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Sonntag, 10. Oktober 2021
[TV-Serie] Seattle Firefighters
Sonntag, 19. September 2021
[TV-Serie] Lost
Freitag, 9. Juli 2021
[TV-Serien] Chernobyl
Mittwoch, 28. April 2021
[TV-Serie] Shadow and Bone
Hallo meine Fantasyfreunde,
irgendwann 2015 oder so habe ich die Shadow and Bone-Reihe gelesen, und obwohl ich diese Bücher nicht besonders mochte, hat die Welt, zusammen mit einigen Charakteren, mich nie losgelassen. Daher habe ich dann auch alle folgenden Bücher in dieser Welt gelesen und mich mehr und mehr verliebt. Nun kommt also Netflix mit der TV-Serie um die Ecke, und ich kann da einfach nicht stillschweigend drüber hinweggehen.
Zur Handlung: Alina Starkov ist eine Kartenzeichnerin in Ravka, einem Land, das durch einen dunklen Sturm in zwei Teile geteilt wird. Dieser ist das Ergebnis eines gefährlichen Spiels mit Macht, das einst ein Grischa begangen hat. Seitdem ist der Ost-Teil des Landes mit seiner Hauptstadt vom West-Teil mit dem Meereszugang abgeschnitten.
Als Alinas Kindheitsfreund Mal für eine Expedition in diesem Sturm hineinfahren soll, tut Alina alles, um ihn zu begleiten. Doch die Expedition geht schief und sie werden von Schattenmonstern attackiert. Als alles verloren scheint, entdeckt Alina aber eine Kraft in sich, die ihr ganzes Leben - und das Schicksal von Ravka - verändern wird.
Ihr müsst entschuldigen, wenn ich einige Begriffe hier falsch schreibe, ich schaue und lese die Reihe schon immer auf Englisch und hab keine Ahnung, wie das meiste davon übersetzt wurde. Ich bin mir sicher, ihr kommt darüber hinweg.
Die erste Trilogie, die nur Alina folgt, mochte ich in Buchform nicht wirklich. Alina ist ein anstrengender Charakter und wir hängen die ganze Zeit in ihrem Kopf fest. Hier macht die Serie direkt einiges richtig. Nicht nur brechen wir aus Alinas Kopf aus und sehen beispielsweise was Mal unternimmt, nachdem Alina aus dem Armeelager weggeführt wird. Außerdem kombiniert die Serie die Ereignisse, die wir Leser bereits kennen mit den Charakteren aus der Six of Crows-Reihe. Dadurch wird die Handlung weniger erwartbar, denn diese Charaktere kommen eigentlich nicht vor, und es gibt mehr Ansatzpunkte für Lieblingscharaktere.
Wenn man die Serie beginnt, fallen natürlich erst die optischen Aspekte ins Auge. Ich finde sowohl Ravka als auch Ketterdam genauso umgesetzt, wie ich es mir vorgestellt habe. Gerade die Aufnahmen im Palast in Ravka sind grandios, ich liebe solche Architektur einfach. Aber auch die Shadow Fold sieht toll aus, sehr bedrohlich. Die Komstüme haben mir auch gut gefallen, da sie besonders, aber nicht kitschig geworden sind. Bei den Keftas war ich nicht sicher, was mich erwartet.
Die Spezialeffekte sind dagegen mal so, mal so. Während die Shadow Fold und allgemein die Kraft des Darklings sehr gut umgesetzt ist, fand ich zum Beispiel die Feuer der Inferni ein bisschen... billig. Auch einige von Alinas Effekten könnten ein bisschen schöner sein, aber das hat mich nicht ganz so gestört. Ich schaue natürlich auch nur auf dem Laptop, wenn ihr einen ordentlichen Fernseher habt, kann das ganz anders aussehen. Aber rundum macht die Serie optisch einen guten Eindruck, alles passt gut zusammen und funktioniert. Ein bisschen dunkel ist es natürlich...
