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Sonntag, 10. Oktober 2021

[TV-Serie] Seattle Firefighters

Hallo an alle Serienjunkies,

vor ein paar Wochen habe ich doch Lost geschaut und da das eine echt verrückte Serie ist, brauchte ich noch was normales für zwischendurch und da keine Arztserie zur Verfügung stand, ist es eben die Feuerwehr geworden.

Diese Serie läuft auch aktuell im TV und ich habe durch mein joyn-Abo alle bisherigen Folgen schauen können. Der Originaltitel ist Station 19. Es ist eine US-amerikanische Serie die stark mit Greys Anatomie verbunden ist. Einzelne Erzählstränge finden sich sogar in beiden Serien wieder.

Die Serie wird seit 2018 ausgestrahlt und besteht mittlerweile aus 4 Staffeln mit knapp 60 Folgen die jeweils ca. 45 Minuten lang ist. 

Wenn ihr gern Arztserien oder eben so realitätsnahe Sendungen schaut werdet ihr einige der Schauspieler wiedererkennen. Das war zunächst ganz schön anstrengend für mich, da ich manche in den anderen Serien nicht mochte und mich ja nun neu darauf einlassen wollte. Doch das geht dann schon irgendwann.

Wir erleben um die 9 Hauptcharaktere und sehen eindeutig, dass stark versucht wurde das Klischee Feuerwehrmann zu erneuern. Sowas ist natürlich immer toll. Es gelingt aus meiner Sicht aber nur so semigut. Die Frauen verhalten sich am Ende wie die Männer und erfüllen damit wieder andere Klischees. Was hingegen ganz gut gelingt, ist der Bezug zu aktuellen Themen die sogar konkret benannt werden und politisch relevante Aussagen getroffen werden. In dieser Direktheit erlebt man das tatsächlich selten.

Super finde ich dass die Handlung wirklich rund um Einsätze oder der Wache gestrickt ist. Es wird auch in groben Zügen die Struktur der amerikanischen Feuerwehr erklärt aber so richtig durchgestiegen bin ich da nicht.

Die Charaktere sind ehrlicherweise alle sehr ähnlich was natürlich wenig Spannung oder Dynamik bringt. Klar ist die Tätigkeit der Feuerwehr an sich super aufregend aber das ist auch irgendwie nicht im Fokus. Lässt sich schlecht beschreiben, schaut am besten selbst. 

Empfehlen kann ich die Serie für Fans und die die ein bisschen Realität im Leben brauchen. Ansonsten werde ich die Serie sicherlich weiter verfolgen, halte sie aber nicht für unwiderstehlich,

eure Blue Diamond.

Sonntag, 19. September 2021

[TV-Serie] Lost

Herje meine Lieben,

jetzt hat die Kitty ein technisches Problem und ihr müsst erst einmal mit mir Vorlieb nehmen.

Vor ein paar Wochen hatte ich eine echt schlimme Leseflaute und generell so ein kleines Tief. Da hab ich mir ein paar Serien geschnappt die früher mal total gehiped waren. Bei dieser bin ich hängen geblieben und habe sie heute beendet. Die liebe Kitty hatte gehört man solle die letzte Staffel nicht schauen. Also ich sag mal so, sie ist genauso verrückt wie die davor.

Die Serie Lost besteht aus 6 Staffeln. Eine hat um die 15 Folgen die je knapp 45 Minuten lang sind. Man hat also ganz schön was vor sich. Es handelt sich um eine US-amerikanische Mysterieserie. Ich dachte ja das ist eine Abenteuerserie, naja ist es auch irgendwie, aber es hat halt auch echt verrückte Elemente oder eben mystische. Die Staffeln erschienen von 2004 bis 2010. 

Bei dieser Serie wird eine fortlaufende Geschichte verschiedener Menschen erzählt. Dabei werden immer wieder Rückblicke eingebaut oder auch so eine Art Ausblicke. Es gibt außerdem viele Charaktere. Hier werden die unterschiedlichsten Menschen zusammengebracht. Die meisten entwickeln sich massiv, manche zum Guten andere machen ein ständiges Auf und Ab durch. Es werden natürlich auch die unterschiedlichsten Klischees eingebaut. Asiaten die unter sich bleiben wollen, Gangster die unnahbar sind, Menschen die immer helfen und vor allem jedem, solche die an das Gute oder eben Schlechte glauben und vieles vieles mehr. 
Klar ist von Anfang an dass alle leicht gestört sind und wirklich niemand aus einem normalen langweiligen Leben kommt. Doch was passiert denn nun so richtig?

Ein Flugzeug stürzt ab und einige überleben auf einer vermeintlich verlassenen Insel. Es beginnt ein Überlebenskampf wo sich jeder selbst der nächste ist, doch es wird auch klar, dass man im Team besser zurecht kommt. In einer späteren Staffel wird klar wie viele wirklich überlebt haben und eine der tollsten Zusammenführungen zweier Menschen passiert die mich einfach gerührt hat. 

Schon in der ersten Staffel wird klar irgendwas ist komisch. Ich dachte zunächst an eine Art Forschungsinsel - ist es nicht so richtig. Wir lernen zwar später die Dharma-Initiative kennen, doch deren Ziel kannten sie irgendwie selbst nicht so wirklich. Das sind auf jeden Fall super crazy Leute die irgendwie gut mit sich selbst und ihrer Gemeinschaft zurecht kommt weil es total klare Regeln gibt. 

Gegen Ende dachte ich so - ok jetzt wird es kurios. Monster, so eine Art Gott und Teufel, Unsterbliche und Zeitreisen, alles findet statt und auch wieder nicht. Das Ende der Serie ist wieder so nichtssagend.

Es wird aber definitiv nie langweilig. Immer wieder werden neue Stränge eingebaut, mal sehr dramatisch mal eher informativ und so weiter. Das ist einfach so eine Serie die sollte man nicht schauen weil es sinnlos ist, aber man schafft es nicht wegzugehen. Schlimm oder?

Habt ihr Lost gesehen? Habt ihr vielleicht eine Lieblingsfigur? Meine ist definitiv Sun,

eure Blue Diamond.

Freitag, 9. Juli 2021

[TV-Serien] Chernobyl

Hallo zusammen,

ich habe vor einer kleinen Weile auf joyn.de diese Miniserie gesehen. Ehrlicherweise habe ich mich nie großartig mit dieser Geschichte und dem Ereignis beschäftigt, daher hatte ich auch wenig Vorstellung von den Inhalten.

Diese Serie wurde in den USA und in GB produziert und erschien wohl 2019 erst auf Sky. Wow ganz schön lang her, aber ja, ist jetzt erst bei mir angekommen. Die Staffel besteht aus 5 Folgen die mindestens jeweils eine Stunde lang sind, manchmal bis zu 70 Minuten. Es handelt sich ja um eine Serie die ein reales Ereignis in den Fokus setzt, eben die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. 

Dies fand am 26. April 1986 statt. In den Medien habe ich vor kurzem Gelesen, dass eine neue Hülle angebracht wurde, die nun wieder 100 Jahre halten soll. Irgendwie total gruselig, vor allem wenn man sich überlegt wie nah dran diese Stadt ist. Total krank finde ich ja wie Menschen da zu touristischen Zwecken hingehen. Warum? Könnt ihr mir das sagen? Ich wurde ja schon nuklear untersucht und wenn ich mir überlege wie hoch da die Sicherheitsvorschriften sind, ist das einfach nur unglaublich, dass jemand auch nur in die Nähe dieses Reaktors geht. Und dennoch habe ich eine ganz andere Meinung beim Thema Stromerzeugung - ich glaube schon, dass das ein guter Weg wäre, wenn die Sicherheitsmaßnahmen wesentlich verbessert werden würden.

Doch ich möchte noch etwas über die Serie sagen. Ehrlich - ich war total festgesetzt, jetzt nicht unbedingt schockiert oder fasziniert, eher in so einem unwirklichen Tunnel, denn wenn die Dinge auch nur annähernd so abgelaufen sind, wie in der Serie dargestellt, ist das der absolute Wahnsinn. 

Leider kann ich euch nicht so richtig sagen, wer nun was gespielt hat, denn ich hab mir die Namen der Figuren nicht gemerkt, denn ich war völlig mit deren Rolle beschäftigt. Da gab es einen politischen Umsetzer oder was auch immer, der mit einem Nuklearexperten versucht hat, alles zu tun, dass die Katastrophe eingedämmt wird. Großartige schauspielerische Leistung der beiden. Die Arbeiter in Tschernobyl, alle fürchterlich jung für so viel Verantwortung und so gering bis eigentlich gar nicht geschützt. Und dann das ganze Geschehen absolut geleitet durch politische Entscheidungen und Image im internationalen Kontext. Wie ich es hasse, dieses - oh wir dürfen das Gesicht nicht verlieren, wir sind mächtig und müssen es bleiben - meine Fresse. 

Wie die Menschen erkranken und sterben ist ganz grausam und niemand sollte so sterben müssen, doch ehrlich, das Erschießungskommando zu den Tieren hat mich viel viel mehr erschüttert. Ich hab einfach nur leise vor mich hin geweint. Keine Ahnung was das über mich aussagt, aber so war es nun mal. Die Darstellung war völlig unspektakulär, aber es hat mich so umgehauen.

Es wird auch gezeigt, wie politische Absprachen wohl liefen und wie das Ganze vor Gericht ausgefochten wurde. Da ist es super schwer die Wahrheit zu ermitteln. Wirklich wissen will die vielleicht auch niemand. Dennoch ist es sehr gut dargestellt. Super angenehm fand ich ja die Geschichte der Bergbauer und egal wie ruppig diese Menschen sind - wenn das so war, war es einfach nur unglaublich phänomenal und so so ehrenwert.

Diese Serie ist definitiv nichts für schwache Nerven. Die Atmosphäre wird richtig gut vermittelt. Allein die Farbsättigung und die Sprache sind so gering dosiert, dass viel im eigenen Kopf vorgeht und man einfach durchdreht.

Empfehlen möchte ich die Serie aber definitiv jedem, es gehört vor allem zur europäischen Geschichte und dazu einen klaren Kopf für Katastrophenabwehr zu entwickeln, kann bei Corona auf gar keinen Fall schaden,

eure Blue Diamond.

Mittwoch, 28. April 2021

[TV-Serie] Shadow and Bone


Hallo meine Fantasyfreunde,

irgendwann 2015 oder so habe ich die Shadow and Bone-Reihe gelesen, und obwohl ich diese Bücher nicht besonders mochte, hat die Welt, zusammen mit einigen Charakteren, mich nie losgelassen. Daher habe ich dann auch alle folgenden Bücher in dieser Welt gelesen und mich mehr und mehr verliebt. Nun kommt also Netflix mit der TV-Serie um die Ecke, und ich kann da einfach nicht stillschweigend drüber hinweggehen.

Zur Handlung: Alina Starkov ist eine Kartenzeichnerin in Ravka, einem Land, das durch einen dunklen Sturm in zwei Teile geteilt wird. Dieser ist das Ergebnis eines gefährlichen Spiels mit Macht, das einst ein Grischa begangen hat. Seitdem ist der Ost-Teil des Landes mit seiner Hauptstadt vom West-Teil mit dem Meereszugang abgeschnitten.


Als Alinas Kindheitsfreund Mal für eine Expedition in diesem Sturm hineinfahren soll, tut Alina alles, um ihn zu begleiten. Doch die Expedition geht schief und sie werden von Schattenmonstern attackiert. Als alles verloren scheint, entdeckt Alina aber eine Kraft in sich, die ihr ganzes Leben - und das Schicksal von Ravka - verändern wird.

Ihr müsst entschuldigen, wenn ich einige Begriffe hier falsch schreibe, ich schaue und lese die Reihe schon immer auf Englisch und hab keine Ahnung, wie das meiste davon übersetzt wurde. Ich bin mir sicher, ihr kommt darüber hinweg.

Die erste Trilogie, die nur Alina folgt, mochte ich in Buchform nicht wirklich. Alina ist ein anstrengender Charakter und wir hängen die ganze Zeit in ihrem Kopf fest. Hier macht die Serie direkt einiges richtig. Nicht nur brechen wir aus Alinas Kopf aus und sehen beispielsweise was Mal unternimmt, nachdem Alina aus dem Armeelager weggeführt wird. Außerdem kombiniert die Serie die Ereignisse, die wir Leser bereits kennen mit den Charakteren aus der Six of Crows-Reihe. Dadurch wird die Handlung weniger erwartbar, denn diese Charaktere kommen eigentlich nicht vor, und es gibt mehr Ansatzpunkte für Lieblingscharaktere.


Wenn man die Serie beginnt, fallen natürlich erst die optischen Aspekte ins Auge. Ich finde sowohl Ravka als auch Ketterdam genauso umgesetzt, wie ich es mir vorgestellt habe. Gerade die Aufnahmen im Palast in Ravka sind grandios, ich liebe solche Architektur einfach. Aber auch die Shadow Fold sieht toll aus, sehr bedrohlich. Die Komstüme haben mir auch gut gefallen, da sie besonders, aber nicht kitschig geworden sind. Bei den Keftas war ich nicht sicher, was mich erwartet.

Die Spezialeffekte sind dagegen mal so, mal so. Während die Shadow Fold und allgemein die Kraft des Darklings sehr gut umgesetzt ist, fand ich zum Beispiel die Feuer der Inferni ein bisschen... billig. Auch einige von Alinas Effekten könnten ein bisschen schöner sein, aber das hat mich nicht ganz so gestört. Ich schaue natürlich auch nur auf dem Laptop, wenn ihr einen ordentlichen Fernseher habt, kann das ganz anders aussehen. Aber rundum macht die Serie optisch einen guten Eindruck, alles passt gut zusammen und funktioniert. Ein bisschen dunkel ist es natürlich...


Die Charaktere sind für dagegen der Grund, warum ich diese Serie schauen wollte. Und ich war wirklich positiv überrascht, denn die meisten Charaktere sind perfekt gecastet. So habe ich beispielsweise für die Schauspieler für Jesper, Inej und Alina kaum Worte. Die haben wirklich alle meine Erwartungen erfüllt. Matthias sieht ehrlich gesagt besser aus als in meinem Kopf, auch wenn Nina mich arg an Kate Winslet erinnert - und das schon vor dem Untergang des Schiffs. Der Darkling-Schauspieler hat mich in der Ausstrahlung auch überzeugt, aber für mich ist er immer noch etwas alt. Auch Mal und Kaz sind gut besetzt, aber für mich dann doch die schwächsten Leistungen im Hauptcast. Daneben kommen noch viele Nebencharaktere zum Glänzen: Genya ist fantastisch, David fand ich auch süß und Zoya ist eh meine Lieblingsfrauenfigur in dieser Welt. Von ihr will ich in späteren Staffeln dann mehr sehen.

Vor allem die Chemie zwischen Alina und dem Darkling waren natürlich wichtig, damit diese erste Staffel wirkt. Für mich hat das auch ganz gut geklappt - wie gesagt, der Darkling ist mir einfach zu alt für die Rolle. Aber ich fand schon, dass diese Spannung rübergekommen ist, die ich mir erhofft hatte. Dagegen hat die Chemie zwischen Alina und Mal die Hoffnung der meisten ja stark übertroffen. Da man Mal jetzt auch mal sieht, während Alina andere Dinge zu tun hat, mag man ihn auch mehr. Richtig toll finde ich ihn aber nach wie vor nicht - und der Mann überlebt ja wirklich alles in der Serie. Ich habe heute dafür den Begriff Plot Armour gelernt.


Auch zwischen Matthias und Nina funkt es in der ersten Staffel schon ordentlich, aber mir ging das ehrlich gesagt zu schnell. Die beiden bekommen sehr wenig Screentime und dadurch wirkt es sehr gehetzt. Natürlich liegen zwischen den Schnipsel, die wir sehen, immer große Zeitabstände, aber trotzdem, der wäre mehr drin gewesen. Die etwas angestrengte Verbindung von Inej und Kaz ist dagegen gut umgesetzt gewesen, hier wird sich hoffentlich auch in Zukunft viel Zeit gelassen. Der Preis für die beste Beziehung in der Serie geht allerdings ganz klar an Jesper und Milo, die Ziege. One True Love.

Die Handlung selbst folgt dann doch erstaunlich nah der Handlung des Shadow and Bone-Buches. Ich fand das nicht schlimm, denn die Serie nimmt sich genug Freiheiten, damit es spannend bleibt. Außerdem wird auch die Welt durch die Crows schon weiter aufgemacht als in dem Buch. Ich finde vor allem diese Fantasywelt mit ihrer Politik und den vielen Kulturen so spannend, daher bereichert das die Show. Aber für mich ist das am Ende doch eher nachrangig gewesen, ich habe mich einfach so gefreut, diese Charaktere auf der Leinwand zu sehen.


Das Ende fand ich dann sehr gelungen. Die einzelnen Handlungsstränge werden gut zusammengeführt, gleichzeitig wird aber angedeutet, dass die Wege dann in Staffel 2 auseinandergehen werden. Ein bisschen hart fand ich, wie die Hauptcharaktere mit Zoya umgegangen sind in den letzten Szenen. Aber eigentlich weiß auch niemand von denen, was Zoya da passiert ist (in den Büchern), von daher gab es da wohl keinen anderen Weg. Und zum Schluss muss natürlich auch gezeigt werden, wer in der zweiten Staffel der Feind wird.

Alles in allem ist die Serie für mich eine absolut gelungene Adaption. Während einige Dinge wirklich hell leuchten, wie die Rolle von Jesper oder einige Szenen der Crows, sind andere ok und ein paar eher Meh, zum Beispiel der Tod des Hirschs... sowas kann ich einfach nicht. Daher ist auf jeden Fall Lust nach oben für Staffel 2, ich sage nur Nikolai, und dennoch hatte ich nach dem Ende der ersten Staffel so einen Hangover, weil ich weiß, dass mich dieses Jahr vermutlich keine Serie mehr so mitreißen wird wie Shadow and Bone.

Habt ihr die Serie schon geschaut? Und wie findet ihr sie im Vergleich zum Buch?

Bis bald,

Eure Kitty Retro

 

 

 

 

In diesem Video ranke ich die Bücher aus der Grischawelt:


 

Freitag, 22. Januar 2021

[TV-Serie] Bridgerton

Hallo an alle Serienfans,

ihr habt es sicher mitbekommen, auf Netflix gibt es eine neue Serie die einen unglaublichen Hype erlebt. Auch ich war Feuer und Flamme als ich hörte, es wird diese Serie geben, denn ich kenne die Buchreihe (noch nicht vollständig gelesen) und liebe sie sehr. Daher war ich besonders gespannt.

Die erste Staffel besteht aus acht Folgen, die sehr unterschiedlich lang sind, immer so um eine Stunde. Diese wurde Ende 2020 auf Netflix veröffentlicht. Es ist eine amerikanische Produktion. Scheinbar soll es auch noch weitere Staffeln geben. Ganz klar, wenn man sich die Buchreihe anschaut. 

Es handelt sich um ein historisches Geschehen, welches als Drama Serie dargestellt wird. Wir befinden uns kurz nach 1800. Debütantinnenbälle sind das gesellschaftliche Ding. Meistens werden die Mädchen der Familien ab einem bestimmten Alter in den Heiratsmarkt gebracht. Die Jungen von Familien müssen nicht unbedingt so schnell verheiratet werden. Für Mädchen hingegen wird es immer schwieriger vermittelt zu werden, umso älter sie werden. Deswegen gibt es da natürlich auch besonderen Druck.

Im Mittelpunkt dieses Geschehens steht hier die Familie Bridgerton mit ihren 8 Kindern. Es gibt weitere Familien, die in die gesamte Geschichte immer wieder eingebunden werden. Dabei sprechen wir auch nur von der High Society Londons, auf die auch die Königsfamilie ein Auge hat. Eine solche Umgebung ist natürlich von Klatsch und Tratsch geprägt. Dies wird von Lady Whistledown, einer unbekannten Autorin, noch befeuert. Sie scheint über alles und jeden Bescheid zu wissen, doch keiner weiß wer sie eigentlich ist. 

In der Hauptsache verfolgen wir Daphne und Simon. Daphne ist die älteste Tochter der Familie Bridgerton. Sie ist scheinbar schüchtern, doch sie hat es faustdick hinter den Ohren. Sie versucht das beste für sich aber auch ihre Familie herauszuholen und das ist gar nicht so leicht. Hinzu kommt das Gebaren ihres großen Bruders, was es ihr sehr erschwert. Doch sie trifft auf Simon. Er ist ein Duke der offen keine feste Bindung eingehen will. Das liegt an seiner Familiengeschichte. Die beiden sehen ihre Chance sich gegenseitig zu unterstützen. Dass das nur in einer Katastrophe enden kann ist denke ich allen klar. 

Es gibt viele viele weitere Charaktere, welche die unterschiedlichsten Klischees und Stimmungen dieser Zeit wiedergeben. Diese Vielfalt ist ganz fantastisch und ich denke viele die sich vielleicht an dieser verrückten Romanze nicht unbedingt aufhalten wollen, finden in allen anderen Geschichten viel Freude und Abwechslung. 

Das Szenenbild ist wunderbar übertrieben exzentrisch und bunt. Alles an dieser Serie ist einfach drüber und das macht sie auch aus. Hinzu kommen die Schauspieler. Diese sind nach meiner Kenntnis keine klassisch bekannten Gesichter, allerdings sind sie unglaublich vielfältig und provokant. Es gibt sehr viele farbige Besetzungen, die so in der Geschichte der Bücher nicht stattfinden und in der Realität sowieso nicht. Ebenso wird Homosexualität eingebracht. 

Alles Aspekte die glaube ich auch den Hype dieser Serie ausmachen. Sie basiert auf so alten gesellschaftlichen Pfeilern und stellt diese einfach auf den Punkt zeitgenössisch dar. Manche mögen das für falsch halten, ich halte es für genial, für das was die Serie will, nämlich Aufmerksamkeit erwecken. 

Was die Serie auch ist, ist sehr romantisiert. Es gibt einige Sexszenen, was für die Zeit überhaupt nicht schicklich ist und somit wieder sehr provokant. Die Art und Weise wie es dargestellt wird und was so geschieht ist sicher diskussionswürdig*, allerdings würde ich da jetzt zu viel verraten, als das ich da näher drauf eingehen möchte.

Kurz möchte ich noch zum Vergleich zur Buchreihe kommen. Klar orientiert sich die Hauptgeschichte der ersten Staffel auch am ersten Teil der Buchreihe, doch es gab ziemlich viel Input, der in den Büchern erst viel später kommt. Sicherlich kann man das auf die unterschiedlichen Medien schieben und die Situation Informationen zu vermitteln, für mich ist das aber wirklich seltsam gewesen. Das als Vorwarnung für alle die die auch die Bücher kennen oder noch lesen wollen.

Ja mir hat die Serie in ihrer Übertriebenheit sehr gut gefallen. Ich habe sie durchgesuchtet und kann sie denen empfehlen, die Romanzen und Schnulzen mögen. Die die provokante Inhalte feiern und ein bisschen Historie gut finden,

eure Blue Diamond.








*kurzer Input von Kitty dazu: Für einige ist es vielleicht ein Spoiler (die können ja einfach jetzt nicht weiter lesen), aber für mich ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass es eine Szene in der Serie gibt, die von vielen Personen als Vergewaltigung ausgelegt wird. Bitte recherchiert daher, ob ihr die Serie wirklich schauen wollt und bildet euch eine eigene Meinung. Ich habe die Serie aus dem Grund nicht geschaut.

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Die Charité-Reihe + Serie

Hallo zusammen,

ich hatte es ja schon angedroht, dass ich mir einige medizinisch angehauchte Reihen mit historischem Charakter vorgenommen habe, weil es mich wirklich gepackt hat. 

Fakten:
  • Autorin: Ulrike Schweikert
  • historische Romanreihe
  • bisher 2 Bände seit 2018
  • bisher 2 Staffeln seit 2017 je 6 Episoden á 45 Minuten
  • ca. 500 Seiten pro Band
  • Rowohlt Taschenbuch Verlag
  • Preis: 14,99€ (Broschiert)
Klappentext:
"Sternstunden der Medizin Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt."

Erst einmal möchte ich scheinbar einen Fehler von mir darlegen. Ich dachte die Serie basiert auf den Büchern. Nun habe ich lange nach Erstauflagen und so weiter gesucht und stelle fest, nein die Serie gab es vor den Büchern. Kein Wunder also, dass ich eigentlich darüber sprechen wollte, wie unterschiedlich beides ist - ja muss ja irgendwie auch, außer die Bücher würden auf der Serie basieren, was auch nicht der Fall ist.

Ein Glück erzählen beide grundlegend ähnliche Geschichten, nämlich die der Charité, Deutschlands wohl berühmtesten Krankenhaus, vielleicht sogar bis heute.

Im Wesentlichen sind die Charaktere der beiden Medien verschieden. Doch es handelt sich dabei um die der Schwestern und Nebencharaktere. Die Ärzte ähneln sich zum Großteil natürlich da sie vor allem die Geschichte schreiben. Wir beginnen Anfang dem 19. Jahrhundert. Viele der heute ausgerotteten Infektionskrankheiten verbreiteten sich immer wieder. Die Charité war dabei nicht nur ein Krankenhaus sondern auch Studienzentrum für angehende Ärzte und konnte daher auch Patienten behandeln, die sich dies nicht leisten konnten, aber sich zu Studienzwecken zur Verfügung stellten. Hierbei werden ziemlich präzise immer wieder Behandlungen beschrieben. Das ist ehrlich gesagt hin und wieder auch viel zu detailliert, zumindest für meinen Geschmack. Für Anatomie begeisterte ist es sicherlich ganz fabelhaft.

Ebenso steht Charité für Barmherzigkeit und dies wird oder besser soll durch die Ordensschwestern dargestellt und umgesetzt werden. Neben ihnen gibt es quasi weltliche Schwestern und Helferinnen. Gemeinsam pflegen sie die Patienten rund um die Uhr. Sie leben auch auf dem Gelände der Charite. Das Verhältnis ist wohl eher angespannt zwischen den beiden Gruppen. In der Serie wird dies noch wesentlich deutlicher als in den Büchern. 

Einige Liebesbeziehungen oder solche die es mal werden wohl fügen sich ebenso immer wieder in die Geschichte. Auch politische Einflüsse, das Kaiserreich und die Weltkriege finden sich wieder. Antisemitismus spielte natürlich auch eine große Rolle in diesen Zeiten. 

Das Thema der gesellschaftlichen Einbindung von Frauen überschattet jedoch alles. Wir erleben so viele Aspekte von Hierarchien und Ungleichbehandlung, aber eben auch den Wandel hin zu mehr - damals nannten sie es Zugeständnisse - Normalität. Frauen durften später auch endlich mehr über die Medizin lernen, ja sogar Ärztinnen durften sie werden. Die Charité und im Allgemeinen Deutschland war da übrigens sehr hinterher. 

Die Serie thematisiert zusätzlich Homosexualität und Euthanasie. Das haben die Bücher nach meiner Erinnerung ausgelassen. Es ist fast schon ein bisschen viel was sowohl in den Büchern als auch in der Serie behandelt wird. Die Serie wird außerdem weitergehen, bei den Büchern konnte ich dazu nichts herausfinden. 

Auch die schauspielerischen Leistungen in der Serie haben mir gut gefallen, sie waren im gleichen Maße angespannt und locker und dadurch wirklich sehr authentisch. Ich frage mich ob Mediziner wirklich so viel gegen und für politische Belange getan haben. 

Es ist auch etwas erschreckend wie die Medizin sich so entwickelt hat und dabei meine ich vor allem die Umstände und das Vorgehen um Fortschritte zu erreichen. Es ist gruselig, eigentlich weiß man das ja irgendwie, doch es so genau beschrieben zu bekommen oder auch zu sehen ist dann schon nochmal eine verrückte Nummer. 

Insgesamt haben mir aber beide Medien sehr gut gefallen, da sie das Rundumpaket für einfach alles bieten. Dynamik und Detailreichtum sowie starke Charaktere zeichnen sie aus. Es ist außerdem ein ständiges auf und ab der Gefühle. Der Schreibstil der Reihe ist sehr flüssig und leicht verständlich. Was mir am besten gefallen hat ist die Tatsache das wir Robert Koch und Paul Ehrlich begegnen, diese beiden Namen spielen in Zeiten von Covid-19 eine tragende Rolle - ja heute noch ;) Das hat mich richtig begeistert. 

Empfehlen kann ich es daher jedem der sich für historische Geschichten vor allem im Bereich der Medizin interessiert. Ich glaube zwar dass es besser für Frauen geeignet ist, doch kann es natürlich jeden Horizont erweitern ;)

eure Blue Diamond.

Freitag, 20. November 2020

[TV-Serie] Emily in Paris

Hallo an alle Serienfans,

vielleicht sogar ein Halle an einste Sex and the City Fans? Naja zumindest die viel viel sanftere, leichtere, jugendfreiere Variante. Die Idee zu beiden Serien stammt von derselben Person und ja man merkt das.

Bisher hat Netflix eine Staffel veröffentlicht. Diese beinhaltet 10 Folgen die zwischen 25 und 30 Minuten lang sind. Sie erschien 2020 auf Netflix und kann wohl als Drama eingestuft werden.

Emily Cooper, gespielt von Lily Collins, reist nach Paris um dort in einer Werbeagentur zu arbeiten, die von dem Unternehmen in dem sie eigentlich arbeitet geschluckt wurde. Wenn sie dort gute Arbeit leistet, kann sie in der Heimat einen großen Karriereschritt gehen. 
Entsprechend motiviert ist sie natürlich trifft jedoch schnell auf einige Hindernisse. Aber auch auf tolle Männer, baldige gute Freunde und viele kleine Abenteuer. 

Diese Serie besteht vor allem daraus das französische Leben darzustellen. Es werden nicht nur Klischees bedient sondern auch Aspekte angesprochen die ich so noch nicht kannte. Natürlich wird auch etwas übertrieben doch das ist nicht störend sondern eher einfach witzig.
Generell hat die Serie total viel subtilen Witz und Charme. Für mich lebt dies von der Direktheit und Unverfrorenheit der Franzosen. Würde man dies reell erleben, wäre man sicher kaum so entspannt und selbstbewusst wie Emily es ist. 

Ganz nebenbei wird gezeigt wie Emily sich eine Karriere auf Instagram aufbaut und das tut sie auch so ganz nebenbei. Dies passt zwar in den Zeitgeist und gut zu Emily und ihrer Arbeit, aber vermittelt eben auch ein unrealistisches Bild von social Media.

Sehr angenehm eingesetzt sind auch die Nebencharaktere. Die Arbeitskollegen von Emily bringen dabei die schöne Vielfalt und Emilys Freunde sorgen für Emotionen und ein bisschen Romantik. Die Liebe kommt natürlich nicht zu kurz und ist zwar sehr offensiv aber trotzdem nicht störend. 

Alles in allem ist es eine sehr süße Serie die mit Charme und Witz überzeugt. Empfehlen kann ich es daher allen die leichte unterhaltsame Kost mögen und wollen,

eure Blue Diamond.

Freitag, 13. November 2020

[TV-Serie] The Umbrella Academy

Hallo an alle Serienfans, 

diese hier ist mir ja durch diese kuriose Werbung aufgefallen, das an einem Tag plötzlich 43 Frauen Kinder bekommen haben ohne Minuten vorher überhaupt schwanger gewesen zu sein. Das klingt doch so verrückt das man da einfach mal reinschauen muss und ja was soll ich sagen, ich konnte nicht aufhören.

Bisher gibt es zu dieser Serie 2 Staffeln und eine Dritte ist wohl geplant. Es gibt 10 Episoden je Staffel die ganz unterschiedlich lang sind, meist so zwischen 45 und 50 Minuten. Es ist eine US-amerikanische Produktion die 2019 erstmals erschien. 

Doch was ist das denn nun wirklich für eine Serie? Also ich würde sagen es ist eindeutig Komödie, aber auch Fantasy und es basiert wohl auf einem Comic - oder doch umgedreht?

Nachdem 43 Frauen unerwartet Kinder bekommen haben, versucht Sir Hargreeves diese Ihnen abzunehmen. Dies gelingt ihm für 7. Diese 7 zieht er mit Hilfe eines Mutterroboters und einem Affen auf. Ja ein Affe. Die 7 sind dann auch unsere Dreh- und Angelpunkt. 

Da hätten wir Luther als Nummer 1. Er ist eine Art Hulkverschnitt.
Sein größter Familienkonkurrent ist Diego. Er ist ein Nahkämpfer mit einer Spezialität für Messer. 
Dann haben wir Allison mit einer ganz seltsamen Eigenschaft. Sie kann quasi anderen ein Gerücht aufschwatzen und das ist definitiv auch verzweifelt. 
Klaus ist esoterisch veranlagt und wird plötzlich zu einer Art Massenchef dieser Chefs. 
Nummer 5 ist der einzige ohne Namen und das gefällt ihm auch sehr gut.
Ben ist leider lange tot und hält Kontakt zu Klaus. 
Kommen wir zu guter letzt zu Vanya. Sie hat eine versteckte Gabe die nicht mal sie kennt. Sie wird somit zu einem echten unerwarteten Highlight. 

Insgesamt ist die Handlung wirklich außergewöhnlich und ich habe nichts Vergleichbares gesehen. Ich war richtig traurig als die Reihe zu Ende ging. Dennoch irgendwie mochte ich es und zack traute ich mich auch kaum sie ordentlich zu Ende zu schauen. 

Außerdem würde ich sagen, dass es sich um eine Serie für Erwachsene handelt aber gleichzeitig ist diese unglaublich realistisch gemacht. Hinzukommt dass ich total viel grinsen musste. Es ist ein ganz toller Humor der sich hier zeigt.

Ein schönes Extra sind die zahlreichen geschichtlichen Hintergründe die genannt werden. 

Empfehlen möchte ich die Serie allen die Ungewöhnliches mögen und keine Angst vor viel Fantasy haben, 

eure Blue Diamond.

Freitag, 18. September 2020

[TV-Serie] Unorthodox


Hallo an alle Serienjunkies,

als die liebe religiöse Familie da war, habe ich zufällig auch diese Serie entdeckt, mit meinem Onkel etwas darüber gesprochen und habe sie dann an einem Abend geschaut.

Diese Miniserie besteht aus 4 Episoden oder auch Teilen die jeweils fast eine Stunde lang sind. Die Serie wurde in Deutschland produziert und ist 2020 auf Netflix erschienen. Die Geschichte ist hauptsächlich erfunden, soll aber an das gleichnamige Buch angelehnt sein.

Alles dreht sich um das Leben der ultra-orthodoxen jüdischen Religionsgemeinschaft der Satmarer in New York. 

Wir verfolgen Esty, gespielt von Shira Haas, eine 19-jährige die bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist. Ihr Vater ist irgendwie leicht abgedreht und ihre Mutter hat beide verlassen, da sie in der Gemeinschaft nicht mehr zurecht gekommen ist.

Esty wird wie üblich verheiratet. Ihr Mann wird Yanky, gespielt von Amit Rahav, der sympathisch und nicht so fanatisch wie andere wirkt. Beide sind also irgendwie unangepasst und versuchen sich irgendwie durchzuschlagen. Doch für Esty wird es immer schlimmer, denn sie entspricht nicht den anderen Frauen der Gemeinschaft und möchte das auch nicht. Daher beschließt sie zu fliehen. Sie hat den Wunsch nach Deutschland zu gehen und Musik zu machen. 

Diese Serie ist sehr emotional. Aufgrund der Sprache muss man viel mit lesen, aber einiges des Jiddisch kann man auch verstehen. Ich muss ehrlich sagen, diese ultra-orthodoxe Gemeinschaft kommt sehr sehr schlecht weg. Gute Frage ob das sein muss in einer Welt in der wir nach wie vor stark mit Antisemitismus zu tun haben. Leider hatte ich häufig ein sehr ungutes Gefühl beim Schauen dieser Serie. Klar ist viel spannend und informativ, aber eben auch krass, grausam und unangenehm. 

Das ganze Szenenbild ist relativ einfach und schlicht gehalten, das unterstützt das bizarre Bild und Verhalten.

Wer ohne Wertung an solche Sendungen rangeht, sollte diese definitiv schauen. Aber es ist nichts für zwischendurch und erst recht keine leichte Kost,

eure Blue Diamond. 

Freitag, 4. September 2020

[TV-Serie] Prison Break

Hallo an alle Serienfans,

Corona macht möglich, dass ich schon wieder eine Serie durchgeschaut habe.
Diese besteht aus 5 Staffeln mit 90 Episoden, die um die 42 Minuten jeweils andauern. Hierbei handelt es sich um eine Actionserie die 2005 erstmals veröffentlicht wurde. Es war geplant noch eine 6. Staffel anzuhängen, doch nach langen Bemühungen wurde dies schließlich abgebrochen. Ich persönlich finde das vollkommen ok, denn die 5. Staffel war aus meiner Sicht ein würdiger Abschluss.

Etwas Besonderes hier ist, dass die letzte Folge von Staffel 4 ein Film ist. Ehrlicherweise empfand ich diesen Teil der gesamten Geschichten allerdings als am schwächsten von allen. Daher werde ich darauf auch nicht explizit eingehen.

Wie der Titel der Serie verrät, dreht sich alles um Gefängnisausbrüche. Ich werde das mal wieder pro Staffel kurz zusammenfassen.

Staffel 1 - in dieser soll der erste Ausbruch stattfinden, da Michaels, gespielt von Wentworth Miller, seinen unschuldig zum Tode verurteilten Bruder Lincoln, gespielt von Dominic Purcell, befreien will. Dazu hat das Superhirn einen ausgeklügelten Plan erstellt und auf seiner Haut mitgenommen. Für die Umsetzung benötigt er die Hilfe von weiteren Gefangenen. Logisch bei so einer Flucht fallen immer wieder kleine Dinge auf, weswegen auch Häftlinge mit im Boot sind die niemand wieder auf freiem Fuß sehen wöllte. Doch die Gruppe Häftlinge die am Ende flieht, sind die Charaktere die uns auch weiter begleiten werden. Von allen erfahren wir so ihre Geschichte der Verbrechen oder vielleicht auch Unschuld. Wir erleben außerdem wie sich Michael in die Gefängnisärztin Sara, gespielt von Sarah Wayne Callies verliebt und sie so zu einer Schlüsselfigur wird.

Staffel 2 - ist gänzlich von der Flucht aller Ausgebrochenen geprägt. Alle sind auf der Suche nach Geld, was ein Häftling vor seiner Inhaftierung gebunkert haben soll. Die Gruppe zersplittert zwar mehr und mehr doch finden einzelne Figuren immer mal wieder zusammen. Alle suchen entweder nach dem Geld oder den Beweisen für Lincolns Unschuld. Ein weiterer Gegenspieler, die sogenannte Company, tritt auf die Bildfläche. Verschiedene neue Akteure wollen nun die Entflohenen töten. Am Ende dieser Staffel ist ein Unschuldiger zwar endlich frei, allerdings auch viele Menschen tot und Michael in einem neuen Gefängnis Sona.

Staffel 3 - befasst sich natürlich mit dem Ausbruch aus Sona und dem Leben in einem Gefängnis in dem es keine Wärter mehr gibt und damit auch keine wirkliche Ordnung. Sara und Lincolns Sohn wurden außerdem von der Company entführt. Lincoln und Michael werden so erpresst einen anderen Häftling aus Sona zu befreien. Die Flucht gestaltet sich schwerer als gedacht. Die neu hinzugekommenen Charaktere werden immer brutaler und so glauben schließlich alle das Sara von der Company getötet wurde.

Staffel 4 - ist somit geprägt von Michaels Rache und der Suche nach Scylla, einer Speicherzelle mit Daten die die Welt komplett verändern könnte. In einer vermeintlichen Geheimaktion der Homeland Security soll unsere Truppe Scylla stehlen. Dazu müssen sie dieses mal wo einbrechen statt auszubrechen. Natürlich gestaltet sich auch das äußerst dramatisch. Lincoln und Michael erfahren schließlich das nicht nur Sara noch lebt sondern auch ihre Mutter, die zu einer ihrer Gegenspieler wird. Außerdem erfahren wir das Michael sehr krank ist und dringend operiert werden muss. Er und Sara erwarten außerdem ein Kind.

Als ich die Serie auf Netflix geschaut habe, erfahren wir in der vorletzten Folge von Staffel 4 das Michael tot ist, aber allen anderen geht es gut und wir haben ein halbes Happy End. Die letzte Folge ist dann der Film, der uns vor die Ereignisse dieses letzten Tages führt. Diesmal wird Sara inhaftiert und aus dem Gefängnis gerettet. Wie gesagt empfand ich das inhaltlich und in der Umsetzung am schwächsten von allen Brüchen. Für Staffel 5 bildet es aber die entscheidende Grundlage.

Staffel 5 - jetzt werde ich total krass spoilern, solltet ihr das also blöd für euer Serienerlebnis finden, lest jetzt nicht weiter! Michael ist nicht tot. Er befindet sich in einem Gefängnis im Jemen, wo der Terror und Krieg die Oberhand haben. Nach 7 Jahren kontaktiert er über einige Umwege Lincoln, damit er alle die benötigt werden zusammentrommelt, um Michael auch aus diesem Gefängnis zu helfen. Diese Staffel hat mich von allen am meisten gefesselt, da hier auch Zeitgeschehen involviert wurde und das irgendwie alles noch spannender gemacht hat.

Faszinierend bei dieser Serie waren für mich die ständigen Plottwists. Immer wieder dachte ich - oh man jetzt wird der zum Verräter und dann - ach doch nicht, na herrlich wie die dieses Netz aus Intrigen spannen und alles irgendwie miteinander zusammen hängt. Die Serie ist außerdem wirklich actiongeladen, aber auch sehr brutal. Es vergeht kaum eine Folge wo kein Blut vergossen wird. Ebenfalls werden einige Klischees aus Gefängnissen bedient, wie der Mafiaboss der auch aus dem Knast alles steuert, der Kinderschänder den alle hassen und der einfach wahnsinnig ist, die korrupten Wärter und vieles mehr. Doch diese Klischees werden nicht plump hingeworfen, sondern richtig eingeflochten. Als Zuschauer ist man dadurch oft hin und her gerissen. Einerseits sind Verbrecher zu bestrafen, andererseits gibt es immer auch frei herum laufende Menschen die bald Schlimmeres tun, als die die eingesperrt sind.

Empfehlen kann ich die Serie daher sehr und auch jedem. Was haltet ihr davon?

Eure Blue Diamond.

Freitag, 7. August 2020

[TV-Serien] Arzt/Krankenhausserien im Vergleich - Grey´s Anatomy, Code Black, New Amsterdam, The Good Doctor, Atlanta Medical

Hallo an alle Serienjunkies,

den meisten von euch ist sicherlich auch schon so eine typische Arztserie über den Weg gelaufen. Ein paar von denen habe ich in den letzten Monaten gesuchtet und möchte euch heute einen kleinen Überblick verschaffen. Dabei möchte ich nicht zu sehr in Handlungsdetails gehen, da das bei dem Umfang einfach keinen Sinn macht.
Es handelt sich bei allen um amerikanische Produktionen. Den Unterschied zu zum Beispiel Deutschen sieht man auch hier überdeutlich. Vielleicht werde ich das auch irgendwann mal vergleichen, nur ist die Schwarzwaldklinik oder in aller Freundschaft und was es nicht noch so gibt, gerade weniger auf meiner - muss ich schauen - Liste.

Beginnen wir mit einem Klassiker - Grey´s Anatmoy

Diese Serie startete 2005 im amerikanischen Fernsehen und kam ein Jahr später nach Deutschland im ORF (ja da). Sie besteht mittlerweile aus 16 Staffeln (bald 17) und über 350 Episoden. Damit ist sie in unserem Vergleich heute die umfassenste und zum langwierigen Suchten geeignet. Eine Folge dauert um die 40 Minuten. Das Intro ändert sich hier nach Staffel und ich hab ehrlicherweise immer darauf gewartet, dass die Szenen mal vorkommen, dem ist aber nicht so. Die Idee stammt von Shonda Rimes und gilt als sehr erfolgreich, was mehrere Preisauszeichnungen belegen. Die Serien Private Practice und Station 19 sollen Spin-offs dieser sein. Auf Join gibt es außerdem eine Miniserie Team B, mit den später auftauchenden neuen Assistenzärzten.

Diese Serie spielt in Seattle und dort hauptsächlich in einem der größten Krankenhäuser. Wir begleiten Assistenzärzte vom Beginn ihrer Lehrzeit über Prüfungen bis hin zu Oberarztkarrieren und weiteres. Dabei ist Meredith Grey die Schlüsselfigur um die sich letztendlich die Geschichte aufbaut. Der Fokus der Serie liegt nach meiner Auffassung einerseits auf dem kompliziert verstrickten Netz von Beziehungen unter den zahlreichen Rollen und andererseits auf Erkenntissen der Medizin sowohl historisch als auch als grobes Bild über medizinische Themen. Rein medizinisch würde ich behaupten sind die Darstellungen dabei ziemlich superheldenhaft und ich würde es ehrlich begrüßen, wenn mehr realistischer wäre. Gefühlt wird das aber immer besser.

Ich mag an der Serie vor allem, dass sie mit der Zeit geht und weder hinterher noch moderner sein will, als die aktuelle Medizin und die Gegebenheiten in Krankenhäusern. Gut ist auch, dass immer wieder lebensnahe Themen eingebaut werden, wie Notsituationen, Amokläufe, Brände, Verbrechen, aber auch Homosexualität, Rassismus, Familiendramen, Adoption und vieles mehr. Im Prinzip kann man mit dieser Serie fiktive Leben mitverfolgen. Die Figuren lassen sich schnell lieb gewinnen und so Freud und Leid miterleben. Ich kann jetzt definitiv verstehen, dass manche diese Serie nie mehr missen möchten. Durch die unterschiedlichsten Charaktere, die auch sehr konsequent ihre Rolle innehaben, ist meiner Anischt nach auch für jeden was dabei. Kommt man dann noch mit dem Thema Krankenhaus und allem was dazu gehört, zurecht, ist diese Serie wirklich sehr empfehlenswer.

Code Black - Ärzte am Limit

Dies ist eine abgeschlossene Serie aus dem Jahr 2015 (ab 2016 in Deutschland) die mit 3 Staffeln aus 42 Episoden eher kurz ist. Eine Folge geht auch hier um die 40 Minuten. Diese Serie geht auf eine Dokumentation zurück, die die Arbeit im L.A. County Hospital zeigt. Die Idee stammt von Michael Seitzman.

In dieser Serie verfolgen wir auch die Entwicklung von Assistenzärzten in ihrer Arbeit, allerdings stehen hier kaum die persönlichen Geschichten der einzelnen Charaktere im Fokus. Vielmehr geht es um die Arbeit in amerikanischen Notaufnahmen von Großstädten, die in einem fiktiven Krankenhaus dargestellt werden. Hier geht es vor allem um Spannungsmomente. Die Serie ist schnell, hektisch und laut und hat kaum Momente wo der Zuschauer mal zur Ruhe kommen kann. Dies wird durch die Kameraführung extrem stark unterstützt. Hier ebenso schon leicht thematisiert ist die Zusammenarbeit und diversen Unterschiede innerhalb eines Krankenhauses. Hierarchien werden dargestellt und auch was bei falschen oder fehlerhaften Handlungen passiert, wird hier stärker gezeigt.

Ich fand diese Serie sehr spannend und fesselnd. Sie war eher hollywoodreif, als das ich jetzt dachte - ja ist das in der Realität auch so? Hier war mir der Realitätsbezug überhaupt nicht wichtig. Was schade ist, hier verschwinden Charaktere einfach ohne das erklärt wird wo sie hin sind. So habe ich liebgewonnene Figuren wirklich vermisst. Empfehlen würde ich die Serie denen die mit Blut und verrückten Verletzungen und einem mehr oder weniger Schlachtfeld zurecht kommen. Sie ist spannungsgeladen und bleibt lang im Kopf.

New Amsterdam

Dies ist noch eine ganz junge Serie, die sicherlich noch wachsen wird. 2018 erstmals ausgestrahlt, besteht sie bisher aus 2 Staffeln mit unterschiedlicher Episodenzahl, momentan sind es insgesamt 32. Eine Folge dauert um die 45 Minuten, im Vergleich also schon länger als üblich.
Sie beruhtauf einem Buch welches von einem ärztlichen Direktor geschrieben wurde. Es handelt sich also um ganz lebensnahe Geschichte aus einem der ältesten staatlichen Krankenhäuser der USA in New York. Die Idee für diese Serie stammt von David Schulner.

Diese Serie ist ein tiefes Drama. Sie ist vom Fokus ähnlich denen von Grey´s Anatomy, aber anstatt um zwischenmenschliche Beziehungen geht es hier mehr um persönliche Schicksale. Es findet ein permanenter Wechsel zwischen den Abteilungen statt und so wird sehr stark auch die unterschiedliche Arbeitsweise sichtbar. Wir erleben nicht nur die Chirurgie oder Notaufnahme die sehr beliebt für Serien ist, sondern auch Onkologie und Psychologie spielen eine gewichtige Rolle. Dadurch entsteht viel Abwechslung. Da wir hier dem ärztlichen Direktor folgen ist die Perspektive auch automtisch anders als bei den anderen Serien.

Emotional packt einen die Serie wirklich stark und ist unglaublich mitreißend. Mir hat das total gefallen, auch weil wir nicht nur Happy Ends erleben, im Gegenteil sogar. Es wechselt je nach Thema zwischen viel Spannung und Schnelligkeit hin zu langgezogenen Sequenzen und Ruhe, manchmal auch dramatische Ruhe. Gut finde ich auch, dass hier stärker klar wird, das es beim Thema Medizin ebenso viel um Geld dreht. Ohne Geld ergibt sich keine gute medizinische Versorgung in den USA und das ist nach meinem Wissen Realität. Diese Serie gibt also auch kleine Denkanstöße. Da diese nicht stark mit brutalen Verletzungen arbeitet, sondern mehr auf der psychologischen Ebene muss man hier mal kein Blut sehen können, allerdings sollte man eine hohe emotionale Stärke mitbringen.

The Good Doctor

Jetzt kommen wir zu einer Serie die von einer südkoreanischen Serie adaptiert wurde und seit 2017 ausgestrahlt wird. Hier gibt es momentan 3 Staffeln mit 56 Episoden, bei der eine Folge ca. 40 Minuten dauert. Auch hier geht die Produktion weiter, allerdings muss ich sagen, empfand ich die zuletzt von mir gesehene auch als guten Abschluss. Dies könnte aber auch daran liegen, dass sie mir schlicht langweilig geworden ist. Die Idee hierzu stammt von David Shore.

Im Fokus dieser Serie steht der autistische Chirurg, der dank seiner Inselbegabung ein herausragender Diagnostiker ist. Er stellt einen krassen Kontrast mit seiner nüchternen Art zum emotionsgeladenen Krankenhausgeschehen dar. Mit ihm steht das Lösen von besonders kniffligen Krankheitsthemen im Fokus.

Das ist zu Beginn ein so großer Kontrast zu anderen Serien, dass es wirklich Spaß macht, irgendwie witzig ist und auch spannend. Allerdings dreht sich die Geschichte immer wieder im Kreis und wurde mir so schnell langweilig. Ich finde zwar sehr gut wie schnell die Behinderung egal wird und der Arzt in seinen Fähigkeiten mit anderen gleich gesetzt wird, aber das ist eben auch schnell erzählt. Empfehlen würde ich es daher denen die eher eine ruhige aber auch tiefsinnige Serie schauen wollen.

Atlanta Medical

Dies ist die jüngste der hier verglichenen Serien. Sie startete in 2018 original unter dem Titel the Resident und besteht derzeit aus 3 Staffeln mit über 50 Folgen. Eine Episode dauert knapp 43 Minuten. Das Intro mag ich sehr. Die Idee zur Serie stammt hier von mehreren Personen und basiert nicht auf etwas Speziellem, zumindest konnte ich das nicht herausfinden.

Auch bei dieser Serie steht die Chrirugie mal wieder im Fokus, aber auch Diagnostik im Allgemeinen. Grundsätzlich haben wir hier nicht sehr viele Charaktere zumindest gefühlt. Ihre persönlichen Leben sind gut mit dem Krankenhausleben ausbalanciert, aber man hat hier ganz besonders das Gefühl das deren Leben quasi aus Krankenhausarbeit besteht.

Das ist es auch was die Serie in sich ausmacht. Sie ist gespickt mit Intrigen und all dem Schlechten was in der Medizin existiert. Hier ist auch die Kameraführung und das Szenenbild wieder sehr unterstützend. In dieser Serie wird einem unmissverständlich der Spiegel der Gesellschaft vorgehalten. Das hebt sie wunderbar von den übrigen ab. Ich muss ehrlich sagen, dass ich am Anfang nicht begeistert war, aber nach ein paar Folgen hat sich etwas zum Positiven bei den Figuren entwickelt. Empfehlen kann ich sie vor allem an die sensationsverrückten und denen die kein Happy End brauchen.


Das war mein Vergleich von ein paar Serien dieser Art. Hat euch diese Art des Posts gefallen oder wollt ihr lieber einzelne detaillierte Vorstellungen?

Genießt die Sonne,

eure Blue Diamond.

Sonntag, 2. August 2020

[TV-Serien] The 100

Hallo zusammen,

die Coronazeit habe ich auch dafür genutzt mal wieder ein paar Serien durch zusuchten. Da ich keine Ahnung habe, welche besonders toll sind und so weiter, wähle ich eher ein Thema und dann eben die erst Beste die mir vorgeschlagen wird. Überzeugt mich dann die erste Folge ziehe ich durch was es dazu gibt. So eben auch bei "The 100".

Dies ist eine amerikanischte Science-Fiction Serie, am Ende aus 7 Staffeln und 100 Folgen bestehend. Sie wird 2014 im Original ausgestrahlt, ab 2015 dann auch im deutschsprachigen Raum. Eine Folge dauert immer ungefähr 45 Minuten. Dabei gibt es einen kurzen Rückblick und später ein wechselndes Intro. Die Serie basiert in Grundzügen auf der gleichnamigen Buchreihe von Kass Morgan, das wusste ich zuerst gar nicht, nun werde ich sie aber vielleicht mal lesen, denn sie soll sogar andere Charaktere haben und das klingt doch nach einem lohnenswerten Vergleich irgendwann mal.

Ich möchte zuerst versuchen ganz knapp die einzelnen Staffeln zu beschreiben.

Staffel 1 - Nach einem Atomkrieg war die Erde fast 100 Jahre unbewohnbar, daher floh ein Teil der Menschheit ins All und schloss sich zum besseren Überleben zusammen auf der Ark. Hier herrschen total krasse Regeln und bei Verstößen wird man sehr oft gefloutet (getötet). Um herauszufinden ob die Erde wieder bewohnbar ist, werden 100 straffällige Jugendliche hin geschickt. Schnell kristallisieren sich hier Talente der Jugendlichen heraus. Doch sie sind nicht allein, es gibt Menschen auf der Erde die sie Grounder nennen. Es kommt zum Krieg.
Staffel 2 - Eine neue Gruppe von Überlebenden auf der Erde taucht auf die Mountainmen. Sie leben wie vor 100 Jahren in einem Bunker und führen Menschenexperimente durch. Die letzten von der Ark sind nun auch auf der Erde und es gibt immer wieder Auseinandersetzungen zwischen allen Gruppen und neuerlicher Krieg entsteht.

Staffel 3 - Nun befassen wir uns weiter mit dem Neuaufbau der Gesellschaft auf der Erde. Als total verrücktes Extra mischt nun noch eine künstliche Intelligenz mit, die für viel Unruhe sorgt. Es wird auch klar, dass es nicht nur eine gibt und diese ebenso gegeneinander programmiert sind. So kommt es nicht mehr nur zu Auseinandersetzungen zwischen Menschen. Gefühlt war das die längste Staffel für mich.

Staffel 4 - Die Atomkraft wird erneut zur Gefahr für die Menschheit. Die Experimente in Verbindung mit der künstlichen Intelligenz und dem damit verbundenen Nachtblut spielen dabei eine erschreckende Rolle. Ein neuer Bunker und das All scheinen die beiden einzigen Zufluchtsorte für alle zu sein. Für mich die Staffel die notwendig war um neuen Schwung in die Geschichte zu bringen und auch echt mal was anderes einzubauen.

Staffel 5 - Wir kommen einige Jahre später zurück zur Erde und diese sieht bis auf einen kleinen grünen Fleck sehr schlimm aus. Aus dem All kommen nicht nur uns bekannte Figuren zurück, sondern auch eine neue Gruppe. Diese Folge ist die brutalste und Endzeitnaheste von allen. Schließlich müssen alle Überlebenden zurück ins All.

Staffel 6 - Nachdem der Cryoschlaf getestet und genutzt wurde, wird ein neuer bewohnbarer Mond gefunden. Doch auch hier gibt es schon Menschen, die die große Rolle von künstlicher Intelligenz zurückbringen. Hinzu kommt nun Unsterblichkeit und ein Element was als Anomalie bezeichnet wird. Um diese und die damit verbundene Welt dreht sich die Staffel 7. Mal schauen wann wir diese schauen können.

Imponiert hat mir die stetige Qualitätsentwicklung der Serie. Ich mag die Kontraste von wirklich urigem Verhalten und Aussehen bis hin zu der abgehobenen künstlichen Intelligenz und dem Leben im All. Als größten Kritikpunkt möchte ich das Bedienen von Klischees nennen. Es reiht sich wirklich eines nach dem anderen. Sie überlappen sich fast schon. Doch diese machen auch die Basis der Geschichte aus und werden konsequent durchgezogen und das wiederum schätze ich wirklich. Viele Happy Ends die man sich wünschen könnte werden schlicht mit dem Überleben der Menschheit weggewischt. Tod gehört quasi zum täglichen Geschäft und wird so schnell zur Normalität. Das ist etwas was man glaube ich immer erst im Nachhinein bemerkt wie egal etwas so Schreckliches wurde. Aber hier liegt das definitiv daran, dass etwas noch Unbegreifliches hinzukommt. Echt krank ist wie mit Medizin umgegangen wird. Sie scheint fast selbstverständlich.

Besonders schön finde ich die Detailverliebtheit im Setting und den Kostümen sowie Maskenbild. Auch hier sind die Kontraste wieder riesig, aber eben auch sehr hilfreich für die Atmosphäre. Ich hätte mich klar am wohlsten bei den Groundern gefühlt mit all ihren Tätowierungen und dem Naturverbundenem. Dennoch fetzt es sicherlich auch total so ganz schlicht und steril im All zu existieren, nur die harten Regeln wären absolut nichts für mich. Hätte ich am Überleben der Menschheit mitmischen müssen, wären wir da vermutlich gescheitert.

Ein besonderes Augenmerk möchte ich auch auf die Intros legen. Hier bilden sich nämlich immer Landkarten des aktuellen Settings ab was zur Orientierung wirklich perfekt ist.

Zuletzt nun zu den Figuren.

Clarke, gespielt von Eliza Taylor, ist die wichtigste von allen und jey ich kann sie nicht leiden. Sie ist so eine Ningelheldin. Eiskalt und berechnet heult sie trotzdem wegen ihrer Entscheidungen, aber sich vielleicht mal ändern ist nicht drin. Versteht mich nicht falsch die schauspielerische Leistung ist großartig.

Da ist mir Bellamy, gespielt von Bob Morley, dreimal lieber, auch ein echter Arsch zu Beginn aber er macht eine totale Entwicklung durch. Er steht für das ein was er tut und wird darin einfach immer besser.

Mit Octavia, gespielt von Marie Avgeropoulos, haben wir es mit so einer ambivalenten Figur zu tun. Ich glaube hier musste die Schauspielerin erst warm werden und war nicht von Anfang an mit dem Herzblut dabei wie zum Ende.

Mein absoluter Liebling ist Raven, gespielt von Lindsey Morgan, sie ist super intelligent, krümmt ungern einer Fliege ein Haar und hat einen eisernen Willen. So jemanden hätte ich beim Ende der Welt gern an meiner Seite.

Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Figuren und auch viele die einem im Kopf bleiben, doch das sind aus meiner Sicht die entscheidenden.

Die Serie habe ich insgesamt sehr gern geschaut und freue mich auf die letzte Staffel. Davon hätte ich gern mehr, habt ihr Tipps?

Eure Blue Diamond.