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Samstag, 29. Dezember 2018

The Cosy Tea Shop in the Castle

Hallo meine Prinzessinnen,

da ich immer ein bisschen einen Abschluss für Dinge brauche, möchte ich euch heute noch einmal von einem Buch berichten, das ich bereits im Sommer gelesen hatte. Dieses Jahr war besonders geschäftig und anstrengend und daher habe ich bis jetzt einfach nicht die Zeit gefunden. Außerdem habe ich gerade die Fortsetzung beendet und werde euch morgen von dieser berichten.

Die Fakten:
  • Autor: Caroline Roberts
  • Titel: The Cosy Tea Shop in the Castle
  • Reihe: Cosy Tea Shop 1
  • Erschienen: 2016
  • Verlag: Harper impulse
  • Seiten: 386
  • Preis: 4,05 Euro
  • Klappentext: "When Ellie lands her dream job running the little teashop in the beautiful but crumbling Claverham Castle, it's the perfect escape from her humdrum job in the city. Life is definitely on the rise as Ellie replaces spreadsheets for scones, and continues her Nanna's brilliant baking legacy. When Lord Henry, the stick-in-the-mud owner, threatens to burst her baking bubble with his old-fashioned ways, Ellie wonders if she might have bitten off more than she can chew. But cupcake by cupcake she wins the locals over, including teashop stalwart Doris and Ellie's showstopping bakes look set to go down in castle history."

Zur Handlung: Ellie kann es kaum glauben. Sie ist auf dem Weg zu einem Bewerbungsgespräch. Aber nicht irgendein Bewerbungsgespräch, nein. Zunächst findet es auf einem Schloss statt. Dann liegt dieses Schloss weit vom Heim ihrer Familie in der Stadt entfernt auf dem Land. Und dann bewirbt sie sich auch noch um die Stelle aus Leiterin eines Teashops.

Ellie will auf keinen Fall, dass die Inhaber des Schlosses merken, dass sie keinerlei Erfahrung hat. Irgendwie muss sie sie überzeugen, dass sie genau die Richtige für den Job ist. Ellie weiß, ihre Nanna hätte es so gewollt. Doch nicht nur beim Bewerbungsgespräch wird sie überzeugen müssen... eigentlich ist das gerade erstmal die erste kleine Hürde auf dem Weg zu einer blühenden Selbständigkeit...

Wenn man das Cover des Buches betrachtet, hat man ein gutes Gespür dafür, was einen im Buch betrachtet. Natürlich wird es romantisch werden, wir bekommen englische Landschaften und ein altes Schloss. Ellie kommt als geborene Städterin in dieses fremde Umfeld und will sich behaupten. Sie will zeigen, dass sie nicht nur ein naives Mädchen ist, was sie aber manchmal einfach ist.

Ellie als Hauptcharakter ist schwer nicht zu mögen, aber ich habe sie auch nicht sonderlich gemocht. Uns verbindet vermutlich die Liebe zum Backen und der Traum vom eigenen Café. Das war der Grund, warum ich das Buch zum BooktubeAThon gelesen hatte. Sie ist für mich ein ganz typischer Charakter für diese Bücher, bleibt ein bisschen farblos, damit sich möglichst viele verschiedene Frauen in ihr wiedererkennen können.

Joe ist der wichtige Gegenpart in der Geschichte. Wir lesen abwechselnd aus seiner und Ellies Sicht. Er findet im Klappentext seltsamerweise aber keinen Platz. An sich mag ich Joe, er ist auf dem Teppich geblieben, ein sympathischer Typ und findet trotz ihrer nicht perfekten Figur viel Gefallen an Ellie. Leider so viel, dass er in einigen Kapiteln sehr schwanzgesteuert wirkt. Wenn das ist, was Männer denken, bin ich so froh kein Mann zu sein... Hilfe.

Die Geschichte ist natürlich denkbar vorhersehbar, auch wenn am Ende dann doch noch Action aufkommt und wirklich etwas auf dem Spiel steht. Ich mochte die Teile, in denen wir das tägliche Leben in der Backstube und dem Café mitbekommen. Ich weiß nicht, wie realistisch das alles ist, aber es hat mir gefallen, darüber zu lesen. Aber auch die Spannung zwischen Joe und Ellie war durchaus unterhaltsam.

Ich denke, das Buch bleibt ein recht klassischer Vertreter des Genres, ohne große Überraschungen. Ich kann weder viel Gutes noch Schlechtes darüber sagen, da ich auch wenig in dieser Richtung lese. Es lässt sich relativ schnell weglesen, man braucht nicht viel Brainpower um der Handlung zu folgen und ich fühlte mich die ganze Zeit gut unterhalten, ohne dass ich vor Spannung gestorben bin oder akut mitgefiebert habe.

Alles in allem kann ich das Buch also Leute empfehlen, die diese Art Geschichte gern lesen und vielleicht auch vom eigenen Café träumen. Ellie ist umgänglich genug und Joe hat definitiv seine guten Moment, die Spannung der beiden ist gut gemacht. Mehr als ein durchschnittliches Leseerlebnis hatte ich aber leider nicht.

Kennt ihr das Buch? Oder ist dieses Genre nicht euers?

Bis bald,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung:

Mittwoch, 19. September 2018

Charlie Bone und das Schloss der tausend Spiegel

Hallo meine Zauberfreunde,

mit Sabrina kämpfe ich mich langsam aber sicher durch diese Buchreihe, die sie schon als Kind gemocht hat und die ich nun zum ersten Mal lese. Letztes Jahr zum BooktubeAThon hatte meine Reise mit Charlie Bone begonnen, und zum diesjährigen BooktubeAThon war dann Band 4 für mich an der Reihe. Ich möchte heute davon berichten.

Die Fakten:
  • Autor: Jenny Nimmo
  • Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann
  • Titel: Charlie Bone und das Schloss der tausend Spiegel (Original: Charlie Bone and the Castle of Mirrors)
  • Reihe: Charlie Bone 4
  • Erschienen: 2006
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
  • Seiten: 325
  • Preis: 7,99 Euro
  • Klappentext: "Kaum hat das neue Schuljahr angefangen, steckt Charlie auch schon wieder bis über beide Ohren in Schwierigkeiten: Er wird von einem geheimnisvollen Geisterpferd verfolgt, sein Zauberstab ist verschwunden und zu allem Überfluss soll er auch noch Billy Raven aus den Klauen grässlicher Adoptiveltern befreien. Und er muss dringend den Weg zum Schloss der tausend Spiegel finden, wo er seinen Vater gefangen glaubt..."

Zur Handlung: Seit seinem letzten Abenteuer ist Charlie fest davon überzeugt, dass sein Vater lebt und seine Tanten ihn versteckt halten. Doch die Tanten sind noch schlechter auf Charlie zu sprechen als je zuvor und machen ihm das Leben schwer - schließlich hat er das Haus einer der Tanten abgebrannt. Charlie will nun unbedingt herausfinden, was mit seinem Vater vor so vielen Jahren geschehen ist.

Derweilen haben die Bloors ganz andere Pläne. Bei einem gewagten Experiment erwecken sie scheinbar ein altes Schlachtross wieder zum Leben, ohne zu wissen, was das für Folgen haben wird. Und sie haben auch endlich Adoptiveltern für Billy Raven gefunden, die aber ganz besondere Bedingungen dafür haben, dass sie den Jungen aufnehmen. Und alles hat mit Charlie Bone zu tun.

Das vierte Abenteuer von Charlie Bone geht ganz in gewohnter Manier weiter. Die Hauptakteure bleiben größtenteils die Gleichen. Wir haben Charlie und seine Schulfreunde, die zum Großteil wie er über magische Fähigkeiten verfügen. Außerdem ist da Charlies Familie, die sich in zwei Lager spaltet. Seine Mutter, Oma und Onkel sind immer für Charlie da, die Großmutter Bone und die Tanten versuchen ihm möglichst viele Steine in den Weg zu legen.

Dennoch treffen wir auch einige neue Charaktere, wobei ich nichts spoilern will. Ich fand es ein wenig schade, dass diese Charaktere allerdings nur Tools waren. Sie mussten bestimmte Aufgaben im Plot erfüllen, hatten aber selbst wenig Persönlichkeit oder Hintergrund. Man wusste nicht wirklich, wer sie sind, was sie wollen und warum sie tun, was sie tun. 