Die Charaktere sind für dagegen der Grund, warum ich diese Serie schauen wollte. Und ich war wirklich positiv überrascht, denn die meisten Charaktere sind perfekt gecastet. So habe ich beispielsweise für die Schauspieler für Jesper, Inej und Alina kaum Worte. Die haben wirklich alle meine Erwartungen erfüllt. Matthias sieht ehrlich gesagt besser aus als in meinem Kopf, auch wenn Nina mich arg an Kate Winslet erinnert - und das schon vor dem Untergang des Schiffs. Der Darkling-Schauspieler hat mich in der Ausstrahlung auch überzeugt, aber für mich ist er immer noch etwas alt. Auch Mal und Kaz sind gut besetzt, aber für mich dann doch die schwächsten Leistungen im Hauptcast. Daneben kommen noch viele Nebencharaktere zum Glänzen: Genya ist fantastisch, David fand ich auch süß und Zoya ist eh meine Lieblingsfrauenfigur in dieser Welt. Von ihr will ich in späteren Staffeln dann mehr sehen.
Vor allem die Chemie zwischen Alina und dem Darkling waren natürlich wichtig, damit diese erste Staffel wirkt. Für mich hat das auch ganz gut geklappt - wie gesagt, der Darkling ist mir einfach zu alt für die Rolle. Aber ich fand schon, dass diese Spannung rübergekommen ist, die ich mir erhofft hatte. Dagegen hat die Chemie zwischen Alina und Mal die Hoffnung der meisten ja stark übertroffen. Da man Mal jetzt auch mal sieht, während Alina andere Dinge zu tun hat, mag man ihn auch mehr. Richtig toll finde ich ihn aber nach wie vor nicht - und der Mann überlebt ja wirklich alles in der Serie. Ich habe heute dafür den Begriff Plot Armour gelernt.
Auch zwischen Matthias und Nina funkt es in der ersten Staffel schon ordentlich, aber mir ging das ehrlich gesagt zu schnell. Die beiden bekommen sehr wenig Screentime und dadurch wirkt es sehr gehetzt. Natürlich liegen zwischen den Schnipsel, die wir sehen, immer große Zeitabstände, aber trotzdem, der wäre mehr drin gewesen. Die etwas angestrengte Verbindung von Inej und Kaz ist dagegen gut umgesetzt gewesen, hier wird sich hoffentlich auch in Zukunft viel Zeit gelassen. Der Preis für die beste Beziehung in der Serie geht allerdings ganz klar an Jesper und Milo, die Ziege. One True Love.
Die Handlung selbst folgt dann doch erstaunlich nah der Handlung des Shadow and Bone-Buches. Ich fand das nicht schlimm, denn die Serie nimmt sich genug Freiheiten, damit es spannend bleibt. Außerdem wird auch die Welt durch die Crows schon weiter aufgemacht als in dem Buch. Ich finde vor allem diese Fantasywelt mit ihrer Politik und den vielen Kulturen so spannend, daher bereichert das die Show. Aber für mich ist das am Ende doch eher nachrangig gewesen, ich habe mich einfach so gefreut, diese Charaktere auf der Leinwand zu sehen.
Das Ende fand ich dann sehr gelungen. Die einzelnen Handlungsstränge werden gut zusammengeführt, gleichzeitig wird aber angedeutet, dass die Wege dann in Staffel 2 auseinandergehen werden. Ein bisschen hart fand ich, wie die Hauptcharaktere mit Zoya umgegangen sind in den letzten Szenen. Aber eigentlich weiß auch niemand von denen, was Zoya da passiert ist (in den Büchern), von daher gab es da wohl keinen anderen Weg. Und zum Schluss muss natürlich auch gezeigt werden, wer in der zweiten Staffel der Feind wird.
Alles in allem ist die Serie für mich eine absolut gelungene Adaption. Während einige Dinge wirklich hell leuchten, wie die Rolle von Jesper oder einige Szenen der Crows, sind andere ok und ein paar eher Meh, zum Beispiel der Tod des Hirschs... sowas kann ich einfach nicht. Daher ist auf jeden Fall Lust nach oben für Staffel 2, ich sage nur Nikolai, und dennoch hatte ich nach dem Ende der ersten Staffel so einen Hangover, weil ich weiß, dass mich dieses Jahr vermutlich keine Serie mehr so mitreißen wird wie Shadow and Bone.
