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Freitag, 18. März 2022

[Filmkritik] The Batman


Hallo meine Freitagsfilmfreunde,

wow, wann habe ich hier das letzte Mal von einem Film geschrieben? Muss ewig her sein, denn die Kinos waren so lange geschlossen und so viele tolle Filme kamen nicht heraus oder konnte ich nicht sehen. Tenet habe ich zum Beispiel im Kino verpasst, weil ich damals noch nicht geimpft war, und The French Dispatch hat unser Kino gar nicht erst gezeigt. Aber nun The Batman, der ja viel gelobt wurde und den ich diese Woche sehen konnte...

In diesem Film lernen wir also mal wieder eine Verkörperung von Bruce Wayne alias Batman kennen. Das ist ja mein Lieblingssuperheld, aber nach Christian Bale wollte ich nie einen anderen sehen. Nun aber mit Robert Pattinson hat mich vor allem eins wieder hinter dem Ofen hervorgelockt: dass es angeblich ein Noir Film ist - und da kann ich nicht widerstehen.

In diesem Film treffen wir auf einen recht jungen Batman, der noch mit sich und seinem Auftreten hadert. In der Eröffnungsszene sehen wir, wie der Bürgermeister von Gotham, der gerade mitten im Wahlkampf steckt, ermordet wird. Und bei der Leiche liegt dann ein Brief addressiert an Batman. Ich glaube, der Film basiert dabei auf dem Comic The Long Halloween, wobei ich die nicht gelesen habe. Es geht im Folgenden darum, den Killer zu schnappen, bevor noch mehr hohe Persönlichkeiten sterben.


An diesem Film fand ich recht besonders, dass wir eigentlich keine Einführung der Charaktere bekommen. Es wird vorausgesetzt, dass wir wissen, wer wer ist und warum sie da sind. Das hebt den Film für mich sehr von anderen Superheldenfilmen ab, die ich schon meist Mühe geben, die Charaktere ein bisschen einzubetten. Dennoch war es jetzt für eine Ahnungslose wie mich doch recht leicht, die Charaktere zuzuordnen. Einige Feinheiten gingen dann aber doch über meinen Kopf, vor allem mit den gefühlt endlosen Mafiabossen, die für die Backstory wichtig sind.


Abgesehen davon bekommen wir auch so sehr viele Charaktere des Universums zu Gesicht. Natürlich ist da Batman mit Officer Gordon und Alfred an seiner Seite. Wir treffen auf Cat Woman, mit der eine sehr inhaltslose aber irgendwie trotzdem annehmbare Romanze entsteht (hier mochte ich vor allem eine Szene, wo Batman ihr eine Waffe aus der Hand nimmt - das hatte was). Auf der Gegenseite haben wir den Pinguin, den Riddler, den Mobster Falcone, sowie einen kurzen Blick auf den Joker - vermutlich. Außerdem lernen wir einige hohe Politiker in Gotham kennen. Dabei fand ich die Besetzungen eigentlich durchgängig stimmig.


Pattinson als Batman ist eine interessante Wahl, hat mich aber nur zum Teil überzeugt. Ich finde die Idee, einen jungen und eher unsicheren Batman zu zeigen, definitiv interessant. Ich mochte es auch, dass man hier Batman nicht durchgängig gestylet sieht, sondern er auch mal verschwitzt, zerstrubbelt und mit schwarzer Farbe im Gesicht unter der Maske hervorkommt. Gleichzeitig haben mir die Emo-Momente, die wir hier gezeigt bekommen, aber dann doch ein Twilight-Feeling gegeben, von dem ich Pattinson echt gern lösen würde. (Mir zumindest hat er in Tenet richtig gut gefallen, wo er einen ganz anderen Typ spielt!) Und einige der Shirtless-Momente habe ich dann auch nicht ganz verstanden, aber was solls.

Viele, die den Film als Superheldenfilm geschaut, betonen, wie Noir er ist. Als jemand, der vor allem für den Noir-Film ins Kino gegangen ist, muss ich sagen: trotzdem ist es ein Superheldenfilm. Und wer auf die keinen Bock hat, wird dann hier sicherlich auch enttäuscht. Ich fand den Fall jetzt nicht sehr spektakulär, zumal am Ende der Riddler sich eher selber stellt, als dass er ermittelt wird. Auch die typische Hauptfigur von Noir-Filmen haben wir hier eigentlich nicht, denn auch wenn Bruce hier sicherlich noch ein bisschen was durchmacht, so ist doch klar, dass er ein reicher Erbe ist, dem das Leben so schnell nix anhaben kann. Besonders blöd fand ich aber, dass wir am Ende nichts über die Intention bzw. den Hintergrund des Riddlers erfahren. Erst wird sehr hart darauf angespielt, dass dieser eine bestimmte Vergangenheit hat, die ihn dazu bewegt hat, und dann wird diese aber fast gar nicht mehr aufgegriffen, wenn er gefasst wird.


Manchmal wird der Film auch eher unfreiwillig witzig, wenn zum Beispiel Batman stoisch irgendein leerstehenden Gebäude oder die Wohnung des Riddlers erkundet, und ihm dann ein Polizist zur Seite gestellt wird, der natürlich alle "Oh mein Gott was ist das"-Gedanken aussprechen muss, die wir als Normalos wohl in der Situation hätten. Das war mir irgendwie zu viel in diesem Film.

Das Ende kreiert dann ein paar imposante Bilder, konnte mich aber nicht so richtig abholen. Es war dann eben doch ein Superheldenfilm. Und es ist einfach schwer, wenn man Filme zu diesem konkreten Helden so liebt wie ich die Nolan-Filme, da dann andere herankommen zu lassen. Und für mich kommt dieser Film da nicht heran. Ich bin aber sehr gespannt auf die Fortsetzungen, weil hier auf jeden Fall Potential ist. Ich denke letztlich will dieser erste Film aber ein bisschen zu viel und tut dafür zu wenig.

Wie habt ihr den Film denn empfunden?

Bis bald,

Eure Kitty Retro

Freitag, 7. Januar 2022

[Filmkritik] Encanto

Hallo an alle Disneyfans,

es gibt einen relativ neuen tollen Film und ich glaube man kann oder konnte den sogar in Kinos schauen. Leider war ich schon so lange nicht mehr im Kino, dass ich mich da so gar nicht informiere. Aber wenn ihr ein Disney+ Abo habt, dann könnt ihr das auch da schauen. Das ist ja sowieso völlig krass wie viel man auf den Streamingplattformen geboten bekommt. Was haltet ihr von dem ganzen Thema? Ich persönlich kündige ja sehr oft verschiedenste Abos, da ich sie meist nur für etwas bestimmtes abschließe und danach eben nicht mehr brauche und anders als bei einem Fitnessstudio, ist das beim Streaming vermutlich wesentlich einfacher.

Kommen wir nun endlich mal zum Film.

Könnt ihr Spanisch? Dann wisst ihr, dass encanto Zauber bedeutet, Magie, etwas verzaubern - ihr wisst schon. Ein ziemlich toller Titel wie ich finde, denn Disneyfilme verzaubern einen ja ständig und es ist einfach schön, das mal ganz direkt zu sagen. Toll ist auch, dass wir in diesen spanischen/portugiesischen Sphären bleiben, denn die Geschichte spielt in Kolumbien und da an einem super abgelegenen Ort.

Das ganze ist ein Animationsfilm der 2021 erschien und knapp über 100 Minuten lang ist, wobei - also dieser Abspann, der war ja gefühlt ewig, oder? Naja soll ja auch jeder bedacht werden und da ich selbst nach einem in einem Abspann gelesenen Namen benannt wurde, genießen Abspänne eigentlich immer meine Aufmerksamkeit.

Eine weitere kleine Besonderheit am Film ist, dass er die 60. Produktion der Animation Studios von Walt Disney ist. Das muss ich mir unbedingt mal näher anschauen, denn ich kann auf keinen Fall so viele Werke aufzählen und bin gespannt was ich verpasst habe oder eben einfach nicht meins ist. Wenn ich dort nochmal kurz abschweifen darf, habe ich eh mehr und mehr das Gefühl dass Disneyfilme immer für eine bestimmte Generation von Zuschauern gemacht ist. Dieser Film hier hat aus meiner Sicht etwas erwachseneres an sich. Würde ich jetzt zum Beispiel nicht mit meiner 10 jährigen Cousine schauen, weil ich glaub, dass sie daran keine Freude hätte. Denke ich an andere Disneyproduktionen geht das mir in dem Fall genauso, dass mir eben manche gar nicht zu sagen. Wisst ihr was ich meine? Früher war Disney immer was für die Kinder und das ist heute gar nicht mehr so.

Zum Film wollte ich erzählen - richtig. Wir befinden uns also in diesem total buntem kolumbianischen Bergdorf und alles geht Hand in Hand. Das Besondere an der Stadt ist, das dort eine Familie lebt bzw. das Dorf gegründet hat, die Madrigales, in der jeder eine eigene Gabe besitzt, der direkt zur Blutlinie gehört. Jemand ist besonders stark, andere können heilen, wieder andere mit Tieren sprechen und so weiter, und dann gibt es eben auch Mirabel, die leider keine Gabe abbekommen hat.

Mirabel ist daher natürlich unglaublich frustriert und leider vor allem unter den Ansichten ihrer Großmutter, dem Familienoberhaupt. Sie und alle anderen lernen ziemlich deutlich, dass jeder etwas Besonderes ist egal ob mit oder ohne Zauberkraft. Eine sehr schöne Moral finde ich. Dabei folgen wir Mirabel wie sie versucht das Rätsel um die Zauberkraft zu lösen. Sie begegnet den Abenteuern dabei relativ gelassen und so ein ganz verrücktes, abgedrehtes Abenteuer erleben wir in diesem Film auch nicht unbedingt. Klar das kommunizierende Haus ist nicht realistisch, aber total witzig und macht einfach viel Spaß. Ich habe aber an keiner Stelle dagesessen und um etwas gebangt oder bin in Tränen ausgebrochen weil so etwas Schreckliches passiert ist. Es ist schon eher ein Wohlfühlfilm. Ob er unbedingt für die ganze Familie geeignet ist, würde ich gern in Frage stellen, denn wie gesagt, ich denke an dieser Geschichte und auch daran wie sie erzählt wird, hat man eher Freude, wenn man erwachsen ist. Aber natürlich kann ich damit komplett falsch liegen.

Die Gestaltung des Films ist auf jeden Fall super schön. Alles ist bunt und strahlt, bis auf wenige Sequenzen ist die Atmosphäre positiv geladen und reißt einen so richtig mit. Ein paar Lieder werden natürlich auch gesungen und auch die sind schön und passen zu allem. 

Mir ist auch aufgefallen, dass die Hauptcharaktere bei den Disneyfilmen nicht mehr so stereotypisch sind. Sie sind eben nicht mit einem typischen "allerwelts-Gesicht" mit allen Idealen ausgestattet, sondern ganz wundervoll anders. Noch nie hatte ich bei einer Disney - Mensch - Figur eine reale Person vor Augen, jetzt sofort mehrere. Das hat mir Spaß gemacht und ja das macht solche Geschichte irgendwie greifbarer. 

Empfehlen möchte ich den Film allen, die etwas gute Laune gebrauchen können und manchmal das Gefühl haben oder auch vermittelt bekommen, nichts zu können - denn das stimmt nicht und hier bekommt ihr das mehr als aufgezeigt,

eure Blue Diamond.

Freitag, 29. Oktober 2021

[Filmkritiken] Ralph reichts // Chaos im Netz

Hallo an alle Disneyfans,

als ich den Film Chaos im Netz gesehen habe und ihn so toll fand, dachte ich ich muss gleich noch den beinahe ersten Teil schauen. Ralph reichts war dann leider nicht so der Hit. Doch kommen wir kurz zu den einzelnen Filmen.

Ralph reichts ist 2012 als Animationsfilm erschienen. Er dauert knapp 100 Minuten. 

Ralph ist ein Bösewicht in der Videospielewelt. Er zerstört Dinge. Den Helden im Spiel der alles wieder baut und von allen vergöttert wird. Mit Ralph will niemand etwas zu tun haben. Nicht einmal zu besonderen Feierlichkeiten wird er eingeladen. Und so hat er schließlich genug und flüchtet in ein anderes Spiel um dort endlich auch ein Held sein zu können. Doch das ist gar nicht einfach so gerät er zu einer Art riesen Käfer als Virus. Wegen diesem Gerät er in ein weiteres Spiel. Dort lernt er seine neue Freundin Vanellope kennen. Beide sind Außenseiter in ihren Spielen und haben sich damit irgendwie gefunden. Sogar Ralphs Gegenpart aus seinem ursprünglichen Spiel tritt nochmals auf und es passiert was ganz verrücktes. Am Ende fügt sich jeder in seine Rolle ein. 

