- Autorin: Charlotte McConaghy
- Übersetzerin: Tanja Handels
- Roman
- 2020 erschienen
- 400 Seiten
- S. Fischer Verlag
- Preis: 22,00€ (gebundenes Buch)
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Freitag, 28. Mai 2021
Zugvögel
Mittwoch, 17. Februar 2021
Kleine Katze Chi 4
Hallo meine Lesefreunde,
ich habe gerade eine stressige Woche, daher gibt es heute von mir nur einen kurzen Post. Dies ist, abgesehen von zwei Weihnachtsbüchern, das letzte Buch aus dem letzten Jahr, von dem ich euch noch nicht berichtet hatte. Wie immer habe ich es zum Reading Rush gelesen, denn davor ist dieser kleine Manga perfekt.
Die Fakten:
- Autor: Konami Kanata
- Übersetzung: Nadja Stutterheim
- Titel: Kleine Katze Chi
- Reihe: Kleine Katze Chi 4
- Verlag: Carlsen Manga
- Erschienen: 2015
- Seiten: 146
- Preis: 9,95 Euro
- Klappentext: "So ein Umzug ist ohne Frage anstrengend! Das finden auch die Yamadas und ganz besonders Chi. Aber nachdem es seine Angst überwunden hat, macht sich das neugierige Kätzchen sofort daran, die fremde Umgebung zu erforschen. Wer sind die neuen Nachbarn? Und was verbirgt sich eigentlich hinterm Gartenzaun? Aufregende Abenteuer und neue Freunde warten auf die kleine Katze!"
Zur Handlung: In dieser Manga-Reihe folgen wir dem Kätzchen Chi. Von der Mutter getrennt wurde Chi von Familie Yamada adoptiert, damit es überleben kann. Allerdings durfte die dreiköpfige Familie keine Haustiere in ihrer Wohnung haben, und da Chi mit der Zeit sehr neugierig und abenteuerhungrig wurde, sind sie schließlich aufgeflogen.
Nun hat die Familie beschlossen sich eine Wohnung zu suchen, in der Chi ganz offiziell wohnen darf. Das bedeutet natürlich ganz neue Abenteuer in einer ganz neuen Umgebung. Aber auch Stress für das kleine Kätzchen, denn Umziehen ist nie nur Spaß.
Wie auch schon die Vorgängerbände war dieser Manga einfach zuckersüß. Er richtet sich vor allem an Kinder, aber auch alle anderen Katzenliebhaber werden hier etwas finden, das ihnen gefällt. Chi muss man einfach lieben, sie hat so viel chaotische Energie. Aber auch Chis Familie ist sehr niedlich. Vor allem finde ich es toll, dass sie nun extra umgezogen sind, um Chi behalten zu können, nachdem dies im Vorband noch auf der Kippe stand.
Am Anfang geht es vor allem darum, wie Chi mit dem Umzug klarkommt. Dabei zeigt der Manga seh schön, warum umziehen für Tiere so anstrengend ist und warum sie einfach Zeit zur Eingewöhnung brauchen. Chi ist natürlich ganz schön verwirrt, als sie plötzlich Treppen steigen und in den Garten gehen kann, gewinnt das neue Zuhause aber schnell lieb, weil ihre Familie da ist.
Die Nachbarn in diesem Gebäude haben alle möglichen Haustiere, von Rassekatzen bis Kaninchen. Suspekt ist Chi dabei vor allem der Hund in der Nachbarschaft. Dieser freut sich zwar sehr, Chi kennen zu lernen, aber man sieht sehr schön, warum diese beiden Arten sich irgendwie missverstehen.
Am Ende geht es dann noch ums Versteckspielen, worin Katzen klare Meister sind. Wer hat seine Katze nicht schon schlafend im Kleiderschrank oder unter einer Bettdecke gefunden? Allen diesen Geschichten ist gemein, dass sie sich am Alltag orientieren, lustig gemacht sind, und wichtige Informationen über das Leben mit einer Katze unterbringen. Daher mag ich die Reihe sehr gern und freue mich schon, Band 5 dieses Jahr zu lesen. Den hat mir die liebe Blue nämlich wie jedes Jahr zum Geburtstag geschenkt.
Kennt ihr die Reihe? Und würde sie euch theoretisch interessieren?
Bis bald,
Eure Kitty Retro
Meine Bewertung:
Sonntag, 22. November 2020
Stories of Your Life and Others
- Autor: Ted Chiang
- Titel: Stories of Your Life and Others
- Erschienen: 2020 (erstmals 2014)
- Verlag: Picador
- Seiten: 338
- Preis: 9,29 Euro
- Klappentext: "With Stories of Your Life and Others, his masterful first collection, multiple-award-winning author Ted Chiang deftly blends human emotion and scientific rationalism in eight remarkably diverse stories, all told in his trademark precise and evocative prose. From a soaring Babylonian tower that connects a flat Earth with the firmament above, to a world where angelic visitations are a wondrous and terrifying part of everyday life; from a neutral modification that eliminates the appeal of physical beauty, to an alien language that challenges our very perception of time and reality, Chiang's rigorously imagined fantasias invite us to question our understanding of the universe and our place in it."