Habt ihr die Serie schon geschaut? Und wie findet ihr sie im Vergleich zum Buch?
Bis bald,
Eure Kitty Retro
In diesem Video ranke ich die Bücher aus der Grischawelt:
Freitag, 22. Januar 2021
[TV-Serie] Bridgerton
Mittwoch, 30. Dezember 2020
Die Charité-Reihe + Serie
- Autorin: Ulrike Schweikert
- historische Romanreihe
- bisher 2 Bände seit 2018
- bisher 2 Staffeln seit 2017 je 6 Episoden á 45 Minuten
- ca. 500 Seiten pro Band
- Rowohlt Taschenbuch Verlag
- Preis: 14,99€ (Broschiert)
Freitag, 20. November 2020
[TV-Serie] Emily in Paris
Freitag, 13. November 2020
[TV-Serie] The Umbrella Academy
Freitag, 18. September 2020
[TV-Serie] Unorthodox
Hallo an alle Serienjunkies,
als die liebe religiöse Familie da war, habe ich zufällig auch diese Serie entdeckt, mit meinem Onkel etwas darüber gesprochen und habe sie dann an einem Abend geschaut.
Diese Miniserie besteht aus 4 Episoden oder auch Teilen die jeweils fast eine Stunde lang sind. Die Serie wurde in Deutschland produziert und ist 2020 auf Netflix erschienen. Die Geschichte ist hauptsächlich erfunden, soll aber an das gleichnamige Buch angelehnt sein.
Alles dreht sich um das Leben der ultra-orthodoxen jüdischen Religionsgemeinschaft der Satmarer in New York.
Wir verfolgen Esty, gespielt von Shira Haas, eine 19-jährige die bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist. Ihr Vater ist irgendwie leicht abgedreht und ihre Mutter hat beide verlassen, da sie in der Gemeinschaft nicht mehr zurecht gekommen ist.
Esty wird wie üblich verheiratet. Ihr Mann wird Yanky, gespielt von Amit Rahav, der sympathisch und nicht so fanatisch wie andere wirkt. Beide sind also irgendwie unangepasst und versuchen sich irgendwie durchzuschlagen. Doch für Esty wird es immer schlimmer, denn sie entspricht nicht den anderen Frauen der Gemeinschaft und möchte das auch nicht. Daher beschließt sie zu fliehen. Sie hat den Wunsch nach Deutschland zu gehen und Musik zu machen.
Diese Serie ist sehr emotional. Aufgrund der Sprache muss man viel mit lesen, aber einiges des Jiddisch kann man auch verstehen. Ich muss ehrlich sagen, diese ultra-orthodoxe Gemeinschaft kommt sehr sehr schlecht weg. Gute Frage ob das sein muss in einer Welt in der wir nach wie vor stark mit Antisemitismus zu tun haben. Leider hatte ich häufig ein sehr ungutes Gefühl beim Schauen dieser Serie. Klar ist viel spannend und informativ, aber eben auch krass, grausam und unangenehm.
Das ganze Szenenbild ist relativ einfach und schlicht gehalten, das unterstützt das bizarre Bild und Verhalten.
Wer ohne Wertung an solche Sendungen rangeht, sollte diese definitiv schauen. Aber es ist nichts für zwischendurch und erst recht keine leichte Kost,
eure Blue Diamond.
Freitag, 4. September 2020
[TV-Serie] Prison Break
Corona macht möglich, dass ich schon wieder eine Serie durchgeschaut habe.
Diese besteht aus 5 Staffeln mit 90 Episoden, die um die 42 Minuten jeweils andauern. Hierbei handelt es sich um eine Actionserie die 2005 erstmals veröffentlicht wurde. Es war geplant noch eine 6. Staffel anzuhängen, doch nach langen Bemühungen wurde dies schließlich abgebrochen. Ich persönlich finde das vollkommen ok, denn die 5. Staffel war aus meiner Sicht ein würdiger Abschluss.
Etwas Besonderes hier ist, dass die letzte Folge von Staffel 4 ein Film ist. Ehrlicherweise empfand ich diesen Teil der gesamten Geschichten allerdings als am schwächsten von allen. Daher werde ich darauf auch nicht explizit eingehen.