Und Chaos im Netz ist irgendwie Teil zwei, was beim Originaltitel auch deutlich wird. Dieser Film ist 2018 erschienen. Er dauert fast 115 Minuten. 

Ralph und Vanellope sind wieder die Hauptfiguren. Da ihre Spielothek etwas aufgemotzt wird sehen sie sich plötzlich dem Internet ausgesetzt. Das ist ein ziemliches Abenteuer denn es ergeben sich so viele Möglichkeiten und Unverhorsehbares. Sie sind auf der Suche nach einem neuen Steuerteil für Vanellope. Doch dabei treffen sie auf YouTube, eBay und vieles mehr. Das wird Ihnen noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Zwischen Selbstfindung, Followern und Likes lösen sie noch zwischenmenschliche Herausforderungen. Der zweite Teil ist eben am Zahn der Zeit.

Generell haben die Filme einen speziellen Humor an den man sich erst einmal gewöhnen muss. Im zweiten Teil wird aus meiner Sicht relativ eindeutig klar gestellt was im Fokus liegt. Im ersten war ist alles irgendwie so ungenau. Habt ihr die Filme gesehen und wisst vielleicht was ich meine? 

Auch die Gespräche der Hauptfiguren sind viel ansprechender. Vielleicht hat das auch was mit dem zunehmenden Alter zu tun - also dem der Schauenden. Manches versteht man eben nicht.

Drama und Tränen bleiben auch bei beiden nicht aus. Die Lösungen selbst erscheinen aber fast schon zu einfach. 

Empfehlen möchte ich die Filme an Familie und ältere Kindern. Die werden so ganz niedlich an die Themen herangeführt. Ein bisschen witzig ist es noch dazu,

eure Blue Diamond.


Freitag, 16. Juli 2021

[Filmkritik] Fear Street 1994, 1978 & 1666


Hallo meine Freitagsfilmfreunde,

ich bin schon immer ein großer Fearstreet-Fan und war so glücklich, als ich erfahren habe, dass Netflix eine Film-Trilogie inspiriert von diesen Jugendbüchern plant. Sicherlich sind viele Fans der Reihe inzwischen junge Erwachsene und damit das beste Publikum für diese Horror-Filme. Heute möchte ich euch berichten, wie ich die Filme so fand.

Zur Handlung: Shadyside ist die Mordhauptstadt von Amerika. Regelmäßig drehen Menschen in dieser Stadt durch und töten mehrere Menschen und meist sich selbst innerhalb einer kurzen Zeit. Auch so ist das Leben in dieser Stadt verflucht, Familien brechen auseinander, die Schule ist abgeranzt und die Leute haben kaum Erfolg.

Anders sieht es dagegen im Nachbarort Sunnyvale aus. Dort sind die Häuser groß und sauber, die Familien glücklich und jeder hat Erfolg. Die Sunnyvaler wundert es meist wenig, wenn in Shadyside mal wieder jemand ausrastet, und auch Sheriff Goode ist schon nicht mehr überrascht. So ist er auch zur Stelle, als in einer Mall 1994 ein Angestellter Amok läuft. Doch dieses Mal ist das Übel nicht so schnell abgewendet wie gedacht...


Die Filme bauen an sich aufeinander auf, der erste und zweite Teil können aber auch als Einzelfilme geschaut werden. Deswegen werde ich kurz etwas zu jedem Film einzeln schreiben und dann ein Gesamtfazit ziehen.

Fear Street 1994: Der erste Film spielt in den frühen 90ern und als 90s Kid fand ich das natürlich ziemlich cool. Nach der Eröffnung in der Mall verfolgen wir die Geschichte rund um Deena. Diese lebt zusammen mit ihrem Bruder Josh, der Computer und das Internet liebt, und hat ihre Beziehung zu Sam, die mit ihrer Mutter nach Sunnyvale gezogen ist, gerade beendet. Doch nach einem Sportevent, in dem Sunnyvale gegen die Shadysider angetreten ist, kommt es zu einem Zwischenfall. Fortan müssen Deena, Josh, Sam und Deenas beste Freunde Kate und Simon ums Überleben kämpfen.


Ich mochte den Teil sehr. Er erinnert sehr an andere Filme wie Scream aus dieser Zeit. Wir haben die Gruppe von Teenagern, die sich durch die Stadt schlagen und gegen Böses kämpfen. Dabei ist der Teil definitiv ein Slasher, also Blut und Fetzen fliegen. Der Film ist dabei unterhaltsam und hat wenige Jump Scares. Ich mochte aber, dass sich trotzdem schon andeutet, dass es in den Folgeteilen tiefer gehen wird. So haben wir mit der Hexe schon eine Andeutung, was hinter allem stecken könnte. Und auch den Brief, den der Sheriff in einen Briefkasten wirft, von dem wir sonst nichts wissen, deutet an, wie es weitergeht. 


Besonders mochte ich auch, dass die Charaktere alle sehr unterschiedlich sind, und dadurch eine gute Mischung entsteht. Dabei ist es auch nicht zu klischeehaft, denn Josh beispielsweise ist zwar der Nerd, aber nicht nur das. Das hübsche Mädchen dealt nebenher Drogen und ist sehr schlau. Und dann ist da natürlich der Fakt, dass Sam, wie man schnell feststellt, auch ein Mädchen ist. Wir folgen also einer queeren Hauptfigur. Insgesamt hatte ich mit diesem ersten Film einfach viel Spaß und Lust auf mehr.



Fear Street 1978: Nach dem ersten Teil reisen wir in den Erinnerungen eines Charakters in die Vergangenheit zu einem Massaker in einem Ferienlager. Auch das spielt natürlich stark auf andere Horrorfilme wie Freitag der 13. an, die ungefähr zu der Zeit cool waren. Dadurch wissen wir hier jetzt auch schon, wie es ausgeht, was ein bisschen anders ist als beim ersten Teil, wo potentiell ja noch jeder überleben konnte.

In dieser Geschichte haben wir dieses Campgefühl und folgen einer Figur, die eigentlich schon etwas zu alt ist für solche Ferienvergnügen. Auch hier tritt der Unterschied zwischen Sunnyvale und Shadyside richtig stark zu Tage und eskaliert in der Farbschlacht am Ende (weiß nicht wie man das gut übersetzt, aber ihr wisst was ich meine). In diesem Teil gehen wir allerdings der Hexe nun stärker auf die Spur und folgen damit auch mehr Perspektiven als nur einer wie im ersten Teil.


Während also einige Kinder im Camp um ihr Überleben kämpfen, spüren andere die Geheimnisse hinter den Geschehnissne auf. Hier gibt es auch ein bisschen mehr Unterschied im Alter der Protagonisten, da wir einerseits die aufpassenden "Teenager" haben und andererseits die Ferienkinder. Positiv ist mir aufgefallen, dass man keine Kinder direkt sterben sieht, auch wenn es ein Slasher ist, und ich denke das will auch niemand sehen. Generell fand ich diesen Teil einfach packender, es war weniger nur gute Unterhaltung, sondern man steigt richtig in den Mystery-Teil ein und das Ende war auch echt traurig.

Fear Street 1666: Der letzte Film spielt dann zunächst wieder als eine Art Erinnerung von einem Charakter. Wir gehen den ganzen Weg zurück zu den Siedlern und zur Hexenjagd. Die erste Stunde verbringen wir in diesem Teil der Geschichte. Ich mochte, wie hier nun wieder alle wichtigen Schauspieler auftauchen. Zunächst fand ich das ein bisschen komisch, aber wenn man versteht, wie diese Erinnerung funktioniert macht es total Sinn, da die Hauptfigur in die Erinnerung Personen projiziert, die sie mit der Beziehung verbindet... naja, ihr versteht es, wenn ihr es seht.


In diesem Teil fand ich toll, dass wir hier quasi keine "Monster" mehr haben, sondern total klar ist, dass die Menschen hier die Monster sind. Und ich hab am Ende echt geheult. Außerdem ist ja immer noch die Frage, wer nun das alles gestartet hat. Ich mochte die Atmosphäre total und fand es sehr spannend gemacht. Aber am Ende hatte ich auch Recht mit meiner Vorhersage, was nun wirklich hinter allem steht. Auch wenn es relativ leicht zu durchschauen ist, mag ich die Aussage, die dahintersteht, will es aber nicht spoilern. Und auch eine Sache, die in Teil 2 für mich keinen Sinn gemacht hatte, macht nun plötzlich Sinn.


In der zweiten Hälfte dieses Teil springen wir dann nach 1994 zurück und es kommt zum großen Finale. Hier werden die verschiedenen Aspekte dann auch zusammengeführt. Damit bekommt dieser zweite Teil des Films dann auch ein sehr ähnliches Feeling wie der erste Film. Trotzdem fand ich es sehr spannend, wie nun alles enden wird. Insgesamt fand ich das Ende sehr befriedigend, und naja... das Ende durfte natürlich bei einer R. L. Stine-Verfilmung nicht anders sein, als wir es bekommen haben. Bleibt auf jeden Fall beim Abspann noch ein bisschen dran. ;)

Fazit: Alles in allem hat mir diese Filmtrilogie richtig viel Spaß gemacht. Ich fand es auch so schlau, diese Filme jetzt innerhalb von 3 Wochen zu veröffentlichen, denn zu lange Wartezeiten hätten dem Format nicht gut getan. Ich fand es gut, wie die Filme aufeinander aufbauen, auch wenn sie alle ein bisschen ein anderes Feeling haben.


Besonders gut haben mir die beiden Hauptdarstellerinnen gefallen: einer folgen wir in Teil 1 und 3 und der anderen in Teil 2. Beide fand ich gut geeignet um die Story zu tragen. Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, auch wenn man sich von manchen dann ja schnell wieder trennen musste. Auch die Effekte sahen immer ok aus - ich schaue jetzt nicht regelmäßig härtere Slasher, daher hat mir das voll gereicht. Und auch die "Monster" fand ich alle gut gemacht, weil sie die diversen Formate, die in klassischen Horrorfilmen vorkommen, gut zusammenfassen. 

Am Ende fand ich es einfach so schön, wie hier moderne Themen wie Queerness und die Trennung von reichen und armen Communities mit diesen ganz klassischen Horrorelementen verbunden wurden. Ich mochte auch, wie gegen die Gier von bestimmten Personen die Liebe von anderen gestellt wurde. Wenn ich Hexe höre, sind es solche Geschichten, an die ich denke. Es ist schön, dass nun auch in Popkultur so zu sehen. Ich bin also sehr glücklich mit diesen Filmen und werde sie mir sicherlich noch öfter anschauen, wenn ich für ein bisschen Blut in Stimmung bin!

Habt ihr die Filme schon geschaut? Wie findet ihr sie?

Bis bald,

Eure Kitty Retro

Freitag, 2. Juli 2021

[Filmkritik] The Tomorrow War





Hallo zusammen,

heute kam ein Film auf Amazon prime raus, ein Original. Es handelt sich um einen Sci-Fi und actiongeladenen Film, der 2021 erschien (heute) und 138 Minuten dauert. Er wurde in den USA produziert und ist ab 16 Jahren freigegeben.

Was soll ich sagen. Ich bin hin und her gerissen. Auf diesen Film habe ich mich seit langem richtig gefreut. Und ja jetzt so danach bin ich nicht so richtig zufrieden.

Die Handlung lässt sich super schnell beschreiben. 30 Jahre nach 2021 droht die Welt unterzugehen und deswegen kommen aus dieser Welt Menschen per Zeitreise durch ein schwarzes Loch. Sie suchen Soldaten und Die Welt reagiert. Als Dan, gespielt von Chris Pratt, in die Zukunft reist, gelingt es ihm gemeinsam mit anderen eine Lösung zu finden. Doch es scheint letztlich nicht zu gelingen.

Ja mehr möchte ich dazu nicht sagen. Wir haben es hier mit einer Invasion durch verrückte Kreaturen zu tun. White spikes oder wie auch immer. Eigentlich ein sehr passender Name, aber diese Viecher sind ja mal komplett krank. Das sollen sie sicher sein, was mich nur eben verdutzt hat ist, dass ich mich nicht gegruselt habe. Und eigentlich bin ich ja voll der Schisser. Wie die Dinger funktionieren ist sehr urig.

Die Szenen sind von Anfang an sehr brutal und bestehen zu 80% aus Kämpfen. Aber das alles hat schon fast was Lächerliches an sich. Wirklich ich kann diesen Untergang fast nicht ernst nehmen.

Doch der Film hat für mich eine riesen Stärke und das ist die Vater-Tochter-Beziehung. Warum werdet ihr früh genug erfahren. Ich liebe diese Komposition aus Wissen, Umgang damit und Förderung, aber trotzdem oder eher gleichwohl so viel tiefe Liebe. Wahnsinn wie leicht Chris Pratt von dieser Kampfmaschine hin zu so viel Emotionen wechselt. 

Ein kleines bisschen Witz ist auch dabei und etwas sehr Subtiles, nämlich der Hinweis auf den Klimawandel. Ja weil der ist irgendwie Schuld, dass die Menschheit untergeht, als ob wir das nicht wüssten, aber hier ist es dann doch gänzlich anders.

Nach ca. 2/3 Film denkt man übrigens es ist gleich vorbei. Ist es aber nicht, so gar nicht. Das ist auch ein bisschen ungewöhnlich aber hat dem Film sehr gut getan.

Empfehlen möchte ich den Film keinen klassischen Actionliebhabern, außer ihr seid sehr offen und unvoreingenommen. Ob Alienfans auf ihre Kosten kommen glaub ich auch nicht so richtig. Aber wenn ihr mit all dem sonst nichts am Hut habt wie ich, gefällt euch der Film zumindest in manchen Zügen vielleicht sehr.

In ein paar Jahren schau ich ihn bestimmt wieder, aber erstmal muss ich das einfach verdauen, was ich euch alles nicht verraten habe,

eure Blue Diamond.

Sonntag, 27. Juni 2021

[Filmkritik] Raya und der letzte Drache


Hallo an alle Disney-Freunde,

mittlerweile öffnen Kinos wieder und somit, können auch viele von euch diesen Film sehen. Soweit ich denken kann, habe ich auch noch nie so viel Plakatwerbung für einen Film gesehen. Wird im Streamingzeitalter vielleicht anders werden. Ich hab den Film im Disney+ Abo geschaut, allerdings nachdem er nicht zusätzlich bezahlt werden musste.

Es handelt sich hier um einen Animationsfilm der 2021 erschien und aus den USA kommt. Inspiriert ist er aber von der asiatischen Kultur. Er ist knapp über 100 Minuten lang und ist für alle Altersklassen geeignet.

Was ich total schön und daher erwähnenswert finde, die deutsche Stimme Rayas wird von Christina Ann Zalamea gesprochen, das ist die Youtuberin Hello Chrissy, die ich früher total gern und viel geschaut habe.

Raya ist unsere Protagonistin. Wir begleiten sie wie sie zu einer jungen Frau heranwächst. Immer dabei ihr Freund TukTuk der über die Jahre auch beachtliche Maße annimmt. Sie lebt in Kumandra. Dieses Land ist in Regionen eingeteilt die alle nach einem anderen Körperteil eines Drachens benannt sind. In Herz versucht ihr Clan einen Stein der das Land mit Wasser versorgt und vor den Druun schützt zu bewahren. Doch die anderen Clans sind misstrauisch und so kommt es zum Zerwürfnis. Der Stein zerbricht und alle versuchen sich einen Teil zu schnappen.

Es vergehen einige Jahre in denen Raya die einzelnen Teile sucht. Dabei beschwört sie versehentlich Sisu - den letzten Drachen. Sisu ist total herrlich, sie ist fast ein kleiner Hippie wenn ihr mich fragt. Wahrscheinlich haben wir uns alle einen mächtigen und einfach auch großen Drachen vorgestellt... naja. Diese Figur ist auf jeden Fall toll. Eine wunderbare Kombination aus Humor und Ernsthaftigkeit. Ich kann mir richtig gut vorstellen wie vor allem Kinder sie auch vergöttern.

Namaari ist so die dritt wichtigste Figur und sie ist viel zu schön für den Bösewicht, aber lasst euch überraschen wozu der Film da für Wandlungen in der Lage ist. Ein bisschen neidisch bin ich auf ihren geflochtenen Zopf. Sie verkörpert alles moderne und minimalistische. Außerdem strotzt sie nur so von Kraft und Ehrgeiz und doch muss sie immer wieder durch Raya einstecken. Hier hat sich Disney total Mühe gegeben diese Feindseligkeit über den ganzen Film hinweg aufzubauen. 

Es gibt noch einige weitere Charaktere die wir treffen. Alle so unterschiedlich und irgendwie auch total untypisch. Ich sag nur dieses dreiste Baby und seine Affen. Absolut genial und witzig. Mit jeder einzelnen neuen Figur nimmt die Geschichte immer mehr an Dynamik auf. Raya allein ist ehrlich gesagt nicht stark genug um alles auszufüllen.

Das gruselige Element der Druuns ist zwar eigentlich richtig schlimm und mein absoluter Kinderalbtraum, aber die Einbettung hat mir persönlich etwas den Schrecken genommen. Vielleicht bin ich auch zu alt für den Schrecken, gut gemacht ist er trotzdem.

Nicht besonders auffällig in meinen Augen war leider die Musik. Sie war auch nicht schlecht, aber von Disney erwarte ich da einfach immer mehr.

Die Animationen wiederum waren richtig schön. Vor allem TukTuk fetzt einfach total. Die einzelnen Teile des Landes waren ganz z individuell gestaltet. Ganz subtil wird auch das Thema Klimaschutz eingebaut. 

Vertrauen ist ein weiteres Fokusthema für Raya. Hier erlebt sie eine kleine Entwicklung und aus meiner Sicht passen ihre Emotionen und Handlungen sehr gut in die Realität. Da hat Disney nicht übertrieben.

Empfehlen kann ich diesen wunderbaren Animationsfilm für Familiennachmittage und sowieso jedem Disneyfan, 

eure Blue Diamond.

Freitag, 12. März 2021

[Filmkritik] Harriet


Hallo meine Freitagsfilmfreunde,

ich habe euch ewig nicht mehr von Filmen erzählt, die ich geschaut habe. Irgendwie waren mir die Bücher immer wichtiger. Aber jetzt habe ich mal Zeit und Lust wieder von einem Film zu schreiben. Dazu habe ich einen ausgewählt, den ich im Kino leider nicht mehr sehen konnte, obwohl ich unbedingt wollte. Jetzt hatte ich ihn geliehen und im Heimkino geschaut.

Dieser Film folgt dem Leben von Harriet Tubman. Diese Person gab es in der Geschichte tatsächlich, sie war eine Tochter von Sklaven und ihr gelang Mitte des 19. Jahrhunderts die Flucht aus der Sklaverei. Daraufhin wurde sie Teil der berühmten Underground Railroad und unternahm immer wieder Reisen in den Süden, um mehr Sklaven in die Freiheit zu retten.

Mit der Figur Harriet erleben wir eine große Charakterentwicklung während des Films. Zum Beginn lernen wir sie als Sklavin kennen, die mit einem freien Mann verheiratet ist. Sie will darum kämpfen, dass die gemeinsamen Kinder, die geplant sind, nicht als Sklaven sondern frei geboren werden wie ihr Vater. Doch ihre Besitzer verbieten ihr das. Nach einige Ereignissen, die darauf aufbauen, bekommt sie schließlich mit, dass die verkauft werden soll. Für sie kommt nur eine Flucht infrage - so macht sie sich allein auf den Weg und kann nach Philadelphia entkommen. Dort wird sie von Personen aufgenommen, die der Underground Railroad angehören. 


In der folgenden Zeit wird sie Teil dieser Aktion und lernt immer mehr ihre Stärken kennen. Dabei wird sie auch zu einer Führungsperson, die wichtige Aufgaben übernimmt. Im Krieg zwischen den Nord- und Südstatten ist sie die erste Frau, die eine bewaffnete Expedition anführt, bei der wiederum viele Sklaven gerettet werden. Sie wird zu so einer starken und selbstbewussten Frau, die dennoch ihre Grenzen kennt und nicht arrogant wird, sondern immer ihrem Ziel treu bleibt. 


Eine Besonderheit von Harriet ist, dass sie nach einer schweren Kopfverletzung Visionen hat, in denen sie die Stimme Gottes zu hören glaubt. Dadurch bekommt er Film auch eine religiöse Note, aber diese wurde für meinen Geschmack nicht zu sehr ausgeschlachtet. Der Film urteilt nicht darüber, ob diese Visionen echt sind oder nicht, aber er zeigt schon, wie sie doch immer zu einem guten Zeitpunkt kamen und Harriet in die richtige Richtung gelenkt haben. 


Während des Films erleben wir viel auf und ab mit dem Hauptcharakter - natürlich ist die Sklaverei ein sehr schweres Thema, aber durch Harriets Erfolgt bei der Befreiung von Sklaven gibt es immer wieder Glücksmomente. Dadurch hält der Film eine gute Balance und Spannung aufrecht. Dennoch sind einige Szenen hart anzuschauen, vor allem der Tod einer Nebenfigur, als Philadelphia plötzlich kein sicherer Ort für ehemalige Sklaven mehr ist.


Mir hat der Film insgesamt sehr gut gefallen. Die Schauspielerin, die Harriet verkörpert, kann die verschiedenen Stadien in ihrer Entwicklung wunderbar darstellen. Man kauft ihr alles ab, ihre Liebe, ihre Angst, ihre Stärke, ihre Gewissheit. Die Nebenfiguren sind gut gewählt, überschatten die Hauptfigur aber nie. Die Funktionsweise der Underground Railroad wird in den Szenen gut dargestellt, man bekommt ein Gespür dafür, wie dieses Netzwerk funktionieren konnte. Dabei wird auch nicht nur gegen Weiße gehetzt, sondern ihre Rolle in allem wird so divers gezeigt, wie sie war. Dennoch ist völlig klar, dass Harriet als schwarze Frau die Heldin dieser Geschichte ist und auch sein muss. Ich kann den Film daher nur wärmstens empfehlen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen Film näher bringen, von dem ihr vielleicht noch nicht so viel gehört habt.

Bis bald,

Eure Kitty Retro

Freitag, 25. Dezember 2020

[Filmkritik] Soul

Frohe Weihnachten euch allen,

Disney- und Pixarfans aufgepasst. Der Streamingdienst Disney+ hat heute einen neuen Film auf die Plattform gebracht und dieses mal nicht mit verbundenen Extrakosten. Dies mag daran liegen, dass er im Oktober bereits versucht wurde in die Kinos zu bringen, hat dann aufgrund Covid-19 sicher nicht so geklappt wie gedacht. Vielleicht wurde auch aus Mulan gelernt, das kann man nur vermuten oder sie finden den Film schlechter und deswegen nicht Zusatzzahlungsfähig? Ohje ohje - wilde Spekulationen - freuen wir uns lieber einfach, dass es pünktlich zum ersten Weihnachtsfeiertag etwas Neues gibt.

Es handelt sich hier um 100 Minuten Computeranimation, die in ihren echten Charakteren schon sehr sehr nah an die Realität kommt und einfach hervorragend aussieht. Es scheint mir, dass hier einige Techniken zusammenkommen, die akzentuiert mit dem Inhalt harmonieren und keineswegs zu überladen sind. Er wird als Abenteuerfilm beschrieben, naja so richtig passend finde ich das nicht, ich weiß allerdings auch nicht, was besser passen könnte, muss ich ehrlich zugeben.

Wir lernen als erstes Joe Gardner kennen, er unterrichtet an einer Schule Musik und ist selbst total begeistert von Jazz. Hier könnte er nun endlich richtig Fuß fassen, doch er träumt von einer Musikkarriere in der Jazzwelt auf Bühnen und nicht an einem Lehrerpult. Als er nun endlich seine große Chance bekommt, doch noch auf einer Bühne aufzutreten und sich seinen Traum zu erfüllen, fällt er wortwörtlich in ein Loch. Der Übergang in einer abstrakte Welt kommt abrupt und es wird sofort klar, Joe scheint gestorben zu sein - doch Moment, das möchte er nicht und versucht daher alles um nicht ins Jenseits zu geraten. Prompt landet er im Vorseits. Ja ihr habt richtig gelesen. Hierher kommt auch der Name des Films, denn im Vorseits beginnen die Seelen ihr Dasein. Dort werden sie außerdem mit allerlei Eigenschaften ausgestattet, die ganz zufällig ausgewählt zu sein scheinen und so die tollsten Kombinationen ergeben, eben wie wir Menschen nun mal so sind. Dort wird Joe unter falschem Namen zu einem Mentor und soll sich um Seele Nummer 22 kümmern, an der sich schon Ghandi, Mutter Theresa und Co. vergeblich bemüht haben, den so notwendigen Funken auszulösen, bevor es für die Seelen auf die Erde geht. Für beide beginnt nun eine ganz wundervolle Reise, die sie mal in die Realität und mal durch die abstrakte Welt führt.

Ganz ehrlich, dieser Film hat mir Weihnachten versüßt. Er ist zwar null weihnachtlich, aber er ist so so süß und jede Beschreibung die ich versuchen werde, wird ungenügend sein, denn er ist auch so anders. Das könnte aber auch eine Kritik für manche sein, denn ich fürchte kleinere Kinder, werden ihn eher langweilig oder eben nur niedlich finden, da er in seinen Aussagen und Witzen eher für Reifere geschrieben ist. Man muss halt irgendwie für sich schon eine Art Sinn im Leben festgestellt haben, um hier wirklich alles zu verstehen. Da ich denke, dass sich viele Jugendliche und Erwachsene auch für solche Filme begeistern lassen, wie ich, finde ich diese Entwicklung von Pixar ganz wundervoll. Dabei gibt es auch keinen Gesang, aber ich glaube, dass ist normal für Pixar, oder? Musik gibt es zwangsläufig durch Joe dennoch. 