- Tower of Babylon
- Understand
- Division by Zero
- Story of Your Life
- Seventy-Two Letters
- The Evolution of Human Science
- Hell is the Absense of God
- Liking What You See: A Documentary
Mittwoch, 12. August 2020
Smith of Wooton Major
- Autor: J. R. R. Tolkien
- Titel: Smith of Wooton Major
- Erschienen: 2015 (erstmals: 1967)
- Verlag: Harper Collins
- Seiten: 209 (davon 57 die Geschichte selbst)
- Preis: 11,58 Euro
- Klappentext: "Every 24 years in the village of Wooton Major, the Feast of the Good Children was held. To celebrate it a Great Cake was prepared, to feed the 24 children who were invited. The cake was very sweet and rich and entirely covered in sugar icing. But inside there were some very strange ingredients and whoever swallowed one of them would gain the gift of entry into the Land of Faery..."
Donnerstag, 6. August 2020
Barfuß durch Hiroshima - Kinder des Krieges
- Autor: Keiji Nakazawa
- Titel: Barfuß durch Hiroshima - Kinder des Krieges (Original: Hadashi No Gen)
- Reihe: Barfuß durch Hiroshima 1
- Übersetzung: Nina Olligschläger
- Erschienen: 2004 (erstmals 1975)
- Verlag: Carlsen Comics
- Seiten: 293
- Preis: 14,00 Euro
- Klappentext: "Der Morgen des 6. August beginnt sonnig. Niemand ahnt, was Augenblicke später über die Bewohner der Stadt Hiroshima hereinbrechen wird... Keiji Nakazawa ist sechs Jahre alt, als die Atombombe über seiner Heimatstadt gezündet wird. Im ersten Teil seiner vierbändigen Autobiografie dokumentiert der Autor die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs im militärisch geprägten Japan: die eiserne Kriegstreiberei eines unbelehrbaren Regimes, der blinde Opportunismus der Mitläufer, die Unterdrückung von politisch Andersdenkenden und schließlich die Katastrophe."
Mittwoch, 29. Juli 2020
The New Jim Crow
- Autor: Michelle Alexander
- Übersetzung: Gabriele Gockel, Thomas Wollermann, Kollektiv Druckreif
- Titel: The New Jim Crow
- Erschienen: 2016 (erstmals 2010)
- Verlag: Antje Kunstmann GmbH
- Seiten: 354 (+ Literaturverzeichnis)
- Preis: 24,00 Euro
- Klappentext: "Als Jim-Crow-Ära gilt in den USA die Zeit vom Ende des amerikanischen Bürgerkriegs bis zum Erfolg der Bürgerrechtsbewegung, in der die Rassenhierarchie in den USA durch zahlreiche Gesetze und Maßnahmen zementiert war. Michelle Alexander argumentiert, dass das rassistische System in den 1960er Jahren nicht abgeschafft wurde, sondern unter dem Deckmantel des Kriegs gegen die Drogen eine neue Form gefunden hat: The New Jim Crow."
Montag, 27. Juli 2020
The War of the Worlds
der Reading Rush ist vorbei und ich habe nun eine Menge Bücher hier, die ich euch unbedingt vorstellen möchte. Dabei starte ich heute mit einer absoluten Überraschung. In der Bibliothek hatte ich vor einer Weile nach passenden Büchern für die Challenges gesucht und dabei recht unerwartet The War of the Worlds eingepackt. Vom Autor H. G. Wells hatte ich bereits vor Jahren The Island of Dr. Moreau gelesen, war aber eher unterwältigt. Deswegen konnte mich The War of the Worlds nun besonders überraschen.
Die Fakten:
- Autor: H. G. Wells
- Titel: The War of the Worlds
- Erschienen: 2005 (erstmals 1898)
- Verlag: Penguin Classics
- Seiten: 180 + Anhang
- Preis: 4,60 Euro
- Klappentext: "The night after the shooting star is seen streaking across the sky, a cylinder is discovered on Horsell Common. Fascinated and exhilarated, the local people approach the mysterious object armed with nothing more than a white flag. But when gruesome alien creatures emerge armed with all-destroying heat-rays, their rashness turns rapidly to fear. As the rays blaze towards them, it soon becomes clear they have no choice but to flee - or die. Soon, the Martians begin a sinister invasion of the world. Destroying all in their path with black gas and burning rays, they brutally make their advance, feasting on the warm blood of still-living human prey. The forces of the Earth, however, may prove harder to beat than they at first appear..."