Wie der Titel der Serie verrät, dreht sich alles um Gefängnisausbrüche. Ich werde das mal wieder pro Staffel kurz zusammenfassen.
Staffel 1 - in dieser soll der erste Ausbruch stattfinden, da Michaels, gespielt von Wentworth Miller, seinen unschuldig zum Tode verurteilten Bruder Lincoln, gespielt von Dominic Purcell, befreien will. Dazu hat das Superhirn einen ausgeklügelten Plan erstellt und auf seiner Haut mitgenommen. Für die Umsetzung benötigt er die Hilfe von weiteren Gefangenen. Logisch bei so einer Flucht fallen immer wieder kleine Dinge auf, weswegen auch Häftlinge mit im Boot sind die niemand wieder auf freiem Fuß sehen wöllte. Doch die Gruppe Häftlinge die am Ende flieht, sind die Charaktere die uns auch weiter begleiten werden. Von allen erfahren wir so ihre Geschichte der Verbrechen oder vielleicht auch Unschuld. Wir erleben außerdem wie sich Michael in die Gefängnisärztin Sara, gespielt von Sarah Wayne Callies verliebt und sie so zu einer Schlüsselfigur wird.Staffel 2 - ist gänzlich von der Flucht aller Ausgebrochenen geprägt. Alle sind auf der Suche nach Geld, was ein Häftling vor seiner Inhaftierung gebunkert haben soll. Die Gruppe zersplittert zwar mehr und mehr doch finden einzelne Figuren immer mal wieder zusammen. Alle suchen entweder nach dem Geld oder den Beweisen für Lincolns Unschuld. Ein weiterer Gegenspieler, die sogenannte Company, tritt auf die Bildfläche. Verschiedene neue Akteure wollen nun die Entflohenen töten. Am Ende dieser Staffel ist ein Unschuldiger zwar endlich frei, allerdings auch viele Menschen tot und Michael in einem neuen Gefängnis Sona.
Staffel 3 - befasst sich natürlich mit dem Ausbruch aus Sona und dem Leben in einem Gefängnis in dem es keine Wärter mehr gibt und damit auch keine wirkliche Ordnung. Sara und Lincolns Sohn wurden außerdem von der Company entführt. Lincoln und Michael werden so erpresst einen anderen Häftling aus Sona zu befreien. Die Flucht gestaltet sich schwerer als gedacht. Die neu hinzugekommenen Charaktere werden immer brutaler und so glauben schließlich alle das Sara von der Company getötet wurde.
Staffel 4 - ist somit geprägt von Michaels Rache und der Suche nach Scylla, einer Speicherzelle mit Daten die die Welt komplett verändern könnte. In einer vermeintlichen Geheimaktion der Homeland Security soll unsere Truppe Scylla stehlen. Dazu müssen sie dieses mal wo einbrechen statt auszubrechen. Natürlich gestaltet sich auch das äußerst dramatisch. Lincoln und Michael erfahren schließlich das nicht nur Sara noch lebt sondern auch ihre Mutter, die zu einer ihrer Gegenspieler wird. Außerdem erfahren wir das Michael sehr krank ist und dringend operiert werden muss. Er und Sara erwarten außerdem ein Kind.
Als ich die Serie auf Netflix geschaut habe, erfahren wir in der vorletzten Folge von Staffel 4 das Michael tot ist, aber allen anderen geht es gut und wir haben ein halbes Happy End. Die letzte Folge ist dann der Film, der uns vor die Ereignisse dieses letzten Tages führt. Diesmal wird Sara inhaftiert und aus dem Gefängnis gerettet. Wie gesagt empfand ich das inhaltlich und in der Umsetzung am schwächsten von allen Brüchen. Für Staffel 5 bildet es aber die entscheidende Grundlage.Staffel 5 - jetzt werde ich total krass spoilern, solltet ihr das also blöd für euer Serienerlebnis finden, lest jetzt nicht weiter! Michael ist nicht tot. Er befindet sich in einem Gefängnis im Jemen, wo der Terror und Krieg die Oberhand haben. Nach 7 Jahren kontaktiert er über einige Umwege Lincoln, damit er alle die benötigt werden zusammentrommelt, um Michael auch aus diesem Gefängnis zu helfen. Diese Staffel hat mich von allen am meisten gefesselt, da hier auch Zeitgeschehen involviert wurde und das irgendwie alles noch spannender gemacht hat.
