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Sonntag, 30. Juni 2019

Gewinnspiel: Kaminsommer Foto Challenge


Hallo ihr Lieblingsleser,

der Sommer ist hier und dazu noch sommerliche Temperaturen. Vermutlich schwitzt ihr alle schon im Job oder freut euch auf die Sommerferien, die bald starten. Um die sonnige Jahreszeit ein bisschen zu feiern, wollen wir eine kleine Foto-Challenge starten. Natürlich gibt es dabei auch etwas für euch zu gewinnen!

Wie kann ich teilnehmen?
  • Schritt 1: Folge unserem Blog als öffentliche Leser*in.
  • Schritt 2: Nimm dein derzeitiges Lieblingsbuch mit nach draußen, in den Garten, auf die Terasse oder den Balkon, in den Wald, an den See, und mache ein tolles Foto.
  • Schritt 3: Teile dieses Foto mit #KaminsommerChallenge auf deinem Blog, Instagram oder Twitter.
  • Schritt 4: Verlinke uns deinen Foto-Post hier unter diesem Beitrag. 

Was kann ich gewinnen?

Wir vergeben bei dieser Aktion zwei Preise unter allen Teilnehmer*innen.
  1. ein Wunschbuch bis maximal 15 Euro gewinnt das schönste Foto: die Jury dafür besteht aus Kitty, Blue und einem unabhängigen dritten Juror, den wir uns noch suchen werden
  2. eine Überraschungsbox mit 5 Büchern (es können Mängelexemplare, gebrauchte Bücher in sehr gutem Zustand und englische Bücher enthalten sein) gewinnt eine zufällig ausgeloste Teilnehmer*in
Was muss ich noch wissen?
  • Die Challenge endet am 28.07.2019 um 23.59 Uhr (Zeitstempel Kommentar unter diesem Post).
  • Zur Teilnahme musst du mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Es sind Gewinner*innen in Deutschland, der EU und Schweiz möglich.
  • Im Falle des Gewinnes stimmst du zu, dass wir deine Adressdaten verwenden dürfen, um dir den Gewinn zuzusenden. Danach werden deine Daten von uns sofort gelöscht. Eventuell senden wir den Gewinn direkt über Amazon oder einen anderen Online-Handel. In diesem Fall werden wir deine Adressdaten an diesen Online-Handel weitergeben.
  • Jede Teilnehmer*in darf nur mit einem Foto am Gewinnspiel teilnehmen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Also, zückt eure Bücher und Handykameras, geht raus in die Welt und macht das perfekte Buchfoto!

Wir freuen uns auf eure Beiträge und hoffen auf rege Teilnahme.

Bis bald,
Eure Kitty und Blue

Freitag, 28. Juni 2019

Generation Beziehungsunfähig

Hallo zusammen,

heute gibt es mal wieder so eine Art Ratgeber von mir. Keine Ahnung ob man dieses Buch wirklich so einordnen kann, das Ziel entspricht ihm auf jeden Fall.

Fakten:
  • Autor: Michael Nast (und Sprecher)
  • Irina von Bentheim und David Nathan als weitere Sprecher
  • Ratgeber
  • 2017 erschienen
  • 3 Stunden 54 Minuten
  • Edel Verlag
  • Preis: 8,99€ (Taschenbuch)
Klappentext:
"Michael Nast steht schon jetzt für ein Lebensgefühl. Der gebürtige Berliner berührt und bewegt mit seinen Kolumnen im Internet bereits Millionen von Lesern. Seine Texte werden geteilt und geliked, seine Lesungen sind regelmäßig ausverkauft. In seinem Buch "Generation Beziehungsunfähig" bringt Nast die Dinge auf den Punkt und beschreibt unvergleichlich charmant die Stimmung seiner Generation: Weshalb wir uns gegenseitig als beziehungsunfähig bezeichnen, wie tinder unsere Partnersuche verändert und warum wir uns immer wieder selbst in den Mittelpunkt stellen, ohne Rücksicht auf Verluste. "Generation Beziehungsunfähig" hält uns einen Spiegel vor. Ganz ohne Bewertung ermutigt das Buch uns chronische Selbstoptimierer und Perfektionisten dazu, unseren eigenen Lebensentwurf zu hinterfragen. Ein augenöffnendes wie anregendes Buch, das sich liest wie ein Gespräch mit dem besten Freund."

Das klingt erstmal sehr zeitgemäß und lässt auf so ein Buch hoffen, das mit viel Humor verkauft, dass es super ist sich selbst zu mögen und erst wenn man das tut, kann man auch einen anderen Menschen im Leben gebrauchen oder zu lassen. Zumindest so oder so ähnlich ist das bei solchen Ratgebern sonst.

Hier haben wir eher eine Art beschreibende Erzählung von Geschichten die der Autor wohl so oder so ähnlich erlebt haben muss. Eine wirklich wegweisende oder helfende Moral wird hier nicht vermittelt und will glaube ich auch gar nicht gezeigt werden, vielleicht weil es sowas schon zu hauf gibt oder auch weil es die optimale Lösung gar nicht gibt.

Doch was möchte das Buch dann von seinen Lesern? Es ist wohl der Spiegel der einem vor Augen gehalten wird. Es werden viele kleine und kurze Situationen die einem im Bezug auf potentielle Beziehungen passieren können, beschrieben. So zum Beispiel das Tinder-Date welches dann sehr seltsame Dinge von sich gibt und man versucht zu fliehen.

Es sind also aus dem Leben gegriffene Momente. Diese sind zwar realistisch dargestellt, allerdings gleichzeitig furchtbar langweilig, da es einfach an Dynamik fehlt, zumindest aus meiner Sicht. Keine Ahnung ob das nur an mir liegt, aber vieles was dort beschrieben wurde, kenne ich und brauch ich nicht nochmal erzählt. Viel mehr hätte mir geholfen zu sehen, warum unsere Gesellschaft so ist. Klar das wird auch angeschnitten, aber ist mir zu wenig behandelt.

Ich weiß auch gar nicht, was ich noch zum Buch sagen soll, außer, nein, lest es nicht, das bringt euch nichts. Wenn euch aber extrem langweilig ist, dann klar, lieber ein Buch gelesen, als alles andere,

eure Blue Diamond.



Mittwoch, 26. Juni 2019

Birthday

Hallo meine Lieblingsleser,

im Moment ist ja Pride Month und bisher haben wir euch nicht wirklich Bücher zu diesem Thema in diesem Monat vorgestellt. Natürlich lesen wir immer mal wieder Bücher über Charaktere, die der LGBTQIA+-Szene zugerechnet werden können. Deswegen gibt es heute eine Rezension zu einem Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe, denn es ist das zweite Buch von Meredith Russo und ihren ersten Roman fand ich sehr toll.

Die Fakten:
  • Autor: Meredith Russo
  • Titel: Birthday
  • Erschienen: 2019
  • Verlag: Usborne Publishing
  • Seiten: 300
  • Preis: 9,55 Euro
  • Klappentext: "Meet Eric and Morgan, born on the same day at the same time in the same place. They've always shared this one day together, but as they grow up they begin to grow apart. Everyone expects Eric to get a football scholarship, but no one knows he's having second thoughts. Former quarterback Morgan feels utterly alone, as she wrestles with the difficult choice to live as her true self. Both of them are struggling to be the person they know they are. Who better to help than your best friend?"

Zur Handlung: Wir treffen Morgen und Eric das erste Mal in einem Schwimmbad an ihrem dreizehnten Geburtstag. Beide wurden am selben Tag im selben Krankenhaus geboren, und da sie danach dort eingeschneit wurden - im September! - bildete sich daraus eine lange Familienfreundschaft. Morgan und Eric sind beste Freunde, doch in diesem Jahr bekommt ihre Freundschaft erste Risse.

Morgan hat ein schreckliches Geheimnis - zumindest empfindet sie das so. Sie möchte der Welt und vor allem Eric so gern sagen, dass sie ein Mädchen ist, aber wie soll sie es anfangen? Bisher denken schließlich alle, sie sei ein Junge. Außerdem ist kürzlich Morgans Mutter verschwunden und Morgen fühlt eine wachsende Distanz zu ihrem Vater, dem sie nicht noch mehr Kummer bringen möchte. Über die nächsten Jahre begleiten wir beide - Morgen und Eric - und ihre Familien, sehen sie wachsen, verletzen und heilen.

Ich habe Als ich Amanda wurde vor gar nicht so langer Zeit gelesen, zum Jahreswechsel, also vor etwa sechs Monaten. Das Buch hat mich damals direkt in den Bann gezogen und begeistert, und ich war sehr froh, als ich las, dass Meredith Russo nun dieses Jahr ein zweites Buch veröffentlicht. Die Themen sind dabei ähnlich - es geht wieder im Fokus um ein Transgender-Mädchen im Teenager-Alter. Allerdings ist Morgan noch nicht bereit, der Welt zu sagen, wer sie ist, während wir mit Amanda nach ihrer Entscheidung als Mädchen zu leben in das Buch gestartet waren.

Morgan und Eric sehen wir schlaglichtartig immer an ihrem Geburtstag über fünf Jahre hinweg. Dabei bekommen wir Kapitel aus der Sicht von beiden Charakteren, Morgan steht aber doch recht klar im Fokus. Erics Kapitel zeigen häufig, wie er über Morgan denkt und wie er mit ihrem Verhalten umgeht. Solange Morgan nicht laut ausgesprochen hat, dass sie ein Mädchen ist, wird sie auch im Buch noch mit dem männlichen Pronomen benannt, es ändert sich dann erst später im Buch.

Morgan kämpft dabei an verschiedenen Fronten. Zunächst ist da ihre innerer Kampf, denn sie fühlt schon zu ihrem 13. Geburtstag, dass sie ein Mädchen ist, kann es aber noch nicht sagen. Doch sie ist auch mit dem frühen Tod ihrer Mutter konfrontiert, was auch immer wieder Thema ist - klar, gerade an Geburtstagen wird sowas besonders relevant für betroffene Personen. Daraus entsteht auch ein gespanntes Verhältnis zu Morgans Vater, allerdings wird dies noch verschärft, da Morgan aus dem Football-Team ausgestiegen ist und der Vater Trainer ebenjenes Teams ist. 

Eric kommt im Gegensatz aus einer wohlhabenden Familie, der Vater ist Autoverkäufer, was bei den Amerikanern ja allseits ein boomendes Geschäft zu sein scheint. Außerdem ist der Vater sehr jähzornig. Eric hat zwei ältere Bruder, der älteste ist bereits durchs Football auf ein College gekommen. Der zweitälteste lebt zunächst noch im Haushalt und fällt vor allem durch seine homophobe Einstellung auf. Da das Buch nicht jetzt spielt, sondern ein bisschen in der Vergangenheit, ist dies auch akkurat, aber dennoch schwer zu lesen und könnte Personen, die mit so etwas konfrontiert waren, triggern. Allgemein leiden alle Söhne der Familie unter der Herrschsucht des Vaters, die Mutter kann dabei kaum ausgleichen, was im Verlaufe der Geschichte immer mehr deutlich wird.

Das Buch wird an einigen Stellen natürlich sehr hart und ich habe einige Male geweint dabei. Am Anfang war das für mich vor allem durch den Tod der Mutter und Morgans Gedanken dazu. Die Mutter hat Morgan Videos und Briefe hinterlassen, und ihre Gedanken, die da zum Ausdruck bringen, sind sehr traurig und eventuell triggernd. In der Mitte des Buches beginnt dann sehr starkes toxisches Verhalten von Morgan, das damit zusammenhängt, dass sie selbst nicht akzeptieren kann, dass sie ein Mädchen ist. Das war ebenfalls schwer zu lesen und potentiell triggernd. Zum Schluss dann wurde es für mich nochmal emotional, als Morgan und Eric eine Weile getrennt wurden aufgrund von Umständen. Das ist einfach ein Thema, das mich noch sehr mitnimmt, aus persönlichen Gründen.

Das Buch macht also nicht unbedingt Spaß beim Lesen, aber es ist wichtig, bringt Perspektive und regt Gedanken und möglicherweise auch Diskussionen an (in der Ausgabe enthalten sind auch Diskussionsfragen für den Unterricht, Buchclubs, etc.). Dennoch ist es am Ende auch ein bisschen eine Liebesgeschichte und das Ende lässt einen hoffen und nicht verzweifeln, was ich gerade bei solchen schwierigen Thema immer toll finde. 

Insgesamt kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Allerdings solltet ihr euch klar machen, dass euch viel Negatives erwarten wird, denn das Buch ist realistisch und stellt dar, wie schwer es Menschen gemacht wird, die sich nicht ihrem biologischen Geschlecht angehörig fühlen. Ich finde dies ein sehr wichtiges Thema und bin froh, dass ich nun langsam immer mehr darüber lerne, denn wirklich vorstellen kann man es sich als privilegierte Cis-Person eher schwer. 

Als letzten Punkt möchte ich noch sagen, dass das Buch sehr schöne farbige Seitenenden hat, die einen Regenbogen ergeben. Ich fand das Design sehr kreativ und passend zum Pride Month.

Kennt ihr das Buch schon und habt ihr den Vorgänger gelesen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro




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