Zur Handlung: Unser Protagonist ist ein angesehener Philosoph und Schriftsteller, der eines Abends einem Kollegen in der Sternwarte Gesellschaft leistet. Dabei sehen sie eine komische Explosion auf dem Planeten Mars. Dies wiederholt sich über 10 Tage. Einige Tage später landet der erste Zylinder auf der Erde, ganz nah am Haus unseres Protagonisten. Angezogen von diesem fremden Gegenstand gehen die Menschen immer näher. Sie wissen nicht, ob es etwas Lebendiges im Zylinder ist.
Als jedoch klar wird, dass darin Marsianer zur Erde gekommen sind, die es ganz und gar nicht friedlich mit der Menschheit meinen, kommt das Militär zum Einsatz. Doch bei dem Versuch die Marsianer zu zerstören, werden diese nur noch wütender und tödlicher. Die Sicherheit, in der sich die Menschheit in England zu lange wiegte, ist Geschichte. Es beginnt der Kampf ums Überleben.
Zunächst muss man bei diesem Buch im Hinterkopf behalten, dass es noch im 19. Jahrhundert veröffentlicht wurde. Beim Lesen hatte ich es deutlich später eingeordnet, vielleicht in den 30er oder 40er Jahren. Das zeigt, mit welcher ungeheuren Phantasie H. G. Wells in dieser Geschichte aufwartet, in der es noch keinen Weltkrieg gab. In der Tat sollte man meinen, dass die Mächte in den Weltkriegen eher von seinen Ideen inspiriert waren als anders herum.
Besonders ist das Buch für mich vor allem, weil es sehr viel über die damalige - und die jetzige - Zeit aussagt. Der Horror in dieser Geschichte, lag für die Menschen zu Wells' Lebzeit in der Idee, dass nicht sie die Kolonialisten sind, sondern diejenigen, die kolonialisiert werden. Und das macht Wells auch sehr explizit, indem er die Leser immer wieder veranlasst, nicht zu hart mit den Marsianern zu urteilen, denn schließlich habe sich die (weiße) Menschheit ja in vielen Moment fast noch schlimmer verhalten.
Wells bringt so den Krieg, die Machtlosigkeit und die Ungerechtigkeit der Kolonialisierung ins friedliche England, wo die Menschen ihren kleinen Leben nachgehen, Intellektuelle sind oder Bauern oder Hausfrauen. Diese ruhige Idylle, die sich am Beginn des Buches abzeichnet, wird in das absolute Chaos verwandelt, ohne dass die Bewohner etwas dafür können. Plötzlich erscheint da eine Macht, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Ich fand das so interessant - und dass wir uns heute immer noch mit so einer Geschichte identifizieren können, sagt doch viel aus über uns als (weiße) Menschen.
Der Hauptcharakter im Buch ist ein Intellektueller. Deswegen kann er auch im Chaos gelegentlich einen Schritt zurücktreten, und uns die Geschehnisse einordnen. Dennoch ist auch er einfach nur noch auf der Flucht. Er ist verstört von den Marsianern und von seinen Mitmenschen gleichermaßen. Immer wieder gerät er in Situationen, wo er mit Fremden zusammengepfercht ist, die er nicht ertragen kann. Ich fand es spannend, diesem Charakter zu folgen, der uns hier ganz bewusst seine Geschichte erzählt (und ein paar Kapitel die seines Bruders).
Ich war von der Geschichte vom ersten Augenblick an in den Bann gezogen. Man ist mehr oder weniger direkt im Geschehen und verfolgt mit Staunen und immer mehr Grauen, was geschieht. Das Buch hatte für mich eine gute Geschwindigkeit, auch wenn ich in anderen Rezensionen genau das Gegenteil gelesen habe. Es ist also Geschmackssache. Für mich waren die Vorgänge aber alle total nachvollziehbar und sie erschienen mir realistisch. Interessant ist es vor allem, diese Geschichte im 19. Jahrhundert verortet zu sehen. Zu Beginn des Buches sehen wir so zum Beispiel immer wieder Charaktere, die so ins Chaos gezerrt wurden, dass sie ihren Hut verloren haben - oh schreck...
Wenn ihr also den Film kennt, dann wisst ihr eigentlich nichts über dieses Buch. Klar, die Tripods könnt ihr euch dann vielleicht ein bisschen besser vorstellen - H. G. Wells brauchte zur Beschreibung in seiner Zeit noch einen Melkhocker - aber das Buch ist nochmal ganz anders, und meiner Meinung nach viel besser.
Alles in allem hat mich dieses Buch total positiv überrascht. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen, ich mochte all die schlauen Dinge, die Wells darin verpackt hatte, und trotzdem war es einfach spannend. Wenn man das Buch in der Zeit verortet, in der es geschrieben wurde, ist es einfach unglaublich, wie viel Weitsicht und Phantasie Wells mit diesem Buch bewiesen hat. Und das Buch hat sicherlich auch Probleme, zum Beispiel kommt quasi keine Frau richtig vor, aber mir hat es trotzdem sehr gut gefallen. Außerdem waren die Kommentare und Verweise in dieser Penguin-Edition total interessant und hilfreich - Wells zitiert sich zum Beispiel gern selbst.