Faszinierend bei dieser Serie waren für mich die ständigen Plottwists. Immer wieder dachte ich - oh man jetzt wird der zum Verräter und dann - ach doch nicht, na herrlich wie die dieses Netz aus Intrigen spannen und alles irgendwie miteinander zusammen hängt. Die Serie ist außerdem wirklich actiongeladen, aber auch sehr brutal. Es vergeht kaum eine Folge wo kein Blut vergossen wird. Ebenfalls werden einige Klischees aus Gefängnissen bedient, wie der Mafiaboss der auch aus dem Knast alles steuert, der Kinderschänder den alle hassen und der einfach wahnsinnig ist, die korrupten Wärter und vieles mehr. Doch diese Klischees werden nicht plump hingeworfen, sondern richtig eingeflochten. Als Zuschauer ist man dadurch oft hin und her gerissen. Einerseits sind Verbrecher zu bestrafen, andererseits gibt es immer auch frei herum laufende Menschen die bald Schlimmeres tun, als die die eingesperrt sind.
Empfehlen kann ich die Serie daher sehr und auch jedem. Was haltet ihr davon?
Eure Blue Diamond.
Freitag, 7. August 2020
[TV-Serien] Arzt/Krankenhausserien im Vergleich - Grey´s Anatomy, Code Black, New Amsterdam, The Good Doctor, Atlanta Medical
den meisten von euch ist sicherlich auch schon so eine typische Arztserie über den Weg gelaufen. Ein paar von denen habe ich in den letzten Monaten gesuchtet und möchte euch heute einen kleinen Überblick verschaffen. Dabei möchte ich nicht zu sehr in Handlungsdetails gehen, da das bei dem Umfang einfach keinen Sinn macht.
Es handelt sich bei allen um amerikanische Produktionen. Den Unterschied zu zum Beispiel Deutschen sieht man auch hier überdeutlich. Vielleicht werde ich das auch irgendwann mal vergleichen, nur ist die Schwarzwaldklinik oder in aller Freundschaft und was es nicht noch so gibt, gerade weniger auf meiner - muss ich schauen - Liste.
Beginnen wir mit einem Klassiker - Grey´s Anatmoy
Diese Serie startete 2005 im amerikanischen Fernsehen und kam ein Jahr später nach Deutschland im ORF (ja da). Sie besteht mittlerweile aus 16 Staffeln (bald 17) und über 350 Episoden. Damit ist sie in unserem Vergleich heute die umfassenste und zum langwierigen Suchten geeignet. Eine Folge dauert um die 40 Minuten. Das Intro ändert sich hier nach Staffel und ich hab ehrlicherweise immer darauf gewartet, dass die Szenen mal vorkommen, dem ist aber nicht so. Die Idee stammt von Shonda Rimes und gilt als sehr erfolgreich, was mehrere Preisauszeichnungen belegen. Die Serien Private Practice und Station 19 sollen Spin-offs dieser sein. Auf Join gibt es außerdem eine Miniserie Team B, mit den später auftauchenden neuen Assistenzärzten.