Wir erfahren außerdem auch wieder mehr über die Vergangenheit und den roten König. Allerdings hat mich das Schloss der tausend Spiegel dann doch ein wenig enttäuscht. Irgendwie wurde es so groß aufgebauscht und man denkt, es ist so der Ort, wo der Showdown stattfindet, aber dann findet dort lediglich eine kurze Episode statt und so richtig ist man sich der Bedeutung dessen auch nicht bewusst.

Die Handlung fand ich im Allgemeinen sehr unvorhersehbar mit einer Tendenz zu verwirrend. Es war schwer zu durchschauen, was als nächstes passieren wird, weil man doch viele der Charaktere nicht gut genug kannte, um sie einschätzen zu können, und immer wieder neue Elemente aufploppten, die man nicht angekündigt bekam. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Es gibt auf jeden Fall Raum für einige Überraschungen.

Alles in allem hat mir der vierte Band auch gefallen, aber ich fand ihn etwas schwächer als die Vorgänger. Buch fünf liegt nun aus der Bibliothek schon für mich bereit, und ich muss nur noch einen Starttermin mit Sabrina ausmachen. :D Ich freue mich auf den Rest der Reihe.

Wie steht ihr dazu? Habt ihr Charlie Bone schon eine Chance gegeben?

Bis bald,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung:
 

Freitag, 24. August 2018

Es summt und brummt - und sticht

Hallo meine Sommerkäfer,

der BooktubeAThon hat es mal wieder angeboten, eines dieser kleinen Gänsehaut-Büchlein zu lesen. Ich habe die Bücher als Kind ja abgöttisch geliebt und bestimmt auch fast alle schon mal gelesen. Meist hatte ich sie aus der Bibliothek und diese Bücher haben tatsächlich eine Leserin aus mir gemacht. Umso spannender ist es, diese Bücher heute nochmal mit erwachsenen Augen zu lesen.

Die Fakten:
  • Autor: R. L. Stine
  • Titel: Es summt und brummt - und sticht (Original: Why I am afraid of bees)
  • Übersetzer: Günter W. Kienitz
  • Reihe: Gänsehaut 7
  • Erschienen: 1996
  • Verlag: Omnibus (Bertelsmann)
  • Seiten: 124
  • Preis: ab wenigen Cent gebraucht
  • Klappentext: " "Nimm Urlaub von dir selbst", flimmert es Gary eines Abends vom Bildschirm seines Computers entgegen. Begeistert von dieser Idee, lässt er sich auf ein gewagtes Experiment ein. Doch dann kommt alles ganz anders als erwartet..."

Zur Handlung: Gary ist ein Loser. Die Sommerferien verbringt er größtenteils im Garten, wo er skeptisch seinen Nachbarn mit dessen Bienen beobachtet. Bienen machen ihm Angst, was nicht gerade praktisch ist, wenn der Nachbar ein Imker ist. Dieser erfreut sich immer wieder daran, Gary unnötig Angst einzujagen. 

Aber auch außerhalb des Zuhauses hat Gary es nicht leicht. Von größeren Jungs wird er verprügelt, von dem Mädchen, auf der er heimlich steht, ausgelacht. Also beschließt er eines Abends ein bisschen PC zu spielen. Dabei entdeckt er eine Anzeige, die ihm anbietet, für einen Moment sein Leben mit jemand anderem zu tauschen. Das klingt doch wie das perfekte Ferienprojekt für Gary...

Das Buch sticht aus der Reihe definitiv hervor. Gary ist zwar wieder der typische Hauptcharakter - ein bisschen ein Außenseiter und ein Nerd, aber eben auch einfach ein Teenager - aber was mit ihm geschieht, ist doch anders als die anderen Geschichten. Hier gibt es weniger Grusel im Sinne von Monstern oder Geistern oder ähnlichem. Stattdessen gerät Gary in eine Situation, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt.

Inspiriert ist die Geschichte vielleicht ein bisschen an dem Film Die Fliege. Wir haben es also eher mit einem seltsamen Experiment zu tun, was dem Ganzen eher einen Sci-Fi-Anstrich gibt. Das hat mir gefallen. Ich denke, die Geschichte passt auch wunderbar in den Sommer, da Gary versucht sich irgendwie schöne Sommerferien zu machen. Das Wetter hat also gut zum Buch gepasst.

Abgesehen von Gary haben wir diesmal kaum andere Figuren. Wir lernen die Familie von Gary kennen, die bleibt aber sehr stark in der Peripherie. Häufig spielt ja Bruder oder Schwester in diesen Büchern doch eine größere Rolle, bleibt hier allerdings aus. Dirk Davis spielt auch noch eine Rolle, die ich aber nicht spoilern möchte, aber auch von ihm erfahren wir nur das Nötigste. Wir haben also einen sehr starken Fokus auf Gary und sein Problem. Diese Isolation passt aber wunderbar zur Geschichte.

Alles in allem hat mir dieser Band gut gefallen. Er hat einen anderen Fokus als die Vorgänger-Bände und bringt damit neuen Schwung in die Reihe. Thematisch passt das Buch perfekt in den Sommer. Es ist auch nicht per se gruselig, sondern eher eine ausweglose Situation, die etwas alptraumhaftes hat. Ich denke, das viele Kinder großen Spaß mit diesem Buch haben können.

Habt ihr diese Bücher in eurer Kindheit gelesen? 

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:

Mittwoch, 22. August 2018

The Adventures of Tom Bombadil



Hallo meine Tolkien-Liebhaber,

es ist kein Geheimnis, dass das, was für viele Harry Potter ist, für mich schon immer Herr der Ringe war. Dies war die erste Buchreihe, in der ich völlig versunken und aufgegangen bin. Tolkiens Schreibstil und Kreativität haben mich direkt in den Bann genommen. Deswegen habe ich mir vor einigen Jahren auch die Tolkien Treasury Box gewünscht und lese diese Bücher, wenn ich mal wieder einen Tolkien-Fix brauche. Zum diesjährigen BooktubeAThon war dann dieser Band dran, und heute möchte ich noch einmal genauer davon berichten.
Die Fakten:

  • Autor: J. R. R. Tolkien
  • Herausgeber: Christina Scull & Wasne G. Hammond
  • Titel: The Adventures of Tom Bombadil
  • Erschienen: 2014 (erstmals 1962)
  • Verlag: Harper Collins
  • Seiten: 286
  • Preis: 29,90 Euro im Boxset
  • Klappentext: „One of the most intriguing characters in The Lord of the Rings, the amusing and enigmatic Tom Bombadil, also appears in verses said to have been written by Hobbits and preserved in the Red Book with stories of Bilbo and Frodo Baggins and their friends. The Adventures of Tom Bombadil collects these and other poems, mainly concerned with legends and jests of the Shire at the end of  the Third Age.“


Zur Handlung: Tom Bombadil ist der vielleicht mysteriöseste Charakter in den Büchern rund um Frodo und den einen Ring. Er taucht auf, als die Hobbits ihn am nötigsten brauchen, doch alle Fragen nach dem Wer und Was des Tom Bombadil bleiben für Hobbits und Leser unbeantwortet. Mithilfe von zwei Gedichten will Tolkien diesem Charakter noch etwas mehr Geschichte geben und gleichzeitig zeigen, dass es in jeder Welt auch Mysterien geben muss.

Zusätzlich zu diesen beiden Gedichten finden wir noch deutlich mehr Gedicht in diesem Band. Diese sind im Roten Buch der Westmark verortet, einem fiktiven Werk aus Mittelerde. Daher wurden die Gedichte so angepasst, dass sie potentiell von Hobbits verfasst sein könnten. Im Anschluss findet sich ein ausführlicher Kommentar zu jedem einzelnen Gedicht und seiner Entstehungsgeschichte.

Ich hatte ein wenig Angst, dass dieses Buch mich enttäuschen würde, denn das Geheimnis um Tom Bombadil hat mich immer schon gereizt. Doch ganz im Gegenteil: ich habe mich absolut in dieses Buch verliebt, und das allen voran wegen der gut recherchierten und interessanten Kommentare. So lernen wir, dass Tom Bombadil gar nicht recht nach Mittelerde passen will, weil er eigentlich als eine Art Naturgeist der englischen Landschaft gedacht war. Erst später hat er seinen literarischen Weg nach Mittelerde gefunden.

Die Gedichte von Tolkien sind alle sehr verschieden. Gemein ist ihnen, dass sie oft sehr spezielle Rhythmen und Reimschemata haben. So lesen sich die meisten Gedichte am besten laut. Beispielsweise das Gedicht über die Katze oder auch Errantry. Ich würde die Gedichte auf jeden Fall auf Englisch empfehlen, da ich nicht sicher bin, ob sich die sprachliche Finesse tatsächlich auch ins Deutsche übersetzen lässt.