Sicherlich kennt ihr den Film, aber habt ihr je erwogen das Buch zu lesen? Ich hoffe, jetzt schon!
Bis bald,
Eure Kitty Retro
Meine Bewertung:
Donnerstag, 23. Juli 2020
Fairest of All
heute möchte ich euch das erste Buch vorstellen, dass ich für den diesjährigen Reading Rush beendet habe. Es gab da eine Challenge, das man das erste Buch, das man berührt, lesen soll. Wie man das genau gestaltet, blieb einem selbst überlassen. Daher bin ich in die Bibliothek gegangen, habe mich dort in die Jugendbuchabteilung gestellt und habe geschaut, welches Buch nur vom Buchrücken her interessant aussieht. Das erste, was ich dann herausgezogen habe, habe ich für diese Challenge benutzt.
Die Fakten:
- Autor: Serena Valentino
- Titel: Fairest of All
- Reihe: Disney Villain Stories
- Erschienen: 2009
- Verlag: Disney Press
- Seiten: 250
- Preis: 12,66 Euro
- Klappentext: "The tale of the young princess Snow White and her evil stepmother the Wicked Queen is widely known. Despite a few variations from telling to telling, the story remains the same - the Queen was jealous of the girl's beauty, and this jealousy culminated in the Queen's attempt on the sweet, naive girl's life. Another tale far less often spoken off is the one that explains what caused the Queen to become so contemptously vile. Still, some have attempted to guess at the reason. Perhaps the Queen's true nature was that of a wicked hag and her beautiful, regal appearance a disguise used to fool the King. Others claim that the Queen might have hated the girl for her resemblance to the King's first wife. Mostly, the Queen is painted as a morally abhorrend woman who never loved another being during the course of her miserable life. In fact the theories about exactly what cause the Queen's obessive vanity and jealous rage are too numerous to catalog. This book recounts a version of the story that has remained untold until now. It is a tragic tale of love and loss, and it contains a bit of magic. It is a tale of the Wicked Queen..."
Zur Handlung: Jeder weiß, dass die böse Königin Scheewittchen töten (lassen) wollte. Ihr Hass und ihre Eifersucht auf das schöne junge Mädchen sind weltberühmt. Aber warum hat sich diese Familientragödie so weit hochgeschaukelt, dass am Ende Menschen sterben mussten? War die Königin immer schon böse, oder hat irgendwas sie auf die Seite des Bösen verführt?
The Queen ist in diesem Buch eine junge Frau, die von ihrem Vater, einem Spiegelmacher, sehr schlecht behandelt wird. Sie selbst wuchs ohne ihre Mutter auf, die bei der Geburt verstarb. Sie kann sich nicht vorstellen, wie ihre Mutter ihren Vater je lieben konnte. Dieser sagt ihr immer wieder, dass sie hässlich ist und es nie zu irgendetwas bringen wird. An ihrer Hochzeitsnacht erhält die Königin als Geschenk einen magischen Spiegel, in dem sie schließlich das drohende Gesicht ihres totes Vaters wiedererblickt. Doch diesmal ist er durch Magie gezwungen, ihr die Wahrheit zu sagen: dass sie die schönste im ganzen Land ist!
In diesem Buch wenden wir uns also auf 250 Seiten der Origin Geschichte der bösen Königin aus Schneewittchen zu. Dabei erkennen wir sie zu Beginn des Buches kaum wieder. Sie ist jung, verliebt und glücklich. Sie glaubt, den Klauen ihres Vaters für immer entkommen zu sein und nun die Chance auf eine eigene Familie zu haben, wo sie alles besser machen will.
Mit dem jungen Schneewittchen, die hier noch ein Kleinkind ist, fühlt sie sofort mit, denn sie weiß, wie es ist, ohne Mutter aufzuwachsen. Schneewittchen ihrerseits liebt ihre neue Mama sofort und will viel Zeit mit ihr verbringen. Die Familie erlebt eine kurze Phase des Glücks, doch dann bricht Krieg an den Grenzen des Königreichs aus und der Vater muss fort.
Sobald die Königin allein ist, wird sie der Magie des Spiegels gewahr. Sie versucht mehrfach, diesen zu zerstören oder fortbringen zu lassen, aber er findet den Weg immer wieder zurück zu ihr. Nach einem schrecklichen Schicksalsschlag wird der Spiegel dann zu ihrem Leben. Da er ihr immer wieder sagt, wie schön sie ist, kann sie sich der Welt stellen. Bis er eines Tages etwas anderes sagt und ihre Welt aus den Fugen gerät. Der Spiegel wird damit zu einer Art Droge für die Königin und man kann da sehr viele Parallelen ziehen, wenn man möchte.
Ich fand den Umschwung dann aber doch ein bisschen zu krass. Auf 250 Seiten wird die Königin von einer verliebten, glücklichen jungen Frau genau die Hexe, die wir aus dem Film kennen. Dabei findet die Veränderung dann nur über wenige kurze Kapitel statt und man muss doch viel interpretieren und selbst überlegen, was da wohl jetzt los ist. Dazu trägt auch bei, dass wir in der Narration nicht direkt im Kopf der Königin sind und die Perspektive doch eine gewisse Distanz nicht überbrücken kann.
Neben den üblichen verdächtigen Charakteren, die wir aus dem Disneyfilm kennen, gibt es noch eine Dienerin namens Verona, die eine Freundin und Vertraute der Königin ist. Hier tut sich dann die erste Konfliktlinie für die Königin auf. Ich fand allerdings, dass auch hier der Umschwung viel zu rasch war und damit schwer nachvollziehbar. Wenn ich den Spiegel als eine Art Droge interpretiere, verstehe ich schon, wie das Ganze abgelaufen ist, aber es war einfach ein bisschen zu übereilt. Die Motive und Gefühle der Königin wirkten sehr eindimensional im ganzen Buch und schlugen dann nur plötzlich um.
Das Ende des Buches ist dann das, was wir aus dem Film kennen - soweit ich mich an den Film erinnere, denn es ist echt lange her. Es geht in diesem Buch also eher um das wie als das was. Allerdings hätte man hier meiner Meinung nach noch mehr herausholen können. Besonders seltsam fand ich es, dass am Ende für die "Geburt einer Hexe" einfach drei andere "Hexen" verantwortlich gemacht wurden. Und dann taucht an einer Stelle auf, die Mutter der Königin sei auch eine Hexe gewesen? Da hat dann einiges auch nicht mehr zusammengepasst und man hat gemerkt, dass die Autorin auf den 250 Seiten einfach nicht genug Platz für ihre Ideen hatte.
Alles in allem fand ich das Buch unterhaltsam. Die Geschichte mit dem Vater und den Spiegeln fand ich gut gedacht, aber in den Details wird es dann schnell chaotisch und man findet Lücken in der Erzähllogik. Wer aber einfach gern ein kurzes und kurzweiliges Buch lesen möchte, dass ihn in die Disneywelt zurückversetzt, der kann hier nicht viel falsch machen. Für Kinder würde ich das Buch aber aufgrund der grausamen Themen nicht unbedingt empfehlen.
Kennt ihr diese Bücherreihe schon? Inzwischen sind wohl auch einige davon auf Deutsch erschienen. In meiner Bibliothek habe ich noch Ursula und das Biest gesehen.
Bis bald,
Eure Kitty Retro
Meine Bewertung:
Hier geht es zu meinem Vlog für die ersten Tage des Reading Rush:
Freitag, 8. Mai 2020
Brooklyn
zu meinem Geburtstag hat mir Sabrina von Lookatmybooks dieses Buch geschenkt und es passte recht gut in den Magical Readathon und das Reading Rush Stay at Home Special im April. Heute möchte ich euch davon berichten. Zuerst möchte ich sagen, dass ich den Film gesehen habe, kurz nachdem er veröffentlicht wurde, und den Film schon nicht besonders mochte. Daher hätte ich das Buch nicht selbst gekauft. Da es aber einmal da war, musste es auch gelesen werden.
Die Fakten:
- Autor: Colm Tóibín
- Titel: Brooklyn
- Erschienen: 2009
- Verlag: Penguin Books
- Seiten: 252
- Preis: 8,49 Euro
- Klappentext: "It is Ireland in the early 1950s and for Eilis Lacey, as for so many young Irish girls, opportunities are scarce. So when her sister arranges for her to emigrate to New York, Eilis knows she must go, leaving behind her family and her home for the first time. Arriving in a crowded lodging house in Brooklyn, Eilis can only be reminded of what she has sacrificed. She is far from home - and homesick. And just as she takes tentative steps towards friendship, and perhaps something more, Eilis receives news that sends her back to Ireland. There she will be confronted by a terrible dilemma - and a devestating choice between two worlds."
Zur Handlung: Eilis hat immer im Schatten ihrer großen Schwester gestanden. Während diese eine moderne junge Frau ist, die ihren eigenen Weg geht und großes Ansehen genießt, beschäftigt sich nie jemand lange mit Eilis. Die Jungen aus dem Ort sind nicht an ihr interessiert - und sie auch nicht an ihnen. Sie arbeitet in einem kleinen Laden immer nur am Sonntag.
Alles ändert sich aber an dem Tag, als ihre Schwester einen Pastor mit nach Hause bringt. Schnell wird klar, dass der Plan der Schwester ist, dass Eilis nach Amerika gehen soll, um dort ein neues Leben zu beginnen. Die Mutter ist nicht begeistert, sieht aber, dass Eilis keine Zukunft in ihrem Heimatort hat. So wird Eilis in die große Welt hinausgeschickt.
