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Freitag, 7. Januar 2022

[Filmkritik] Encanto

Hallo an alle Disneyfans,

es gibt einen relativ neuen tollen Film und ich glaube man kann oder konnte den sogar in Kinos schauen. Leider war ich schon so lange nicht mehr im Kino, dass ich mich da so gar nicht informiere. Aber wenn ihr ein Disney+ Abo habt, dann könnt ihr das auch da schauen. Das ist ja sowieso völlig krass wie viel man auf den Streamingplattformen geboten bekommt. Was haltet ihr von dem ganzen Thema? Ich persönlich kündige ja sehr oft verschiedenste Abos, da ich sie meist nur für etwas bestimmtes abschließe und danach eben nicht mehr brauche und anders als bei einem Fitnessstudio, ist das beim Streaming vermutlich wesentlich einfacher.

Kommen wir nun endlich mal zum Film.

Könnt ihr Spanisch? Dann wisst ihr, dass encanto Zauber bedeutet, Magie, etwas verzaubern - ihr wisst schon. Ein ziemlich toller Titel wie ich finde, denn Disneyfilme verzaubern einen ja ständig und es ist einfach schön, das mal ganz direkt zu sagen. Toll ist auch, dass wir in diesen spanischen/portugiesischen Sphären bleiben, denn die Geschichte spielt in Kolumbien und da an einem super abgelegenen Ort.

Das ganze ist ein Animationsfilm der 2021 erschien und knapp über 100 Minuten lang ist, wobei - also dieser Abspann, der war ja gefühlt ewig, oder? Naja soll ja auch jeder bedacht werden und da ich selbst nach einem in einem Abspann gelesenen Namen benannt wurde, genießen Abspänne eigentlich immer meine Aufmerksamkeit.

Eine weitere kleine Besonderheit am Film ist, dass er die 60. Produktion der Animation Studios von Walt Disney ist. Das muss ich mir unbedingt mal näher anschauen, denn ich kann auf keinen Fall so viele Werke aufzählen und bin gespannt was ich verpasst habe oder eben einfach nicht meins ist. Wenn ich dort nochmal kurz abschweifen darf, habe ich eh mehr und mehr das Gefühl dass Disneyfilme immer für eine bestimmte Generation von Zuschauern gemacht ist. Dieser Film hier hat aus meiner Sicht etwas erwachseneres an sich. Würde ich jetzt zum Beispiel nicht mit meiner 10 jährigen Cousine schauen, weil ich glaub, dass sie daran keine Freude hätte. Denke ich an andere Disneyproduktionen geht das mir in dem Fall genauso, dass mir eben manche gar nicht zu sagen. Wisst ihr was ich meine? Früher war Disney immer was für die Kinder und das ist heute gar nicht mehr so.

Zum Film wollte ich erzählen - richtig. Wir befinden uns also in diesem total buntem kolumbianischen Bergdorf und alles geht Hand in Hand. Das Besondere an der Stadt ist, das dort eine Familie lebt bzw. das Dorf gegründet hat, die Madrigales, in der jeder eine eigene Gabe besitzt, der direkt zur Blutlinie gehört. Jemand ist besonders stark, andere können heilen, wieder andere mit Tieren sprechen und so weiter, und dann gibt es eben auch Mirabel, die leider keine Gabe abbekommen hat.

Mirabel ist daher natürlich unglaublich frustriert und leider vor allem unter den Ansichten ihrer Großmutter, dem Familienoberhaupt. Sie und alle anderen lernen ziemlich deutlich, dass jeder etwas Besonderes ist egal ob mit oder ohne Zauberkraft. Eine sehr schöne Moral finde ich. Dabei folgen wir Mirabel wie sie versucht das Rätsel um die Zauberkraft zu lösen. Sie begegnet den Abenteuern dabei relativ gelassen und so ein ganz verrücktes, abgedrehtes Abenteuer erleben wir in diesem Film auch nicht unbedingt. Klar das kommunizierende Haus ist nicht realistisch, aber total witzig und macht einfach viel Spaß. Ich habe aber an keiner Stelle dagesessen und um etwas gebangt oder bin in Tränen ausgebrochen weil so etwas Schreckliches passiert ist. Es ist schon eher ein Wohlfühlfilm. Ob er unbedingt für die ganze Familie geeignet ist, würde ich gern in Frage stellen, denn wie gesagt, ich denke an dieser Geschichte und auch daran wie sie erzählt wird, hat man eher Freude, wenn man erwachsen ist. Aber natürlich kann ich damit komplett falsch liegen.

Die Gestaltung des Films ist auf jeden Fall super schön. Alles ist bunt und strahlt, bis auf wenige Sequenzen ist die Atmosphäre positiv geladen und reißt einen so richtig mit. Ein paar Lieder werden natürlich auch gesungen und auch die sind schön und passen zu allem. 

Mir ist auch aufgefallen, dass die Hauptcharaktere bei den Disneyfilmen nicht mehr so stereotypisch sind. Sie sind eben nicht mit einem typischen "allerwelts-Gesicht" mit allen Idealen ausgestattet, sondern ganz wundervoll anders. Noch nie hatte ich bei einer Disney - Mensch - Figur eine reale Person vor Augen, jetzt sofort mehrere. Das hat mir Spaß gemacht und ja das macht solche Geschichte irgendwie greifbarer. 

Empfehlen möchte ich den Film allen, die etwas gute Laune gebrauchen können und manchmal das Gefühl haben oder auch vermittelt bekommen, nichts zu können - denn das stimmt nicht und hier bekommt ihr das mehr als aufgezeigt,

eure Blue Diamond.

Freitag, 29. Oktober 2021

[Filmkritiken] Ralph reichts // Chaos im Netz

Hallo an alle Disneyfans,

als ich den Film Chaos im Netz gesehen habe und ihn so toll fand, dachte ich ich muss gleich noch den beinahe ersten Teil schauen. Ralph reichts war dann leider nicht so der Hit. Doch kommen wir kurz zu den einzelnen Filmen.

Ralph reichts ist 2012 als Animationsfilm erschienen. Er dauert knapp 100 Minuten. 

Ralph ist ein Bösewicht in der Videospielewelt. Er zerstört Dinge. Den Helden im Spiel der alles wieder baut und von allen vergöttert wird. Mit Ralph will niemand etwas zu tun haben. Nicht einmal zu besonderen Feierlichkeiten wird er eingeladen. Und so hat er schließlich genug und flüchtet in ein anderes Spiel um dort endlich auch ein Held sein zu können. Doch das ist gar nicht einfach so gerät er zu einer Art riesen Käfer als Virus. Wegen diesem Gerät er in ein weiteres Spiel. Dort lernt er seine neue Freundin Vanellope kennen. Beide sind Außenseiter in ihren Spielen und haben sich damit irgendwie gefunden. Sogar Ralphs Gegenpart aus seinem ursprünglichen Spiel tritt nochmals auf und es passiert was ganz verrücktes. Am Ende fügt sich jeder in seine Rolle ein. 

Und Chaos im Netz ist irgendwie Teil zwei, was beim Originaltitel auch deutlich wird. Dieser Film ist 2018 erschienen. Er dauert fast 115 Minuten. 

Ralph und Vanellope sind wieder die Hauptfiguren. Da ihre Spielothek etwas aufgemotzt wird sehen sie sich plötzlich dem Internet ausgesetzt. Das ist ein ziemliches Abenteuer denn es ergeben sich so viele Möglichkeiten und Unverhorsehbares. Sie sind auf der Suche nach einem neuen Steuerteil für Vanellope. Doch dabei treffen sie auf YouTube, eBay und vieles mehr. Das wird Ihnen noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Zwischen Selbstfindung, Followern und Likes lösen sie noch zwischenmenschliche Herausforderungen. Der zweite Teil ist eben am Zahn der Zeit.

Generell haben die Filme einen speziellen Humor an den man sich erst einmal gewöhnen muss. Im zweiten Teil wird aus meiner Sicht relativ eindeutig klar gestellt was im Fokus liegt. Im ersten war ist alles irgendwie so ungenau. Habt ihr die Filme gesehen und wisst vielleicht was ich meine? 

Auch die Gespräche der Hauptfiguren sind viel ansprechender. Vielleicht hat das auch was mit dem zunehmenden Alter zu tun - also dem der Schauenden. Manches versteht man eben nicht.

Drama und Tränen bleiben auch bei beiden nicht aus. Die Lösungen selbst erscheinen aber fast schon zu einfach. 

Empfehlen möchte ich die Filme an Familie und ältere Kindern. Die werden so ganz niedlich an die Themen herangeführt. Ein bisschen witzig ist es noch dazu,

eure Blue Diamond.


Sonntag, 27. Juni 2021

[Filmkritik] Raya und der letzte Drache


Hallo an alle Disney-Freunde,

mittlerweile öffnen Kinos wieder und somit, können auch viele von euch diesen Film sehen. Soweit ich denken kann, habe ich auch noch nie so viel Plakatwerbung für einen Film gesehen. Wird im Streamingzeitalter vielleicht anders werden. Ich hab den Film im Disney+ Abo geschaut, allerdings nachdem er nicht zusätzlich bezahlt werden musste.

Es handelt sich hier um einen Animationsfilm der 2021 erschien und aus den USA kommt. Inspiriert ist er aber von der asiatischen Kultur. Er ist knapp über 100 Minuten lang und ist für alle Altersklassen geeignet.

Was ich total schön und daher erwähnenswert finde, die deutsche Stimme Rayas wird von Christina Ann Zalamea gesprochen, das ist die Youtuberin Hello Chrissy, die ich früher total gern und viel geschaut habe.

Raya ist unsere Protagonistin. Wir begleiten sie wie sie zu einer jungen Frau heranwächst. Immer dabei ihr Freund TukTuk der über die Jahre auch beachtliche Maße annimmt. Sie lebt in Kumandra. Dieses Land ist in Regionen eingeteilt die alle nach einem anderen Körperteil eines Drachens benannt sind. In Herz versucht ihr Clan einen Stein der das Land mit Wasser versorgt und vor den Druun schützt zu bewahren. Doch die anderen Clans sind misstrauisch und so kommt es zum Zerwürfnis. Der Stein zerbricht und alle versuchen sich einen Teil zu schnappen.

Es vergehen einige Jahre in denen Raya die einzelnen Teile sucht. Dabei beschwört sie versehentlich Sisu - den letzten Drachen. Sisu ist total herrlich, sie ist fast ein kleiner Hippie wenn ihr mich fragt. Wahrscheinlich haben wir uns alle einen mächtigen und einfach auch großen Drachen vorgestellt... naja. Diese Figur ist auf jeden Fall toll. Eine wunderbare Kombination aus Humor und Ernsthaftigkeit. Ich kann mir richtig gut vorstellen wie vor allem Kinder sie auch vergöttern.

Namaari ist so die dritt wichtigste Figur und sie ist viel zu schön für den Bösewicht, aber lasst euch überraschen wozu der Film da für Wandlungen in der Lage ist. Ein bisschen neidisch bin ich auf ihren geflochtenen Zopf. Sie verkörpert alles moderne und minimalistische. Außerdem strotzt sie nur so von Kraft und Ehrgeiz und doch muss sie immer wieder durch Raya einstecken. Hier hat sich Disney total Mühe gegeben diese Feindseligkeit über den ganzen Film hinweg aufzubauen. 

Es gibt noch einige weitere Charaktere die wir treffen. Alle so unterschiedlich und irgendwie auch total untypisch. Ich sag nur dieses dreiste Baby und seine Affen. Absolut genial und witzig. Mit jeder einzelnen neuen Figur nimmt die Geschichte immer mehr an Dynamik auf. Raya allein ist ehrlich gesagt nicht stark genug um alles auszufüllen.

Das gruselige Element der Druuns ist zwar eigentlich richtig schlimm und mein absoluter Kinderalbtraum, aber die Einbettung hat mir persönlich etwas den Schrecken genommen. Vielleicht bin ich auch zu alt für den Schrecken, gut gemacht ist er trotzdem.

Nicht besonders auffällig in meinen Augen war leider die Musik. Sie war auch nicht schlecht, aber von Disney erwarte ich da einfach immer mehr.

Die Animationen wiederum waren richtig schön. Vor allem TukTuk fetzt einfach total. Die einzelnen Teile des Landes waren ganz z individuell gestaltet. Ganz subtil wird auch das Thema Klimaschutz eingebaut. 

Vertrauen ist ein weiteres Fokusthema für Raya. Hier erlebt sie eine kleine Entwicklung und aus meiner Sicht passen ihre Emotionen und Handlungen sehr gut in die Realität. Da hat Disney nicht übertrieben.

Empfehlen kann ich diesen wunderbaren Animationsfilm für Familiennachmittage und sowieso jedem Disneyfan, 

eure Blue Diamond.

Freitag, 25. Dezember 2020

[Filmkritik] Soul

Frohe Weihnachten euch allen,

Disney- und Pixarfans aufgepasst. Der Streamingdienst Disney+ hat heute einen neuen Film auf die Plattform gebracht und dieses mal nicht mit verbundenen Extrakosten. Dies mag daran liegen, dass er im Oktober bereits versucht wurde in die Kinos zu bringen, hat dann aufgrund Covid-19 sicher nicht so geklappt wie gedacht. Vielleicht wurde auch aus Mulan gelernt, das kann man nur vermuten oder sie finden den Film schlechter und deswegen nicht Zusatzzahlungsfähig? Ohje ohje - wilde Spekulationen - freuen wir uns lieber einfach, dass es pünktlich zum ersten Weihnachtsfeiertag etwas Neues gibt.

Es handelt sich hier um 100 Minuten Computeranimation, die in ihren echten Charakteren schon sehr sehr nah an die Realität kommt und einfach hervorragend aussieht. Es scheint mir, dass hier einige Techniken zusammenkommen, die akzentuiert mit dem Inhalt harmonieren und keineswegs zu überladen sind. Er wird als Abenteuerfilm beschrieben, naja so richtig passend finde ich das nicht, ich weiß allerdings auch nicht, was besser passen könnte, muss ich ehrlich zugeben.

Wir lernen als erstes Joe Gardner kennen, er unterrichtet an einer Schule Musik und ist selbst total begeistert von Jazz. Hier könnte er nun endlich richtig Fuß fassen, doch er träumt von einer Musikkarriere in der Jazzwelt auf Bühnen und nicht an einem Lehrerpult. Als er nun endlich seine große Chance bekommt, doch noch auf einer Bühne aufzutreten und sich seinen Traum zu erfüllen, fällt er wortwörtlich in ein Loch. Der Übergang in einer abstrakte Welt kommt abrupt und es wird sofort klar, Joe scheint gestorben zu sein - doch Moment, das möchte er nicht und versucht daher alles um nicht ins Jenseits zu geraten. Prompt landet er im Vorseits. Ja ihr habt richtig gelesen. Hierher kommt auch der Name des Films, denn im Vorseits beginnen die Seelen ihr Dasein. Dort werden sie außerdem mit allerlei Eigenschaften ausgestattet, die ganz zufällig ausgewählt zu sein scheinen und so die tollsten Kombinationen ergeben, eben wie wir Menschen nun mal so sind. Dort wird Joe unter falschem Namen zu einem Mentor und soll sich um Seele Nummer 22 kümmern, an der sich schon Ghandi, Mutter Theresa und Co. vergeblich bemüht haben, den so notwendigen Funken auszulösen, bevor es für die Seelen auf die Erde geht. Für beide beginnt nun eine ganz wundervolle Reise, die sie mal in die Realität und mal durch die abstrakte Welt führt.

Ganz ehrlich, dieser Film hat mir Weihnachten versüßt. Er ist zwar null weihnachtlich, aber er ist so so süß und jede Beschreibung die ich versuchen werde, wird ungenügend sein, denn er ist auch so anders. Das könnte aber auch eine Kritik für manche sein, denn ich fürchte kleinere Kinder, werden ihn eher langweilig oder eben nur niedlich finden, da er in seinen Aussagen und Witzen eher für Reifere geschrieben ist. Man muss halt irgendwie für sich schon eine Art Sinn im Leben festgestellt haben, um hier wirklich alles zu verstehen. Da ich denke, dass sich viele Jugendliche und Erwachsene auch für solche Filme begeistern lassen, wie ich, finde ich diese Entwicklung von Pixar ganz wundervoll. Dabei gibt es auch keinen Gesang, aber ich glaube, dass ist normal für Pixar, oder? Musik gibt es zwangsläufig durch Joe dennoch. 

Die Twists im Film empfand ich nicht immer als vollständig erzählt, aber das hat dem Ergebnis oder Erlebnis keinen Abbruch getan. Am besten hat mir gefallen, wie die unterschiedliche Sichtweise zweier Seelen auf eben einfach alles Stück für Stück gezeigt wird. Auch Tieren wird hier eine Seele zugesprochen, was zwar nicht überraschen sollte, doch ich habe mich darüber gefreut. 

Das mit dem Funken habe ich entweder in der finalen Erklärung verpasst oder selbst noch nicht ganz verstanden - was ich aber voll verstanden habe, dass in jeder Seele Begeisterungsfähigkeit steckt und es ist erst einmal völlig egal für was, denn darauf kommt es nur für die einzelne an und es ist egal, ob das für andere auch so wäre. 

Wir haben übrigens auch keinerlei Liebesgeschichtchen mit drin, was natürlich auch mal ganz schön ist - ist das auch typisch für Pixar? 

Empfehlen kann ich den Film jedem, er hat mich total amüsiert und fasziniert. Nur für ihn würde ich jetzt kein Abo abschließen, aber als kleiner Bonbon ist er ganz wunderbar geeignet, vielleicht inspiriert er sogar,

eure Blue Diamond.

Donnerstag, 23. Juli 2020

Fairest of All

Hallo meine Disneyfreunde,

heute möchte ich euch das erste Buch vorstellen, dass ich für den diesjährigen Reading Rush beendet habe. Es gab da eine Challenge, das man das erste Buch, das man berührt, lesen soll. Wie man das genau gestaltet, blieb einem selbst überlassen. Daher bin ich in die Bibliothek gegangen, habe mich dort in die Jugendbuchabteilung gestellt und habe geschaut, welches Buch nur vom Buchrücken her interessant aussieht. Das erste, was ich dann herausgezogen habe, habe ich für diese Challenge benutzt.

Die Fakten:
  • Autor: Serena Valentino
  • Titel: Fairest of All
  • Reihe: Disney Villain Stories
  • Erschienen: 2009
  • Verlag: Disney Press
  • Seiten: 250
  • Preis: 12,66 Euro
  • Klappentext: "The tale of the young princess Snow White and her evil stepmother the Wicked Queen is widely known. Despite a few variations from telling to telling, the story remains the same - the Queen was jealous of the girl's beauty, and this jealousy culminated in the Queen's attempt on the sweet, naive girl's life. Another tale far less often spoken off is the one that explains what caused the Queen to become so contemptously vile. Still, some have attempted to guess at the reason. Perhaps the Queen's true nature was that of a wicked hag and her beautiful, regal appearance a disguise used to fool the King. Others claim that the Queen might have hated the girl for her resemblance to the King's first wife. Mostly, the Queen is painted as a morally abhorrend woman who never loved another being during the course of her miserable life. In fact the theories about exactly what cause the Queen's obessive vanity and jealous rage are too numerous to catalog. This book recounts a version of the story that has remained untold until now. It is a tragic tale of love and loss, and it contains a bit of magic. It is a tale of the Wicked Queen..."

Zur Handlung: Jeder weiß, dass die böse Königin Scheewittchen töten (lassen) wollte. Ihr Hass und ihre Eifersucht auf das schöne junge Mädchen sind weltberühmt. Aber warum hat sich diese Familientragödie so weit hochgeschaukelt, dass am Ende Menschen sterben mussten? War die Königin immer schon böse, oder hat irgendwas sie auf die Seite des Bösen verführt?

The Queen ist in diesem Buch eine junge Frau, die von ihrem Vater, einem Spiegelmacher, sehr schlecht behandelt wird. Sie selbst wuchs ohne ihre Mutter auf, die bei der Geburt verstarb. Sie kann sich nicht vorstellen, wie ihre Mutter ihren Vater je lieben konnte. Dieser sagt ihr immer wieder, dass sie hässlich ist und es nie zu irgendetwas bringen wird. An ihrer Hochzeitsnacht erhält die Königin als Geschenk einen magischen Spiegel, in dem sie schließlich das drohende Gesicht ihres totes Vaters wiedererblickt. Doch diesmal ist er durch Magie gezwungen, ihr die Wahrheit zu sagen: dass sie die schönste im ganzen Land ist!

In diesem Buch wenden wir uns also auf 250 Seiten der Origin Geschichte der bösen Königin aus Schneewittchen zu. Dabei erkennen wir sie zu Beginn des Buches kaum wieder. Sie ist jung, verliebt und glücklich. Sie glaubt, den Klauen ihres Vaters für immer entkommen zu sein und nun die Chance auf eine eigene Familie zu haben, wo sie alles besser machen will.

Mit dem jungen Schneewittchen, die hier noch ein Kleinkind ist, fühlt sie sofort mit, denn sie weiß, wie es ist, ohne Mutter aufzuwachsen. Schneewittchen ihrerseits liebt ihre neue Mama sofort und will viel Zeit mit ihr verbringen. Die Familie erlebt eine kurze Phase des Glücks, doch dann bricht Krieg an den Grenzen des Königreichs aus und der Vater muss fort.

Sobald die Königin allein ist, wird sie der Magie des Spiegels gewahr. Sie versucht mehrfach, diesen zu zerstören oder fortbringen zu lassen, aber er findet den Weg immer wieder zurück zu ihr. Nach einem schrecklichen Schicksalsschlag wird der Spiegel dann zu ihrem Leben. Da er ihr immer wieder sagt, wie schön sie ist, kann sie sich der Welt stellen. Bis er eines Tages etwas anderes sagt und ihre Welt aus den Fugen gerät. Der Spiegel wird damit zu einer Art Droge für die Königin und man kann da sehr viele Parallelen ziehen, wenn man möchte.

Ich fand den Umschwung dann aber doch ein bisschen zu krass. Auf 250 Seiten wird die Königin von einer verliebten, glücklichen jungen Frau genau die Hexe, die wir aus dem Film kennen. Dabei findet die Veränderung dann nur über wenige kurze Kapitel statt und man muss doch viel interpretieren und selbst überlegen, was da wohl jetzt los ist. Dazu trägt auch bei, dass wir in der Narration nicht direkt im Kopf der Königin sind und die Perspektive doch eine gewisse Distanz nicht überbrücken kann.

Neben den üblichen verdächtigen Charakteren, die wir aus dem Disneyfilm kennen, gibt es noch eine Dienerin namens Verona, die eine Freundin und Vertraute der Königin ist. Hier tut sich dann die erste Konfliktlinie für die Königin auf. Ich fand allerdings, dass auch hier der Umschwung viel zu rasch war und damit schwer nachvollziehbar. Wenn ich den Spiegel als eine Art Droge interpretiere, verstehe ich schon, wie das Ganze abgelaufen ist, aber es war einfach ein bisschen zu übereilt. Die Motive und Gefühle der Königin wirkten sehr eindimensional im ganzen Buch und schlugen dann nur plötzlich um.

Das Ende des Buches ist dann das, was wir aus dem Film kennen - soweit ich mich an den Film erinnere, denn es ist echt lange her. Es geht in diesem Buch also eher um das wie als das was. Allerdings hätte man hier meiner Meinung nach noch mehr herausholen können. Besonders seltsam fand ich es, dass am Ende für die "Geburt einer Hexe" einfach drei andere "Hexen" verantwortlich gemacht wurden. Und dann taucht an einer Stelle auf, die Mutter der Königin sei auch eine Hexe gewesen? Da hat dann einiges auch nicht mehr zusammengepasst und man hat gemerkt, dass die Autorin auf den 250 Seiten einfach nicht genug Platz für ihre Ideen hatte.

Alles in allem fand ich das Buch unterhaltsam. Die Geschichte mit dem Vater und den Spiegeln fand ich gut gedacht, aber in den Details wird es dann schnell chaotisch und man findet Lücken in der Erzähllogik. Wer aber einfach gern ein kurzes und kurzweiliges Buch lesen möchte, dass ihn in die Disneywelt zurückversetzt, der kann hier nicht viel falsch machen. Für Kinder würde ich das Buch aber aufgrund der grausamen Themen nicht unbedingt empfehlen.

Kennt ihr diese Bücherreihe schon? Inzwischen sind wohl auch einige davon auf Deutsch erschienen. In meiner Bibliothek habe ich noch Ursula und das Biest gesehen.

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:


Hier geht es zu meinem Vlog für die ersten Tage des Reading Rush:

Freitag, 29. Mai 2020

[Filmkritik] Tinkerbell - Filmreihe

Hallo an alle Disneyfans,

heute möchte ich über eine ganze Filmreihe sprechen, wo mir die Namensgeberin sehr am Herzen liegt. Ja ich habe auch ein kleines Tattoo von ihr. Es geht um die liebe Tinker Bell.

Kommen wir zunächst zu der Reihe und ihren Titeln:

  • Tinker Bell (2008)
  • Tinkerbell - Die Suche nach dem verlorenen Schatz (2009)
  • Tinkerbell - Ein Sommer voller Abenteuer (2010)
  • Disney Fairies - Die großen Feenspiele (2011)
  • Das Geheimnis der Feenflügel (2012)
  • Tinkerbell und die Piratenfee (2014)
  • TinkerBell und die Legende vom Nimmerbiest (2014) 
Eine Fee wird geboren, wenn ein Baby das erste mal lacht - allein das muss doch jeden ebenso zu einem glücklichen Lachen bringen. 

Eine Tinker Fee hat die besondere Gabe Dinge zu erfinden und auch zu bauen. Sie sind erfinderisch und handwerklich talentiert. Übrigens ist das vom Wortstamm keine Erfindung von Disney. Diese Fähigkeiten mit tinkern zu beschreiben geht unglaublich weit zurück.

Die Geschichten drehen sich vor allem um Zusammenhalt und Freundschaften. Sie zeigen das Direktheit und Ehrlichkeit immer die beste Variante sind. Das ist generell eine wunderbare Nuance an diesen Filmen - sie haben immer ganz leicht verständliche erzieherische Aspekte und kommen dabei einfach so so niedlich rüber. 

Mein Lieblingsteil ist Das Geheimnis der Feenflügel da hier zwei Welten gezeigt werden. Endlich kommt auch der Winter dazu der mir vorher gefehlt hat. Feen sind nämlich auch dafür verantwortlich. 
Was ich nicht so gut finde ist, dass es doch kaum echte Konflikte gibt beziehungsweise wenn dann stechen sie nicht hervor oder heben sich ab. Alles ist irgendwie Ton in Ton und damit auch eine Stimmlage was für Konflikte unwirklich ist. 

Empfehlen würde ich es vor allem Kindern bis 12 Jahren. Da können meiner Meinung nach alle etwas von mitnehmen und natürlich als Fans. 

Habt ihr auch solche Figuren die eine besondere Rolle für euch spielen?

Eure Blue Diamond.

Donnerstag, 28. Mai 2020

[Filmkritik] Der König der Löwen

So meine Lieben,

dieses Highlight wollte ich mir bis zum Schluss aufheben, auch weil ich mich ewig nicht getraut habe ihn zu schauen. Die Faszination des Zeichentrickfilms aus 1994 kennen viele von euch sicher.
Daher gehe ich auch davon aus, dass alle die Geschichte kennen. Diese liegt hier sehr sehr nah am Original, es sind mehr die Charaktere die eine leichte Veränderung durchgemacht haben.

Diese Realverfilmung ist vollständig animiert und diese ist wundervoll umgesetzt. Die Detailgewalt ist großartig, das kommt sicher mit Absicht, besonders gut zur Geltung als ausschließlich einer kleinen Maus gefolgt wird. Die Farben sind intensiv und strahlen selbst in düsteren Szenen.

Ein paar Dinge haben mir aber nicht gefallen. Zazu ist hier irgendwie ein kläglicher Vogel. Auch Scar hat ein Rad ab und kommt total hilflos rüber. Der erwachsenen Simba macht einen trotteligen Eindruck aber das ist ja irgendwie auch süß.

Was mir unglaublich gut gefallen hat waren die Hyänen. Die sind gefühlt intelligenter als im Zeichentrickfilm und verhalten sich auch natürlicher. Timon und Pumbaa sind großartig. Sie stecken voller Ironie und ständig hatte ich das Gefühl das die beiden ihre Rollen getauscht haben.

Außerdem hat dieser Film eine sehr schöne Atmosphäre. Man kann sich einfach in diese Welt und die Savanne fallen lassen. Es ist eine tolle Erinnerung an den ersten Film und auch jetzt ein tolles Erlebnis.

Auch wenn es das erstmal für Realverfilmungen war, so geht es morgen trotzdem weiter,

eure Blue Diamond.

Mittwoch, 27. Mai 2020

[Filmkritik] Alladin

So ihr Lieben,

heute kommen wir zu einer echten Überraschung. Aladdin war für mich immer eine Geschichte die mich eher gegruselt hat. 1992 kam diese als Zeichentrickfilm raus. Ich vermute mal da damals die Geschichten aus 1001 Nacht noch fremd waren. Heute ist das ganz anders und ich das Interesse oder die Neugier vielleicht sogar groß.

Das erklärt für mich auch ein wenig warum diese Realverfilmung nur so glotzt vor lauter Protz. Das meine ich nicht negativ aber innerhalb dieser 130 Minuten fällt man von einer Faszination in die nächste.

Die Besetzung ist mit Will Smith als Dshinni natürlich grandios, doch auch die anderen Besetzungen können sich wirklich sehen lassen. Besonders mochte ich die Prinzessin und ihre Zofe. Natürlich auch unschlagbar und toll animiert sind Affe und Teppich.

Der Teppich ist übrigens mein absolutes Highlight und ich hätte zu gern selbst einen. Wer denn auch nicht?

Ebenso wirklich toll und ergreifend ist die ganze Szenerie, hier waren sehr kreative Leute am Werk und ich war einfach hin und weg. Dshinnis Animation ist besonders gut gelungen. Ein unglaublich imposanter Geist. Weniger toll oder so stark wie ich eigentlich erwartet hätte, waren der König und sein Vetter. Zwei so mächtige Männer die für mich irgendwie lächerlich waren.

Die Musik ist wunderschön gewesen. Doch ein bisschen Kritik bleibt nicht aus. So ist die Geschichte leicht verändert und das Ende zwar clever aber total plump umgesetzt. Das hat mich fast schon geärgert.

Aber trotzdem eine absolute Empfehlung. Man muss ehrlicherweise Will Smith mögen und eben auch die arabische Welt,

eure Blue Diamond.

Dienstag, 26. Mai 2020

[Filmkritik] Dumbo

Hallo an alle 90er Kinder,

der nächste Disneyfilm als Realverfilmung den ich euch vorstellen möchte, ist Dumbo. Das ist einer meiner absoluten Kindheitsfilme, also so frühe frühe Kindheit, so direkt nach Bambi frühe Kindheit.

Diese Version hier geht knapp zwei Stunden und stammt aus der Feder von Tim Burton, was man auch ohne es zu wissen, sehr schnell erkennt. Geht es euch auch so, dass man einfach nur wenige Momente braucht und zack man weiß, das ist ein Tim Burton. Das Original ist aus 1939, die Realverfilmung aus 2019.

Von der Zeichentrickversion unterscheidet sich diese hier schon mehr als bei Susi und Strolch. Dumbo wird hier zwar auch in einem Zirkus geboren, doch wird er mehr oder weniger zum Begleiter zweier Kinder deren Vater mit nur einem Arm aus dem Krieg zurück gekommen ist und darunter natürlich leidet. Seine Pferdenummer die dem Zirkus viel Geld brachte, ist nicht mehr möglich. Dafür soll er aus Dumbo eine Wahnsinnsnummer machen. Dank einem kuriosen Trick den die Kinder entdecken, klappt das auch.
Dumbo wird zu einer so großen Nummer, dass der wohl erste Freizeitpark der Welt auf ihn aufmerksam wird und ihn haben will. Das da nur was schief gehen kann, könnt ihr euch denken.
Milly und Joe Farrier, gespielt von Nico Parker und Finley Hobbins, sind die besagten Kinder und sie fügen sich einfach perfekt in die Szenarie ein. Sie tragen all den Kummer, die Sorgen und den Schmerz durch den Film. Natürlich ist man ebenso unglaublich emotional an Dumbo gebunden, doch ja das hat so was Normales, denn wer ist von Tierbabys denen die Mutter genommen wird nicht gerührt? Diese Kinder haben natürlich auch Schreckliches erlebt, doch das haut sie kein bisschen aus der Bahn. Ihre Rollen sind einfach grandios.
So viel Güte wie die beiden haben, so viel Schlechtes und Verachtenswertes gibt es auch im Film. Auch diese Sequenzen sind außerordentlich treffend und gut gestaltet. Sie sind auf eine grausame Art ehrlich und direkt.

Natürlich bringt die Faszination des Zeitalters in dem der Film spielt nochmal einen extra Bonus. Ich bin mir sicher, dass ein solcher Film wenn er heutzutage spielen würde nicht mal annähernd so viel Authentizität haben kann. Wie gewohnt sind Tim Burton Filme sehr kontrastreich und das meine ich vor allem im Bezug auf die Farben. Alles ist zwar grundsätzlich gedeckt gehalten, doch der Unterschied wird auch zwischen Gut und Böse noch einmal ganz klar.
Um alle ausgearbeiteten Details zu sehen muss man diesen Film sicher mehrfach schauen. Ich glaube nicht, dass alles sofort erfasst werden kann. Hin und wieder war er mir zu aufgedreht, doch das ist meckern auf ganz hohem Niveau.
Neben Dumbos Wunder wird auch das Thema Toleranz und Respekt in den Fokus gesetzt. Ein feiner Unterton, der nicht zu aufdringlich ist. Mochte ich.
Insgesamt hat mich dieser Film mehrfach heulen lassen, ich war gerührt, begeistert und mitgerissen. Ja ein toller Film für einfach jeden Abend, jederzeit und jedermann,

eure Blue Diamond.




Montag, 25. Mai 2020

[Filmkritik] Susi und Strolch

Hallo an alle Disneyliebhaber,

dank dem Disney+ Abo habe ich in letzter Zeit sehr viele Filme geschaut und packe euch diese nun in eine Woche. Heute widmen wir uns zunächst Susi und Strolch. Das ist wohl einer der Disneyfilme wo man nicht zuerst an die Musik denkt, sondern an Spaghetti die man sich unbedingt mit jemandem teilen möchte, den man gern hat. 2019 wurde diese Realverfilmung des Zeichentrickfilms aus 1955 auf Disney+ veröffentlicht. Bei solchen Filmen sind die Stimmen immer wesentlich wichtig und ich finde hier wurde eine wunderbare Auswahl getroffen. Nur Susi hat irgendwie nicht so viel Charme abbekommen, wie ich ihr gewünscht hätte. Aber da gewöhnt man sich schnell dran.
Die Geschichte kennen denke ich die meisten. Kurz zusammen gefasst - wir erleben eine glänzend harmonische Familie die ihr Glück erst mit einem Hund, dann mit einem Baby krönt. Doch das Familienleben wird manchmal durch fremde Einflüsse gestört, wodurch Missverständnisse entstehen. Susi trifft auf Strolch, dessen Benehmen ihr völlig fremd ist und sie merkwürdig findet, doch dann zeigt er ihr Orte und Momente, die für sie atemberaubend sind. Ja wir haben es hier mit einer wundervollen Liebesgeschichte zu tun. Ehrlicherweise werden Fans hier keine 1:1 Nachahmung des Zeichentrickfilms finden. Die meisten Unterschiede haben mir gut gefallen. Es wird tatsächlich auch ein bisschen Politik und Emanzipation eingebaut, was mir sogar ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert hat.
Kommen wir nun zu den Besonderheiten. Ich frage mich immernoch, wie viele Szenen echt waren, so mit kleinen Hundetricks gestellt und wie viele eher computeranimiert wurden. Da erkennt man natürlich die offensichtlichen sehr leicht, aber der Film hat wesentlich mehr zu bieten. Ich mochte auch sehr wie sie die Lieder angepasst haben, ich glaube sogar, dass mir diese hier besser gefallen. Ehrlich, bis kurz vor dem Ende war ich überzeugt, diese Realverfilmung würde mir besser gefallen, als der Zeichentrickfilm. Doch naja, dann kamen eben die letzten Szenen und ich war ob der Einfachheit einfach ein wenig enttäuscht. Mir fehlte eindeutig das Drama, es war fast schon langweilig. Aber das ist auch mein einziger Kritikpunkt, naja und Susis Stimme, aber das fällt da ja fast schon hinten runter. Wenn ich so darüber nachdenke, finde ich Susi irgendwie sehr naiv dargestellt. Klar soll sie so in der Art auch rüberkommen, aber so wie hier, ist es für meinen Geschmack doch etwas zu naiv.
Empfehlen kann ich den Film für einen schönen Familienabend. Ich kann mir aber nicht ganz vorstellen, ob Kinder hier lang bei der Stange bleiben und den Film durchhalten, denn er birgt eben nicht so viel Action oder Spannungsmomente. Vielleicht ist es ja auch so, dass diese Realverfilmungen eher für Erwachsene gemacht sind.

Was haltet ihr generell von solchen Verfilmungen?

Eure Blue Diamond.

Freitag, 3. Januar 2020

[Filmkritik] Coco - Lebendiger als das Leben!

Hallo im neuen Jahr auch an alle Filmfans,

diesen Film hat mir die liebe Kitty 2018 geschenkt, als es mir nicht so gut ging und ich habe ihn damals angefangen zu schauen, leider wollte aber mein PC nicht so richtig, als der Film dann zum Thema Tod kam, dachte ich so - ah vielleicht soll ich ihn gerade nicht schauen. Und nun über ein Jahr später hat mich die Filmeschauen-Lust gepackt und ich erinnerte mich, dass der ja noch offen ist.

Es handelt sich hier um eine Pixar Animation, also auch Disney, die 2017 erschien und etwas über 100 Minuten dauert. Freigegeben ist der Film ab 0 Jahren, einfach aufgrund des Genres und ich finde es super Kinder früh an das Thema heranzuführen, aber das Verstehen beginnt speziell bei diesem Film glaube ich erst so ab Grundschulalter. 2018 erhielt er gleich zwei Preise nämlich einen Oscar und einen Golden Globe Award, sowie zahlreiche Auszeichnungen. Muss also was dran sein, dass dieser Film wirklich gut ist und ja Leute, das ist er definitiv.

Die Handlung dreht sich um Miguel, der in Mexiko lebt, in einem Dorf, 12 Jahre alt ist und sich nicht so ganz in die Traditionen seiner Familie einfinden möchte. Was ihn am meisten belastet ist, dass er Musik liebt und seine Familie ihm Musik verbietet, denn diese habe ihr nur Unglück gebracht. Am Día de Muertos, einem mexikanischen Feiertag an dem man den Toten gedenkt, läuft das Fass auf allen Seiten über und Miguel zerstört versehentlich ein Bild auf dem Ahnenschrein der Familie seinen Ururgroßmutter. Damit das niemand bemerkt, versteckt er es. Parallel zu dem Feiertag findet auch ein Musikwettbewerb statt, bei dem Miguel teilnehmen möchte, doch er hat keine Gitarre und benötigt unbedingt ein Instrument. Er geht also auf den Friedhof zu seinem musikalischen Vorbild und will seine Gitarre leihen, doch dann passiert etwas Verrücktes. Miguel landet auf der Blumenbrücke die in das Reich der Toten führt und Tatsache kann er die nun auch noch sehen. Dort erlebt er nun einige außergewöhnliche Dinge.

Aus meiner Sicht ein ganz grandioser Film und weil ich nur schlecht schwärmen kann ohne zu spoilern, hier der offizielle Hinweis - könnte ab jetzt passieren!

Die Animationen sind wirklich herausragend gut umgesetzt. Ich liebe das Farbenspiel und die Vielfalt der Perspektiven. Wahrscheinlich wurde hier gute Recherche zu diesem Feiertag betrieben und alles was verkörpert wird, ist auch so in dem Glauben verankert. Die Blumenbrücke ist mein persönliches Highlight, genauso wie die Bedingungen um diese Blütenblätter.

Dann muss ich ehrlich sagen, hat mich total irritiert, dass der Film Coco heißt und dann treffen wir auf Miguel und wo um Himmelswillen ist Coco und wer ist das? Ja dann habe ich es irgendwann bemerkt und am Ende des Films war ich einfach nur hin und weg, sicher auch, weil meine eigene Oma dieses Jahr verstorben ist. Dieser Film hat mir einen ganzen Wasserfall von Tränen entlockt und das vor Trauer, vor Gerührtheit und vor Freude. Die Stimmungen kommen einfach so perfekt rüber und sind so präzise in Szene gesetzt, dass ist schon toll.

Besonders sticht auch der Familienzusammenhalt heraus und kann daher wohl jeden Familienabend bereichern. Auch das Thema Tod wird sehr schlicht und als eben einfach da und nicht als schlimm gezeigt. Warum die Toten dann weiter existieren, ist auch eine so wunderbare Idee, die nun wirklich jeder für sich selbst herausfinden soll. Und die Wegbegleiter erst - haaach.

Ein Film der von mir auf ganzer Linie empfohlen wird,

eure Blue Diamond.