Die Twists im Film empfand ich nicht immer als vollständig erzählt, aber das hat dem Ergebnis oder Erlebnis keinen Abbruch getan. Am besten hat mir gefallen, wie die unterschiedliche Sichtweise zweier Seelen auf eben einfach alles Stück für Stück gezeigt wird. Auch Tieren wird hier eine Seele zugesprochen, was zwar nicht überraschen sollte, doch ich habe mich darüber gefreut. 

Das mit dem Funken habe ich entweder in der finalen Erklärung verpasst oder selbst noch nicht ganz verstanden - was ich aber voll verstanden habe, dass in jeder Seele Begeisterungsfähigkeit steckt und es ist erst einmal völlig egal für was, denn darauf kommt es nur für die einzelne an und es ist egal, ob das für andere auch so wäre. 

Wir haben übrigens auch keinerlei Liebesgeschichtchen mit drin, was natürlich auch mal ganz schön ist - ist das auch typisch für Pixar? 

Empfehlen kann ich den Film jedem, er hat mich total amüsiert und fasziniert. Nur für ihn würde ich jetzt kein Abo abschließen, aber als kleiner Bonbon ist er ganz wunderbar geeignet, vielleicht inspiriert er sogar,

eure Blue Diamond.

Sonntag, 20. Dezember 2020

Noch 3 Weihnachtsfilme für die Feiertage

Liebe Weihnachtverrückten,

weil es so viele tolle gibt, möchte ich euch heute noch einmal drei Filme kurz vorstellen, die ihr allein oder mit einem weiteren Haushalt schauen könnt ;)


Noelle

Dieser Film ist zwar schon 2019 erschienen, aber irgendwie komplett an mir vorbeigegangen. Ich würde ihn als Weihnachtskomödie bezeichnen. Darin spielt eine meiner Lieblingsschauspielerinnen Anna Kendrick in der Hauptrolle der Noelle Kringle. 

Sie ist die Schwester des neuen Weihnachtsmanns und sorgt dafür, dass alle zufrieden und gut gelaunt sind und sie macht Weihnachtskarten. Schnell wird jedoch klar, dass sie wesentlich mehr drauf hat. Ihr Bruder ist irgendwie so gar nicht als Weihnachtsmann geeignet. Nick versucht es mit Yoga, doch das hilft nicht wirklich. Der Ausflug weg vom Nordpol ist für beide eine ganz besondere Erfahrung. 

Wir können uns an 10 Fingern abzählen, was der Clue der Geschichte ist ;) Nein? Na ich verrate es bestimmt nicht. Empfehlen kann ich diesen Film, wenn man neben dem ganzen weihnachtlichen vor allem Lachen möchte, denn er ist so schön unterschwellig lustig. Eben komplett so, wie es Anna Kendrick perfekt spielen kann. Der Niedlichkeitsfaktor wird dann noch durch ein fliegendes Babyrentier komplettiert. 

Einfach zauberhaft, witzig, charmant und mal was anderes. Derzeit könnt ihr ihn auf Disney+ schauen.


ÜberWeihnachten

Dies ist eine Miniserie mit drei Teilen auf Netflix die 2020 erschien. Es handelt sich um eine deutsche Produktion mit einem Komiker, nämlich Luke Mockridge, in der Hauptrolle. Man könnte fast denken, dass hat er aufgrund Corona gemacht, aber nein, der Film wurde vorher produziert.

Innerhalb dieser guten zweieinhalb Stunden erleben wir eine Familie an den Weihnachtstagen mit all ihren Dramen zugespitzt, die man eben genau nicht haben will zu dieser Zeit und ehrlicherweise auch sonst nie. Wir haben den erfolglosen Musiker Basti, der natürlich auf dem Dorf der absolute Held ist. Sein Bruder hat seine Exfreundin bekommen und erklimmt steil die Karriereleiter des Arztes. Die Eltern der beiden versuchen derweil mit allen Problemen hinterm Berg zu halten und einfach alle Traditionen an Weihnachten wie gewohnt umzusetzen.

Ja es ist eher ein Familiendrama. Wir haben eigentlich bis kurz vor Schluss eine gedrückte Atmosphäre, das fesselt natürlich auch, sodass man wissen will wie es weitergeht, doch es hat mir jetzt keine Weihnachtsstimmung gebracht. Daher glaube ich diese Miniserie ist perfekt für diejenigen die Weihnachten nicht so mögen. 

Weihnachten steht hier zwar im Fokus, aber es wird als ein Tag im Jahr dargestellt, an dem auch das sonstige Leben nicht vorbeizieht, sondern genauso zuschlägt. 

Die schauspielerische Leistung von Luke Mockridge gefällt mir tatsächlich ganz gut, besser bald als seine Komik. 


Jingle Jangle Journey

Endlich mal wieder ein Filmmusical! Und dieses ist sehr bedacht darauf kaum weiße Schauspieler integriert zu haben. Ja, diese Tatsache drängelt sich total auf und auch wenn das wieder klischeebehaftet klingt, merkt man auch einfach bei der Umsetzung. Dieser Film hat eine Leichtigkeit und Schwung wie ich es selten erlebt habe. 

Die Geschichte ist ganz wundervoll. Wir haben einen Spielzeugerfinder der von seinem Gehilfen bestohlen wird und deshalb in ein tiefes Loch stürzt bis er auch seine Familie verliert. Doch einige Jahre später bekommt er Besuch von seiner Enkelin die seine Gabe geerbt hat und nun ihn bezaubern möchte, damit er wieder zu dem wird, der er mal war.

Dabei lernt sie einen neuen Freund kennen und eine ganz sensationelle Erfindung ihres Großvaters. So eine müsste es wirklich mal geben, ich wäre hin und weg. 

Auch wenn ich die Musik dieses Filmes nur so semigut finde, sind die Tänze dafür umso besser. Das Thema wird durch Farben ganz hervorragend unterstrichen und es geht einfach viel zu schnell vorbei, trotz 2 Stunden Filmdauer.

Natürlich sind die weihnachtlichen Aspekte da, doch ich finde, es handelt sich definitiv um einen Familienfilm für das ganze Jahr. Vielleicht immer dann wenn ein Geschenk gemacht werden wird.


Welchen dieser Filme würdet ihr am ehesten schauen oder werdet es vielleicht sogar?

Eure Blue Diamond.


Freitag, 27. November 2020

Eine kleine Auswahl Filme für die Weihnachtszeit

Hallo an alle Filmliebhaber,

die Winter- und Weihnachtszeit ist für mich immer eine in der ich sehr gern und viel Filme schaue. Da es jetzt bereits so viele sind, dass sie sich unmöglich bis Weihnachten alle erzählen lassen, möchte ich eine kleine Zusammenfassung hiermit erstellen. So etwas hat sich ja auch bei den Reihen bewehrt. Verratet uns gern, welche Filme für euch dieses Jahr unbedingt dazu gehören.


Der Nussknacker und die vier Reiche

Den Nussknackerprinzen kennen die meisten von euch sicher und die Geschichte dazu findet sich in vielen Abwandlungen immer mal wieder. In dieser erleben wir quasi die nächste Generation. Diese kehrt auch zurück in das Land der Spielzeuge mit Hilfe des Onkels und dort gibt es immer noch Gut und Böse doch stellt sich dieses ganz anders dar als zunächst gedacht. Die vier Reiche bilden dabei mehr oder weniger vier Jahreszeiten ab. 

Die Gestaltung dieses Films ist wirklich sehr bezaubernd und ich mochte das Spiel zwischen Animationen und Echtheit sehr. Es ist außerdem keine gänzlich berechenbar Geschichte und aus meiner Sicht perfekt für die ganze Familie geeignet. Er ist tatsächlich für jüngere Kinder an manchen Stellen sicher etwas gruselig aber das machen andere Momente wieder gut.


Holidate

Dies ist ein sehr gehypter Film in letzter Zeit wie ich finde. Klar er kam dieses Jahr auf Netflix raus und ist wenn ihr mich fragt ein echter Weihnachtsschnulli.

Wir haben hier unsere weibliche Singleprotagonistin die die Erwartungen ihrer Familie und der Gesellschaft zu erfüllen hat - Erfolg, Heirat, Kinder und eine feste Partnerschaft. Dem kommt sie nicht nach und lernt von ihrer Tante das man sich ja auch nur für die Feiertage oder zu feiernden Tage ein Date verschaffen kann. Dies gelingt ihr dann mit einem jungen Mann der ebenso überfordert ist mit diesen gesellschaftlichen Zwängen. Wie wir ahnen können ist das eine hoch komplizierte und doch romantische Situation. 

Ich war aufgrund des Hypes und auch der Story echt skeptisch wurde aber sehr positiv überrascht. Es ist ein sehr schönes Filmerlebnis was einen einfach froh stimmt. Es werden nicht massiv Klischees bedient wie ich fürchtete, sondern realistisch gezeigt ohne aufdringlich zu sein. Die schauspielerische Leistung ist wunderbar und eben eine echte Filmempfehlung, vor allem für besonders egoistische Menschen ;) Ihr wisst was ich meine.


Alles Gute kommt von oben

Hier haben wir mal ein gar nicht klassisches Weihnachtsset nämlich eine warme amerikanische Insel mit Militärstützpunkt. Dieser Stützpunkt ist dafür bekannt Weihnachtspakete zu verteilen und das ist der Politik finanziell natürlich ein Dorn im Auge. Deswegen schicken sie eine junge Frau die Möglichkeiten finden soll, diesen Stützpunkt zu schließen, doch das ist natürlich eine echte Herausforderung. 

Auch dieser Film bedient ganz unaufdringlich ein paar Klischees. Durch das Setting schafft der Film aber eine ganz neuerliche Atmosphäre zumindest für uns in der Weihnachtszeit. Nie konnte ich mir vorstellen wie diese Zeit ohne Schnee und Kälte und so weiter wohl sein könnte, doch jetzt habe ich einen ersten Eindruck. 

Die Schauspieler haben eine ganz wundervolle Arbeit geleistet, denn die Schwere des Themas wird ganz leicht und sanft vermittelt. Dafür mochte ich ihn wirklich sehr und möchte ihn auch unbedingt empfehlen. Wieder sehr für einen Familienabend geeignet.


Christmas made to order

Ihr kennt das oder - für Weihnachten alles herzurichten ist sehr anstrengend und nervenaufreibend und man braucht halt auch ein bisschen Kreativität und Lust damit es am Ende schön aussieht. Nicht, wenn ihr jemanden habt, der für euch dekoriert. Und das wiederum ist doch ein Job der himmlisch klingt für eben die die genau das lieben.

Dieser Film ist definitiv voller Weihnachtsklischees und romantisch und unglaublich kitschig, aber wir brauchen doch alle genau sowas in dieser Jahreszeit. Mehr kann ich eigentlich gar nicht dazu sagen, um nicht so viel zu sagen, dass ihr ihn dann auch nicht mehr schauen braucht. Doch eins noch - so würde ich niemals dekorieren und bei uns zu Hause wird schon wirklich massiv dekoriert ;)

Eine klare Empfehlung für zwischendurch und wenn man einfach nicht genug von Weihnachtsfilmen bekommen kann - und ein Frauenemanzipierter Film - als kleine Warnung für alle die die damit nicht zurecht kommen.


Cinderella Story - Ein Weihnachtswunsch

Dies ist ein richtiger Teenyfilm und klar auch die wollen Weihnachtsvibes. Die bekommen sie hier in der altbekannten Geschichte - die ein bisschen aufgezwungen ist und nicht nötig gewesen wäre. Weihnachten spielt hier eine untergeordnete Rolle und ist eher Beiwerk. Der Fokus liegt auf Musik und  da ist der Film sehr gut und niedlich gemacht. 

Ich würde ihn jetzt nicht nochmal schauen und finde ihn eher platt und oberflächlich - glaube aber, dass er wie gesagt für Kinder und Jugendliche wirklich toll sein kann.


Weitere Weihnachtsfilme die ich euch bereits empfehlen kann, sind:

  • Christmas Land
  • Broadcasting Christmas
  • Weihnachtsball im Wonderland
  • I´m not ready for christmas
  • A Belle for christmas
  • Prinzessinnentausch: Wieder vertauscht
  • The Christmas Chronikles

Alle geeignet für einen schönen Familienabend und alle etwas anders. Jeder stützt sich auf ein anderes Thema um damit Weihnachten in den Fokus zu rücken. Ich denke wir sind uns alle einig, dass solche Filme nur ganz selten große Werke sind oder mit sonst was für speziellen Effekten produziert, Tatsache ist aber, dass sie einfach schön sind, unterhalten und Stimmung bringen. 

Habt ihr noch weitere Empfehlungen für uns, dann unbedingt her damit,

eure Blue Diamond.