Diese Serie spielt in Seattle und dort hauptsächlich in einem der größten Krankenhäuser. Wir begleiten Assistenzärzte vom Beginn ihrer Lehrzeit über Prüfungen bis hin zu Oberarztkarrieren und weiteres. Dabei ist Meredith Grey die Schlüsselfigur um die sich letztendlich die Geschichte aufbaut. Der Fokus der Serie liegt nach meiner Auffassung einerseits auf dem kompliziert verstrickten Netz von Beziehungen unter den zahlreichen Rollen und andererseits auf Erkenntissen der Medizin sowohl historisch als auch als grobes Bild über medizinische Themen. Rein medizinisch würde ich behaupten sind die Darstellungen dabei ziemlich superheldenhaft und ich würde es ehrlich begrüßen, wenn mehr realistischer wäre. Gefühlt wird das aber immer besser.Ich mag an der Serie vor allem, dass sie mit der Zeit geht und weder hinterher noch moderner sein will, als die aktuelle Medizin und die Gegebenheiten in Krankenhäusern. Gut ist auch, dass immer wieder lebensnahe Themen eingebaut werden, wie Notsituationen, Amokläufe, Brände, Verbrechen, aber auch Homosexualität, Rassismus, Familiendramen, Adoption und vieles mehr. Im Prinzip kann man mit dieser Serie fiktive Leben mitverfolgen. Die Figuren lassen sich schnell lieb gewinnen und so Freud und Leid miterleben. Ich kann jetzt definitiv verstehen, dass manche diese Serie nie mehr missen möchten. Durch die unterschiedlichsten Charaktere, die auch sehr konsequent ihre Rolle innehaben, ist meiner Anischt nach auch für jeden was dabei. Kommt man dann noch mit dem Thema Krankenhaus und allem was dazu gehört, zurecht, ist diese Serie wirklich sehr empfehlenswer.
Code Black - Ärzte am Limit
Dies ist eine abgeschlossene Serie aus dem Jahr 2015 (ab 2016 in Deutschland) die mit 3 Staffeln aus 42 Episoden eher kurz ist. Eine Folge geht auch hier um die 40 Minuten. Diese Serie geht auf eine Dokumentation zurück, die die Arbeit im L.A. County Hospital zeigt. Die Idee stammt von Michael Seitzman.
In dieser Serie verfolgen wir auch die Entwicklung von Assistenzärzten in ihrer Arbeit, allerdings stehen hier kaum die persönlichen Geschichten der einzelnen Charaktere im Fokus. Vielmehr geht es um die Arbeit in amerikanischen Notaufnahmen von Großstädten, die in einem fiktiven Krankenhaus dargestellt werden. Hier geht es vor allem um Spannungsmomente. Die Serie ist schnell, hektisch und laut und hat kaum Momente wo der Zuschauer mal zur Ruhe kommen kann. Dies wird durch die Kameraführung extrem stark unterstützt. Hier ebenso schon leicht thematisiert ist die Zusammenarbeit und diversen Unterschiede innerhalb eines Krankenhauses. Hierarchien werden dargestellt und auch was bei falschen oder fehlerhaften Handlungen passiert, wird hier stärker gezeigt.Ich fand diese Serie sehr spannend und fesselnd. Sie war eher hollywoodreif, als das ich jetzt dachte - ja ist das in der Realität auch so? Hier war mir der Realitätsbezug überhaupt nicht wichtig. Was schade ist, hier verschwinden Charaktere einfach ohne das erklärt wird wo sie hin sind. So habe ich liebgewonnene Figuren wirklich vermisst. Empfehlen würde ich die Serie denen die mit Blut und verrückten Verletzungen und einem mehr oder weniger Schlachtfeld zurecht kommen. Sie ist spannungsgeladen und bleibt lang im Kopf.
New Amsterdam
Dies ist noch eine ganz junge Serie, die sicherlich noch wachsen wird. 2018 erstmals ausgestrahlt, besteht sie bisher aus 2 Staffeln mit unterschiedlicher Episodenzahl, momentan sind es insgesamt 32. Eine Folge dauert um die 45 Minuten, im Vergleich also schon länger als üblich.
Sie beruhtauf einem Buch welches von einem ärztlichen Direktor geschrieben wurde. Es handelt sich also um ganz lebensnahe Geschichte aus einem der ältesten staatlichen Krankenhäuser der USA in New York. Die Idee für diese Serie stammt von David Schulner.
Diese Serie ist ein tiefes Drama. Sie ist vom Fokus ähnlich denen von Grey´s Anatomy, aber anstatt um zwischenmenschliche Beziehungen geht es hier mehr um persönliche Schicksale. Es findet ein permanenter Wechsel zwischen den Abteilungen statt und so wird sehr stark auch die unterschiedliche Arbeitsweise sichtbar. Wir erleben nicht nur die Chirurgie oder Notaufnahme die sehr beliebt für Serien ist, sondern auch Onkologie und Psychologie spielen eine gewichtige Rolle. Dadurch entsteht viel Abwechslung. Da wir hier dem ärztlichen Direktor folgen ist die Perspektive auch automtisch anders als bei den anderen Serien.Emotional packt einen die Serie wirklich stark und ist unglaublich mitreißend. Mir hat das total gefallen, auch weil wir nicht nur Happy Ends erleben, im Gegenteil sogar. Es wechselt je nach Thema zwischen viel Spannung und Schnelligkeit hin zu langgezogenen Sequenzen und Ruhe, manchmal auch dramatische Ruhe. Gut finde ich auch, dass hier stärker klar wird, das es beim Thema Medizin ebenso viel um Geld dreht. Ohne Geld ergibt sich keine gute medizinische Versorgung in den USA und das ist nach meinem Wissen Realität. Diese Serie gibt also auch kleine Denkanstöße. Da diese nicht stark mit brutalen Verletzungen arbeitet, sondern mehr auf der psychologischen Ebene muss man hier mal kein Blut sehen können, allerdings sollte man eine hohe emotionale Stärke mitbringen.
The Good Doctor
Jetzt kommen wir zu einer Serie die von einer südkoreanischen Serie adaptiert wurde und seit 2017 ausgestrahlt wird. Hier gibt es momentan 3 Staffeln mit 56 Episoden, bei der eine Folge ca. 40 Minuten dauert. Auch hier geht die Produktion weiter, allerdings muss ich sagen, empfand ich die zuletzt von mir gesehene auch als guten Abschluss. Dies könnte aber auch daran liegen, dass sie mir schlicht langweilig geworden ist. Die Idee hierzu stammt von David Shore.
Im Fokus dieser Serie steht der autistische Chirurg, der dank seiner Inselbegabung ein herausragender Diagnostiker ist. Er stellt einen krassen Kontrast mit seiner nüchternen Art zum emotionsgeladenen Krankenhausgeschehen dar. Mit ihm steht das Lösen von besonders kniffligen Krankheitsthemen im Fokus.
Das ist zu Beginn ein so großer Kontrast zu anderen Serien, dass es wirklich Spaß macht, irgendwie witzig ist und auch spannend. Allerdings dreht sich die Geschichte immer wieder im Kreis und wurde mir so schnell langweilig. Ich finde zwar sehr gut wie schnell die Behinderung egal wird und der Arzt in seinen Fähigkeiten mit anderen gleich gesetzt wird, aber das ist eben auch schnell erzählt. Empfehlen würde ich es daher denen die eher eine ruhige aber auch tiefsinnige Serie schauen wollen.
Atlanta MedicalDies ist die jüngste der hier verglichenen Serien. Sie startete in 2018 original unter dem Titel the Resident und besteht derzeit aus 3 Staffeln mit über 50 Folgen. Eine Episode dauert knapp 43 Minuten. Das Intro mag ich sehr. Die Idee zur Serie stammt hier von mehreren Personen und basiert nicht auf etwas Speziellem, zumindest konnte ich das nicht herausfinden.
Auch bei dieser Serie steht die Chrirugie mal wieder im Fokus, aber auch Diagnostik im Allgemeinen. Grundsätzlich haben wir hier nicht sehr viele Charaktere zumindest gefühlt. Ihre persönlichen Leben sind gut mit dem Krankenhausleben ausbalanciert, aber man hat hier ganz besonders das Gefühl das deren Leben quasi aus Krankenhausarbeit besteht.
Das ist es auch was die Serie in sich ausmacht. Sie ist gespickt mit Intrigen und all dem Schlechten was in der Medizin existiert. Hier ist auch die Kameraführung und das Szenenbild wieder sehr unterstützend. In dieser Serie wird einem unmissverständlich der Spiegel der Gesellschaft vorgehalten. Das hebt sie wunderbar von den übrigen ab. Ich muss ehrlich sagen, dass ich am Anfang nicht begeistert war, aber nach ein paar Folgen hat sich etwas zum Positiven bei den Figuren entwickelt. Empfehlen kann ich sie vor allem an die sensationsverrückten und denen die kein Happy End brauchen.
Das war mein Vergleich von ein paar Serien dieser Art. Hat euch diese Art des Posts gefallen oder wollt ihr lieber einzelne detaillierte Vorstellungen?
Genießt die Sonne,
eure Blue Diamond.
Sonntag, 2. August 2020
[TV-Serien] The 100
Dies ist eine amerikanischte Science-Fiction Serie, am Ende aus 7 Staffeln und 100 Folgen bestehend. Sie wird 2014 im Original ausgestrahlt, ab 2015 dann auch im deutschsprachigen Raum. Eine Folge dauert immer ungefähr 45 Minuten. Dabei gibt es einen kurzen Rückblick und später ein wechselndes Intro. Die Serie basiert in Grundzügen auf der gleichnamigen Buchreihe von Kass Morgan, das wusste ich zuerst gar nicht, nun werde ich sie aber vielleicht mal lesen, denn sie soll sogar andere Charaktere haben und das klingt doch nach einem lohnenswerten Vergleich irgendwann mal.
Staffel 4 - Die Atomkraft wird erneut zur Gefahr für die Menschheit. Die Experimente in Verbindung mit der künstlichen Intelligenz und dem damit verbundenen Nachtblut spielen dabei eine erschreckende Rolle. Ein neuer Bunker und das All scheinen die beiden einzigen Zufluchtsorte für alle zu sein. Für mich die Staffel die notwendig war um neuen Schwung in die Geschichte zu bringen und auch echt mal was anderes einzubauen.
Staffel 6 - Nachdem der Cryoschlaf getestet und genutzt wurde, wird ein neuer bewohnbarer Mond gefunden. Doch auch hier gibt es schon Menschen, die die große Rolle von künstlicher Intelligenz zurückbringen. Hinzu kommt nun Unsterblichkeit und ein Element was als Anomalie bezeichnet wird. Um diese und die damit verbundene Welt dreht sich die Staffel 7. Mal schauen wann wir diese schauen können.
Besonders schön finde ich die Detailverliebtheit im Setting und den Kostümen sowie Maskenbild. Auch hier sind die Kontraste wieder riesig, aber eben auch sehr hilfreich für die Atmosphäre. Ich hätte mich klar am wohlsten bei den Groundern gefühlt mit all ihren Tätowierungen und dem Naturverbundenem. Dennoch fetzt es sicherlich auch total so ganz schlicht und steril im All zu existieren, nur die harten Regeln wären absolut nichts für mich. Hätte ich am Überleben der Menschheit mitmischen müssen, wären wir da vermutlich gescheitert.Ein besonderes Augenmerk möchte ich auch auf die Intros legen. Hier bilden sich nämlich immer Landkarten des aktuellen Settings ab was zur Orientierung wirklich perfekt ist.
Zuletzt nun zu den Figuren.
Clarke, gespielt von Eliza Taylor, ist die wichtigste von allen und jey ich kann sie nicht leiden. Sie ist so eine Ningelheldin. Eiskalt und berechnet heult sie trotzdem wegen ihrer Entscheidungen, aber sich vielleicht mal ändern ist nicht drin. Versteht mich nicht falsch die schauspielerische Leistung ist großartig.Da ist mir Bellamy, gespielt von Bob Morley, dreimal lieber, auch ein echter Arsch zu Beginn aber er macht eine totale Entwicklung durch. Er steht für das ein was er tut und wird darin einfach immer besser.
Mit Octavia, gespielt von Marie Avgeropoulos, haben wir es mit so einer ambivalenten Figur zu tun. Ich glaube hier musste die Schauspielerin erst warm werden und war nicht von Anfang an mit dem Herzblut dabei wie zum Ende.
Mein absoluter Liebling ist Raven, gespielt von Lindsey Morgan, sie ist super intelligent, krümmt ungern einer Fliege ein Haar und hat einen eisernen Willen. So jemanden hätte ich beim Ende der Welt gern an meiner Seite.Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Figuren und auch viele die einem im Kopf bleiben, doch das sind aus meiner Sicht die entscheidenden.
Die Serie habe ich insgesamt sehr gern geschaut und freue mich auf die letzte Staffel. Davon hätte ich gern mehr, habt ihr Tipps?
Eure Blue Diamond.










































