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Sonntag, 14. April 2019

Defy Me

Hallo meine Romantiker,

heute widmen wir uns dem in zwischen fünften Teil der Shatter Me-Reihe. Diese Bücher sind für mich Buch-Candy. Nicht besonders gesund, aber eben super schnell weg. Ich hatte das Buch daher direkt vorbestellt, zumal Band vier auch mit einem Cliffhanger endete und ich gespannt war, wie es nun mit Juliette und Warner weitergeht.

Die Fakten:
  • Autor: Tahereh Mafi
  • Titel: Defy Me
  • Reihe: Shatter Me 5
  • Erschienen: 2019
  • Verlag: Harper Collins
  • Seiten: 357
  • Preis: 8,99 Euro
  • Klappentext: "Juliette Ferrars isn't who she thinks she is. Nothing in her world is what it seemed. She thought she'd finally defeated the Reestablishment. She thought she'd finally taken control of her life, her power, and her pain. But Juliette as only just begun to unravel a lifetime of lies, and she finds herself faced with a familiar choice. Be a weapon. Or be a warrior. This time, she's not alone. Stronger, braver, and more resilient than ever, Juliette will fight for life and love with her friends by her side - but first, she has to survive the war being waged against her mind. She has to remember who she was."

Zur Handlung: Juliette ist nicht mehr Juliette. Sie ist Ella, ihre Erinnerungen kehren mehr und mehr zurück. Sie ist gefangen im Haus ihrer Kindheit - mit ihren echten Eltern. Sie fühlt die Präsenz ihrer Schwester Emmaline, doch keiner sagt ihr, was aus ihr geworden ist. Ella weiß nur eins, sie muss entkommen, denn die Pläne ihrer Eltern sehen für sie kein gutes Ende vor.

Warner findet sich in einer Zelle wieder. Jeden Tag bekommt er eine kleine Mahlzeit Brot. Doch er weiß, dass dies vergiftet ist, mit irgendwelchen Drogen versetzt. Er weiß, dass er einen Weg hieraus finden muss. Doch immer wenn er träumt, wird er von Erinnerunge geplagt. Erinnerungen, die erst jetzt wieder an die Oberfläche kommen. Erinnerungen an Ella.

Dieser fünfte Band hält meiner Meinung nach, was die Vorgänger versprochen haben. Wir befinden uns in den Köpfen von Ella aka Juliette, Warner und Kenji. Alle drei hat es auf die eine oder andere Weise nach Ozeanien verschlagen, wo Ella ursprünglich her kommt. Wir sind vor allem im Kopf der drei, vor allem auf den ersten 100 Seiten passiert noch nicht viel. Dafür bekommen wir von Warner und Ella viele Rückblicke, die man auch erstmal selbst ein bisschen sortieren muss.

Durch diese Rückblicke und Erinnerungen wird die Handlung der ersten Bücher ziemlich auf den Kopf gestellt. Darauf muss man natürlich Lust haben. Ein starkes Motiv ist nun, dass es eine wahre Liebe gibt, die auf jeden Fall immer wieder durchbrechen muss. Das Buch bleibt also irgendwie kitschig und es geht viel mehr um die Gefühle der Protagonisten zueinander als um die eigentliche Handlung.

In der zweiten Hälfte nehmen dann aber die Actionszenen etwas zu. Ella entkommt schließlich ihrer Zelle und deckt noch einige Geheimnisse ihrer Eltern auf. Dadurch erhalten wir auch noch mehr wichtige Hinweise darauf, wie das Reestablishment funktioniert. Und ich muss sagen, da sind schon immer wieder interessante Ideen dabei. Ich bin wirklich gespannt, wie alles schließlich endet in dieser Reihe. Dennoch muss man immer vor Augen behalten, dass die Beziehungen und Gefühle der Charaktere deutlich mehr ausgearbeitet werden als die Handlung. Die passiert teilweise mehr am Rand.

Die Charaktere bleiben für mich alle so, wie ich sie kenne. Ella ist natürlich etwas überfordert mit dem neuen Wissen, Warner hingegen weicht durch die Erkenntnisse am Ende ein bisschen arg auf. Kenji allerdings bleibt der Comic Relief, wenn es auch in der zweiten Hälfte gelegentlich etwas aufgesetzt wirkt, wenn er mit Warner "streitet". Generell kennen wir die Charaktere aber inzwischen ganz gut.

Schade finde ich, dass Nazeera wieder etwas in den Hintergrund gerät. Sie ist zwar für die Handlung enorm wichtig, aber ihre Ansichten, ihr Wissen, etc., bleiben diesmal etwas außen vor. Das hatte mir im Vorgänger besser gefallen, da ich sie sehr spannend finde. Ich hoffe aber, im nächsten Band ändert sich das wieder.

Explizite Kritikpunkte sind für mich, dass das Buch sehr viele Rechtschreibfehler aufweist, was einfach ein bisschen billig wirkt, und ich könnte mir vorstellen, dass viele es schade finden, dass Warner und Ella so lang getrennt sind in diesem Band. Für mich persönlich war das Ende dann etwas arg kitschig. Aber hey, manchmal braucht man auch ein kitschiges Happy End, bevor es nochmal richtig abgeht im nächsten Teil.

Allgemein hält das Buch mit meinen Erwartungen gut mit, es lässt sich super schnell weglesen und erfordert wenig Brain Power. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und bin gespannt, wie das Ganze schließlich mal ausgeht. Von daher finde ich, dass dieses Buch ein fairer Deal für Fans der Reihe ist.

Seht ihr das genauso? Oder hört die Reihe bei euch nach Band drei auf?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:
 

Freitag, 12. April 2019

GIER - Wie weit würdest du gehen?

Hallo zusammen,

heute wird es spannend und zeitgemäß.

Fakten:
  • Autor: Marc Elsberg
  • Roman
  • 2019 erschienen
  • 448 Seiten
  • Blanvalet Verlag
  • Preis: 24,00 € (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"»Stoppt die Gier!«, rufen sie und »Mehr Gerechtigkeit!«. Auf der ganzen Welt sind die Menschen in Aufruhr. Sie demonstrieren gegen drohende Sparpakete, Massenarbeitslosigkeit und Hunger – die Folgen einer neuen Wirtschaftskrise, die Banken, Unternehmen und Staaten in den Bankrott treibt. Nationale und internationale Konflikte eskalieren. Nur wenige Reiche sind die Gewinner. Bei einem Sondergipfel in Berlin will man Lösungen finden.
Der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson soll eine Rede halten, die die Welt verändern könnte, denn angeblich hat er die Formel gefunden, mit der Wohlstand für alle möglich ist. Doch dazu wird er nicht mehr kommen. Bei einem Autounfall sterben Thompson und sein Assistent – aber es gibt einen Zeugen, der weiß, dass es Mord war, und der hineingezogen wird in ein gefährliches Spiel. Jan Wutte will wissen, was hinter der Formel steckt, aber die Mörder sind ihm dicht auf den Fersen …"

Von Marc Elsberg habe ich euch ja schon Blackout vorgestellt und müsste auch endlich mal Zero und Helix lesen. Dieses hier hat mich auch angesprochen und sich dazwischen gedrängelt.

Wir springen in den Kapiteln hin und her zwischen verschiedenen Personen und somit Perspektiven. Die Geschichte wird so von vielen Sichtweisen beleuchtet, was auch etwas verwirrend sein kann. Zumindest ich musste manchmal nochmal genau nach denken aus welcher Sicht wir gerade was sehen, vor allem wenn die "böse Seite" dran ist, was sie nicht oft ist.

Wir erleben zunächst den Mord der im Klappentext erwähnt wird. Hier habe ich mir selbst schon ein paar Dinge zusammen gesponnen, die am Ende überhaupt nicht hingehauen haben. Vielleicht seid ihr genau so wie ich und könnt euch nicht verkneifen selbst mitzugrübeln, hier könntet ihr falsch liegen und es dauert ewig bis man weiß, worum es nun eigentlich geht.

Jan ist Zeuge des Mordes und denkt es ist ein Unfall, will helfen und gerät dann selbst ins Visier der Mörder, schließlich soll es keine Zeugen geben. Eine besondere Verfolgungsjagd beginnt. Dabei trifft Jan auf Freunde und Bekannte von einem der Ermordeten. Diese können erst immer gar nicht glauben was er da erzählt. Sicher auch weil er noch sehr jung ist und die Hälfte eh nicht versteht um die es geht.

Parallel findet als aufwertender Erzählstrang eine oder vielleicht sogar mehrere Demos statt. Besetzte Häuser gehören ebenso dazu und in ein solches geraten unsere Protagonisten. Sie werden da aufgenommen und finden so weitere Menschen die ihnen helfen wollen.

Zum Ende hatte ich zweimal das Gefühl jetzt haben wir es gelöst und gleich kommt das Finale und nein, es war lange nicht vorbei gewesen. Das Ende habe ich immer noch nicht ganz verstanden und hatte mir anderes vorgestellt, auch auf den Titel bezogen.

Das soll nicht heißen dass ich von der Geschichte enttäuscht wäre. Auf keinen Fall. Es ist gut durchdacht, sehr intelligent geschrieben und hat hochwissenschaftliche Inhalte die versucht werden einfach zu erklären. Man kann also auch noch einiges lernen. Da ich Wirtschaft studiert habe, war mir oft klar wovon gesprochen wird, allerdings weiß ich nicht wie einfach das für jemanden ist, der keine Grundkenntnisse hat.

Die Atmosphäre des Buches ist grundsätzlich sehr schnell und irgendwie gehetzt. Schließlich sind wir auch permanent auf der Flucht und müssen dabei noch ein Rätsel lösen. Das kann anstrengend sein allerdings lässt sich das Buch so auch nicht wirklich weglegen.

Empfehlen möchte ich es allen, die sich vor relativ anstrengenden Geschichten nicht scheuen und es mögen mit zu grübeln. Hin und wieder ist die Geschichte etwas brutal und das sollte man natürlich auch abkönnen.

Insgesamt ein gutes Buch aber Blackout war besser,

eure Blue Diamond.



Mittwoch, 10. April 2019

King of Scars


Hallo meine Fantasyfreunde,

dass ich Bücher vorbestelle, passiert ungefähr nie. Allerdings hat dieses Buch den Weg sehr schnell in meinen Warenkorb gefunden, denn ich wollte es direkt lesen, wenn es erscheint. Wie das aber immer so ist, es wurde dann doch erst später versandt, dann lag es auf der Post und ich war auf dem Weg in den Urlaub und konnte es nicht mehr abholen. Also hat es letztlich dann leider doch lange gedauert, eh ich das Schätzchen endlich in den Händen hielt.

Die Fakten:

  • Autor: Leigh Bardugo
  • Titel: King of Scars
  • Reihe: Nikolai Duology
  • Erschienen: 2019
  • Verlag: Imprint
  • Seiten: 511
  • Preis: 11,00 Euro
  • Klappentext: "The Boy King. The War Hero. The Prince with a Demon curled inside his heart. Nikolai Lantsov has always had a gift for the impossible. The people of Ravka don't know what he endured in their bloody civil war and he intends to keep it that way. Yet with each day a dark magic within him grows stronger, threatening to destroy all he has built. Zoya Nazyalensky has devoted her life to honing her deadly talents and rebuilding the Grisha army. Despite their magical gifts, Zoya knows the Grisha cannot survive without Ravka as a place of sanctuary-and Ravka cannot survive a weakend king. Zoya will stop at nothing to help Nikolai secure the throne, but she also has new enemies to conquer in the battle to come. Far north, Nina Zenik wages her own kind of war against the people who would see the Grisha wiped from the earth forever. Burdened by grief and a terrifying power, Nina must face the pain of her past if she has any hope of defeating the dangers that await her on the ice. Ravka's King. Ravka's general. Ravka's spy. They will journey past the boundaries of science and superstition, of magic and faith, and risk everything to save a broken nation. But some secrets aren't meant to stay buried alive, and some wounds aren't meant to heal."

Zur Handlung: Nikolai, König von Ravka, hat nun die einmalige Chance, sein Land wiederaufzubauen und durch Frieden und diplomatisches Geschick zu retten, was zu retten ist. Doch noch immer ist seine Position gefährdet, nicht nur von außen. In Nikolai schlummert noch immer eine Dunkelheit – und sie scheint von Tag zu Tag stärker zu werden.

Die Grischa sind nach wie vor nicht sicher in den meisten Nationen der Welt. In Fjerda werden sie noch immer verfolgt und für schreckliche Experimente missbraucht. Die Shu stehlen Grischa aus Ravka und anderen Gegenden, um sie für ihre Zwecke zu nutzen. Es liegt an Ravka und seinen verdeckten Spionen wie Nina Zenik, den Grischa einen Weg nach Ravka zu zeigen, um sie zu schützen.

Da ich das Buch leider nicht direkt zum Erscheinen, sondern erst nach einem ausgedehnten Urlaub lesen konnte, existierten dann schon einige Rezensionen dazu. Die einstimmige Meinung war: Das Buch hält nicht, was es verspricht, ein Buch über Nikolai, und ist eher eine Enttäuschung. Das hat mich dann doch zurückgehalten, das Buch zu beginnen. Zum Glück kann ich sagen, dass meine Leseerfahrung eine andere war.

Das Buch folgt drei unterschiedlichen Figuren, die wir alle aus Vorgängerbüchern kennen. In dem Sinne ist es nicht ratsam, hier in die Grischa-Welt einzusteigen. Nikolais Geschichte kennen wir bereits gut aus Buch 2 und 3 der ursprünglichen Grischa-Trilogie. Zoya taucht da ebenfalls auf, bleibt jedoch eher ein Nebencharakter, der zunächst auf der gegnerischen Seite verortet ist. Nina jedoch kennen wir aus der Dilogie rund um Kaz Brekker. Sie ist eine ehemalige Soldatin Ravkas, die dann als Spionin und schließlich Kriminelle in Ketterdam lebt.

Alle drei Charaktere haben mir gut gefallen. Ein Kritikpunkt war immer, dass Ninas Storyline nicht zum Rest passt. Das kann ich ein bisschen nachvollziehen, denn sie ist nicht in Ravka und hat keinen direkten Kontakt zu Zoya und Nikolai. Dennoch habe ich ihre Kapitel nicht als langweilig oder störend empfunden. Und am Ende kann man doch sehen, dass alles irgendwie zusammenführen wird. Ich mag Nina als Charakter sehr und finde es schön, dass sie nach den Ereignissen am Ende von Crooked Kingdom noch ihre Chance auf ein besseres Ende bekommt.

Zoya ist vermutlich mein Lieblingscharakter in diesem Buch. Sie ist eine starke Persönlichkeit und wird von Vielen gefürchtet. Inzwischen hat sie eine sehr hohe Position in Ravka inne und muss Nikolai immer wieder vor sich selbst und anderen schützen. Sie ist intelligent, stark und hat dennoch ein komplexes Innenleben. Ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen und ich bin so gespannt, wie es nun mit ihr weitergeht. Auch ihre Beziehung zu Nikolai ist längst nicht so leicht wie es scheint.

Nikolai bekomme nicht so viel Screentime, wie im zusteht, höre ich immer wieder. Das mag stimmen. Andererseits war er für mich auf den Seiten, auf denen er vorkam, genau der Nikolai, den ich wiedertreffen wollte. Er bringt viele Sprüche, ärgert Zoya, flirtet und hat Charme. Trotzdem sehen wir auch in seinen Kopf hinein und wissen, was hinter der Fassade steckt. Ich war damit zufrieden und möchte mehr.

Die Handlung selbst hat mich immer wieder überrascht. Es war schwer vorherzusehen, was als nächstes passiert. Einige Sachen sah ich eher kommen als andere, klar, aber generell waren viele Überraschungen enthalten und ich war zu keiner Zeit gelangweilt. Und das Buch ist echt ein Klopper. Die Seitenzahl täuscht, da das Buch sehr groß ist und damit viele Zeilen und Wörter pro Seite aufweist.

Es gibt außerdem eine Vielzahl an wirklich schönen Zitaten. Die Sprache und die Beschreibung der Welt haben mir richtig gut gefallen. Im Vergleich zur ersten Trilogie hat Leigh Bardugo einfach viel dazugelernt. Da habe ich nichts zu meckern.

Und dann war da noch das Ende. Man kann es finden, wie man will. Ich bin mir selbst noch nicht sicher, wie ich es finde. Aber ich weiß, dass ich mehr brauche. Jetzt ein Jahr oder mehr auf die Fortsetzung zu warten macht wirklich keinen Spaß. Aber es wird sehr deutlich, dass nach diesem Buch mehr kommt. Ähnlich wie schon bei Six of Crows endet zwar ein Teil der Geschichte, aber richtig befriedigend ist es nicht, da am Ende doch noch ein Twist alles auf den Kopf stellt.

Insgesamt kann ich das Buch nur allen Grischa-Fans weiterempfehlen. Wenn ihr die vorherigen 5 Bücher kennt, dann haltet euch nicht zurück, sondern gebt Nikolai, Zoya und Nina eine Chance. Ich bin auch interessiert zu sehen, wie sich die Kurzgeschichten aus Language of Thorns hineinfügen, diese habe ich bisher noch nicht gelesen.

Kennt ihr das Buch schon? Wie steht ihr dazu?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung: