich ihn nicht wirklich fassen kann. Er ist irgendwie schwach und still, aber das ist nicht alles. Er hat so eine seltsame psychisch fast schon auffällige Art an sich. Dann ist er aber auch ein gefühlsbetonter Charakter, der sicher ein guter Gesprächspartner sein kann. Seine Umgebung beobachtet er sehr aufmerksam. 

Doch so viel auch in dem Charakter steckt so wenig bekommen wir mit. Im Grunde wird ganz ganz rudimentär die Geschichte beschrieben. Dabei werden Zusammenhänge oder Details außen vor gelassen. Auch das Setting wird so gut wie gar nicht beschrieben. Ich hatte mir ehrlich viel viel mehr davon erhofft. Gerade die indische Kultur kenne ich so gut wie gar nicht und hätte gern mehr erfahren.

Natürlich besteht immer die Option das ich es einfach nicht begriffen habe. 

Das Buch lässt uns übrigens mit einem großen Fragezeichen allein, was zwar was für sich hat, aber auch blöd ist.

So richtig empfehlen kann ich es daher leider nicht,

eure Blue Diamond.



Mittwoch, 1. September 2021

Persepolis - Jugendjahre

Hallo meine Comic-Freunde,

letztes Jahr hatte ich euch bereits den ersten Teil dieses biografischen Graphic Novels vorgestellt. Ihr findet meinen Post dazu hier. Heute möchte ich noch über den zweiten Teil sprechen, den ich bisher noch nicht gelesen hatte. Das Buch passt gerade auch gut ins aktuelle Geschehen, denn die Autorin beschreibt, wie in den vergangenen Jahrzehnten der fortschrittliche Iran unter die Macht von fundamentalistischen Islamisten fällt und damit für viele Menschen die Welt zusammenbricht. Ähnlich passiert ja gerade in Afghanistan auf sehr dramatische Weise.

Marjane Satrapi stammt dabei aus einer sehr interessanten Familie, die einerseits mit dem ehemaligen Königshaus verwandt ist, andererseits sehr links eingestellt ist und bei der Revolution einen sozialistischen Staat anstrebte. Der erste Teil des Buches berichtet von Marjanes Kindheit, als es plötzlich nur noch geschlechtergetrennte Schulen gab und Mädchen Kopftuch tragen mussten. Ich konnte mich in den Teil sehr gut hineinversetzen, denn wie hätte ich wohl reagiert, wenn mir das in der Grundschule passiert wäre?

Allgemein hat mir an dem Graphic Novel so gut gefallen, dass die Autorin sich selbst auch nicht "schön schreibt", sondern ehrlich darstellt, wie sie auf bestimmte Dinge reagiert hat. Dabei nimmt sie den Leser gut mit, denn wenn jemand so ehrlich über sich selbst schreibt, kann man auch alles andere gut glauben. Das Buch hat dabei einige sehr dunkle Themen und es geschehen schreckliche Dinge, aber da die Autorin in vielen Momenten selbst noch Kind ist, ist es auch relativ kindgerecht wiedergegeben.

Im zweiten Teil wird Marjane von den Eltern nach Österreich geschickt, damit sie eine bessere Ausbildung und mehr Freiheit genießen kann. Hier werden auch Themen wie Fremdenfeindlichkeit angeschnitten, aber eher am Rande. Eher geht es darum, wie schwierig es ist, ohne die eigene Familie in einem fremden Land zu sein, wo niemand wirklich auf einen aufpasst. Auch das fand ich gut und sehr ehrlich dargestellt. Besonders schockierend fand ich, wie offen die Autorin mit ihrem Drogenkonsum und ihrer Obdachlosigkeit umgegangen ist. Das Buch verdeutlicht dabei auch, wie leicht man eben doch in so eine Situation geraten kann.

Es geht dann aber auch wieder zurück in den Iran, den Marjane nun mit westlich geprägten und älteren Augen sieht. Ich fand es dabei sehr spannend, wie die Freundinnen von Marjane dargestellt sind, und wie viel Verständnis über die Zeit bei der Autorin für sie entstanden ist, obwohl sie im ersten Moment so angepasst wirkten - aber eben angepasst an eine westliche Welt, die ihnen absolut verboten war; und damit eben die Rebellion gegen das System. Auch hier bleibt die Autorin gnadenlos ehrlich mit sich selbst, auch in einer Situation, für die der Leser (und ihre eigene Großmutter) sie verdammen. 

Alles in allem fand ich auch den zweiten Teil interessant und bin froh, dass ich nun das ganze Werk gelesen habe. Den ersten finde ich aber trotzdem etwas besser, weil ich einfach diese Perspektive eines Kindes auf die Geschehnisse mochte. Der zweite Teil wirkt dagegen dann zwar erwachsener, aber auch etwas unfokussierter, weil wir einfach den Geschehnissen folgen. Aber insgesamt ist dieser Graphic Novel wirklich empfehlenswert und sehr augenöffnend.

Habt ihr das Buch schon gelesen oder habt ihr jetzt Lust darauf bekommen?

Bis bald,

Eure Kitty Retro

 

 

 

Meine Bewertung:



Sonntag, 29. August 2021

Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen

Hallo zusammen,

ich habe über einen Monat nichts gepostet und noch länger nichts gelesen. Derweil hat die liebe Kitty euch mit reichlich Inhalten versorgt. Auch ich habe mir dennoch neue Bücher angeschafft und eines hat mir besonders gut aus dieser Phase heraus geholfen.

Fakten:

  • Autorin: Sarah Cooper
  • Übersetzerin: Anna Dushime
  • Sachbuch
  • 2021 erschienen 
  • 216 Seiten
  • Mentor Verlag
  • Preis: 24,00€ (gebundenes Buch)
Klappentext:
"Wieder mal »klar, schiebe ich ein« statt »NEIN!« gesagt? Im Meeting von einem Kollegen unterbrochen worden? Vergeblich auf eine Gehaltserhöhung oder gar Beförderung gehofft? 
Dann ist dieses schmerzhaft-witzige Sachbuch genau das Richtige für dich! Sarah Cooper hat genug von doppelten Standards für Männer und Frauen. Jetzt mischt die US-Komikerin die Rollenerwartungen, die unser Berufsleben nach wie vor bestimmen, gehörig auf. 
Ob Tipps für das Vorstellungsgespräch, Kommunikation zwischen Mann und Frau oder sexuelle Belästigung Arbeitsplatz: Sarah Cooper klopft alle Bereiche des Arbeitslebens auf Klischees ab und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund."

Ja der Klappentext und sicher auch viel Werbung die ihr auf social Media Plattformen findet haben euch schon einiges über das Buch erzählt. Inhaltlich muss man auch gar nicht wirklich was erzählen, denn der Titel des Buches sagt genau worum es geht. Das teilt sich in ein paar Kapitel, wird einleitend immer mit einem Zitat eröffnet und endet je mit einer Art Übung für jeden Leser. An dieser Stelle würde selbst dieses Buch darauf verweisen dass man eigentlich gendern müsse oder solle. Und ja das lass ich so im Raum stehen ;)

Viel Text haben wir auf den doch vielen Seiten nicht aber einige Grafiken und Illustrationen die mich wirklich häufig zum Lachen gebracht haben. Gerade die Grafiken musste ich auch unbedingt mit einigen Menschen teilen. Sie sind einfach zu gut und so so wahr.

Klar das Buch ist super und schön aufgemacht, so richtig viel Neues hat es mir jetzt nicht gebracht, ich zähle aber vermutlich auch schon zu erfolgreichen Frauen, da ich einen festen Job mit Verantwortung und eigenständiger Arbeit habe. Ja das war sarkastisch und ja dieses Buch ist voll davon und auch ich habe es nicht immer gleich verstanden.

Nicht immer geht das Buch um das klassische Männer und Frauen Problem in der Arbeitswelt. Häufig kann ich für die Beispiele ganz allgemeine Gültigkeit erheben und daher ist das Buch ein eindeutiges Must Read für mich. Hier kann wirklich jeder dazulernen und daher wäre ich dafür das Buch nochmal mit neutralem Titel und Optik zu verlegen, damit nicht eine spezifische Zielgruppe dazu greift, sondern jeder.

Es ist ein sehr empfehlenswertes Buch und auch wenn es zu den Teureren gehört, hier ist für die Wahrnehmung und hoffentlich für alle Alltage einiges dabei, was man sich ruhig häufiger vor Augen führen sollte.

Daher lest es bitte, es dauert nicht lang und ist teilweise richtig witzig,

eure Blue Diamond.

Freitag, 27. August 2021

Wie viele Bücher habe ich in 7 Tagen geschafft?

Hallo ihr Lieben,

ich hatte ja ein Leseprojekt für meinen Urlaub, bei dem ich in 7 Tagen 7 Bücher lesen wollte. Ich möchte jetzt noch einen kurzen Abschlusspost dazu machen, falls euch interessiert, wie viel ich geschafft habe. An sich habe ich 7 Bücher in der Zeit beendet, aber eins zähle ich nicht, weil es mein Hörbuch war, und ich es bereits vor der Zeit begonnen hatte. Also habe ich 6 Bücher physisch gelesen. Ich bin stolz darauf, auch wenn ich das 7. gern noch geschafft hätte. Ich muss aber morgen um 7 am Bahnhof sein und zu einer Hochzeit fahren, und noch sind meine Sachen nicht gepackt. 

Wenn ihr genaure Updates zu den Büchern haben wollt, schaut hier in den Originalpost zur Challenge.

Gelesen habe ich: 

★★★★☆

★★★★

★★★

★★★★

★★★

★★★★

So, das war's von mir uns meiner Challenge. Habt ihr sowas schon mal versucht?

Bis bald,

Eure Kitty Retro



Mein Vlog zu der Woche:



Donnerstag, 26. August 2021

Full Disclosure


Hallo meine Bücherfreunde,

heute möchte ich etwas ausführlicher über das zweite Buch sprechen, das ich für meine 7 Bücher in 7 Tagen Challenge gelesen habe. Dieses Buch hatte ich in der Bibliothek gesehen, kannte es aber schon aus Reviews und war sehr interessiert. Es geht in diesem Buch um eine Teenagerin, die HIV-positiv ist - ein sehr wichtiges Thema.

Die Fakten:

  • Autor: Camryn Garrett
  • Titel: Full Disclosure
  • Erschienen: 2019
  • Verlag: Penguin
  • Seiten: 290
  • Preis: 8,37 Euro
  • Klappentext: "Simone has got high school down. She's made friends, she's directing the school musical, and she's making out with Miles, the most attractive boy in school. She's also HIV-positive - and that complicates things. Because last time she told someone, the fallout was devastating. And when Simone finds an anonymous threat in her locker threatening to turn her world upside down, she begins to wonder if the only way to rise above is to face the haters head-on..."

Zur Handlung: Simone ist 17 Jahre alt, wurde von einem schwulen Pärchen adoptiert und sie ist HIV-positiv. Vor einigen Monaten musste sie deswegen an eine neue Schule wechseln, denn viele Schüler und Eltern glauben immer noch an diverse Stereotype und Vorurteile, wenn es zu HIV kommt. Daher will Simone ihre Erkrankung in der Schule geheimhalten.

Alles wird allerdings kompliziert, wenn ihr Crush Miles ihr gesteht, dass er Gefühle für sie hat. Simone möchte unbedingt mit ihm zusammen sein, aber es ist nur fair, wenn sie ihm vorher die Wahrheit über ihre Krankheit sagt. Doch gerade diese Situation hat in ihrer letzten Schule für das große Chaos gesorgt, aus dem Simone schließlich an eine neue Schule fliehen musste...

Full Disclosure als Titel steht für den Fakt, dass eine Person, die HIV-positiv ist, dies ihren potentiellen Sexualpartnern deutlich machen muss, bevor es zu irgendwelchen Handlungen kommt, aus denen eine Ansteckung folgen kann. Während es eine unkontrollierte Verbreitung des Virus verhindern soll, ist es auch eine stigmatisierende Erfahrung für die Betroffenen, denn sie wissen nie, wie ihr gegenüber reagieren wird. Über die vielen Vorurteile, die es heute noch in Bezug auf HIV gibt, schreibt die Autorin in diesem Buch.

Ich finde es zunächst einmal total wichtig, dass es dieses Buch - und hoffentlich noch viel mehr - zu dem Thema gibt. Ich bin zwar schon eine ganze Weile aus der Schule raus, aber ich kann sagen, dass HIV in meinem Unterricht nur minimal behandelt wurde. Wir haben kaum Informationen darüber erhalten, außer "Nimm Kondom, dann alles gut" - was Quatsch ist. So können die Stigmata und Vorurteile langfristig in den Köpfen der Menschen überleben, obwohl sich medizinisch in den letzten Jahrzehnten sehr viel getan hat und es inzwischen sehr sichere Möglichkeiten gibt, mit einem HIV-positiven Partner Liebe, Sex und Familie zu erfahren.

Simone als Hauptcharakter habe ich in mein Herz geschlossen. Sie ist eine starke junge Frau, die sicherlich nicht frei von Angst ist (im Gegenteil), aber sich am Ende darüber hinwegsetzt und sich von anderen Menschen ihr Glück nicht nehmen lässt. Dabei ist sie eingebettet in eine liebenswürdige Familie, ihre Väter sind vielleicht noch nicht ganz bereit, sie als fast-Erwachsene anzuerkennen, aber sie sind sehr fair und liebevill, und in ein Freundesnetzwerk, dass sie aufhängt, bevor sie ganz am Boden landet. Dadurch wirkte Simone wie eine richtige Teenagerin, die nicht immer rational handelt, aber im Prinzip versucht das Richtige zu tun. Ein paar Szenen waren dann ein wenig arg... dramatisch.

Ihr Crush Miles war auch ein toller Charakter. Man könnte jetzt sagen, dass es wie ziemlich jeder Crush in dieser Art Büchern ist, der Simone wirklich für ihren Charakter liebt und den Dinge wie ihre Krankheit nicht verschrecken können. Man kann immer darüber streiten, wie realistisch das auf der High School ist, aber es ist schön, solche Vorbilder zu haben in der Literatur. Ich mochte ihn und habe für die beiden das Beste gewollt.

Die Diversität in dem Buch hat mir sehr gut gefallen und hat sich sehr natürlich angefühlt. Simone und Miles sind beide Schwarz und bewegen sich in ihrer Schule in Gebieten, die eher weiß geprägt sind: dem Schulmusical und dem Lacrosse-Team. Darüber werden Themen von Rassismus angesprochen. Simones beste Freundinnen kommen beide aus asiatischen Einwandererfamilien und darüber werden auch Themen der Model Minority angesprochen. Simones Eltern sind ein schwules Pärchen, wobei ein Vater aus einer lateinamerikanischen Familie kommt und der andere auch schwarz ist. Es wird gezeigt, wie schwer es in dieser Generation war, seine Sexualität auszuleben. Eine von Simones besten Freundinnen ist lesbisch, die andere bisexuell und Simone selbst ist noch dabei ihre Sexualität zu erkunden, nachdem sie an der letzten Schule in ein Mädchen verliebt war und jetzt in einen Jungen. Alles fühlt sich aber sehr organisch an. Ich hatte nie das Gefühl, dass hier irgendwas nur eingebaut wurde, um die Geschichte "diverser" zu machen. Zu den einzelnen Repräsentationen kann ich nicht viel sagen, aber Simones Gedanken über ihre Sexualität konnte ich gut nachvollziehen und fand ich authentisch.

Was mir an dem Buch nicht gefallen hat, und weswegen ich ihm Punkte abgezogen habe, ist die völlig unnötige Handlung rundum den Erpresser. Simone wird bedroht, dass sie nicht mit Miles zusammen sein soll, sonst wird ihre Krankheit für alle in der Schule öffentlich gemacht. Diese Handlung ist in solchen Jugendromanen schon total ausgelutscht und am Ende immer irgendwie dasselbe. Das Buch hat das absolut nicht gebraucht, denn es hat ein solides Thema, tolle Charaktere, und die Situation am Ende hätte auch anders herbeigeführt werden können. Auch macht die Autorin gar nicht wirklich etwas daraus, denn Simone geht nicht auf die Erpressung ein und datet weiter Miles. Es war aus meiner Sicht total unnötig und hat der Geschichte nicht geholfen. Und ganz ehrlich, wie viel Erpressung gibt es bitte an amerikanischen Schulen?

Alles in allem hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen. Ich mochte die Charaktere und ich habe viel gelernt (auch wenn ich vermutlich schon etwas mehr über HIV wusste als die meisten Menschen). Ich finde es toll, dass Jugendbücher sich auch solchen Themen widmen, vor allem weil es auch sexpositiv war und so viel Diversität in die Diskussion gebracht hat. Es zeigt sehr gut, dass ein Coming-Out auch vor Freunden immer noch sehr schwierig und schmerzhaft sein kann, und wir alle mehr daran arbeiten sollten, wie wir auf Menschen reagieren, die in irgendeiner Form anders als wir sind. Für Teenager kann ich das Buch absolut empfehlen.

Habt ihr euch schon mal mit HIV beschäftigt? Könnt ihr mir ähnliche Bücher wie dieses empfehlen?

Bis bald,

Eure Kitty Retro




Meine Bewertung:



Montag, 23. August 2021

Harrow Lake


Hallo meine Horrorfreunde,

eines meiner Lieblingsgenre ist auf jeden Fall Horror und ich versuche, diese Bücher nicht mehr nur im Oktober zu lesen, weil das irgendwie Quatsch ist, den mein Gehirn macht. Dieses Buch ist ein Jugendbuch, also nicht völlig blutig und gruslig, aber mit einer tollen Atmosphäre und einen guten Twist am Ende. Ich habe es in der Bibliothek gesehen und direkt eingepackt.

Die Fakten:

  • Autor: Kat Ellis
  • Titel: Harrow Lake
  • Erschienen: 2020
  • Verlag: Penguin Books
  • Seiten: 305
  • Preis: 8,37 Euro
  • Klappentext: "Lola knows about Harrow Lake. Her famous father directed Nightjar, the cult horror movie that was filmed there. She knows about the caves beneath the fairground, the sunken graveyard, the tree in the woods that's hung with teeth. But she doesn't know about the dark past the town hides or the secrets it holds about her family. Now she finds herself in Harrow Lake and, as she searches for answers, someone - or something - is stalking her every move.

Zur Handlung: Lola Nox ist die Tochter der Horrorregisseurs Nolan Nox. Sie ist sehr behütet aufgewachsen, immer weit entfernt von aller Gefahr und allen Paparazzi. Ihre Mutter hat die Familie verlassen, als sie ein Kind war, und nun kontrolliert Nolan Lolas Leben bis ins kleinste Detail. Als Lola erfährt, dass sie mit ihrem Vater wieder einmal umziehen wird - diesmal nach Paris, reißt ihr der Geduldsfaden und sie läuft von Zuhause weg.

Natürlich weiß sie, dass sie dieses Spiel nicht gewinnen kann, und bald darauf wird sie von Nolans Assistenten wieder eingesammelt und nach Hause gebracht. Doch dort erwartet sie eine Szenerie, auf die sie nicht vorbereitet war... Überall ist Blut, Nolan wurde attackiert, und nun muss Lola zu ihrer Großmutter nach Harrow Lake ziehen, bis ihr Vater wieder für sie sorgen kann. Harrow Lake wird Lola allerdings Dinge offenbahren, für die sich nicht bereit ist...

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Allerdings dauert es ein wenig, bis das Buch wirklich spannend wird. Zunächst wirkt alles etwas kühl, da Lola als Charakter recht abgebrüht ist. Sie hat schon seit Jahren religiös Horrorfilme geschaut und ist nicht leicht zu schocken. Da wir alles durch ihre Augen sehen, dauert es etwas, bis wirklich beunruhigende Dinge passieren - also bis Lola sie auch als solche wahrnimmt. Denn wer findet denn schon seinen Vater blutend im Arbeitszimmer und rastet nicht völlig aus...

Lola als Hauptfigur ist interessant, denn einerseits ist sie die Tochter eines berühmten Regisseus, andererseits hat er sie aber nie krass verwöhnt. Stattdessen wurde Lola immer von so Vielem ferngehalten, ohne dass sie zu naiv oder dämlich geworden ist. Nach und nach drängt sich aber Harrow Lake mit seinen Gruselgeschichten und Monstern in ihren Kopf. Mir hat sie als Protagonistin gut gefallen, weil sie schon einen besonderen Charakter hat, aber nicht nervig wurde.

Harrow Lake ist ein Ort mit einer sehr einzigartigen Geschichte. In den 20er Jahren gab es dort einen großen Erdrutsch und die Hälfte des Orts wurde komplett vernichtet. Viele Menschen konnten nie geborgen werden. Danach wurde die Stadt wieder aufgebaut, aber wie das Buch es beschreibt: dabei gingen alle Ersparnisse der Bewohner drauf, sodass danach nie wieder etwas restauriert wurde. Nolan Nox, der die 20er Jahre liebt, hat deswegen diesen Ort für seinen Film ausgewählt, was dem Ort heute auch einige Touristen einbringt. Ich mochte dieses Gefühl eines Orts, der die heutige Zeit nicht hereinlässt und weiterhin altmodisch und dadurch fast zeitlos wirkt. Es hat eine spannende Stimmung erzeugt.

Die Randfiguren der Geschichte bleiben dagegen einer blass. Wir haben einerseits Nolan, der allerdings selbst wenig zu Wort kommt und eher in den Erinnerungen und Vorstellung von Lola auftaucht. Wir sehen, wie speziell die Beziehung der beiden ist, und dass für Nolan immer alles Optimal sein muss. Dann haben wir Lolas Großmutter - die Mutter ihrer Mutter - bei der Lola bleiben soll, bis sie nach Hause kann. Lolas Großmutter ist eine seltsame, sehr kalte Frau. Manchmal kommt es einem jedoch vor, als wäre Lola etwas sehr hart zu ihr. Am Ende muss ich aber sagen, man erkennt, wer die Großmutter wirklich ist.

Außerdem lernt Lola dann noch eine Nachbarsfamilie kennen: Cora ist in ihrem Alter und will einfach nur weg aus Harrow Lake. Von ihr erfährt sie die lokalen Legenden um Monster und ähnliches. Carter ist ein wenig älter als Lola, und könnte als love interest gesehen werden, aber es ist ein Horror und Romantik spielt keine große Rolle. Am Ende fand ich etwas seltsam, wie Lola zu ihm war, aber das sind eben Teenager. Und schließlich haben wir die Mutter der beiden, die Ranger im Ort ist. Diesen Charakter fand ich mit am seltsamsten, irgendwie wurde da viel zusammengeworfen. Es gibt auch noch einen creepigen Onkel, aber den könnt ihr selbst entdecken.

Allen voran geht es darum, dass Lola endlich die Wahrheit über ihre Mutter erfährt. Diese war der Star des Horrorfilms, den Nolan Nox in Harrow Lake gedreht hat. Auch sie wollte immer nur weg aus Harrow Lake. Diesen Aspekt - die Suche danach, wer ihre Mutter wirklich ist oder war - fand ich am spannendsten, denn hier bestand dann auch die Verbindung zu den wirklich creepigen Sachen, die im Buch vorkommen. Das Buch allein im Dunkeln zu lesen, hat schon was mit mir gemacht.

Alles in allem kann ich das Buch sehr empfehlen, wenn ihr mit diesem Genre etwas anfangen könnt. Es lässt sich schnell weglesen, hat eine interessante Hauptfigur auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte. Auch wenn es etwas langsam anläuft, baut sich am Ende eine schaurige Atmosphäre auf, und es gibt auch ein paar Gänsehaut-Momente. Dennoch ist es für Teenager geschrieben und auch passend. Auch das Ende hat mir gut gefallen - auch wenn man es schon etwas vor der Hauptfigur erraten kann. Es zeigt, dass die echten Monster am Ende immer Menschen sind.

Kennt ihr das Buch schon? Und konnte ich euer Interesse wecken?

Bis bald,

Eure Kitty Retro

 

 

 

Meine Bewertung: 



Samstag, 21. August 2021

7 Bücher in 7 Tagen lesen?!?

Hallo meine Lesefreunde,

da es dieses Jahr keinen Reading Rush gab und ich auch Ende Juli keinen Urlaub nehmen konnte, dachte ich, dass ich jetzt - während meines Urlaubs - eine ähnliche Challenge für mich starte. Ich möchte also in den kommenden Tagen 7 Bücher lesen. Wichtig dafür ist natürlich, dass man sich entsprechende Bücher aussucht, und ich glaube, ich habe da gerade eine ziemlich gute Wahl getroffen. Daher hoffe ich, dass ich es auch schaffen werde. 

In diesem Blogpost werde ich meine Leseliste zusammenfassen, und werde dann jeden Tag hier aktualisieren, was ich geschafft habe. Nächste Woche bekommt ihr dann noch eine Zusammenfassung, wie es lief. Damit habt ihr hier auch eine kleine Vorschau, welche Bücher ich bald ausführlich vorstellen werde.

Buch 1: Harrow Lake von Kat Ellis

Dieses Buch ist eine Horrorgeschichte für Teenager. Ich habe die Ausgabe in der Bibliothek gefunden, hatte es aber schon auf meiner Horror-Wunschliste. Wir folgen der Tochter eines Horror-Regisseurs, die in die Heimatstadt ihrer Mutter ziehen muss, in der auch der berühmteste Film ihres Vaters gedreht wurde.

Mein Fortschritt: 08/21: Gerade habe ich 141 von 305 Seiten gelesen. Es wird schon ziemlich gruslig. 08/22: Beendet. Ich fand das Buch richtig gut, für alle Jugend-Horror-Fans zu empfehlen!

Buch 2: Furiously Happy von Jenny Lawson

Ich lese immer gern auch ein Non-Fiction-Buch in solchen Challenges. Das macht alles etwas interessanter. Hier geht es darum, wie die Autorin mit einer Fülle von psychischen Gesundheitsproblemen umgeht, allerdings auf eine sehr humorvolle Art.

Mein Fortschritt: 08/21: Ich habe bisher 38 von 273 Seiten gelesen (außerdem das Vorwort). Ich weiß nicht, ob der Humor im Buch das Richtige für mich ist. 08/22: Bis Seite 79 habe ich gelesen. Manche Essays sind toll, andere eher meh. 08/23: Ich bin auf Seite 123 und nach wie vor liebe ich manche Teile (zum Beispiel das Interview) und andere sind eher zum Augenrollen. 08/24: Bis Seite 163 habe ich gelesen und der letzte Teil war nicht für mich. 08/25: 200 Seiten geschafft und leider auch dieser Teil nicht meins. 08/26: Beendet. Das Buch war gut lesbar, aber nicht wirklich mein Humor. Ich mochte die ernsteren Kapitel.

Buch 3: Full Disclosure von Camryn Garrett

Dieses Buch habe ich auch aus der Jugendabteilung der Bibliothek. Es folgt einem Mädchen, das HIV-positiv ist. Ich glaube, sie kommt an eine neue Schule, und es geht um die Stigmata, die mit dieser Krankheit verbunden sind. Ich finde das ein total spannendes Thema und freue mich schon sehr auf das Buch.

Mein Fortschritt: 08/23: Ich habe es bis zu Seite 210 von 298 geschafft. Das Buch gefällt mir sehr gut. Die Handlung ist sehr vorhersehbar und nicht besonders innovativ, aber die Charaktere sind toll und es ist spannend über HIV zu lernen. 08/24: Beendet. Ein wirklich gutes Buch für Teenager, die Handlung ist leider sehr ausgelatscht, aber die Charaktere und das Grundthema HIV haben mich überzeugt. Wenn euch das interessiert, lest es!

Buch 4: Kleine Katze Chi 5 von Kanata Konami

Diese kleinen Manga über eine Babykatze bekomme ich jedes Jahr von Blue geschenkt. Inzwischen sind wir bei Band 5 angelangt. Ich freue mich schon auf die neuen Abenteuer von Chi, es ist immer alles sehr niedlich und herzlich, gleichzeitig kann man aber auch etwas über Katzen lernen. Für Kinder eine tolle Reihe.

Mein Fortschritt: 08/24: Beendet. Eine wieder sehr niedliche Ausgabe über diese Babykatze, allerdings fand ich den Teil nicht ganz so gut wie die Vorgänger. Sonst konnte man auch immer etwas über die Pflege von Katzen lernen, das hat mir hier etwas gefehlt. Aber immer noch toll für Kinder.

Buch 5: A Farewell To Arms von Ernest Hemmingway

Ein Klassiker darf für mich bei so einer Liste auch nicht fehlen. Dieses Buch habe ich letztes Jahr gebraucht in einem Buchladen gefunden. Bisher habe ich noch nie Hemmingway gelesen, habe auch keine Ahnung, worum es geht, aber mein Partner ist absolut kein Fan von ihm, daher wollte ich mir das schon mal anschauen.

Mein Fortschritt: 08/25: Ich bin auf Seite 127 von 236. Der Anfang ist etwas holprig, aber die Beschreibung des Kriegsgeschehens ist sehr fesselnd und authentisch. Ich mag den autobiografischen Einschlag. Leider bin ich nicht so weit gekommen wie gehofft. (Toll sind am Anfang die Kommentare des vorherigen Besitzers des Buches gewesen.) 08/26: Beendet. Ich mochte die Teile, die den Krieg beschreiben, aber die Romanze, die Darstellung der weiblichen Charakter und das Ende waren ziemlich schlecht.

Buch 6: Persepolis von Marjane Satrapi

Bei allem, was gerade in Afghanistan geschieht, ist dieses Buch wieder aktueller als man möchte. Ich hatte den 1. Teil schon mal gelesen, möchte nun aber nochmal den ganzen Graphic Novel lesen. Wir folgen der Autorin durch ihre Kindheit im Iran, während auch dort Islamisten die Macht an sich reißen. Im zweiten Teil wird die Autorin dann von ihren Eltern nach Frankreich geschickt, wenn ich mich nicht täusche.

Mein Fortschritt: 08/27: Beendet. Wirklich eine spannende Biografie und für alle zu empfehlen.


Buch 7:
Listening to the Orchestra von Susan Hill

Dies ist eine Kollektion von vier Kurzgeschichten von Susan Hill. Ich habe das Buch in einem Second-Hand-Buchladen gefunden und es ist sehr kurz. Ich habe keine wirkliche Ahnung, was mich hier erwartet.

Mein Fortschritt: Nicht geschafft.

So, das ist der Plan. Ihr könnt hier jetzt jeden Tag vorbeischauen und gucken, wie es mir ergeht, wenn ihr möchtet. Ich freue mich auf jeden Fall auf das Projekt!

Bis bald,
Eure Kitty Retro