Tolkien verwendet dabei auch viele archaische Worte, die heute nicht mehr gebraucht werden, erfindet aber auch gelegentlich neue Orte und Namen, damit die Reime passen. Durch die ausführlichen Kommentare dieser Ausgabe ist das aber überhaupt kein Problem. So habe ich gelernt, dass Dumbledor ein altes Wort für die Hummel ist. Hummerhorns dagegen gibt es nur in Tolkiens Versen.

Die Kommentare waren wirklich das, was das Buch so besonders gemacht hat. Ich fand es so interessant, mehr über die Ursprünge zu erfahren. Häufig waren die Gedichte schon an anderer Stelle in einer anderen Fassung erschienen und Tolkien arbeitete diese dann um, um sie besser in die Kollektion einzupassen. Dabei sind oft auch ältere Versionen der Gedichte nochmals abgedruckt und man kann ein wenig vergleichen. So landete der Mond in The Man in the Moon Came Down Too Soon eigentlich in einem englischen Örtchen. Dies wurde auseditiert, um die Handlung nach Mittelerde zu verlegen. Solche Entstehungsgeschichten finde ich einfach faszinierend. Außerdem erhält man so einen Blick auf Idee, die ihren Weg in Herr der Ringe gefunden haben, beispielsweise auch der Oliphaunt.

Alles in allem habe ich mich sehr in dieses Buch verliebt. Es macht Spaß, die Gedichte zu rezitieren, auch wenn man manchmal 1-2 Anläufe braucht, bis man den Rhythmus gut trifft. Tolkien hat eine ganz eigene und einzigartige Schreibweise. Obwohl es für ihn immer kleine Scribbeleien waren, sind die Gedichte teilweise sehr gut rezipiert worden. Und die Kommentare sorgen für ein besonderes Leseerlebnis, bei dem man noch viel über England, alte Sprachen und die Welt von Mittelerde lernt. Ich kann es jedem Fan von Herr der Ringe nur empfehlen. Als Einstieg in die Welt von Tolkien ist es nicht geeignet, da würde ich eher auf den Hobbit oder Roverrandom verweisen.

Kennt ihr diese Werke? Wie gefallen euch Tolkiens Gedichte?

Bis bald,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung: 

Freitag, 17. August 2018

Der Kleine Prinz



Hallo meine Märchenliebhaber,

ein Buch, das bestimmt schon über 10 Jahre in meinem Regal steht, ist der Kleine Prinz. Irgendwie hat es mich bisher nie zu diesem Buch hingezogen, obwohl ich weiß, dass Menschen diese Geschichte lieben. Als dann vor einigen Jahren die neue Verfilmung kam, dachte ich, dass dies nun endlich der Moment sei, in dem ich das Buch lesen würde. Aber auch das ging wieder vorbei. Zum BooktubeAThon nun war es aber an der Zeit…

Die Fakten:
  • Autor: Antoine De Saint-Exupéry
  • Titel: Der Kleine Prinz (Original: Le Petit Prince)
  • Übersetzung: Grete und Josef Leitgeb
  • Erschienen: 2001 (erstmals 1946)
  • Verlag: Karl Rauch Verlag
  • Seiten: 126
  • Preis: 4,95 Euro
  • Klappentext: „Erzähler der Geschichte ist ein Pilot, der einst in der afrikanischen Wüste notlanden musste. Am Morgen nach seiner ersten Nacht allein in der Sahara erscheint ihm ein seltsames kleines Kerlchen, das ihn um die Zeichnung eines Schafes bittet. In den folgenden Tagen enthüllt ihm der kleine Prinz nach und nach die Geschichte seiner Herkunft, erzählt von der Fluch von seinem Planeten vor seiner Blume und seiner Reise von Planet zu Planet auf der Suche nach Freunden und dem Sinn des Lebens. Auf dieser Reise gelangt der kleine Prinz schließlich auf die Erde, wo er in der Stunde seiner größten Verzweiflung dem Fuchs begegnet. Der Fuchs weiht ihn in die Geheimnisse von Freundschaft, Liebe und Verantwortung ein. Und der kleine Prinz begreift, dass ihn mit seiner Rose eine unsterbliche Liebe verbindet. Nichts kann ihn nun mehr von der Rückkehr auf seinen Planeten abhalten.“