Dieses Buch weiß nicht recht, was es sein will. Man könnte sagen, es ist eine Coming-of-Age-Geschichte, aber Eilis wird kein Stück erwachsen und schafft es auch im letzten Moment nicht, mal eine eigene Entscheidung für ihr Leben zu treffen. Man könnte sagen, es ist eine Romanze, aber dafür, dass Eilis gleich mit zwei Typen anbandelt, wird es nicht wirklich romantisch, und Eilis ist sich ziemlich sicher, dass sie keinen der beiden Typen wirklich liebt. Man könnte meinen, es ist eine Geschichte über Migration, und das trifft wohl noch am ehesten zu, ist gleichzeitig aber nur ein winziger Teil der Geschichte. Alles in allem ist es einfach kein gutes Buch.
Ok, ab hier Spoiler-Alert: Eilis als unser Hauptcharakter ist so, wie ein weißer Mann eine Frau in den 50ern sieht: willenlos. Ihr Familie schiebt sie nach Amerika ab, ihre Mitbewohnerinnen und die Vermieterin schieben sie hin und her, der erste Typ, der sich irgendwie interessiert zeigt, kriegt sie ins Bett, dann schickt der Pastor sie zurück nach Irland, dort wollen verschiedene Personen sie verkuppeln, was auch super klappt - obwohl sie ja gar kein Single mehr ist - und schließlich will jemand am Ende alles auffliegen lassen und sie verschwindet zurück nach Amerika...
Das, was ich an diesem Buch am besten fand, war die Auseinandersetzung mit der Migrationserfahrung. Eilis stürzt in eine Welt, die sie sich gar nicht vorstellen kann, plötzlich ist sie mitten drin. Und dann kommt das Heimweh und sogar eine Art Depression. (Die wird dann natürlich mit ein bisschen Aufmerksamkeit von einem Mann geheilt und so, achja, und von Bildung.) Das haben auch andere Personen positiv gesehen. Dennoch interessieren mich Bücher in diese Richtung eigentlich mehr, wenn es nicht um weiße Frauen in den 50ern geht.
Der romantische Part war mehr als fragwürdig. Das fängt natürlich an dem Moment an, wo sie gesteht, dass sie ihren Liebhaber ja gar nicht liebt - zumindest sich selbst. Aber sie will ihn natürlich nicht verletzen - weswegen sie ihn heiratet. It was the 50s... Und davor gibt es noch eine sehr fragwürdige Sexszene, die sich wohl so liest, wie Männer sich das erste Mal einer naiven Frau vorstellen: sie will es nicht, hat aber eben irgendwie das rummachen angefangen, es ist ziemlich schmerzhaft, aber gerade dadurch ja irgendwie schön?! Also lieber gleich noch ein zweites Mal... also, will sie auch nicht, aber er halt. Und am Ende war es ja offensichtlich doch so schön, dass das ganze Haus was davon hatte.
Noch seltsamer wird es, als Eilis nach Hause zurückkehrt. Denn hier ist sie plötzlich ein Star, mit ihren schicken amerikanischen Kleidern. Und siehe da, der beste Fang im ganzen Ort, der sie vor ihrem Amerikatrip hat kalt abblitzen lassen (natürlich nur, weil er ja nicht wusste, wie man mit Frauen redet - it was the 50s!), findet sie jetzt richtig hot. Und gleich mehrere Leute finden, dass Eilis doch mit ihm zusammenkommen sollte. Und Eilis wäre nicht Eilis, wenn sie das einfach fröhlich mitspielt. Nicht dass der Typ inzwischen viel besser mit Frauen reden könnte. Blöd nur, dass sie keinem gesagt hat, dass sie verheiratet ist. Romaaaantisch.
Ich glaube, damit habe ich eigentlich alles gesagt. Ich mochte den Blick in das amerikanische Kaufhaus der 50er Jahre - da arbeitet Eilis schließlich. Ich mochte auch, dass Eilis die Abendschule besucht, um sich weiterzubilden - warum ist sie nicht einfach dabei geblieben? Ich mochte auch ein bisschen dieses Setting in einem Lodging Haus. Das hatte ich schon in ein paar Mal in historischen Romanen und finde das irgendwie spannend. Aber das meiste war einfach Mist.
Ich kann euch das Buch also nicht empfehlen. Und wenn ihr immer noch wollt, schaut den Film. Auf den 250 doch sehr klein bedruckten Seiten passiert nichts, was nicht auch irgendwie im Film war.
Mich würde interessieren, ob irgendwer ein besseres Leseerlebnis hatte? Ich meine, irgendwer dachte ja auch, das wäre verfilmungswürdig...
Bis bald,
Eure Kitty Retro
Meine Bewertung:
Freitag, 30. August 2019
Herz Dame sticht
für den Reading Rush habe ich endlich mal wieder zu einem Buch über Mrs Murphy und ihre Freunde gegriffen. Es handelt sich dabei um eine detektivische Katze, die Verbrechen in einer amerikanischen Kleinstadt aufklärt. Letztes Jahr hatte ich versehentlich ein Buch gelesen, das viel später in der Reihe erschien, aber nun bin ich wieder auf Kurs.
Die Fakten:
- Titel: Herz Dame sticht (Original: Murder, she meowed)
- Reihe: Mrs Murphys Mysteries 5
- Autor: Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown
- Übersetzung: Margarete Längsfeld
- Illustration: Wendy Wray
- Erschienen: 1998
- Verlag: Rowohlt Verlag
- Seiten: 314
- Preis: ab wenigen Cent gebraucht
- Klappentext: "Ein Jockey wird ermordet aufgefunden - durchbohrt nicht nur das Herz, sondern auch eine Spielkarte. Da hilft nur noch tierischer Spürsinn: Tigerkatze Mrs Murphy und Corgihündin Tee Tucker schnüffeln diesmal hinter den Kulissen des feinen Pferderennsports und stoßen auf ausgesprochen unfeine Sitten."
Zur Handlung: Es ist mal wieder etwas los rund um Crozet. Das verschlafene Städtchen in Amerika wird zum Mittelpunkt einer Mordserie, die mit Pferderennen in Verbindung zu stehen scheint. Es war eigentlich ein schönes Anlass, wegen dem Harry zum Pferderennen kam, doch schnell wird sie in mysteriöse Machenschaften hineingezogen.
Wie immer mit von der Partie sind ihre beste Freundin Susan, ihre Kollegin und Backfee Mrs Hogendobber, Exmann Fair und die Polizisten Rick Shaw und Cynthia Cooper. Alle gemeinsam versuchen herauszufinden, wer Jockeys ermordet und was dies alles mit dem Verschwinden einer jungen Mutter vor einigen Jahren zu tun haben könnte.
Inzwischen befinden wir uns im fünften Teil der Reihe. Zu Beginn mochte ich die Darstellung des kleinstädtischen Lebens in Amerika, die Charaktere waren zwar teilweise sehr klischeehaft, aber dennoch mochte man die meisten einfach. Und ich bin natürlich großer Katzenfan und mochte daher vor allem die Gespräche, in denen sich die Haustiere auch ein bisschen sozialkritisch und lustig über die Menschen äußern.
In diesem Band hatte all das irgendwie nachgelassen. Das Pferderennen steht im Fokus und wir beschäftigen uns kaum mit Crozet und den Menschen, die da leben. Wir erfahren zwar immer noch einiges über Mirandas Backkünste und Mims Größenwahn, aber es scheint alles nur noch da zu sein, um den Plot weiter voranzutreiben. Das warme, gemütliche Gefühl der ersten Bücher hat sich irgendwie verloren.
Auch fehlten mir die Kommentare von Mrs Murphy, Tee Tucker und Pewter, die oft nicht verstehen, warum Menschen so schwer von Begriff sind. Irgendwie hat vor allem dieses Department stark abgebaut im Roman. Stattdessen werden immer mal neue Tiere einbezogen - hier Pferde und Mäuse - aber irgendwie hat das für mich wenig Reiz gehabt.
Der Fall selbst ist ganz spannend aufgebaut. Man kann miträtseln wie immer, es wird auch ein Verbrechen aus der Vergangenheit eingebaut, um alles zu plausibilisieren, und dennoch sieht man nicht schon viel zu früh kommen, wer nun der Täter ist und warum er tut, was er tut. Am Ende haben wir dann einen für die Reihe typischen Show-Down, indem sich Harry mal wieder etwas dumm benimmt und die Tiere sie retten müssen. Das gehört eben irgendwie dazu.
Charakterlich hatte ich das Gefühl, dass sich in diesem Band niemand weiterentwickelt. Alle Charaktere stehen irgendwie still. Mim ist Mim, Harry bleibt Harry - stur wie immer - und Fair will sie immer noch zurück. Susan steht mir viel zu viel am Rand, Miranda sorgt für einige Schmunzelmomente. Und wo ist eigentlich Blair abgeblieben? Wenn der nicht bald wiederkommt, werde ich die Reihe vielleicht ganz aufgeben.
Alles in allem konnte mich dieser fünfte Band also nicht überzeugen. Ich hoffe wirklich, dass die Bücher wieder besser werden. Ich will mehr gemütliches amerikanisches Kleinstadtfeeling, ich will mehr Charakterentwicklung und mehr Haustiergetuschel, das auch mal kritisch ist und uns Menschen zeigt, wie seltsam wird sind. Den nächsten Band habe ich mir nun gebraucht bestellt und werde euch dann in einiger Zeit berichten.
Kennt ihr die Reihe? Wie steht ihr zu mordermittelnden Haustieren?
Bis bald,
Eure Kitty Retro
Meine Bewertung:
Freitag, 16. August 2019
Farmer Giles of Ham
heute kommen wir zu einem kleinen Büchlein von J. R. R. Tolkien. Wenn ihr etwas über mich wisst, dann hoffentlich, dass ich riesiger Tolkien-Fan bin. Ich habe mir damals dieses kleine Boxset gewünscht mit vier Büchlein von Tolkien, die mehr oder weniger mit Herr der Ringe und Mittelerde zu tun haben. Davon habe ich euch bereits Roverandom und Die Abenteuer des Tom Bombadil vorgestellt. Heute geht es mit einer Geschichte weiter, die zwar etwas an den Hobbit erinnert, aber gar nix mit Mittelerde zu tun hat.
Die Fakten:
- Autor: J. R. R. Tolkien
- Herausgeber: Christina Scull und Wayne G. Hammond
- Illustrator: Pauline Baynes
- Titel: Farmer Giles of Ham
- Erschienen: 2014 (erstmals 1949)
- Verlag: Harper Collins
- Seiten: 225
- Preis: 14,95 Euro oder im Boxset
- Klappentext: "Farmer Giles of Ham did not look like a hero. He was fat and red-bearded and enjoyed a slow comfortable life. But after inadvertently scaring away a rather deaf and short-sighted giant, Farmer Giles' heroic reputation spread far and wide. Unfortunately for him, when the wily dragon Chrysophylax visited the kingdom, it was Farmer Giles who was called upon to battle with it."
Zur Handlung: In einem friedlichen Örtchen in England vor sehr sehr langer Zeit lebte ein Bauer mit einem Hund. Eines Nachts schlägt dieser Hund plötzlich an, denn auf einem geheimen Spaziergang hat er einen Riesen gesehen, der auf den Hof zukommt. Der Bauer nimmt daraufhin seine Waffe und schießt dem Riesen ins Gesicht. Als dieser flieht, weil er denkt, er sei in eine Gegend mit Stechmücken geraten, wird der Bauer zum Held. Blöd nur, dass kurz darauf ein Drache sein Unwesen treibt und der Bauer wie der perfekte Kandidat zu dessen Tötung wirkt.
Neben der veröffentlichten Erzählung enthält dieses Buch ein ausführliches Vorwort, die ursprüngliche Fassung der Geschichte, den Anfang der Fortsetzung, die nie fertig gestellt wurde, und viele hilfreiche Hinweise zum Text. Außerdem sind Illustrationen zur Geschichte abgedruckt, die auch im Original enthalten waren.
Diese Geschichte hat den gleichen Charme wie der Hobbit, allerdings ist sie nicht so aufgefeilt und es gibt deutlich weniger Charaktere. Allerdings ist der Hauptcharakter Giles Bilbo doch teilweise sehr ähnlich, denn obwohl er kein Hobbit ist, liebt er das ruhige Leben, in dem nichts Ungewöhnliches passiert. Als er dann in seinem Ruhm baden kann, ist er aber sofort zur Stelle. Auch gibt es wieder einen Mann im Dorf, der ihm seinen Ruhm nicht gönnt.
Der Drache Chrysophylax ist ähnlich wie Smaug ein wortgewandter und cleverer Feind, der es schafft, das Dorf mit seinen Worten zu betrügen. Aber er ist auch ein bisschen ein Feigling, wenn es zu tatsächlichen Kämpfen kommt. Das macht auch ihn zu einem besonderen Charakter, der so in anderen Drachengeschichten vielleicht eher nicht vorkommt. Ein Verweis auf das alte Drachengeschlecht, aus dem er entstammt, könnte auch eine Verwandschaft mit den Drachen aus anderen Tolkiengeschichten bedeuten.
Ansonsten sind die meisten Charaktere nur Nebensache und beleben die Geschichte etwas und sind auch irgendwie besonders und witzig, aber werden nicht ausgeleuchtet. So wäre da der ängstliche aber ungehorsame Hund von Farmer Giles oder sein Pferd, die wahre Heldin der Geschichte, oder auch der Schmied der Stadt, der immer pessimistisch ist und sich dann freut, wenn er recht hatte.
Die Geschichte ist auch eher unvorhersehbar. Obwohl man meint, solche Geschichten hätte man schon hundert Mal gehört, schafft Tolkien immer, dass es etwas Besonderes ist, dass die Charaktere anders sind als gedacht, dass auch die Bösewichte ganz anders sind als gedacht. Daher hat man beim Lesen viel Spaß. Die Geschichte ist auch nicht unbedingt für Kinder geschrieben, obwohl diese an der Handlung selbst sicher Spaß hätten.
Alles in allem finde ich diese Büchlein einfach toll für Fans von Tolkien. Die Geschichte ist eher kurz, aber dafür passiert relativ viel. Die Charaktere machen Spaß und allgemein ist die Geschichte einfach lustig und ungewöhnlich. Sie passt im Stil zu den anderen Werken Tolkiens. Ich kann sie daher nur empfehlen, wenn ihr euch dafür interessiert. Besonders schön finde ich auch alles Trivia-Wissen, was man durch die Einleitung und Kommentare in diesen Büchern noch gewinnen kann.
Wie steht ihr zu diesen Büchlein? Interessieren sie euch, oder wollt ihr nur Mittelerde von Tolkien lesen?
Bis bald,
Eure Kitty Retro
Meine Bewertung:




