Zur Handlung: Ein Pilot muss mit seinem kleinen Flugzeug in der Wüste notlanden. Er hat nur Wasser für wenige Tage und muss die Maschine selbst reparieren. Doch plötzlich wird er vom Kleinen Prinzen angesprochen, der sich ein Schaf wünscht. Also zeichnet der Pilot ihm eines, dann noch eines und noch eines, aber nie sind sie ganz richtig für den kleinen Planeten, von dem der Kleine Prinz stammt.

Erzählt vom Piloten erfahren wir von dem wundersamen Weg, den der Kleine Prinz von seinem kleinen Planeten zur Erde genommen hat. Dabei ließ er seine Rose ungeschützt im All zurück. Er traf auf einen König, einen Unternehmer, einen Säufer und viele andere seltsame Planetenbewohner. Doch nun ist ihm klar, dass er zurück nach Hause muss.

Das Buch hat mich tatsächlich überwältigt. Am Anfang wusste ich nicht recht, worauf ich mich eingelassen habe, es ging um Hüte, Schlangen und Elefanten. Doch der Pilot nimmt uns mit und stellt uns den Kleinen Prinzen so liebevoll vor, dass man sich nur in die Geschichte vertiefen kann. Dabei ist das Buch auch ein bisschen sozialkritisch, wenn auch nur in Ansätzen.

Besonders an diesem Buch ist, dass man es sicherlich auch Kindern zeigen kann, die wahren Bedeutungen und Aussagen versteht man allerdings erst als Erwachsener. So handelt das Buch vor allem vom Abschiednehmen. Der Kleine Prinz liebt seine Rose, lässt sie aber hinter sich zurück (wohl als Anspielung auf die Ehefrau des Autors zu verstehen, der Europa ohne sie verließ). Als er zu ihr zurückkehren will, muss er wiederum zurücklassen, was er liebgewonnen hat. Vor allem aber muss der Pilot ihn gehen lassen, und der Dialog der beiden hat mir so das Herz gebrochen. Es ist ein Thema, mit dem ich mich gerade zwangsläufig beschäftigen muss und hat mich damit zur richtigen Zeit getroffen.

Der Kleine Prinz erscheint dabei vielleicht als Kind, ist in Wahrheit aber einfach nur in einem kleinen Körper. Obwohl er eine gewisse Naivität ausstrahlt, ist er doch sehr weise. Durch seine lange Reise hat er Vieles auf der Welt kennen gelernt und festgestellt, wie seltsam die Erwachsenen doch sind. Diese Aussage kommt öfter im Buch vor und sorgt für etwas Auflockerung.

Die Mitte des Buches hatte für mich doch einige Längen, doch am Ende wurde alles wieder wettgemacht. Das Ende gibt es so starke Aussagen und Zitate, die wir vielleicht auch schon kennen: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ ist wohl das bekannteste Zitat aus dem Buch. Das Buch hat also auch eine gewisse popkulturelle Bedeutung, da man so bekannte Zitate noch besser einordnen kann und ihre volle Bedeutung versteht.

Habe ich erwähnt, dass es im Buch einen Fuchs gibt? *hust*

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Ich liebe französische Literatur in der Regel sehr und kann sie leider nur in Übersetzung lesen. Das hat mich aber alles überzeugt. Das Buch ist für Kinder geschrieben, aber dennoch nicht kindlich. Es hat eine ganz eigene Schönheit der Sprache, was ich immer zu schätzen weiß.

Alles in allem hat das Buch mich doch kalt erwischt. Ich hatte immer Angst, dass ich mit diesem Klassiker nichts anfangen kann. Glücklicherweise hat es mir aber das Herz gebrochen und die Tränen ins die Augen getrieben. Und das passiert mir doch erstaunlich selten bei Büchern. Ich kann es nur jedem wärmstens empfehlen. Es ist genauso schön, wie immer alle behaupten. Und es bietet etwas für Jung und Alt. Auf jeden Fall reizt es die Fantasie und entzückt das Herz.

Wie steht ihr zu diesem Buch? Würdet ihr es als Kinderbuch einstufen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung: